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Aufsparrendämmung am Dach - eine Übersicht

Die Aufsparrendämmung gilt als effizienteste, sauberste und platzsparendste Dachdämmung. Diese Vorzüge haben allerdings ihren Preis: Da die Aufsparrendämmung unterhalb der Dachziegel, aber außerhalb der Sparren angebracht wird, muss das Dach notwendigerweise neu eingedeckt werden. Um einen unnötigen Kostenaufwand zu vermeiden, sollte die Aufsparrendämmung daher bestenfalls nur bei Neubauten und Komplettsanierungen durchgeführt werden.

Besonders energieeffizient ist die Aufsparrendämmung aufgrund des Ausbleibens von Wärmebrücken. Der Dämmstoff bedeckt das Dach auf einer eigenen Ebene, sodass rein praktisch keine undichten Übergänge entstehen können. Im Gegensatz zur Untersparrendämmung geht dabei kein Wohnraum verloren - das Dach wächst gewissermaßen nach außen. Darüber hinaus bleibt das Dachgeschoss während der gesamten Bauarbeiten bewohnbar.

Energieheld-Whiteboard zur Dachdämmung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten, die Kosten* und die Förderungen einer Dachdämmung. Außerdem zeigen wir einige der gängigsten Dämmstoffe.

*ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Dämmstoffe für die Aufsparrendämmung

Bild: Dämmstoff Platten
Dämmplatten | © IVPU - Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V.

Bei der Wahl des Dämmstoffes für eine Dachdämmung sollte auf hohe Qualität geachtet werden. Das von außen angebrachte Material ist den Wetter- und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Ist es nicht hochwertig, entstehen schnell Risse in den Dämmstoffen und damit Wärmeverluste.

Greifen Sie bei den Dämmplatten bestenfalls auf vorgefertigte Dämmsysteme zurück. Diese besitzen Pfalzschienen an den Rändern und gewährleisten ein lückenloses Verlegen der Dämmplatten, um Wärmebrücken zu vermeiden.

Ihnen stehen dabei Glaswolle, Steinwolle und Platten aus Holzfaser, Polyurethan oder Polystyrol als Dämmstoffe zur Verfügung. Nach Anbringung des Dämmstoffes, decken Sie dieses mit einer Unterfolie ab, der sogenannten Dampfsperre. Diese verhindert das Eindringen von Wasserdampf in das Dach und in die Dämmung. Im Anschluss kann dann die Verlegung der Dachziegel beginnen.

Vorteile und Nachteile - hohe Kosten aber gute Dachdämmung

Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er sich für eine Aufsparrendämmung entscheidet. Vorgeschrieben ist (im Altbau) nur die vergleichsweise günstige Dämmung der obersten Geschossdecke. Wer aber auch unter dem Dach ein angenehmes Wohnklima herstellen möchte, der kann auf eine Dachdämmung nicht verzichten.

Vorteile Nachteile
Bestmögliche Wärmedämmung Hohe Materialkosten (siehe unten)
Kein Wohnraumverlust Neue Dacheindeckung notwendig
Bei Neueindeckung des Daches fallen ohnehin Kosten an  

Aufbau einer Aufsparrendämmung

Bild: Sparren Dachdämmung
Sparren für die Unterkonstruktion der Dämmung | © krzys16 / pixabay.com CC0

Der Name verrät es ja bereits - bei der Aufsparrendämmung wird die Dämmung auf den Dachsparren verlegt. Alleine damit ist die Angelegenheit allerdings noch nicht erledigt. Denn um auch bei Wind und Wetter einwandfrei zu funktionieren, benötigt die Aufsparrendämmung einen speziellen Aufbau.

Dieser erfolgt nach einem Bauplan, der streng eingehalten werden muss damit die Dämmung auch ihren Zweck erfüllt. Hier finden Sie eine Aufzählung der einzelnen Bauteile in der richtigen Reihenfolge von innen nach außen. Einige Bauteile sind optional:

  1. Unterkonstruktion (Sichtschalung)
  2. Dampfbremse (kann auch in der Dämmplatte enthalten sein)
  3. (Zwischensparrendämmung optional)
  4. Dämmplatten vollfächig über den Sparren (XPS, PUR oder Holzfaserplatten)
  5. Unterspannbahn zur Hydrophobierung (kann auch in der Dämmplatte enthalten sein)
  6. Haltelattung (für Dacheindeckung) und Konterlattung
  7. Dacheindeckung (Dachpfannen)

Kosten: Rechnen Sie mit 150 bis 250 Euro pro Quadratmeter

Eine Aufsparrendämmung ist deutlich teurer als einer Zwischen- oder Untersparrendämmung, denn neben der Dämmmaßnahme selbst muss hier das gesamte Dach neu eingedeckt werden. Anzumerken ist aber, dass die Dämmwirkung bei einer Aufsparrendämmung am größten ist.

In der untenstehenden Tabelle finden Sie eine beispielhafte Auflistung der Kosten. Enthalten ist dabei auch die Montage der einzelnen Bauteile. Zu beachten ist aber, dass hierbei nur ein grober Überblick vermittelt werden soll.

Bauteil ungefähre Kosten pro m²
Sichtschalung 22 €
Dampfbremse 12 €
Dämmstoff 38 €
Unterspannbahn 14 €
Lattung 16 €
Dacheindeckung 21 €
Anschlussmaterial 12 €

Preislich liegt die Aufsparrendämmung insgesamt zwischen 150 und 250 Euro pro Quadratmeter. In diesen Kosten sind auch neue Dachziegel, Fallrohre und sonstige Anschlüsse enthalten. Für ein 120 Quadratmeter großes Dach fallen so insgesamt Kosten von rund 20.000 Euro an. Dass sich eine solche Investition jedoch mittelfristig lohnt, können Sie der untenstehenden Infografik entnehmen.

Bild: Aufsparrendämmung Amortisation
Amortisation einer Aufsparrendämmung | © Energieheld

Förderung für die Aufsparrendämmung

Die KfW unterstützt Sie bei Ihrer Aufsparrendämmung mit einem zinsgünstigen Kredit oder einem reinen Zuschuss. Sie müssen den Antrag für die Förderung aber unbedingt vor Beginn der Arbeiten zusammen mit einem Energieberater einreichen.

KfW-Programm Förderung
KfW-430 (Zuschuss) mindestens 10 % der Investitionskosten (max. 5.000 € pro Wohneinheit)
KfW-152 (Kredit) max. 50.000 € pro Wohneinheit | 0,75 % Zinsen | 7,5 % Tilgungszuschuss

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.