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Richtig lüften - so beugen Sie Schimmelbildung vor

Bild: Fenster auf Kipp
Auf Kipp lüften ist nicht effektiv | © quadshock / shutterstock.com

Wenn nicht richtig gelüftet wird kann es zu hoher Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen und zu Kondenswasser am Fenster kommen. Das kann zur Bildung von Schimmel führen, was die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigt.

Rauchen erhöht bei falschem Lüften den Schadstoffgehalt. Kochen, sowie Wäsche waschen und trocknen erhöht die Luftfeuchtigkeit. Auch dies fördert bei falscher Lüftung die Bildung von Schimmel. Doch wie lüftet man richtig?

Inhalt


    Richtig lüften - Schimmel vorbeugen und Raumklima verbessern

    Früher wurden Räume über undichte Fenster und fehlerhafte Fugenanschlüsse quasi automatisch gelüftet. Es fand ein unkontrollierter Luftaustausch statt. In sanierten Altbauten und Neubauten wird großer Wert auf Luftdichtheit gelegt.

    Durch gedämmte Fassaden und luftdichte Fenster wird somit viel Heizenergie gespart. Gleichzeitig gelangt die Luftfeuchtigkeit nicht mehr nach draußen. Dies kann wie oben beschrieben, bei falscher Lüftung, zu Schimmel führen.

    Welche Lüftungsmöglichkeiten gibt es?

    Es gibt unterschiedliche Formen der Lüftung. Hier erfahren Sie wie Sie richtig lüften und welche die effektivste und empfehlenswerteste Variante ist.

    Kipplüftung

    Die Kipplüftung ist sehr beliebt, jedoch nicht wirklich effizient. Sie ist wenn überhaupt außerhalb der Heizperiode halbwegs geeignet. Für einen ausreichenden Luftwechsel müssen Sie das Fenster mindestens 60 Minuten auf Kipp stellen. Im Winter können Sie dann entweder eine Stunde nicht heizen, oder verlieren beim Anlassen der Heizung viel Heizenergie.

    Stoßlüftung

    Die Stoßlüftung wird statt der Kipplüftung dringendst empfohlen. So lüften Sie richtig! Sie sollten mehrmals täglich Stoßlüften, z. B. vormittags, nachmittags und abends. Um einen optimalen Luftwechsel zu gewährleisten reicht es, wenn Sie ein Fenster im zu lüftenden Raum 10-15 Minuten öffnen. Noch genauer hilft ein Feuchtemesser, das sogenannte Hygrometer. Wenn der Feuchtemesser mehr als 65 Prozent relative Feuchte anzeigt, sollten Sie durchlüften.

    Querlüftung

    Die Querlüftung bietet die beste Möglichkeit, um Ihre Räume richtig zu lüften. Für diese Lüftungsart müssen Sie gegenüberliegende Fenster und Türen gleichzeitig öffnen. Durch den Luftzug kommt es in nur 2 Minuten zu einem ausreichenden Luftwechsel. Dies funktioniert auch mit mehreren Räumen wenn die Zimmertüren geöffnet sind und der Luftzug durch den Flur und gegenüber liegende Räume strömen kann.

    Wie lange sollte man in welchem Monat stoßlüften?

    In den warmen Monaten empfiehlt es sich nachts bei offenen Fenstern zu schlafen und tagsüber die Fenster geschlossen zu halten. Mehr zum Thema Stoßlüften und wie dies gegen Kondenswasser hilft, erfahren Sie hier.

    Monat Zeit zum Lüften 
    Dezember bis Februar bis zu 5 Minuten
    März und November bis zu 10 Minuten
    April, Mai und September, Oktober bis zu 15 Minuten
    Juni bis August bis zu 25 Minuten

    Weitere Tipps: So lüften Sie richtig!

    Neben dem mehrmaligen Stoßlüften tagsüber gibt es noch andere hilfreiche Tipps, die für ein ausgeglichenes Wohnklima sorgen und vor Schimmelbefall bewahren. 

    • Direkt nach dem Duschen stoßlüften! Fenster weit öffnen und Tür geschlossen halten - dies führt zur geringsten Lüftungszeit.
    • Wenn man bei geschlossenen Fenster schläft, tagsüber mehrmals stoßlüften. So kann die, über die Nacht angefallene, Feuchtigkeit aus Textilien und Möbeln weggelüftet wird.
    • Wäsche möglichst nicht in der Wohnung oder ungeheiztem Keller trocknen. Trocknen Sie die Wäsche an einer Wäscheleine im Freien oder auf einem Trockenboden. Wenn dies nicht möglich ist sollten Sie über einen Wäschetrockner nachdenken.
    • Nehmen Sie ein Hygrometer zu Hilfe: Wenn dieses mehr als 65 Prozent relative Feuchte anzeigt, sollten Sie durchlüften.

    Machen Sie sich die Tipps zunutze um sich vor Schimmel zu schützen. Dieser ist nicht nur lästig, sondern kann auch gesundheitsgefährdend werden!

    Neue Fenster vom Fachmann

    Lüftungsanlage - die effizienteste Art zu lüften

    Bild: Frau lüftet
    Stoßlüften hilft gegen Schimmelbildung | © Free-Photos / pixabay.com CC0

    Lüftungsanlagen entlüften automatisch. Sie sind eine energieeffiziente und komfortable Lösung. Komfortabel, weil Sie sich nicht mehr selbst um das Durchlüften kümmern müssen. Wenn Sie z. B. vergessen das Fenster nach dem Duschen zu öffnen, wirkt sich dies nicht negativ aus. Die Lüftungsanlage kann in diesem Fall die Restfeuchte und auch Schadstoffe abführen.

    Angenommen, Sie wollen nicht lüften weil es draußen regnet oder zu laut ist, entfällt dieses Problem mit einer Lüftungsanlage. Die Lüftungsanlage beugt ebenso effektiv der Schimmelpilzbildung vor. Auch ein Feinfilter kann bei der Anlage integriert sein, der den Pollenflug draußen lässt und somit vor allem für Allergiker eine gute Investition darstellt.

    Sogar Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind erhältlich, sie gewinnen die Wärme aus der verbrauchten Luft zurück und wärmen die frische Luft vor. Besonders im Winter ist dies eine komfortable Art des Lüftens.

    Wie teuer ist eine Lüftungsanlage?

    Die Kosten variieren nach der Größe des zu lüftenden Raumes und der Funktion der Lüftungsanlage. Die veranschlagten Kosten sind hier ungefähr auf ein Einfamlienhaus (ca. 140 m²) abgestimmt. Ausführlichere Angaben und Erklärungen zu den Kosten einer Lüftungsanlage finden Sie hier.

    Art der Lüftungsanlage  Kosten inklusive Montage
    dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 2.490 €
    zentrale Lüftungsanlage  ab ca. 8.000 €
    zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ca. 16.000 €