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Neue Pelletheizung gesucht?

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Pelletheizung - teuer nur auf den ersten Blick?

Auf den ersten Blick liegen die Kosten für eine Pelletheizung, ähnlich wie bei der Hackschnitzel- oder Scheitholzheizung deutlich über denen für gängige Heizsysteme, wie etwa der Gasheizung oder der Ölheizung. Die Anschaffungskosten sind aber nicht der einzige Aspekt, der bei der Anschaffung einer neuen Heizung berücksichtigt werden sollte. Vor allem sollte man die Kosten langfristig betrachten.

Und auf lange Sicht gesehen, sind es insbesondere die laufenden Kosten , die über die Wirtschaftlichkeit einer Heizung entscheiden. Da die Brennstoffpreise für Pellets, vor allem aber die für Öl und Gas stark schwanken und Öl und Gas derzeit sehr günstig sind, ist der Betrieb einer Pelletheizung im Vergleich momentan nicht wirtschaftlich.

Allerdings ist die Anschaffung einer Pelletheizung vor diesem Hintergrund auch keine Fehlinvestition, da sich die Pelletheizung schon bei einem geringen Anstieg der Kosten für Öl und Gas wieder rechnet. Und dass dieser Fall eintritt, ist angesichts schwindender Ressourcen relativ wahrscheinlich. Darüber hinaus ist die Pelletheizung sehr umweltfreundlich, da als Brennstoff der nachwachsende Rohstoff Holz eingesetzt wird.

YouTube-Video: Energieheld-Whiteboard zur Pelletheizung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Funktionsweise, die Kosten* und die Förderungen einer Pelletheizung. *ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Kosten für eine Pelletheizung im Komplettpaket

Entscheiden Sie sich für ein gängiges, fertiges Komplettpaket einer Pelletheizung, so erwarten Sie nach Abzug der Förderung (mindestens 3.500 Euro) Kosten zwischen 13.500 und 21.500 Euro. Oft kommen noch weitere Extrakosten für Umbauten des Pellet-Lagers und schwierigere Installationen hinzu. Somit müssen Sie realistisch für eine komplette Pelletheizung mit Gesamt-Kosten von etwa 16.500 Euro rechnen (Pelletkessel, Pufferspeicher, Lagerraum mit Transportsystem und Montage, Förderung inklusive).

Besonders geeignet sind Pelletheizungen für große Ein- und Mehrfamilienhäuser mit hohem Wärmeverbrauch. Das liegt daran, dass die hohen Anschaffungskosten im Vergleich zu anderen Heizungsarten besonders schnell durch die geringen laufenden Kosten ausgeglichen werden. Generell gilt: Je höher der Wärmebedarf, desto weiter liegen die laufenden Kosten unterhalb derer von Öl- und Gasheizungen. Aus diesem Grund ist die Anschaffung einer Pelletheizung besonders bei hohen Verbräuchen interessant, da sich die geringeren Kosten für Brennstoff hier am schnellsten bezahlt machen.

Durchschnittliche Kosten für eine komplette Pelletheizung (inkl. Montage ohne Förderung)
ca. 20.000 €

In großen Gebäuden ist meist ausreichend Platz vorhanden, der für die Pelletheizung, den Lagerraum und das Transportsystem der Pellets nötig ist. Pelletheizungen nehmen mit Transportsystem und Lagerraum deutlich mehr Platz in Anspruch als beispielsweise gas- oder ölbefeuerte Heizungssysteme.

Die kompliziertere Technik, der höhere Platzbedarf und die damit eventuell verbundenen Umbauarbeiten machen die Investition in eine Pelletheizung zudem etwas teurer in der Anschaffung. Allerdings handelt es sich hier nicht um unverhältnismäßig hohe Beträge und die geringen Betriebskosten und die hohe Förderung fangen die Mehrkosten auf die Lebensdauer der Pelletheizung betrachtet nahezu auf. 

Dafür bekommt man dann, eine umweltfreundliche Heizung. Denn das Heizen mit Holzpellets gilt als CO2-neutral. Das heißt, bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum, aus dem die Pellets hergestellt wurden, während seines Wachstums auch aus der Atmosphäre gebunden hat und das er nach seinem Leben beim verrotten ohnehin wieder abgeben würde.

Infografik: Darstellung einer Pelletheizung
Technischer Aufbau einer Pelletheizung | © Energieheld

Pelletheizung oder Pelletofen - Sie haben die Wahl

Der Unterschied zwischen einem Pelletofen und einer Pelletheizung besteht in der technischen Grundausrichtung. Die Pelletheizung ist eine vollwertige Heizung während der Pelletofen eher unterstützend funktioniert.

Pelletofen:

Ein Pelletofen ist primär dazu gedacht, im Wohnraum aufgestellt zu werden (meist Wohnzimmer) und dort für gemütliche Wärme zu sorgen. Der Pelletofen ersetzt dabei nicht das Haupt-Heizsystem, sondern ist nur ein Zusatzgerät, bei dem das Wohlbefinden im Vordergrund steht. Der Pelletofen strahlt Wärme direkt an den Raum ab, in dem er aufgestellt ist. Durch die natürliche Wärmeverteilung werden indirekt auch angrenzende Räume erhitzt.

Ein Pelletofen ist allerdings auch mit Wassertasche erhältlich. Diese ist dringend erforderlich, wenn der Ofen förderfähig sein soll. Denn durch den Pelletofen wird das Wasser des Heizkreislaufs erwärmt und somit die zentrale Heizungsanlage unterstützt. Warmes Brauchwasser kann er allerdings nicht erzeugen.

Pelletheizung:

Unter einer Pelletheizung versteht man hingegen die Zentralheizung eines Hauses. Hierbei wird das gesamte Haus, also jeder Heizkörper, mit dem erwärmten Heizwasser der Pelletheizung versorgt. Zudem ist die Anlage auch in der Lage, warmes Brauchwasser zu liefern. In diesem Artikel beschreiben wir ausführlich die Kosten für eine solche Pelletheizung.

Anschaffungskosten

Damit Sie die gesamten Kosten einer Pelletheizung besser nachvollziehen können, haben wir für Sie auch die Kosten aller einzelnen Komponenten aufgelistet.  Außerdem finden Sie eine Formel zur Berechnung der optimalen Anlagengröße. 

Der Pelletkessel

Die Kosten für einen Pelletkessel, das eigentliche Herzstück der Heizung, hängen von verschiedenen Faktoren ab. Diese sind neben dem Wirkungsgrad der Nennleistung (meist zwischen 88 und 103 Prozent) vor allem die Nennwärmeleistung, sowie die Mindestwärmeleistung in kW. Je höher die Leistung, desto teurer wird der Kessel.

Auch die Art der Pelletzuführung, welche in den meisten Fällen durch ein Fallstufen-, Unterschub-, oder Seitenschubsystem verwirklicht wird, hat Einfluss auf den letztlichen Preis. Ebenso wie bei der Reinigung und der Entaschung werden die Systeme mit zunehmender Automatisierung etwas teurer. Eine halbautomatische Pelletheizung ist zwar günstiger als eine voll automatisierte Anlage, doch sie verursacht auch mehr Arbeit. Hier sollten Sie abwägen, was Ihnen wichtiger ist.

Überdies gibt es noch Unterschiede zwischen Pelletheizungen mit einer Lambdasonde und solchen ohne. Anlagen mit einer Lambdasonde kosten in der Regel etwas mehr, haben aber den Vorteil, dass geringere Abgaswerte erreicht werden und die Pelletheizung somit noch ökologisch effizienter arbeitet. Eine pauschale Einschätzung von Preisen ist trotzdem schwierig, da die Preise der Hersteller sehr unterschiedlich sind. Generell kann man aber folgende grobe Preiseinschätzung geben:

Nennwertleistung des Pelletkessels Kosten (ohne MwSt.)
bis 14 kW bis 9.000 €
15 bis 24 kW 9.000 - 10.000 €
25 bis 34 kW 10.000 - 11.000 €
über 35 kW ab 11.000 €

Größe der Pelletheizung berechnen:

Wärmebedarf des Hauses in kWh/a (aus der Heizkostenabrechnung abzulesen) / Betriebsstunden der Heizungsanlage (liegt i. d. R. zwischen 1.800 und 2.000) Beispielrechnung: 28.000 kWh / 1.900 Betriebsstunden der Pelletheizung = ca. 15 kW.

Tipp:
Der Wirkungsgrad einer Pelletheizung ist am höchsten bei Volllast, daher sollten Sie lieber eine etwas kleinere als eine zu große Heizungsanlage wählen. Denn dann arbeitet die Heizung öfter im optimalen Leistungsbereich. Ihr Wirkungsgrad kann so bis zu 103 % betragen.

Das Pelletlager

Zusätzlich zum Pelletkessel (der eigentlichen Heizung) wird noch ein Pelletsilo benötigt. Für ein Pelletlager fallen weitere Kosten in Höhe von etwa 1.500 bis 3.000 Euro an. Sacksilos mit einem Lagervolumen von etwa 3.000 kg kosten circa 1.000 bis 3.000 Euro. Eine weitere Möglichkeit, die Pellets zu lagern, ist ein Erdtank. Er kostet bei einem Fassungsvermögen von etwa 5.000 kg um die 3.000 Euro, wobei hier die Erdarbeiten noch nicht enthalten sind.

Wurden im Rahmen der Heizungserneuerung alte Öltanks entfernt, kann auch der nun leere Raum zum Pelletlager umgebaut werden. Hierfür werden Schrägen am Boden des Raums montiert, damit die Pellets immer zum Austragungssystem nachrutschen. Hier fallen Kosten in Höhe von etwa 500 bis 1.000 Euro an.

Das Austragungssystem

Hinzu kommen noch die Kosten für ein Transportsystem (oder auch Austragungssystem) vom Lager zur Pelletheizung. Es gibt zwei Varianten der Austragungssysteme einer Pelletheizung: Die Schnecken- und die Saugsysteme. Je nach Art des Systems und der Entfernung zwischen dem Pellet-Lager und dem Kessel verändern sich auch die Kosten. Durchschnittlich kann hier mit Kosten in Höhe von 1.500 bis 2.500 Euro gerechnet werden.

Infografik: Darstellung der Lieferung von Pellets in ein Silo
Die Pelletheizung, für ein Heizen mit nachwachsenden Ressourcen | © Energieheld

Der Pufferspeicher

Ein Puffer- oder Kombispeicher ist dringend notwendig, da er technisch notwendig ist und ohne ihn keine Förderung stattfinden kann. Einzige Ausnahme: Es existiert bereits ein Pufferspeicher von einer älteren Anlage oder es ist eine Fußbodenheizung vorhanden. Außerdem erhöht er den Jahresnutzungsgrad der Pelletheizung, da die Anlage länger im Volllastbetrieb laufen kann, wenn sie den Pufferspeicher lädt.

Falls bei Ihrem Komplettpaket noch kein Speicher dabei ist und sie auch über keinen von einer alten Heizungsanlage verfügen, entstehen für den Pufferspeicher weitere 1.500 bis 3.000 Euro an Kosten. Diese Kostenhöhe hängt von der Größe und dem Material des Speichers ab. Die Kosten erhöhen sich, wenn durch die Pelletheizung auch das warme Brauchwasser bereitgestellt werden soll. Solche Kombispeicher gibt es ab ca. 2.000 Euro zu haben.

Brennwerttechnik

Möchte man die Pelletheizung optimieren um die Heizkosten weiter zu senken, braucht man eine Anlage mit Brennwerttechnik. Diese schlägt zusätzlich mit ca. 1.500 bis 2.500 Euro zu Buche.

Kosten für die Installation der Pelletheizung

Für die Montage und Inbetriebnahme der Pelletheizung enstehen Kosten von etwa 2.000 bis 4.000 Euro. Darin sind dann auch die Kosten für den hydraulischen Abgleich sowie zusätzliche Materialkosten enthalten. 

Laufende Kosten der Pelletheizung

Der große Vorteil einer Pelletheizung liegt in den geringen Heizkosten. Die Pellets sind um einiges günstiger als Erdgas oder Heizöl. Ist die Pelletheizung also erst einmal installiert, heizen Sie wesentlich günstiger als mit den herkömmlichen Heizungstypen.

Kosten für die Pellets

Eine Tonne Pellets kostete im Januar 2019 etwa 286 Euro. Je größer die abgenommene Menge, desto günstiger wird es pro Tonne. 20 Tonnen kosten dann nur noch 210 - 230 Euro pro Tonne. Die Kosten zur Erzeugung einer kWh liegen mit einer Pelletheizung bei etwa 5,61 Cent pro kWh. Durch Erdgas hingegen entstehen Kosten von 5,86 Cent pro kWh, durch Heizöl  6,43 Cent pro kWh.

Ausgehend von einem Jahresbedarf an Heizwärme von etwa 28.000 kWh/a für ein größeres Einfamilienhaus entstehen folgende Kosten-Unterschiede. (Bei einem Energiebedarf von 28.000 kWh/a, zum 3-Jahres-Durchschnittspreis des jeweiligen Brennstoffs und folgenden verschiedenen Heizungstypen: Öl-Brennwert; Gas-Brennwert; Pellets)

Infografik: Preisvergleich verschiedener Brennstoffe
Laufende Kosten für Heizöl, Erdgas und Pellets im Vergleich | © Energieheld

Reinigung und Wartung der Pelletheizung

Der Schornsteinfeger ist auch bei dem Betrieb einer Pelletheizung nötig. Dieser muss zweimal jährlich kehren und die Anlage überprüfen. Außerdem müssen alle zwei Jahre von ihm CO2-Messungen an der Pelletheizung durchgeführt werden. Hierdurch fallen jährlich Kosten von etwa 150 Euro an. Eine Pelletheizung sollte außerdem grundsätzlich einmal im Jahr gewartet werden. Hierfür fallen in der Regel jeweils Kosten in Höhe von 100 bis 200 Euro an. Insgesamt muss hier also mit Kosten in Höhe von 300 Euro im Jahr rechnen.

Wirtschaftlichkeit einer Pelletheizung - lohnt sich das?

Bild: Handelsübliche Pellets
Pellets verbrennen fast rückstandsfrei | © D-Kuru / wikimedia.org CC-BY-SA

Im Vergleich zu einer Ölheizung und zur Gasheizung ist die Pelletheizung aufgrund der höheren Anschaffungskosten momentan nicht rentabel. Zwar spart die Pelletheizung in Sachen Heizkosten jährlich ca. 150 Euro ein.

Die höheren Investitionskosten von ca. 6.000 bis 7.000 Euro lassen sich auch aufgrund der höheren Wartungskosten so jedoch nicht vollständig amortisieren. Allerdings ist die Pelletheizung auf ihre Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren betrachtet auch nicht wesentlich unrentabler, sodass ihre Anschaffung keine Fehlinvestition ist. Außerdem ist sie sehr umweltfreundlich.

Dazu kommt, dass Pelletheizungen mit der Preisstabilität des Brennstoffes einen gewaltigen Vorteil gegenüber fossilen Brennstoffen haben. Denn auf 25 - 30 Jahre betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Investition in die Pelletheizung infolge überproportional steigender Preise für fossile Energieträger wie Öl und Gas mitttelfristig bis langfristig rentieren wird.

Förderung für die Pelletheizung

Der Kauf einer Pelletheizung wird staatlich gefördert. Grund dafür ist die CO2-Neutralität der Verbrennung. Es können Kredite und/ oder Zuschüsse beantragt werden, welche die Investitionskosten für Ihre Pelletheizung senken.

BAFA-Förderung

Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert den Einbau einer Pelletheizung mit einem Zuschuss von mindestens 3.000 Euro, vorausgesetzt sie verfügen bereits über einen Pufferspeicher. Wird auch ein neuer Pufferspeicher installiert, so gibt es sogar 3.500 Euro. Bei Pelletheizungen mit einer besonders hohen Leistung kann der Zuschuss sogar bis zu 8.750 Euro betragen. Weiterführende Informationen zur Förderung von Pelletheizungen können Sie hier finden.

KfW-Förderung

Zusätzlich zu den Zuschüssen des BAFA vergibt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) Kredite für Pelletheizungen. So werden durch das Programm 167 Ergänzungskredite bei Summen in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit und Zinssätze von nur 0,78 Prozent bei 10 Jahren Zinsbindung vergeben.

Somit können die Kosten der gesamten Pelletheizung aus Zuschuss und gefördertem Kredit finanziert werden. Der Kredit wird hierfür einfach bei der Hausbank beantragt, ganz ohne Energieberater. Zudem gibt es oftmals noch privatwirtschaftliche Zuschüsse und regionale Förder-Programme. Wir beraten Sie gern und helfen u. a. auch bei der Beantragung von Fördermitteln.

Infografik: Förderung von Pelletheizungen
Förderung für Pelletheizungen | © Energieheld

Kostenvergleich: Sanierung auf Öl-Brennwertkessel oder Umstellung auf Pelletheizung

Zunächst betrachten wir die Kosten für die reine Anschaffung der unterschiedlichen Heizungsanlagen:

Kostenfaktor Sanierung Öl-Brennwertkessel Umstellung auf Pelletheizung
Gerät & Installationsmaterial 6.100 € 9.000 €
Optionale Anschaffungskosten    
Warmwasserspeicher 1.000 €  
Kombispeicher   2.000 €
Lager & Fördersystem vorhanden 3.500 €
Schornstein und Abfluss (Brennwerttechnik) 1.500 € 1.500 €
Montage 2.000 € 4.000 €
Zwischensumme 10.600 € 20.000 €
Förderung    
KfW Zuschuss - Einzelmaßnahme - 1.590 €  
BAFA-Zuschuss:   - 4.800 €*
Summe (inklusive Förderung) ca. 9.000 € 15.200 €

*Basis-Förderung = 3.500 Euro + APEE-Bonus (für Austausch eines alten Ölkessels) = 1.300 Euro

Wie dieses Beispiel zeigt, ist die Pelletheizung in der Anschaffung deutlich teurer. Selbst nach Abzug der höheren Fördermittel bezahlt man für eine leistungsgleiche Pelletheizung etwa doppelt so viel. Es gilt jedoch stets, eine ganzheitliche Betrachtung heranzuziehen, denn die Pelletheizung ist im Betrieb günstiger, sodass die Mehrkosten auf  die Lebensdauer der Pelletheizung betrachtet überschaubar sind.

Laufende Kosten pro Jahr Sanierung Öl-Brennwertkessel Umstellung auf Pelletheizung
Heizkosten (bei 28.000 kWh/a)* ca. 1.700 € (ca. 2.500 Liter) ca. 1.570 € (ca. 5.500 kg)
Wartung + Reinigung 250 € 300 €
Jährliche Kosten 1.950 € 1.870 €

* Wir haben hier die jeweiligen Durchschnittspreise des entsprechenden Brennstoffes aus den letzten 3 Jahren verwendet. Das ergibt die folgenden Kosten: Heizöl (6,43 Cent pro Kilowattstunde), Pellets (5,61 Cent pro Kilowattstunde).

Die Pelletheizung ist in dieser Gegenüberstellung günstiger und zusätzlich CO2 neutral in der Wärmeerzeugung. Die Mehrkosten (6.000 Euro) für die teurere Pelletheizung würden durch diese Ersparnisse jedoch auch in 30 Jahren nicht vollständig ausgeglichen.

Allerdings sind die Mehrkosten nicht so hoch und wenn der Ölpreis zukünftig stärker steigt als der für Pellets, dann rutscht die Pelletheizung mittel- bis langfristig in die Gewinnzone. Und dass der Ölpreis im Vergleich zum Pelletpreis mittelfristig deutlich steigt, gilt unter Experten als sicher, da der derzeitig niedrige Öllpreis lediglich einem vorübergehenden Preiskampf der größten Anbieter geschuldet ist.

Tatsächlich steigen die Preise bereits wieder. Der Preis für Pellets ist dagegen relativ stabil, da Pelletheizungen nicht überall verbaut werden können. Deshalb ist auch nicht zu erwarten, dass das Verhältnis von Nachfrage und Angebot sich so stark verändert, dass die Preise in dem Maße steigen, wie die von Öl. Ein weiterer Vorteil von Pellets ist, dass man CO2-neutral heizen kann.

Weitere Informationen über die Kosten von Heizungssystemen

Auch zu anderen Heizungsarten haben wir auf unserer Webseite die wichtigsten Fakten, inklusive der zu erwartenden Kosten zusammengestellt. Klicken Sie sich gern einmal in aller Ruhe durch unsere Seiten und machen sich ein eigenes Bild über die jeweiligen Vorteile und Nachteile der verschiedenen Heizungen.

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