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Inhaltsverzeichnis

Grundlegendes zur Untersparrendämmung

Verwendung findet die Untersparrendämmung weniger in Neubauten, sondern vor allem in bereits bewohnten Gebäuden. Hier kann diese zusätzliche Dachdämmung einfach von innen unter den Sparren angebracht werden. Meist wird auch zwischen den Sparren gedämmt, um die Gesamtwirkung zu erhöhen. Als alleinige Maßnahme für ausreichenden Wärmeschutz ist die Untersparrendämmung dagegen eher nicht geeignet.

Eine Untersparrendämmung steigert die Energieeffizienz und senkt damit die Heizkosten des Eigenheims. Besonders im Hinblick auf die steigenden Energiekosten ist dies ein erheblicher Vorteil. Es gilt jedoch zu beachten, dass bei dieser Maßnahme der nutzbare Wohnraum unter dem Dach verringert wird.

Aufbau der Untersparrendämmung

In der untenstehenden Tabelle sehen Sie den üblichen Aufbau einer Untersparrendämmung:

Schicht Bauteil
1. Ebene Zwischensparrendämmung
2. Ebene Dampfbremse
3. Ebene Lattung / Untersparrendämmung
4. Ebene Gipsfaser- oder OSB-Platte
5. Ebene Tapete

Kosten der Untersparrendämmung

Bild: Hausbau Dachstuhl Kosten
Die Dämmung senkt die Heizkosten | © annca / pixabay.com CC0

Meist ist die Untersparrendämmung eine kostengünstige Ergänzung, um den Standard der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) zu erreichen. Gleichzeitig verbessert sie das Wohnklima.

Wenn auch eine neue Zwischensparrendämmung angebracht werden soll, dann lohnt sich eine umfassende Aufsparrendämmung unter Umständen schon viel eher. Außerdem kann das Dachgeschoss hierbei auch weiterhin problemlos bewohnt werden.

Insgesamt entstehen bei der Untersparrendämmung etwa Kosten zwischen 30 und 70 Euro pro Quadratmeter. In der untenstehenden Tabelle sehen Sie, mit welchen Kosten man bei einer Untersparrendämmung rechnen muss:

Material Kosten pro 
Dampfbremse 12 €
Dämmstoff 25 €
Sichtschalung 22 €
Gesamtkosten inklusive Einbau 30 - 60 €

Welche Dämmstoffe eignen sich für die Untersparrendämmung?

Als Dämm-Materialien lassen sich vor allem Steinwolle, Glaswolle oder der Hartschaumstoff Polyurethan (PU) verwenden. Diese Stoffe lassen sich in Form von Dämmplatten oder Matten besonders flexibel an alle räumlichen Gegebenheiten anpassen.

Je nach Dachstuhlkonstruktion und Dicke der Traglattung wird die Untersparrendämmung in unterschiedlichen Volumen aufgetragen. Dünne Dämmplatten oder -matten werden meist bevorzugt, da diese weniger Wohnraum nach innen beanspruchen. Falls Sie Ihren Dachboden jedoch eh wenig oder nur als Lagerfläche nutzen, sollte dies nicht Ihr größtes Problem sein. Schließlich sind die Untersparrendämmungen lediglich etwa 5 bis 20 cm dick, je nach Bedarf.

Wie viel Platz benötigt die Untersparrendämmung?

Es ist mehr als logisch, dass der Wohnraum verkleinert wird, wenn man eine Dämmung im Innenraum anbringt. In der Realität sinkt der nutzbare Wohnraum eines durchschnittlichen Dachgeschosses aber meist nur um rund 2 Quadratmeter.

Durch die Dachschrägen lässt sich die Wohnfläche ohnehin nicht ihrer Gänze nutzen, sodass eine Einschränkung durch die Untersparrendämmung kaum spürbar ist. Und ein Dachboden ohne Dachdämmung lässt sich in der kalten Jahreszeit ohnehin nicht zum Wohnen nutzen, sodass der Platzverlust durch die Untersparrendämmung verschmerzbar ist.

Wann ist die Untersparrendämmung sinnvoll (Amortisation)?

Bild: Bewohnter Dachboden
Fertiggestellte Untersparrendämmung | © ssabyo77 / pixabay.com CC0

Falls der Dachboden generell sehr wenig genutzt wird, dann eignet sich eine Dämmung der obersten Geschossdecke hier eher. Mit der obersten Geschossdecke ist stets der Boden des Dachbodens gemeint. 

Wird der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt und daher nicht geheizt, so ist es wesentlich günstiger nur diese Geschossdecke zu dämmen. Eine komplette Untersparrendämmung unter das gesamt Dach ist hier wesentlich teurer und quasi nicht nötig.

Außerdem ist sie als alleinige Dämmung hinsichtlich der Vorgaben durch die EnEV nicht ausreichend. Wer seinen Dachboden also nur als Lagerraum benutzt, der benötigt nicht unbedingt eine Untersparrendämmung.

Dachdämmung der Marke Eigenbau?

Wir empfehlen Ihnen, ihre Dachdämmung von einem Fachmann durchführen zu lassen. Die korrekte Anbringung einer Untersparrendämmung ist eine komplexe Angelegenheit. Nur mit fundiertem Fachwissen und viel handwerklichem Geschick sollten Sie versuchen, dies selbst durchzuführen. Wer dafür weder die Zeit noch die Lust hat, sollte unbedingt auf einen Fachbetrieb setzen.

Förderung der Untersparrendämmung

Für jede Untersparrendämmung, die einen U-Wert von 0,14W/m²K erreicht, gewährt die KfW eine Förderung. Hierbei können Sie sich für einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss oder einen Zuschuss entscheiden. Einzige Voraussetzung: der Antrag mussvor Beginn der Bauarbeiten vor Ort zusammen mit einem Energieberater eingereicht werden.

KfW-Programm Fördermittel
KfW-430 (Zuschuss) 10 % der Gesamtkosten (max. 5.000 €)
KfW-152 (Kredit) 50.000 € | 0,75 % Zinsen | 7,5 % Tilgungszuschuss