Holzheizung mit Förderung

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Allgemeines zur Förderung Ihrer Holzheizung

Der Austausch einer Heizungsanlage ist in den seltensten Fällen ein Grund zur Freude. Viel Geld muss investiert und vielleicht aufwendige Änderungsarbeiten durchgeführt werden. Man sollte aber versuchen, in die Zukunft zu schauen. Moderne Heizungen sind mittel- und langfristig eine finanziell äußert lohnende Investition, denn die Effizienz neuerer Heizungen ist mit alten Modellen kaum zu vergleichen.

Das gilt umso mehr für die Holzheizung, mit der so günstig geheizt werden kann, wie mit keiner anderen konventionellen Öl- oder Gasheizung, mit einem allgegenwärtigen und außerdem auch noch CO2-neutralen Brennstoff. Dafür sind die Kosten für die Anschaffung aber auch häufig recht hoch. Aus diesem Grund, und weil er die Energiewende vorantreiben möchte, schreibt der Staat großzügige Förderung in Form von Zuschüssen und Krediten für energetische Sanierung und die Verwendung erneuerbarer Energien aus. Und eine moderne Holzheizung zählt zu beidem.

Höchstmögliche Förderung für die Holzheizung

Zu Beginn des Jahres 2020 wurde die Förderung für Heizungen von der Bundesregierung grundlegend novelliert. Durch die Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurde die Förderung Anfang 2021 nochmals überarbeitet. Die unterschiedlichen Fördersätze wurden vereinheitlicht - insgesamt ist die Förderung jedoch gestiegen. Seitdem gibt es für eine Holzheizung 35 Prozent der förderfähigen Kosten bzw. der Kreditsummme als Förderung.

Diese wird im Rahmen der BEG EM für Sanierungen mit Einzelmaßnahmen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als einmaliger Zuschuss oder im Programm KfW 262 als Kredit mit Tilgungszuschuss vergeben. Durch diverse Zusatzförderungen wie die Öl-Austauschprämie sowie die Einführung diverser Boni kan man jedoch maximal eine Förderung bis zu 55 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten.

Holzheizung Förderung Altbau (BEG EM)
Scheitholzvergaser Zuschuss bzw. Tilgungszuschuss von mindestens 35 - 55 % der förderfähigen Kosten bzw. der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 21.000 - 33.000 €
Hackschnitzelheizung
Pelletheizung 
Pelletofen mit Wassertasche bis 25kW

Antragstellung für die Förderung

Bild: Mann mit Antrag auf Klemmbrett
Antragstellung auf Förderung | © Mark Moz / pixabay.com CC0

Durch die Einführung des BEG hat sich in der Antragstellung einiges geändert. Zukünftig soll die Förderung für alle angestrebten Maßnahmen in einem Antragsformular beantragt werden können.

Eine Förderung für eine Holzheizung als Einzelmaßnahme kann man als einmaligen Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Fehlt einem das nötige Kapital, um die Anschaffung zu finanzieren, kann man stattdessen auf den Kredit KfW 262 der Kreditanstalt für Weideraufbau zurückgreifen. Ansonsten bietet die KfW für eine Holzheizung nur indirekte Förderung im Rahmen von Effizienzhaus-Sanierungen oder Neubauten nach Effizienzhaus-Standard.

Grundsätzlich ist jeder berechtigt, eine Förderung des BAFA oder der KfW zu erhalten. Dazu muss der Antrag auf Förderung des BAFA vor Beginn der Bauarbeiten (der Abschluss eines Liefervertrages / Auftragsvergabe für die neue Holzheizung) online beim BAFA eingehen. Außerdem muss auch ein Kostenvoranschlag des ausführenden Fachunternehmens für die Holzheizung und alle anfallenden Arbeiten hochgeladen werden. Alle Formulare für den Antrag auf Förderung finden Sie auf der Internetseite des BAFA.

Sollte eine Förderung von der KfW gewünscht sein, muss diese vor Maßnahmenbeginn (Abschluss eines Liefervertrages / Auftragsvergabe für neue Holzheizung) unter Mitwirkung des Fachunternehmers oder eines zertifizierten Energieberaters (Energie-Effizienz-Experte) frist- und formgerecht gestellt  werden. Dazu muss man zunächst einen Finanzierungspartner finden (z. B. die Hausbank). Dieser beantragt die Förderung bei der KfW, nachdem er die nötigen Unterlagen vom Fachunternehmer bzw. dem Energie-Effizienz-Experten erhalten hat. Für Effizienzhaus-Förderungen ist die Mitwirkung des Energie-Effizienz-Experten vorgeschrieben.

Vorgaben für die Holzheizung

Um eine Förderung nach BEG EM für ihre Holzheizung erhalten zu können, muss diese einige Voraussetzungen erfüllen. Sie muss eine Nennwärmeleistung von mindestens 5 kW haben. Außerdem muss der „jahreszeitbedingte Raumheizungsnutzungsgrad” der Holzheizung mindestens 78 Prozent betragen. Alternativ kann auch ein Kesselwirkungsgrad von 90 %, bzw. bei Pelletöfen von 91 Prozent nachgewiesen werden. Zudem müssen Holzheizungen über einen Pufferspeicher verfügen.

Für die Hackschnitzelheizung und die Pelletheizung muss dieser mindestens 30 Liter pro kW Nennwärmeleistung groß sein, für den Holzvergaser sogar 55 Liter pro kW Nennwärmeleistung. Zudem muss die Heizung von einem unabhängigen Institut gemäß entsprechender Normen geprüft sein. Außerdem muss die Anlage in den Listen der förderfähigen Anlagen aufgeführt sein (automatische oder handbeschickten Holzheizungsanlagen).​ Die Emissionsobergrenzen von 200 Milligramm pro Kubikmeter für Kohlenmonoxid und 15 Milligramm Feinstaub pro Kubikmeter (2,5 Milligramm für Innovationsbonus) sind einzuhalten (siehe Tabelle).

Holzheizung max. CO-Emission max. Feinstaub-Emission Mindestvolumen des Pufferspeichers minimaler Kesselwirkungsgrad
Pelletheizung 200 mg / m³ 15 mg / m³ (2,5 mg / m³ für Innovationsbonus) 30 l / kWth 90 %
Hackschnitzelheizung
Holzvergaser-Pellet- bzw. Holzvergaser-Hackschnitzel-Kombikessel 55 l / kWth
Scheitholzvergaser

BAFA-Förderung

Nachdem die Formalitäten geklärt sind, werfen wir nun einen Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten zur Förderung. Die BEG EM ist als Zuschuss zur Sanierung von Bestandsbauten mit Einzelmaßnahmen aktuell nur beim BAFA erhältlich. Fehlt Ihnen das nötige Kapital zur Anschaffung, können Sie alternativ zum BAFA-Zuschuss auf den Kredit KfW 262 zurückgreifen. In einem späteren Abschnitt finden Sie hierzu weitere Informationen.

Grundsätzlich erhält man für die Installation einer Holzheizung immer mindestens 35 Prozent der förderfähigen Kosten von max. 60.000 Euro erstattet. Zudem besteht die Möglichkeit durch den Austausch einer alten Ölheizung gegen eine Holzheizung eine erhöhte Förderung von insgesamt 45 Prozent zu bekommen - also zusätzlich 10 Prozent. Die Rede ist von der sogenannten Öl-Austauschprämie, einer Art Abwrackprämie für alte Ölheizungen.

Wurde die Maßnahme in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen, wird dies mit weiteren 5 Prozent belohnt. Und wenn die Holzheizung den oben beschriebenen, strengeren Grenzwert für Feinstaub einhält, kann man insgesamt 55 Prozent der förderfähigen Kosten als Förderung erhalten: Das entspricht einem Betrag bis zu 33.000 Euro Förderung.

Heizung Mindest-Förderung Öl-Austasuchprämie iSFP Bonus* Innovationsbonus** Gesamtförderung
Pelletheizung 35 % der förderfähigen Kosten, max. 21.000 € + 10 % der förderfähigen Kosten, max. + 6.000 € + 5 % der förderfähigen Kosten, max. + 3.000 € + 5 % der förderfähigen Kosten, max. + 3.000 € bis zu 55 %der förderfähigen Kosten, max. 33.000 €
Hackschnitzelheizung
Holzvergaser

* iSFP-Bonus wird vergeben, wenn die Installation der Heizung zuvor in einem individuellen Sanierungsfahrplan empfohlen wurde; ** gilt für Holzheizungen mit besonders niedrigen Feinstaub-Emissionen

 

Förderung durch KfW-Programme

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt als Alternative zum BAFA-Zuschuss seit 01.07.2021 den Kredit KfW 262 bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von mindestens 35 Prozent der Kreditumme - also bis zu 21.000 Euro als Basis-Förderung für eine Holzheizung zur Verfügung (BEG EM). Genau wie beim BAFA, kann die Förderung inklusive aller Boni auf bis zu 55 Prozent der Kreditsumme, also auf maximal 33.000 Euro steigen (siehe Tabelle oben).

Außerdem kann man im Rahmen von Sanierungen und Neubauten nach Effizienzhaus-Standard anteilig Förderung für eine Holzheizung erhalten (BEG WG). Bei Sanierungen steht mit den Programmen KfW 461 und KfW 261 ein Zuschuss bzw. ein Tilgungszuschuss von 50 Prozent der förderfähigen Kosten bzw. der Kreditsumme zur Verfügung.  Das entspricht max. 75.000 Euro. Mit dem Programm KfW 261 können Sie zusätzlich einen Kredit bis zu 150.000 Euro erhalten.

Im Neubau können Sie die gleiche Kreditsumme erhalten - der Tilgungszuschuss beträgt hier maximal 25 Prozent der der Kreditsumme. Das entspricht max. 37.500 Euro. Neu: Seit 01.07.2021 gibt es erstmals auch eine Zuschuss-Förderung für Neubauten nach Effizienzhaus-Standard. So kann man maximal 25 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss erhalten - also ebenfalls max. 37.500 Euro. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie nochmal einen Überblick zur KfW-Förderung.

Programm Maßnahme Förderung
Kredit KfW 262
(BEG EM)
Sanierung mit Einzelmaßnahme Kredit bis zu 60.000 € + Tilgungszuschuss von mindestens 35 %* der Kreditsumme, max. 21.000 €**
Kredit KfW 261
(BEG WG)
Sanierung zum Effizienzhhaus Kredit bis zu 150.000 Euro + Tilgungszuschuss bis zu 50 % der Kreditsummme, max. 75.000 €**
Neubau eines Effizienzhauses Kredit bis zu 150.000 Euro + Tilgungszuschuss bis zu 25 % der Kreditsummme, max. 37.500 €**
Zuschuss KfW 461
(BEG WG)
Sanierung zum Effizienzhhaus Zuschuss bis zu 50 % der förderfähigen Investitionskosten von höchstens 150.000 €, max. 75.000 €**
Neubau eines Effizienzhauses Zuschuss bis zu 25 % der förderfähigen Investitionskosten von höchstens 150.000 €, max. 37.500 €**

* Kann durch Boni auf bis zu 55 Prozent der Kreditsumme steigen; ** pro Wohneinheit

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