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Die Aufsparrendämmung - inklusive Dacheindeckung

Bild: Dachdecker bei Installation einer Aufsparrendämmung
Aufsparrendämmung | © Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG

Die Aufsparrendämmung ist die beste Dachdämmung (von außen), wenn ohnehin eine Neueindeckung erfolgen soll. Das bedeutet aber auch, dass es sich um die teuerste Dachdämmung handelt.

Es gibt noch weitere Methoden, wie Sie ihren Dachstuhl richtig dämmen können, z. B. die Untersparrendämmung (großer Kostenvorteil, aber erheblicher Platzverlust) und die Zwischensparrendämmung. Die Aufsparrendämmung bietet sich vor allem dann an, wenn das Dach ohnehin erneuert wird.

Inhalt


    Aufsparrendämmung am Dach - eine Übersicht

    Die Aufsparrendämmung gilt als effizienteste, sauberste und platzsparendste Dachdämmung. Diese Vorzüge haben allerdings ihren Preis: Da die Aufsparrendämmung unterhalb der Dachziegel, aber außerhalb der Sparren angebracht wird, muss das Dach notwendigerweise neu eingedeckt werden. Um einen unnötigen Kostenaufwand zu vermeiden, sollte die Aufsparrendämmung daher bestenfalls nur bei Neubauten und Komplettsanierungen durchgeführt werden.

    Besonders energieeffizient ist die Aufsparrendämmung aufgrund des Ausbleibens von Wärmebrücken. Der Dämmstoff bedeckt das Dach auf einer eigenen Ebene, sodass rein praktisch keine undichten Übergänge entstehen können. Im Gegensatz zur Untersparrendämmung geht dabei kein Wohnraum verloren - das Dach wächst gewissermaßen nach außen. Darüber hinaus bleibt das Dachgeschoss während der gesamten Bauarbeiten bewohnbar.

    Energieheld-Whiteboard zur Dachdämmung

    In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten, die Kosten und die Förderungen einer Dachdämmung. Außerdem zeigen wir einige der gängigsten Dämmstoffe. Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

    Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich zuletzt im Januar 2024 geändert. Alle Veränderungen im Überblick finden Sie hier.

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    Quelle: © Energieheld / youtube.com


    Vorteile und Nachteile der Aufsparrendämmung

    Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er sich für eine Aufsparrendämmung entscheidet. Vorgeschrieben ist (im Altbau) nur die vergleichsweise günstige Dämmung der obersten Geschossdecke. Wer aber auch unter dem Dach ein angenehmes Wohnklima herstellen möchte, der kann auf eine Dachdämmung nicht verzichten.

    Vorteile Nachteile
    Bestmögliche Wärmedämmung Hohe Kosten (siehe unten)
    Kein Wohnraumverlust Neue Dacheindeckung notwendig
    Neueindeckung verursacht ohnehin Kosten  
    Aufsparrendämmung inkl. Eindeckung

    Kosten und Wirtschaftlichkeit im Vergleich

    Bild: Kosten einer Aufsparrendämmung
    Ein neues Dach mit Aufsparrendämmung | © 13902 / pixabay.com CC0

    Eine Aufsparrendämmung ist deutlich teurer als eine einfache Zwischensparrendämmung oder eine Untersparrendämmung, denn neben der Dämmung selbst, muss hier das gesamte Dach neu eingedeckt werden.

    Anzumerken ist aber, dass die Dämmwirkung bei einer Aufsparrendämmung am größten ist. In der untenstehenden Tabelle finden Sie eine beispielhafte Auflistung der Kosten. Enthalten ist dabei auch die Montage der einzelnen Bauteile.

    Zu beachten ist aber, dass hierbei nur ein grober Überblick vermittelt werden soll. Mit der staatlichen Förderung des BAFA können Sie dann noch einmal bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten der Aufsparrendämmung (inklusive aller Nebenarbeiten) einsparen.

    Aufsparrendämmung Kosten (mit Einbau)
    Dämmung ca. 100 - 150 € pro m²
    Dacheindeckung ca. 100 - 160 € pro m²
    Gesamt: 200 - 310 € pro m²

    Preislich liegt die Aufsparrendämmung insgesamt zwischen 200 und 310 Euro pro Quadratmeter. In diesen Kosten sind auch neue Dachziegel, Fallrohre und sonstige Anschlüsse enthalten. Für ein 100 Quadratmeter großes Dach fallen so insgesamt Kosten von rund 20.000 bis 31.000 Euro an. Mittelfristig lohnt sich eine solche Investition jedoch auf jeden Fall.


    Aufbau einer Aufsparrendämmung

    Bild: Sparren Dachdämmung
    Sparren für die Unterkonstruktion der Dämmung | © krzys16 / pixabay.com CC0

    Der Name verrät es ja bereits - bei der Aufsparrendämmung wird die Dämmung auf den Dachsparren verlegt. Alleine damit ist die Angelegenheit allerdings noch nicht erledigt. Denn um auch bei Wind und Wetter einwandfrei zu funktionieren, benötigt die Aufsparrendämmung einen speziellen Aufbau.

    Dieser erfolgt nach einem Bauplan, der streng eingehalten werden muss, damit die Dämmung auch ihren Zweck erfüllt. Hier finden Sie eine Aufzählung der einzelnen Bauteile in der richtigen Reihenfolge von innen nach außen. Beachten Sie, dass einige Bauteile optional sind:

    1. Unterkonstruktion (Sichtschalung)
    2. Dampfbremse (kann auch in der Dämmplatte enthalten sein)
    3. (Zwischensparrendämmung optional)
    4. Dämmplatten vollflächig über den Sparren (XPS, PUR oder Holzfaserplatten)
    5. Unterspannbahn zur Hydrophobierung (kann auch in der Dämmplatte enthalten sein)
    6. Haltelattung (für Dacheindeckung) und Konterlattung
    7. Dacheindeckung (Dachpfannen)

    Aufsparrendämmung inkl. Eindeckung

    Dämmstoffe für die Aufsparrendämmung

    Bild: Dämmstoff Platten
    Dämmplatten | © IVPU - Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V.

    Bei der Wahl des Dämmstoffes für eine Dachdämmung sollte auf hohe Qualität geachtet werden. Das von außen angebrachte Material ist den Wetter- und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Ist es nicht hochwertig, entstehen schnell Risse in den Dämmstoffen und damit Wärmeverluste.

    Greifen Sie bei den Dämmplatten bestenfalls auf vorgefertigte Dämmsysteme zurück. Diese besitzen Pfalzschienen an den Rändern und gewährleisten ein lückenloses Verlegen der Dämmplatten, um Wärmebrücken zu vermeiden.

    Ihnen stehen dabei Glaswolle, Steinwolle und Platten aus Holzfaser, Polyurethan oder Polystyrol als Dämmstoffe zur Verfügung. Nach Anbringung des Dämmstoffes, decken Sie dieses mit einer Unterfolie ab, der sogenannten Dampfsperre. Diese verhindert das Eindringen von Wasserdampf in das Dach und in die Dämmung. Im Anschluss kann dann die Verlegung der Dachziegel beginnen.


    Förderung für die Aufsparrendämmung

    Als Einzelmaßnahme zur energetischen Sanierung gibt es nur eine Förderung für die Aufsparrendämmung. Das Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG EM) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sieht einen Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Investitionskosten vor. Diese liegen bei höchstens 30.000 Euro. Ist die neue Dachdämmung in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) eines zertifizierten Energieberaters empfohlen worden, erhöht sich der Fördersatz auf 20 Prozent. Die zu berücksichtigenden Kosten steigen in diesem Fall sogar auf maximal 60.000 Euro. Das bedeutet, dass sich Ihre Zuschussförderung von 4.500 Euro auf 12.000 Euro erhöhen kann, wenn Sie einen iSFP beauftragen. 

    Der KfW-Kredit 262 als Kredit mit Tilgungszuschuss steht seit einer Novelle der BEG in 2022 nicht mehr zur Verfügung. Eine Dachsanierung als Einzelmaßnahme kann also nur noch vom BAFA als Zuschuss gefördert werden. Es ist zudem möglich, die Kosten für eine Aufsparrendämmung anteilig an den Kosten einer Komplettsanierung (BEG WG) mitfördern zu lassen. Hierfür steht Ihnen das Programm KfW 261 zur Verfügung, mit dem Sie einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von maximal 150.000 Euro erhalten. Ihnen steht dann ein Tilgungszuschuss bzw. Fördersatz von höchstens 45 Prozent zu. Sie müssen also bis zu 67.500 Euro der Kreditsumme nicht zurückzahlen.  

    Seit 2024 steht für die Sanierung mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) zu der BAFA Zuschussförderung auch noch ein Ergänzungskredit der KfW in Höhe von maximal 120.000 Euro bereit. Grundsätzlich kann jeder diesen Kredit beantragen. Wenn das Bruttojahreseinkommen Ihres Haushalts jedoch bei höchstens 90.000 Euro liegt, erhalten Sie eine Zinsvergünstigung von bis 2,5 Prozent unter dem marktüblichen Zins.

    Wichtig: Um eine Förderung zu erhalten, muss zwingend ein Energie-Effizienz-Experte (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) eingebunden werden. Für BEG EM Förderungen muss ein Handwerker vor Beantragung der Förderung beauftragt werden. Für BEG WG Förderungen muss zuerst der Antrag gestellt werden. Ihr Energieberater beantwortet Ihnen gerne alle Fragen und kann sogar die Antragstellung für Sie übernehmen.

    Institut Programm Förderung für Dämmung
    BAFA Zuschuss Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) 15 % der förderfähigen Ausgaben (zwischen min. 2.000 € und max. 30.000 € - also bis zu 4.500 €)

    + 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (20 % von max. 60.000 €, also bis zu 12.000 €)
    KfWErgänzungskredit (BEG EM)Kredit bis zu 120.000 €, ggf. 2,5 % zinsvergünstigt
    KfW KfW-Kredit 262 Steht seit 2022 nicht mehr zur Verfügung
    KfWKfW-Kredit 261 (BEG WG)Fördersatz von höchstens 45 % als Tilgungszuschuss für einen Kredit von höchstens 150.000 € - bis zu 67.500 €

    Die offizielle KfW-Produktinfo

    Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.