Wärmepumpe mit Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist eine sehr effiziente und umweltfreundliche Heizung auf Basis erneuerbarer Energien (Umgebungswärme aus Luft, Erde oder Grundwasser). Dabei funktioniert sie nach dem Prinzip eines umgekehrten Kühlschranks. Wärmepumpen entziehen ihrer Umwelt mittels Wärmetauscher die Umgebungswärme und übertragen diese auf ein Kältemittel (Sole).

Dieses verdampft schon bei niedrigen Temperaturen, fließt über einen Kreislauf zur Wärmepumpe selbst und wird dort unter Druck weiter verdichtet. Dadurch steigt die Temperatur der Sole weiter, bevor sie die dann herrschende Temperatur über einen weiteren Wärmetauscher an den Heizkreislauf und zur Warmwasserbereitung abgibt. Dabei kommen die besten Wärmepumpen auf einen Wirkungsgrad bis zu 500 Prozent. Damit sind Wärmepumpen die effizientesten Heizungen überhaupt.

Bild: Energieheld Tipp

Um eine Förderung für eine Wärmepumpe zu erhalten, muss der Antrag auf Förderung immer VOR Beginn der Bauarbeiten gestellt werden. Eine nachträgliche Beantragung ist nicht möglich. Stellen Sie den Antrag zu spät, erlischt jeglicher Anspruch auf Förderung unwiederbringlich.

Förderung für Wärmepumpen im Überblick

Bild: Förderung für Wärmepumpen
Förderung für Wärmepumpen im Vergleich | © PIX1861 / pixabay.com CC0

Die Förderung für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien ist mit der Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zum 01.01.2021 erneut geändert worden. Dabei wurde sie in Etappen wirksam.

Die Zuschuss-Förderung für die Sanierung von Bestandsbauten mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) ist bereits zum 01.01.2021 in Kraft getreten und wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA vergeben. Die Kredit-Förderung der BEG EM steht nun - ebenso wie die BEG WG für Wohngebäude nach Effizienzhaus-Standard - seit 01.07.2021 zur Verfügung. Die alten Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gelten dagegen nicht mehr.

BAFA-Förderung nach BEG EM

Als direkte Förderung für eine Wärmepumpe erhält man vom BAFA auch im Rahmen der Einführung BEG EM immer einen Zuschuss von mindestens 35 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 Euro als Förderung. Wenn Sie die Wärmepumpe als Ersatz für eine alte Ölheizung installieren, erhalten Sie sogar 45 Prozent der förderfähigen Kosten.

Ist die Installation der Wärmepumpe Bestandteil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), kann man mit dem iSFP-Bonus zusätzlich 5 Prozent Förderung in Anspruch nehmen. Insgesamt steht Ihnen also eine Förderung bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 Euro zur Verfügung. Das entspricht einer Summe von maximal 30.000 Euro Förderung.

KfW-Förderung für Wärmepumpen

Sollte Ihnen die nötigen Mittel zur Anschaffung der Wärmepumpe fehlen, können Sie in der BEG EM alternativ zum BAFA-Zuschuss den Kredit KfW 262 bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 50 Prozent der Kreditsumme, also maximal 30.000 Euro erhalten. Ansonsten fördert die KfW Wärmepumpen nur anteilig bei Komplettsanierungen oder Neubauten nach Effizienzhaus-Standard (BEG WG). Bei einer Sanierung zum Effizienzhaus steht im Rahmen des Programms KfW 461 ein Zuschuss von 50 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 Euro, also von maximal 75.000 Euro zur Verfügung.

Sollten Sie einen Kredit bevorzugen können Sie mit dem Programms KfW 261 ein Darlehen bis 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von maximal 75.000 Euro erhalten. Im Neubau können Sie aktuell mit dem Programm KfW 261 ebenfalls einen Kredit bis 150.000 Euro mit Tilgungszuschuss bis 37.500 Euro erhalten. Dabei ist die Höhe des Zuschusses bzw. des Tilgungszuschusses stets vom erreichten Effizienzhaus-Standard abhängig. Um die Förderung zu erhalten, muss die Wärmepumpe jedoch einige Fördervoraussetzungen erfüllen. Unter anderem ist ein hydraulischer Abgleich Pflicht.

Förderinsititut / Programm Bauart Wärmepumpe Geltungsbereich / wichtigste Fördervoraussetzungen Förderung
BEG EM: BAFA-Zuschuss
oder
Kredit KfW 262
Luft-Wasser-WP
Sole-Wasser-WP
Wasser-Wasser-WP
Luft-Luft-WP

Sanierung
zertifizierte Einzelprüfung nach EN 14511 / EN 14825
hydraulischer Abgleich, Erfüllung der jeweiligen ETAs

Zuschuss / Tilguingszuschuss von 35 % der förderfähigen Investitionskosten /der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 21.000 €
BEG EM: BAFA-Zuschuss
oder
Kredit KfW 262;
„Öl-Austauschprämie”
Luft-Wasser-WP
Sole-Wasser-WP
Wasser-Wasser-WP
Luft-Luft-WP
Sanierung
Ersatz alter Ölheizung
Zuschuss / Tilgungszuschuss + 10 %, insgesamt 45 % der förderfähigen Investitionskosten / der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 27.000 €
BEG EM: BAFA-Zuschuss
oder
Kredit KfW 262;
„iSFP-Bonus”
Luft-Wasser-WP
Sole-Wasser-WP
Wasser-Wasser-WP
Luft-Luft-WP
Sanierung
Istallation der Wärmepumpe muss in individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen worden sein
Zuschuss / Tilgungszuschuss + 5 %, insgesamt 50 % der förderfähigen Investitionskosten / der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 30.000 €
 Zuschuss KfW 461
Sanierung oder Neubau nach Effizienzhaus-Standard
Luft-Wasser-WP
Sole-Wasser-WP
Wasser-Wasser-WP Luft-Luft-WP
Altbau / Mindestens Effizienzhaus-Standard Denkmal Je nach Effizienzhaus-Standard Zuschuss von 50 % der förderfähigen Investitionskosten von höchstens 150.000 €, max. 75.000 €
Luft-Wasser-WP
Sole-Wasser-WP
Wasser-Wasser-WP Luft-Luft-WP
Neubau / Mindestens Effizienzhaus-Standard 55 Je nach Effizienzhaus-Standard Zuschuss von 50 % der förderfähigen Investitionskosten von höchstens 150.000 €, max. 37.500 €
Kredit KfW 261
Sanierung oder Neubau nach Effizienzhaus-Standard
Luft-Wasser-WP
Sole-Wasser-WP
Wasser-Wasser-WP Luft-Luft-WP
Altbau / Mindestens Effizienzhaus-Standard Denkmal Je nach Effizienzhaus-Standard Kredit bis zu 150.000 € + Zuschuss bis zu 50 % der Kreditsumme, max. 75.000 €
Luft-Wasser-WP
Sole-Wasser-WP
Wasser-Wasser-WP Luft-Luft-WP
Altbau / Mindestens Effizienzhaus-Standard 55 Je nach Effizienzhaus-Standard Kredit bis zu 150.000 € + Zuschuss bis zu 50 % der Kreditsumme, max. 37.500 €

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpen werden vom BAFA durchschnittlich mit 5.000 bis 5.500 Euro (35 % der Kosten von maximal 60.000 Euro, bis zu 21.000 Euro) gefördert. Um die Förderung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu erhalten, muss diese nach EN 14511 / EN 14825 geprüft und zertifiziert sein. Zudem benötigt sie eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETAs) von mindestens 135 Prozent bei 35 Grad Vorlauftemperatur bzw. 120 Prozent bei 55 Grad.

Von der KfW können Sie im Programm KfW 262 alternativ zum Zuschuss des BAFA einen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von mindestens 35 Prozent der Kreditsumme - also maximal 21.000 Euro erhalten. Im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung steht Ihnen mit dem Programm KfW 461 ein Zuschuss bis zu 75.000 Euro oder wahlweise mit dem Programm KfW 261 ein Kredit bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis 75.000 Euro zur Verfügung. Im Neubau können Sie entweder und einen Zuschuss KfW 461 bis zu 37.500 Euro oder den Kredit KfW 261 bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 37.500 Euro erhalten. Die Programme der KfW sind nicht mit der BAFA-Förderung kombinierbar.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Die BAFA-Förderung für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe beträgt durchschnittlich ca. 9.500 bis 10.500 Euro (mindestens 35 % der Kosten von maximal 60.000 Euro, bis zu 30.000 Euro). Um die Förderung für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe zu erhalten, muss diese nach EN 14511 / EN 14825 geprüft und zertifiziert sein. Zudem benötigt sie eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETAs) von mindestens 150 Prozent bei 35 Grad Vorlauftemperatur bzw. 135 Prozent bei 55 Grad.

Von der KfW können Sie im Programm KfW 262 alternativ zum Zuschuss des BAFA einen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von mindestens 35 Prozent der Kreditsumme - also maximal 21.000 Euro erhalten. Im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung steht Ihnen mit dem Programm KfW 461 ein Zuschuss bis zu 75.000 Euro oder wahlweise mit dem Programm KfW 261 ein Kredit bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis 75.000 Euro zur Verfügung. Im Neubau können Sie entweder und einen Zuschuss KfW 461 bis zu 37.500 Euro oder den Kredit KfW 261 bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 37.500 Euro erhalten. Die Programme der KfW sind nicht mit der BAFA-Förderung kombinierbar.

Förderung für Erdwärme (Sole-Wasser)

Für die Installation einer Erd-Wärmepumpe (auch als Sole-Wasser-Wärmepumpe bekannt) erhalten Sie vom BAFA 35 Prozent der förderfähigen Kosten von maximal 60.000 €. Das entspricht bei einer Erd-Wärmepumpe mit Bohrung durchschnittlich ca. 8.500 bis 9.500 Euro, bei einer mit Flächenkollektor ca. 5.500 bis 6.500 Euro. Um die Förderung für eine Erd-Wärmepumpe zu erhalten, muss diese nach EN 14511 / EN 14825 geprüft und zertifiziert sein. Zudem benötigt sie eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETAs) von mindestens 150 Prozent bei 35 Grad Vorlauftemperatur bzw. 135 Prozent bei 55 Grad.

Von der KfW können Sie im Programm KfW 262 alternativ zum Zuschuss des BAFA einen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von mindestens 35 Prozent der Kreditsumme - also maximal 21.000 Euro erhalten. Im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung steht Ihnen mit dem Programm KfW 461 ein Zuschuss bis zu 75.000 Euro oder wahlweise mit dem Programm KfW 261 ein Kredit bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis 75.000 Euro zur Verfügung. Im Neubau können Sie entweder und einen Zuschuss KfW 461 bis zu 37.500 Euro oder den Kredit KfW 261 bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 37.500 Euro erhalten. Die Programme der KfW sind nicht mit der BAFA-Förderung kombinierbar.

Luft-Luft-Wärmepumpen

Für die Installation einer Luft-Luft-Wärmepumpe erhalten Sie vom BAFA 35 Prozent der förderfähigen Kosten von maximal 60.000 €. Das entspricht durchschnittlich ca. 5.000 bis 5.500 Euro. Um die Förderung für eine Luft-Luft-Wärmepumpe zu erhalten, muss diese nach EN 14511 / EN 14825 geprüft und zertifiziert sein. Zudem benötigt sie eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETAs) von mindestens 150 Prozent.

Von der KfW können Sie im Programm KfW 262 alternativ zum Zuschuss des BAFA einen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von mindestens 35 Prozent der Kreditsumme - also maximal 21.000 Euro erhalten. Im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung steht Ihnen mit dem Programm KfW 461 ein Zuschuss bis zu 75.000 Euro oder wahlweise mit dem Programm KfW 261 ein Kredit bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis 75.000 Euro zur Verfügung. Im Neubau können Sie entweder und einen Zuschuss KfW 461 bis zu 37.500 Euro oder den Kredit KfW 261 bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 37.500 Euro erhalten. Die Programme der KfW sind nicht mit der BAFA-Förderung kombinierbar.

Gesamtkosten inklusive Förderung

Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe sind schwer zu beziffern, da es je nach Qualität und Leistung der Anlage erhebliche Preisschwankungen zwischen den verschiedenen Bauarten und den jeweiligen Modellen verschiedener Hersteller gibt. In der folgenden Tabelle haben wir für Sie trotzdem die durchschnittlichen Gesamtkosten einer Wärmepumpe abzüglich Förderung zusammengefasst, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen.

Bauart Investitionskosten Förderinstitut / Förderung Gesamtkosten inklusive Förderung
Luft-Wasser-Wärmepumpe ca. 15.000 € BAFA, BEG EM / KfW 262: 35 % der förderfähihgen Kosten / der Kreditsumme 9.750 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe ca. 25.000 € BAFA, BEG EM / KfW 262: 35 % der förderfähigen Kosten / der Kreditsumme 16.250 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe ca. 30.000 € BAFA, BEG EM / KfW 262: 35 % der förderfähigen Kosten / der Kreditsumme 19.500 €
Luft-Luft-Wärmepumpe ca. 15.000 € BAFA, BEG EM / KfW 262: 35 % der förderfähigen Kosten / der Kreditsumme 9.750 €

Unterschiede zwischen Sanierung und Neubau

Bild: Nachrüstung einer Fußbodenheizung im Rahmen einer Wärmepumpeninstallation
Wird in Altbauten mit gefördert: Fußbodenheizung | © MyImages - Micha /shutterstock.com

Zwischen der Förderung für Wärmepumpen bei Sanierungen und der Förderung für Wärmepumpen in Neubauten gibt es diverse Unterschiede. Der wesentlichste ist, dass man für Wärmepumpen im Neubau nur eine indirekte Förderung im Rahmen der Förderung für Effizienzhäuser von der KfW erhalten kann. Die direkte Förderung für Heizungen als Einzelmaßnahme im Neubau durch das BAFA ist zum 31.12.2020 eingestellt worden.

Außerdem ist die Zuschuss-Förderung des BAFA im Rahmen der BEG EM für Sanierungen mit Einzelmaßnahmen höher als die Förderung, die die KfW aktuell für Sanierungen oder Neubauten nach Effizienzhaus-Standard vergibt. Der Ersatz einer alten Ölheizung durch eine Wärmepumpe wird in der BEG EM z. B. mit 45 Prozent der Kosten gefördert. Weitere 5 Prozent kann man mit dem iSFP-Bonus erhalten.

So ist es möglich, bis zu 50 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten von maximal 60.000 Euro als Förderung zu erhalten. Das entspricht maximal 30.000 Euro Förderung. Außerdem werden bei Sanierungen sogenannte Umfeldmaßnahmen wie etwa die Installation einer Fußbodenheizung mitgefördert, für die man im Neubau keine Förderung erhält. Außerdem sind die Fördervoraussetzungen in Neubauten deutlich strenger als in Altbauten.

Sanierung Neubau
BEG EM: Höhere Förderung (BAFA / KfW 262: Basis-Förderung + „Öl-Austauschprämie” + „iSFP-Bonus”, bis zu 50 % der Kosten, maximal 30.000 €) BEG WG: Förderung nur anteilig (Zuschuss KfW 461 oder Kredit KfW 261), Neubau nach Effiizenzhaus-Standard (mindestens EHS* 55), ggf. Kredit bis 150.000 €, Zuschuss bzw. Tilgunsgzuschuss bis 37.500 €
BEG WG: Förderung nur anteilig (Zuschuss KfW 461 oder Kredit KfW 261), Sanierung nach Effizienzhaus-Standard (mindestens EHS* Denkmal), ggf. Kredit bis 150.000 €, Zuschuss bzw. Tilgungszuschuss bis 75.000 €
Umfeldmaßnahmen wie die Installation einer Fußbodenheizung werden großzügig mitgefördert Umfeldmaßnahmen werden nur eingeschränkt mitgefördert
Niedrigere Fördervoraussetzungen Strengere Fördervoraussetzungen

* EHS=Effizienzhaus-Standard

Antrag, Energieberater und Auszahlung

Bild: Förderung für Wärmepumpe
Förderung bewilligt | © fizkes / shutterstock.com

Für Förderungen des BAFA wie auch der KfW ist der Antrag auf Förderung immer VOR Beginn der Bauarbeiten online zu stellen. Dabei gilt beim BAFA bereits der Abschluss eines Liefervertrages bzw. die schriftliche Auftragsvergabe als Baubeginn.

Bei der KfW war es bis zum 30.06.2021 der Beginn der Bauarbeiten vor Ort. Seit 01.07.2021 gilt jedoch: Schon der Abschluss von Leistungs- und Lieferverträgen zählt als Baubeginn. Zudem ist die Einbindung eines Fachunternehmers in die Planung und Beantragung vorgeschrieben, um eine KfW-Förderung für eine Wärmepumpe zu erhalten. Alternativ kann auch ein Energie-Effizienz-Experte (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) die nötigen Unterlagen zur Beantragung liefern. Die Auszahlung der Zuschüsse erfolgt nach Abschluss der Arbeiten.

Kosten für Förder-Antrag und Energieberater

Der bereits erwähnte Energie-Effizienz-Experte (zertifizierter Energieberater) ist für Förderungen der KfW obligatorisch, wenn es sich um Komplettsanierungen oder Neubauten handelt. Seine Leistung ist selbstverständlich nicht kostenlos. Dabei kann der Preis durchaus von Energie-Effizienz-Experte zu Energie-Effizienz-Experte variieren. Ein Antrag auf Förderung (z. B. für eine Wärmepumpe) kostet im Schnitt 200 bis 300 Euro. Die Energieberatung eines Energie-Effizienz-Experten für ein Einfamilienhaus kostet meist zwischen 600 und 800 Euro.

Für die BEG EM des BAFA und der KfW (KfW 262) ist die Einbindung des zertifizierten Energieberaters zwar teils optional (nur für Sanierungen der Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung und Fachplanung ist sie verpflichtend). Allerdings braucht man ihn zwingend, wenn man den iSFP-Bonus in Anspruch nehmen will, denn er muss die Umsetzung gemäß Sanierungsfahrplan bestätigen. Außerdem kann er bereits im Vorfeld Sanierungsbedarf erkennen, sinnvolle Maßnahmen auswählen und einen entsprechenden Sanierungsfahrplan erstellen. Zudem führt er eine abschließende Qualitätskontrolle der geleisteten Arbeiten durch.

Leistung des Energieberaters Kosten
Förderung finden und beantragen (pro Antrag) 200 - 300 €
Energieberatung Einfamilienhaus 600 - 800 €

Sowohl KfW als auch das BAFA stellen Förderprogramme zur teilweisen Finanzierung des Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater) zur Verfügung. Beim BAFA und bei der KfW ist es nach BEG EM ein Zuschuss von 50 Prozent der Kosten, maximal aber 2.500 Euro, die für Fachplanung und Baubegleitung als Förderung für Einzelmaßnahmen nach BEG zur Verfügung stehen.

Programm Was wird gefördert? Förderung
BEG EM; Zuschuss BAFA oder Kredit KfW 262 „Fachplanung und Baubegleitung” (Energieberatung) 50 % der förderfähigen Kosten von höchstens 5.000 €, max. 2.500 € für Ein- und Zweifamilienhäuser, bei Merhfamilienhäusern 1.000 € pro WE* bzw. maximal 10.000 € insgesamt

* WE= Wohneinheit

Wann wird die Wärmepumpen-Förderung ausgezahlt?

Die Auszahlung der Förderung erfolgt in der Regel nach Abschluss der Arbeiten. Dazu füllen Sie, nachdem Sie den Zuwendungsbescheid des BAFA erhalten haben, das Online-Verwendungsnachweisformular aus und laden die Fachunternehmererklärung und andere geforderte Unterlagen zur Dokumentation der Wärmepumpen-Installation hoch. Diese Unterlagen werden dann vom BAFA geprüft. Erst danach erfolgt die Auszahlung der Förderung auf Ihr Konto. Die KfW zahlt einmalige Zuschüsse auch erst nach Abschluss der Arbeiten aus.

Hierzu erstellen Sie zusammen mit dem zertifizierten Energieberater die sogenannte „Bestätigung nach Durchführung” - kurz BnD - und laden diese im KfW-Zuschussportal hoch. Die KfW prüft die BnD und der Zuschuss wird dann gewöhnlich am Monatsende des Folgemonats ausgezahlt. Für einen Kredit müssen Sie sich einen Finanzierungspartner suchen, der den Antrag unter Mitwirkung des Fachunternhmers / zertifizierten Energieberaters stellt. Der Tilgungszuschuss wird dann mit Ihrer Kreditschuld verrechnet - sprich Sie brauchen nicht den gesamten Kredit zurückzahlen. Achtung: Eine nachträgliche Förderung für Wärmepumpen gibt es weder vom BAFA noch von der KfW.

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