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Neue Pelletheizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines über Pellets

Der Pelletverbrauch sagt nicht nur etwas über die Effizienz Ihrer Pelletheizung aus. Auch die Qualität der häuslichen Wärmedämmung wird in diesem Wert berücksichtigt. Geht generell viel Wärme verloren, ist der Pelletverbrauch in der Konsequenz auch höher. Neubauten sind gegenüber Altbausanierungen in diesem Aspekt deutlich effizienter.

Vorweg: Pellets verfügen über einen geringeren Wärmewert als beispielsweise Heizöl. Das heißt, um dasselbe Haus zu heizen, benötigt man für eine Pelletheizung mehr Brennstoff als für eine Ölheizung. Aber Pellets sind deutlich günstiger als Heizöl! Der höhere Brennstoffverbrauch geht trotzdem mit allgemein geringeren Heizkosten (5,14 Cent pro erzeugte kWh, 6 Jahresdurchschnitt, Stand 2018) einher. Zur Erzeugung einer Kilowattstunde (kWh) werden ca. 0,2 Kilogramm Holzpellets, ca. 0,1 Liter Heizöl oder ca. 0,1 Kubikmeter Erdgas benötigt.

Grundsätzlich gilt: Mit rund drei bis vier Tonnen Pellets, lässt sich eine durchschnittliche Pelletheizung mit etwa 15 Kilowatt (kW) Leistung gut ein Jahr befeuern. Bei der Frage, ob man eine Pelletheizung kaufen sollte, sind mögliche Käufer im ersten Moment häufig von den höheren Anschaffungskosten verunsichert.

Auf die Gesamtlaufzeit der Pelletheizung bezogen rentiert sich dieser Mehraufwand am Anfang. Die geringen Pelletpreise machen die Pelletheizung unterm Strich günstiger als eine Öl- oder Gasheizung. Eine Pelletheizung rechnet sich jedoch erst, wenn relativ viel Wärme benötigt wird. So rentieren sich die etwas höheren Investitionskosten schneller. Entscheidend ist dabei nicht, ob der Brennstoff für eine Pelletheizung oder einen Pelletofen verwendet wird.

Holzpellets - Herstellung von Pellets | © EnergieAgenturNRW / youtube.com

Fakten zu Pellets

  • Pellets bestehen aus Holz und gelten damit als nahezu CO2-neutraler Brennstoff. Das CO2, welches bei der Verbrennung frei gesetzt wird, wurde vorher relativ zeitnah durch einen Baum absorbiert. Das CO2 aus Öl, Gas und Kohle ist mehrere hundert Jahre alt und belastet das derzeitige Klima daher stärker.
  • Pellets sind üblicherweise ein regionales Erzeugnis und daher nicht an einen Weltmarktpreis gebunden. Kurze Anlieferungswege erhöhen zudem die Umweltverträglichkeit.
  • Zur Herstellung von Pellets werden Holzabfälle gleichmäßig zerkleinert, getrocknet und dann anschließend in die bekannte Pellet-Form gepresst.
  • Pellets zeichneten sich bisher immer durch eine stabile Preisentwicklung aus.

Welchen Nutzen hat die Form der kleinen Pellets?

Beim Ausgangsmaterial kommen bei der Herstellung von Pellets Holzabfälle aus verschiedenen Quellen zusammen. Tischlereien und Sägewerke generieren im laufenden Betrieb große Mengen von Sägemehl und Holzverschnitt, für die es ohne Pelletheizungen keine weitere Verwendung gäbe.

In ihrer ursprünglichen Form verwendet, wären diese Stoffe in Kombination mit einem häuslichen Heizkraftwerk allerdings mehr als ungeeignet. Transport, Lagerung und die letztendliche Verbrennung wären mit erheblichem Mehraufwand verbunden und würden die höheren Anschaffungskosten einer Pelletheizung kaum rechtfertigen.

Presst man das Holz aber stattdessen zu Pellets, erhält man ein preiswertes und leicht zu handhabendes Medium, um Holzabfälle für seine Pelletheizung nutzbar zu machen. Auf diese Weise lassen sich die Pellets problemlos per Silowagen transportieren und können so ebenfalls platzsparend im hauseigenen Pelletsilo untergebracht werden.

Video: Energieheld-Whiteboard zur Pelletheizung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Funktionsweise, die Kosten* und die Förderungen einer Pelletheizung. *ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Pelletverbrauch errechnen

Der eigene Pelletverbrauch lässt sich mit genügend Quelldaten recht genau berechnen. Allerdings muss an dieser Stelle zwischen Neubauten und bestehenden Häusern unterschieden werden. Wichtig ist bei der Berechnung auch die Berücksichtigung der Heizenergie, in Verbindung mit der Warmwasserbereitung. Generell existieren zwei Szenarien, für die der Pelletverbrauch errechnet werden kann:

Pelletheizung in einem Neubau

In der Regel berechnen der Architekt oder ein Energieberater bereits bei der Planung des Hauses den zu erwartenden Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²) und Jahr. Würde man nun von einem jährlichen Energiebedarf von 90 kWh/m² bei einer Wohnfläche von 160 m² ausgehen, würde der jährliche Pelletverbrauch wie folgt aussehen:

Neubau 160 m² - Berechnung Pelletmenge pro Jahr
90 (kWh / m²) * 160 (m²) * 0,2 (kg Pellets / kWh Wärmeenergie) 2.880 kg

Bestehendes Gebäude, das auf eine Pelletheizung umgerüstet wird

Bei bestehenden (und damit in der Regel schlechter gedämmten) Gebäuden, bei denen beispielsweise die Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt werden soll, gelten folgende Faustregeln:

  • 1 Liter des bisherigen Ölverbrauchs entspricht 2 kg Pellets
  • 1 Kubikmeter des bisherigen Gasverbrauchs entspricht ebenfalls 2 kg Pellets
Altbau 160 m² - Berechnung Pelletmenge pro Jahr
2.000 (l) * 2 (kg) 4.000 kg

Bei einem bisherigen Heizölverbrauch von 2.000 Litern, würde sich also der künftige Pelletverbrauch auf 4 Tonnen belaufen! Für die Größe des Pelletsilos kann pro Tonne Pellets ein benötigter Platz von ca. 1,5 Kubikmeter erwartet werden.

Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass der Lagerraum ca. 30 Prozent größer als der tatsächliche Jahresbedarf ausfallen sollte. Damit können Lieferengpässe oder spät abgeschickte Bestellungen ausgeglichen werden.

Grafik: Darstellung einer Pelletheizung samt Speicher und Silo
Die Pelletheizung, für ein Heizen mit nachwachsenden Ressourcen | © Energieheld

Folgende Faktoren entscheiden über den Pelletverbrauch

Pelletheizung lohnenswert bei hohem Verbrauch

Generell rechnet sich eine Pelletheizung umso mehr, je höher der eigene Wärmebedarf ist. Eine Pelletheizung ist im Vergleich zu anderen Heizungssystemen (Öl, Gas) in der Anschaffung recht teuer, im Pelletverbrauch jedoch günstig (und CO2-neutral).

Damit sich eine Pelletheizung finanziell lohnt, sollte der Energiebedarf eines Hauses höher als 35.000 kWh pro Jahr sein. Dies ist bei ungedämmten Gebäuden mit einer Wohnfläche über 140 Quadratmetern oft der Fall, oder wenn viele Personen im Gebäude wohnen.