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Photovoltaik & Stromspeicher

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Inhaltsverzeichnis

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik im Überblick (2019)

Bild: Glühlampe vor Sonnenaufgang
Eigenverbrauch steigert die Rentabilität | © geralt / pixabay.com CC0

Die Photovoltaik war in Deutschland als Technologie einige Jahre in der Versenkung verschwunden, weil die Höhe der Einspeisevergütung deutlich nachgelassen hatte. Mittlerweile gibt es aber einen Gegentrend, weil viele Menschen mit dem hohen Strompreis unzufrieden sind und mehr auf Eigenverbrauch setzen möchten.

Um gleich auf den Punkt zu kommen: Unter aktuellen Bedingungen ist der Kauf einer Photovoltaik-Anlage fast schon pauschal zu empfehlen, da die Amortisationszeit selbst in ungünstigen Fällen bei nur knapp 15 Jahren liegt - in guten Fällen sogar bei weniger als 10 Jahren. Selbst die teureren Solardachziegel amortisieren sich, wenn sie bei einer ohnehin anstehenden Neueindeckung des Daches installiert werden.

Gehen wir einmal von einem Strombedarf von 4.500 Kilowattstunden pro Jahr, einer Nutzung über 25 bis 30 Jahre und einer Investition von etwas mehr als 8.000 Euro aus, dann sparen Sie gegenüber dem direkten Strombezug zwischen 10.000 und 12.000 Euro. Dazu sei aber erwähnt, dass beim Strom im Haushalt gar nicht der höchste Energiebedarf anfällt. Wer also nur Geld sparen will, sollte lieber bei der Heizung anfangen, da hier etwa 20.000 bis 30.000 Kilowattstunden pro Jahr aufgewendet werden müssen.

Bild: Energieheld Tipp

In einem normalen Einfamilienhaus amortisiert sich eine Photovoltaik-Anlage für rund 8.400 € nach etwa 10 bis 12 Jahren. Noch schneller geht es, wenn Sie Anfangs bis zu 12.000 € investieren. Durch den hohen Strompreis besteht für die Wirtschaftlichkeit ein guter Ausgleich zur niedrigen Einspeisevergütung.

Bild: Amortisation Photovoltaik Stromspeicher
Amortisation von Photovoltaik-Anlagen und Speichern | © Energieheld

Detaillierte Amortisations-Rechnung für PV

Bild: PV-Anlage auf Hausdach
Sauberer Strom dank PV | © RoyBuri / pixabay.com CC0

Nun können wir Ihnen natürlich das Blaue vom Himmel versprechen und am Ende ist Ihre Photovoltaik-Anlage gar nicht wirtschaftlich. Um das zu vermeiden, möchten wir unsere Datengrundlage offenlegen, damit Sie die Amortisation auch selbst berechnen können.

In der unten angefügten Tabelle finden Sie alle relevanten Basisdaten, die wir genutzt haben. Anhand dieser Daten lässt sich nun errechnen, wie viel Sie mit einer Photovoltaik-Anlage sparen. In wenige Zeilen lässt sich diese Rechnung leider nicht quetschen, da auch Preissteigerungen und Leistungsverluste berücksichtigt wurden.

Ganz grob können Sie aber inklusive aller Ausgaben mit jährlich Einsparungen von etwa 750 bis 900 Euro rechnen. Teilen wir nun die Anschaffungskosten von 8.400 Euro durch einen mittleren Wert von 825 Euro, dann kommen wir auf etwas mehr als 10 Jahre. Bei genauerer Berechnung tritt die Amortisation nach ziemlich genau 11 Jahren ein.

Grundlage der Berechnung Kennwert
Strombedarf pro Jahr 4.500 kWh
Strompreis 29,99 Cent / kWh
   
Einspeisevergütung (Januar 2019) 11,47 Cent / kWh
Dauer der Einspeisevergütung 20 Jahre
Betriebsauer der PV-Anlage (mindestens) 25 Jahre
Kosten der PV-Anlage (mit Einbau) 8.400 €
Instandhaltungskosten pro Jahr 170 €
Finanzierung Eigenkapital
Größe der PV Anlage 6 kWp / 36 m²
Stromertrag pro Jahr 5.400 kWh
Anteil Eigenverbrauch 30 Prozent
   
Leistungsverlust pro Jahr 1 Prozent
Preissteigerung pro Jahr (Strom & Wartung) 3 Prozent

Probleme mit der Wirtschaftlichkeit

Die Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage kann einige Tücken haben, die es zumindest zu erwähnen gilt. Zunächst wäre da die angenommene Preissteigerung von 3 Prozent pro Jahr. Diese kann in Zukunft auch anders ausfallen. Je geringer die Preissteigerungen, desto später findet die Amortisation statt. Auch können unvorhersehbare Umwelteinflüsse die Lebensdauer der Anlage stark verkürzen - damit lässt sich aber schwer rechnen.

Zuletzt ist sicher auch die Höhe des Eigenverbrauchs entscheidend. Hier sollten Sie nicht der Illusion unterliegen, den ganzen Photovoltaik-Strom selbst nutzen zu können. Selbst bei guter Planung kommen die meisten Haushalte nur knapp über 30 Prozent, weil zu manchen Zeitpunkten einfach Spitzenlasten anfallen, die keine PV-Anlage abdecken kann oder die Sonne schlichtweg nicht scheint. 30 Prozent Eigenverbrauch ist daher ein sehr realistischer Wert.

Einflüsse und Szenarien im Vergleich

Bild: Sonnenblume vor PV-Fassade
Strom aus Sonnenstrahlen | © geralt / pixabay.com CC0

Bisher haben wir die Wirtschaftlichkeit einer durchschnittlichen Photovoltaik-Anlage für Einfamilienhäuser betrachtet. Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine Vielzahl weiterer Szenarien, die man durchspielen kann.

Kommen Heizungen wie eine Wärmepumpe ins Spiel, dann muss man natürlich die Basisdaten erweitern und auch die Heizkosten ohne Photovoltaik und Wärmepumpe als Vergleich heranziehen. Und auch die Anschaffung eines Stromspeichers sollte in den Vergleich mit einbezogen werden.

Stromspeicher nutzen: Ja oder nein?

Stromspeicher bieten eine verlockende Möglichkeit, um den Eigenverbrauch einer Photovoltaik-Anlage zu erhöhen. Hier kommen Sie im wirtschaftlichen Bereich aber nicht auf 100 Prozent, sondern eher 60 Prozent Eigenverbrauch. Weitere Hinweise zur richten PV-Speicher-Größe finden Sie hier. Ab Tag 1 sind Stromspeicher aktuell nur bedingt wirtschaftlich bzw. günstiger als reiner Strombezug und teurer als eine einfache Photovoltaik-Anlage.

Nach Auslauf der Einspeisevergütung (nach 20 Jahren) ist es aber durchaus wirtschaftlich, einen Stromspeicher anzuschaffen. Da echte Erfahrungswerte fehlen, gehen wir bei unserer Berechnung von einer 10-jährigen Lebensdauer aus, um auf der sicheren Seite zu sein. Der 2. und 3. Stromspeicher ist dann aber jeweils günstiger als der Vorgänger.

Photovoltaik mit Elektroheizung kombinieren

Die Kombination aus Photovoltaik und Elektroheizung scheint auf den ersten Blick natürlich alle Energieprobleme zu lösen. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die benötigte Leistung bei reinen Elektroheizungen zu hoch ist, um von einer Photovoltaik-Anlage abgedeckt zu werden. Im direkten Vergleich ist ein Umstieg auf Öl oder Gas deutlich günstiger als der Kauf einer PV-Anlage, um dann mit Strom zu heizen.

Grafik: Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpe und Photovoltaik
Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik | © Energieheld

Photovoltaik mit Wärmepumpe nutzen

Anders als herkömmliche Elektroheizungen benötigen Wärmepumpen erheblich weniger Strom. Dieser wird nämlich nicht direkt zum Heizen, sondern für die Bündelung von Umweltwärme genutzt. Eine Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage lohnt sich durchaus, wenn das Gebäude ein gewisse Dämmung besitzt. Die Einsparungen liegen nach 25 Jahren etwa bei 7.000 bis 22.000 Euro.

Elektroauto mit Photovoltaik-Anlage aufladen

Wer sein Elektroauto zu Hause mit Photovoltaik auflädt, zahlt in einigen Fällen noch drauf, weil vielerorts schneller und günstiger an öffentlichen Ladestationen getankt werden kann. Auch gestaltet sich die Gegenüberstellung verschiedener Szenarien schwierig, weil es viele Variablen gibt.

Aus energetischer Sicht würde man nämlich nicht an erster Stelle die Anschaffung von Photovoltaik plus Elektroauto empfehlen - eine Wärmepumpe oder eine andere neue Heizung würde sich da viel eher anbieten, um Energie und Geld zu sparen.

Wir haben trotzdem einen Versuch gewagt und deshalb die reinen Strom- und Fahrtkosten von einem Benziner, einem Elektroauto und einem Elektroauto mit Photovoltaik-Aufladung verglichen. Auch beim Benziner wurden die Kosten für den Hausstrom berücksichtigt, da der Vergleich sonst hinkt. Die Berechnung basiert auf einer Fahrleistung von 30.000 Kilometern und einem Hausstrombedarf von 4.500 Kilowattstunden pro Jahr.

Bild: Wirtschaftlichkeit: Elektroauto mit Photovoltaik aufladen
Wirtschaftlichkeit: Elektroauto mit Photovoltaik aufladen | © Energieheld

Praktische Photovoltaik-Rechner aus dem Internet

Solar- bzw. Photovoltaik-Rechner gibt es im Internet so einige. Nennenswert sind dabei sicher E.ON, enerix oder das Angebot verschiedenster Photovoltaik-Portale. Wir haben alle PV-Rechner einmal ausprobiert und sind zu einem klaren Ergebnis gekommen:

Wer unverbindlich und ohne Angabe von Kontaktdaten die Wirtschaftlichkeit der eigenen Photovoltaik-Anlage berechnen möchte, der sollte die Solarrechner von SMA oder der EnergieAgentur.NRW nutzen. Während der Rechner von SMA etwas einfach zu bedienen ist, bietet die EnergieAgentur.NRW mehr Feineinstellungen für eine genauere Berechnung.

Bild: Photovoltaik-Rechner von SMA

SMA: Einfach zu bedienender Solarrechner

Bild: Photovoltaik-Rechner der EnergieAgentur.NRW

EnergieAgentur.NRW: Komplexe Berechnungen

Wirtschaftlichkeit bei Photovoltaik-Großanlagen

Bild: Gebündelte Euroscheine
Mit Umweltschutz Geld verdienen - möglich dank PV | © Pijon / pixabay.com CC0

Der Begriff Großanlage ist bei Photovoltaik recht groß gefasst. Denkbar ist eine Definition die für Anlagen über 10 Kilowatt-Peak gilt, weil Betreiber ab dieser Größe nicht mehr als Kleinunternehmer gelten.

Danach gibt es dann wiederum eine sehr große Spanne zwischen 11 und 500 Kilowatt-Peak. Wir können hier also nur exemplarisch zwei Dinge hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit festhalten:

Bei besonders großen Photovoltaik-Anlagen sind die Kosten pro Kilowatt-Peak bis zu 1/3 niedriger als bei Kleinanlagen. Gleichzeitig ist auch die Einspeisevergütung niedriger.

Photovoltaik oder Solarthermie nutzen?

Ob Sie Photovoltaik oder doch lieber Solarthermie nutzen sollten, lässt sich recht leicht beantworten. Liegen Ihnen die Gewinne im Vordergrund, dann sollten Sie sich definitiv für Photovoltaik entscheiden. Möchten Sie nur der Umwelt etwas Gutes tun, dann fahren Sie mit einer Solarthermie-Anlage in 25 Jahren einen minimalen Gewinn, also kein Minus ein.

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