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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Perimeterdämmung

Als Perimeterdämmung wird die Kellerdämmung samt Bodenplatte bezeichnet. Sie beugt der Feuchtigkeitsbildung im Keller vor und verhindert, dass das Haus von unten auskühlt. Langfristig können so Heizkosten und Energie gespart werden.

Ein klarer Vorteil der Dämmung von außen gegenüber der von innen ist, dass der Taupunkt besser liegt. Bei einer Innendämmung kann es dazu kommen, dass sich Feuchtigkeit zwischen der Dämmung und der Kellerwand ansammelt. Bei einer Kellerdämmung von außen ist dies sehr unwahrscheinlich.

Eigenschaften der Perimeterdämmung

Die Perimeterdämmung muss nicht nur Kälte sondern auch Feuchtigkeit aushalten. Außerdem ist sie ständigem Druck durch den Erdboden, Tau und das Grundwasser ausgesetzt; im Winter kommt möglicherweise noch Frost dazu. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig die richtigen Dämm-Materialien für Ihren Keller zu wählen.

Eine Perimeterdämmung verhindert sämtlichen Feuchtigkeitsaustausch. Einerseits wird so der Schimmelbildung durch Feuchtigkeit von außen vorgebeugt, andererseits kann innen produzierte Feuchtigkeit nicht abziehen. Bevor eine Perimeterdämmung installiert wird, muss sichergestellt werden, dass die Kellerräume ausreichend gelüftet werden und feuchte Luft abziehen kann.

Wärmebrücken im Keller vermeiden

Bild: Schimmel an Kellerwand
Schimmel im Keller | © Riki1979 / Wikimedia Commons CC0

Wärmebrücken (auch Kältebrücken genannt) leiten Wärme schneller als andere Bauteile des Hauses nach außen. Die Wände werden innen so schneller kalt. Es können sich Feuchtigkeit und Schimmel bilden. Außerdem führen Wärmebrücken zu höheren Heizkosten.

Wärmebrücken können bereits durch kleine Baumängel entstehen wie z. B. Mörtelreste hinter den Dämmplatten. Manche Wärmebrücken sind durch die Architektur der Räume bedingt.

Diese können im Regelfall durch die richtige Außendämmung korrigiert werden. Die Vermeidung von Wärmebrücken setzt Fachkenntnisse in der energetischen Gebäudeplanung voraus - Laien sollten also lieber die Hände davon lassen.

So wird die Perimeterdämmung angebracht

Die Perimeterdämmung ist aufwändig und muss sehr sorgfältig installiert werden. Die Dämmung in Eigenregie ist hier in keinem Fall zu empfehlen. Um einen Keller ausreichend von außen zu dämmen, müssen mehrere Arbeitsschritte durchgeführt werden:

  1. Zunächst muss der Boden ausgehoben werden. (Bei Altbauten wird ein Graben entlang der Grundmauer ausgehoben.)
  2. Je nach Nutzungsweise des Kellers wird über die Art der Dämmung entschieden. (In einem Waschraum würde z. B. mehr Feuchtigkeit entstehen als in einem Wohnraum.)
  3. Die Mauer wird gesäubert und Risse verspachtelt.
  4. Anschließend muss die Wand vollständig austrocknen.
  5. Es wird Mörtel zwischen Fundament und Mauer verteilt.
  6. Die Mauer wird mit Bitumen-Vorstrichmittel gestrichen und erhält einen Isolieranstrich.
  7. Es werden mehrere Lagen geklebter Sperrbahnen oder Kunststoffbahnen angebracht.
  8. Als letztes werden die Dämmplatten (z. B. XPS, EPS, Schaumglas) montiert.

Perimeterdämmung bei Neubau und Altbau

Bild: Perimeterdämmung Neubau
Perimeterdämmung bei Neubau | © Falk Strietzel / Bautagebuch Hassenroth

Bei einem Neubau gestaltet sich die Perimeterdämmung deutlich einfacher als bei einem Altbau. Die Dämmung wird dann direkt nach der Keller-Errichtung angebracht. Zu beachten ist, dass das Gewicht des gesamten Hauses auf der Dämmung unter der Bodenplatte lastet. Somit muss hier ein sehr tragfähiges und stabiles Material verwendet werden.

Komplizierter wird es bei der Perimeterdämmung für Altbauten. Um ein älteres Haus mit einer Perimeterdämmung auszustatten, muss zunächst die Erde um das Haus herum ausgehoben werden. Sind die Wände feucht, muss zunächst die Ursache für die Feuchtigkeit gefunden und beseitigt werden. Die Bodenplatte kann nicht nachträglich von außen gedämmt werden.

Kosten der Perimeterdämmung

Bei Kellerdämmungen im Außenbereich sind hinsichtlich der letztendlichen Kosten zwei Bereiche zu unterscheiden. Die eigentliche Dämmung kostet 40 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Im Vorfeld müssen jedoch umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt werden, deren Kosten nur schwer einzuschätzen sind. Sofern kein Geröll vorhanden ist, können allgemein mit 20 bis 30 Euro pro Kubikmeter Aushub gerechnet werden. Sicherungsarbeiten und widrige Bedingungen können das Ganze aber erheblich verteuern.

Perimeterdämmung Kosten pro m²/m³ Kosten für 60 m² Keller
Erdarbeiten  20 - 30 € pro m³ 5.600 - 8.400 €
Dämmung 40 - 60 € pro m² 2.800 - 4.200 €
Gesamt   8.400 - 12.600 €

Förderung für die Perimeterdämmung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert energetische Sanierung mit dem Programm 430. Je nach Effizienz der Maßnahme, werden Ihnen hierbei zwischen 10,0 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet. Alternativ können Sie auch auf den zinsgünstigen Kredit 152 mit maximal 50.000 Euro zurückgreifen. Um den Anspruch geltend zu machen, muss der Antrag vor Beginn der Perimeterdämmung, gemeinsam mit einem Energieberater gestellt werden.

Programm Förderung
KfW-430 (Zuschuss) 10 % der Sanierungskosten (maximal 5.000 €)
KfW-152 (Kredit+Tilgungszuschuss) 0,75 % Zinsen, 50.000 €, 7,5 % Tilgungszuschuss

Vorteile und Nachteile der Perimeterdämmung

Grundsätzlich besitzt die Perimeterdämmung keine wirklichen Nachteile. Negativ ist nur, dass sich der Einbau bei Bestandsgebäuden sehr aufwändig gestaltet und daher meist sehr teuer wird.

Vorteile Nachteile
Senkt die Heizkosten Für Altbauten nicht zu empfehlen
Schont die Umwelt Bauschäden durch laienhafte Umsetzung möglich
Bei Neubauten sehr günstig  

Dämmstoffe für die Perimeterdämmung

Folgende Materialien können verwendet werden, um einen Keller von außen zu dämmen:

Diese Dämmstoffe sind sehr druckfest, dämmfähig und feuchtigkeitsbeständig. Außerdem zersetzten sie sich nicht und sind somit langfristig einsetzbar. Schaumglas ist im Gegensatz zu XPS und EPS nicht entflammbar. Pur-Hartschaum ist für die Außendämmung nicht geeignet.