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Grundlegendes zur Untersparrendämmung

Bild: Dachdämmung innen
Dachstuhl vor Montage der Untersparrendämmung | © Arturs Budkevics / shutterstock.com

Verwendung findet die Untersparrendämmung weniger in Neubauten, sondern vor allem in bereits bewohnten Gebäuden. Hier kann diese zusätzliche Dachdämmung einfach von innen unter den Sparren angebracht werden. Meist wird auch zwischen den Sparren gedämmt, um die Gesamtwirkung zu erhöhen. Als alleinige Maßnahme für ausreichenden Wärmeschutz ist die Untersparrendämmung dagegen eher nicht geeignet.

Eine Untersparrendämmung steigert die Energieeffizienz und senkt damit die Heizkosten des Eigenheims. Besonders im Hinblick auf die steigenden Energiekosten ist dies ein erheblicher Vorteil. Es gilt jedoch zu beachten, dass bei dieser Maßnahme der nutzbare Wohnraum unter dem Dach verringert wird.

Aufbau der Untersparrendämmung

Meist handelt es sich bei der Untersparrendämmung um eine nachträgliche Dachdämmung. Sie wird aber auch in Neubauten installiert. Der Aufbau der Untersparrendämmung ist jedoch immer der gleiche. In der untenstehenden Tabelle sehen Sie den üblichen Aufbau einer Untersparrendämmung:

Schicht Bauteil
1. Ebene Zwischensparrendämmung
2. Ebene Dampfbremse
3. Ebene Lattung / Untersparrendämmung
4. Ebene Gipsfaser-oder OSB-Platte
5. Ebene Tapete + Farbe

Kosten der Untersparrendämmung

Bild: Hausbau Dachstuhl Kosten
Die Dämmung senkt die Heizkosten | © annca / pixabay.com CC0

Meist ist die Untersparrendämmung eine kostengünstige zusätzliche Dachdämmung, um den Standard des Gebäudeenergiegesetzes Energieeinsparverordnung GEG (vormals EnEV 2014) zu erreichen. Gleichzeitig verbessert sie das Wohnklima.

Wenn auch eine neue Zwischensparrendämmung angebracht werden soll, dann lohnt sich eine umfassende Aufsparrendämmung unter Umständen schon viel eher. Außerdem kann das Dachgeschoss hierbei auch weiterhin problemlos bewohnt werden.

Insgesamt entstehen bei der Untersparrendämmung Kosten zwischen 30 und 70 Euro pro Quadratmeter. In der untenstehenden Tabelle sehen Sie, mit welchen Kosten man bei einer Untersparrendämmung rechnen muss:

Bauteil Untersparrendämmung Kosten pro m² Kosten pro m² inkl. Förderung
Dampfbremse ca. 12 € ca. 9,50 € (nur bei Installation einer Dämmung)
Dämmstoff ca. 25 € ca. 20 €
Sichtschalung ca. 22 € ca. 17,50 € (nur bei Installation einer Dämmung)
Gesamtkosten inklusive Einbau 30 - 70 € ca. 24 - 56 €

Welche Dämmstoffe eignen sich für die Untersparrendämmung?

Als Dämm-Materialien zur nachträglichen Dachdämmung innen lassen sich vor allem Steinwolle, Glaswolle oder der Hartschaumstoff Polyurethan (PU) verwenden. Aus diesen Stoffen werden zur Untersparrendämmung Platten oder Matten angeboten, die besonders felxibel sind und sich an alle räumlichen Gegebenheiten anpassen lassen. Mit ihnen lässt sich die nachträgliche Dachdämmung innen meist problemlos installieren.

Je nach Dachstuhlkonstruktion und Dicke der Traglattung wird die Untersparrendämmung in unterschiedlichen Volumen aufgetragen. Dünne Dämmplatten oder -matten werden meist bevorzugt, da diese weniger Wohnraum nach innen beanspruchen. Falls Sie Ihren Dachboden jedoch eh wenig oder nur als Lagerfläche nutzen, sollte dies nicht Ihr größtes Problem sein. Schließlich sind die Untersparrendämmungen lediglich etwa 5 bis 20 cm dick, je nach Bedarf.

Dämmstoff Bauart Dämmstoffdicke
PUR / PIR Dämmplatten 5 - 20 cm
Steinwolle Dämmplatten / Dämmatten
Glaswolle Dämmplatten / Dämmatten

Wie viel Platz benötigt die Untersparrendämmung?

Es ist mehr als logisch, dass der Wohnraum verkleinert wird, wenn man eine Dämmung im Innenraum anbringt. In der Realität sinkt der nutzbare Wohnraum eines durchschnittlichen Dachgeschosses aber meist nur um rund 2 Quadratmeter.

Durch die Dachschrägen lässt sich die Wohnfläche ohnehin nicht ihrer Gänze nutzen, sodass eine Einschränkung durch die Untersparrendämmung kaum spürbar ist. Und ein Dachboden ohne Dachdämmung lässt sich in der kalten Jahreszeit ohnehin nicht zum Wohnen nutzen, sodass der Platzverlust durch die Untersparrendämmung verschmerzbar ist.

Wann ist die Untersparrendämmung sinnvoll (Amortisation)?

Bild: Bewohnter Dachboden
Fertiggestellte Untersparrendämmung | © ssabyo77 / pixabay.com CC0

Falls der Dachboden generell sehr wenig genutzt wird, dann eignet sich eine Dämmung der obersten Geschossdecke hier eher. Mit der obersten Geschossdecke ist stets der Boden des Dachbodens gemeint.

Gerade wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt und daher nicht geheizt wird, ist eine eine Dämmung der Geschossdecke als nachträgliche Dachbodendämmung günstiger. Eine komplette Untersparrendämmung als Dachdämmung innen zu installieren ist wesentlich teurer.

Außerdem ist sie als alleinige Dämmung hinsichtlich der Vorgaben durch die EnEV nicht ausreichend. Wer seinen Dachboden also nur als Lagerraum benutzt, der benötigt nicht unbedingt eine Untersparrendämmung. Nutzen Sie den Dachboden dagegen als Wohnraum, ist die Untersparrendämmung sinnvoll. Die Kosten der Untersparrendämmung sollten sich binnen weniger Jahre durch Einsparungen bei den Heizkosten amortisieren. Besonders geeignete Dämmungen sind für eine Untersparrendämmung Platten und Matten aus Mineralwolle oder Hartschaum.

Dachdämmung der Marke Eigenbau?

Wir empfehlen Ihnen, ihre Dachdämmung von einem Fachmann durchführen zu lassen. Die korrekte Anbringung einer Untersparrendämmung ist eine komplexe Angelegenheit. Nur mit fundiertem Fachwissen und viel handwerklichem Geschick sollten Sie versuchen, dies selbst durchzuführen. Wer dafür weder die Zeit noch die Lust hat, sollte unbedingt auf einen Fachbetrieb setzen. Das gilt vor allem auch, wenn Sie eine Förderung für die Untersparrendämmung in Anspruch nehmen wollen: Diese erhalten Sie nur, wenn die Installation der von einem Fachbetrieb ausfgeführt wurde.

Förderung der Untersparrendämmung

Für eine Untersparrendämmung, die einen U-Wert von 0,14W/m²K erreicht, können Sie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch nehmen. Hier bekommen Sie einen Zuschuss von 20 Prozent für die Einzelmaßnahme. Ist die neue Dachdämmung Teil eines zuvor von einem dafür zertifizierten Energieberater erstellten Individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP), erhöht sich der Fördersatz auf 25 Prozent.

Alternativ gibt es ein zinsgünstiges Förderdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Der KfW-Sanierungskredit 262 beinhaltet einen Tilgungszuschuss von 20 Prozent der Darlehenssumme bis max. 60.000 Euro, also eine Förderung von bis zu 12.000 Euro. Auch der KfW-Kredit kann mit dem ISFP-Bonus kombiniert werden, sodass ein Tilgungszuschuss von 25 Prozent möglich ist. Die zwei Optionen in der Übersicht:

Institut Programm Förderung für Dachdämmung
BAFA Zuschuss Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) 20 % der förderfähigen Ausgaben (zwischen min. 2.000 € und max. 60.000 € - also bis zu 12.000 €)

+ 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)
KfW Kredit KfW 262 Tilgungszuschuss von 20 % des Kreditbetrags (max. 60.000 €), max. 12.000 € pro Wohneinheit

+ 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)

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