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So unterstützt die Solarthermie Ihre Heizung

Auch wenn im Alltag häufig der Begriff Solaranlage synonym für Solarthermie-Anlagen und Photovoltaik-Anlagen genutzt wird, ist letztere ausschließlich für die Erzeugung von Strom zuständig. Im Gegensatz zur technisch aufwendigeren Photovoltaik-Anlage lässt sich mit Solarthermie relativ einfach und kostengünstig Wasser erwärmen.

Es muss jedoch auch hier zwischen der reinen Warmwassererzeugung und einer erweiterten Heizungsunterstützung unterschieden werden. Erstere Variante gilt als die simplere Methode, da hier Solarthermie nur für die Erwärmung des Trinkwassers genutzt wird (also für Wasserhähne, Duschen, Waschmaschinen etc.) und dementsprechend kleiner dimensioniert sein kann.

Um neben der Trinkwassererwärmung auch die Heizungsunterstützung zu ermöglichen, muss eine Solarthermie-Anlage mehr Kollektorfläche und einen größeren Puffer- bzw. Solarspeicher besitzen. Darüber hinaus werden die Sonnenkollektoren in einem flacheren Winkel zur Sonne aufgestellt, um über das Jahr verteilt, mehr Wärme auffangen zu können. Mit einer richtig dimensionierten Anlage kann man jährlich bis zu 60 Prozent des häuslichen Warmwasserbedarfs mit Solarthermie decken.

Energieheld-Whiteboard zur Solarthermie-Anlage

In diesem Energieheld Whiteboard klären wir ein paar der wichtigsten Fragen rund um die Solarthermie-Anlage. Wir sprechen über die Funktionsweise, die Kosten und Förderungen sowie die zeitliche Amortisation. Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Einfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich zuletzt im Januar 2021 geändert. Alle Veränderungen im Überblick finden Sie hier.

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Quelle: © Energieheld / youtube.com

Ganzjährig heizen mit einer Solarthermie-Anlage

Als alleiniger Wärmeerzeuger ist die Solarthermie in Deutschland jedoch nur in den Sommermonaten nutzbar, da hier die Sonneneinstrahlung am höchsten ist. Um auch in der übrigen Zeit mit ausreichend Wärme versorgt zu werden, ist daher immer eine zweite Heizungsanlage notwendig.

Die so entstehende Kombination wird Hybridheizung genannt, da sich beide Systeme (wenn sie entsprechend aufeinander abgestimmt sind) vortrefflich ergänzen und für äußerst niedrige Heizkosten sorgen. Ein passendes Beispiel ist die Kombination aus einer Pelletheizung und Solarthermie-Anlage. Beide Systeme sind ohnehin auf einen Pufferspeicher angewiesen, sodass sie sich über den Tag und das Jahr verteilt, optimal ergänzen, ohne dass eine ausgefallene Anlagentechnik notwendig ist.

In der Regel wird die Sonnenwärme über einen Flachkollektor aufgefangen und anschließend an ein sogenanntes „Wärmeträgermedium“ abgegeben. Dieser Begriff mag kompliziert klingen, ist aber letztendlich nichts weiter als eine Mischung aus Wasser und umweltfreundlichem Frostschutzmittel, das sich permanent in einem eigenen Kreislauf durchs Haus bewegt und dabei die gespeicherte Wärmeenergie an den Pufferspeicher abgibt.

Solarthermie im Frühling und Herbst am effizientesten

Die Effizienz der Solarthermie zur Unterstützung der Heizung ist in den Monaten des Frühlings und des Herbstes am größten. Hier hat die Sonne schon bzw. noch Kraft und die Heizung wird auch noch benutzt. Im Sommer dient die Solarthermie zur Warmwasserbereitstellung (Dusche, etc.). Im tiefen Winter, hat die Sonne wenig Kraft, die Solarthermie kann die Heizung dann nur leicht unterstützen.

Planung der Solarthermie-Anlage

Solarthermie-Anlagen müssen bei beabsichtigter Heizungsunterstützung bereits bei der Installation von vornherein entsprechend angelegt werden. Für die richtige Anlagenplanung sind dabei einige Faktoren zu klären: Größe des Pufferspeichers, Dämmung des Gebäudes, Art, sowie Richtung und Neigungswinkel des Kollektors. Pro Person kann man etwa mit 2,5 Quadratmetern Kollektorfläche und mindestens mit einem Pufferspeichervolumen von 50 Litern pro Quadratmeter Kollektorfläche gerechnet werden. 

Bestandteil der Solarthermie-Anlage Mindestgröße
Solarthermiekollektor 2,5 - 4 m² pro Person
Pufferspeicher 50 Liter pro Quadratmeter Kollektorfläche

Kosten und Förderung für Solarthermie

Wer Solarthermie zur Heizungsunterstützung nutzen möchte, der muss zwar mit höheren Anschaffungskosten rechnen. Im Endeffekt kosten Solarthermie-Anlagen mit Heizungsunterstützung für Einfamilienhäuser durchschnittlich zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Da die Förderung jedoch prozentual erfolgt, erhält man aber im gleichen Zug auch mehr Förderung.

Zur Wahl steht entweder ein einmaliger Zuschuss des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 Euro, also max. 18.000 Euro, oder - der zinsgünstige Kredit KfW 262 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über 60.000 Euro inkl. Tilgungszuschuss von 30 Prozent der Kreditsumme - also ebenfalls max. 18.000 Euro. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie zwei Beispiele aus der Praxis.

Gebäudeart Bruttokollektorfläche Investitionskosten ohne Förderung Errechnung der Fördermittel Investitionskosten mit Förderung
Einfamilienhaus 16 m² 9.500 € 30 % der förderfähigen Investitionskosten = 2.850 € 6.650 €
Mehrfamilienhaus 40 m² 24.000 € 30 % der förderfähigen Investitionskosten = 7.200 € 16.800 €

Die Werte beziehen sich auf die 2021 eingeführte „Bundesförderung für effiziente Gebäude” (BEG), die für die Sanierung mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) eine Basis-Förderung von 30 Prozent vorsieht. Neu ist die Möglichkeit, den Fördersatz auf 35 Prozent der Investitionskosten bzw. der Kreditsumme - also max. 21.000 Euro - zu erhöhen. Wenn die Solarthermie-Anlage vor dem Einbau Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (ISFP) eines zertifizierten Energieberaters war, kann der sogenannte ISFP-Bonus in Anspruch genommen werden. Die Investitionskosten verringern sich in dem Fall entsprechend weiter.

Speicher für Solarthermie

Bild: Pufferspeicher
Ein Pufferspeicher speichert die Solarenergie als Wärme | © Abbildung: Wolf

Bereits am Anfang wurde der Pufferspeicher als wichtiges Element für die Heizungsunterstützung mit Solarthermie erwähnt. Im Heizungssystem agiert dieser gewissermaßen als große Thermoskanne, um bereits erhitztes Wasser über längere Dauer, bis zur tatsächlichen Nutzung warm halten zu können.

Im Gegensatz zur einfachen Trinkwassererwärmung stellt die Heizungsunterstützung höhere Anforderungen an die Solarthermie-Anlage. Somit muss zusammen mit den Kollektorflächen auch der Pufferspeicher bedarfsgerecht wachsen. Diese Konsequenz ist nur logisch: Wenn größere Wassermengen erwärmt werden, wird ebenfalls ein größerer Wärmespeicher benötigt.

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