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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Fassade und Dämmung

Mit dem Begriff Fassade kann zweierlei gemeint sein. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet Fassade die Front eines Gebäudes, den Teil der Gebäudehülle, der das Gebäude repräsentiert. Aus energetischer Sicht ist der Begriff etwas weiter gefasst und bezeichnet alle Teile der Außenseite eines Gebäudes, die nicht Fundament, Keller oder Dach sind, kurzum alle Außenwände einer Immobilie.

Das bedeutet, dass eine Fassadendämmung immer eine Außendämmung ist. Die Außenwände eines Gebäudes sollten thermisch isoliert sein, da über diese sehr große Fläche der größte Teil der Heizenergie verloren geht.

Energieheld-Whiteboard

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 3 gängigen Arten, die Kosten* und die Förderungen der Fassadendämmung.

*ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Arten und Kosten der Fassadendämmung

Bei der Fassadendämmung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich in Effektivität, Effizienz, Optik und Preis erheblich unterscheiden. Welche Sie letztendlich wählen sollten, hängt von der Art des Gebäudes, Ihren persönlichen Vorlieben und nicht zuletzt vom Budget ab.

Art der Dämmung Kosten pro m² Kosten / Nutzen Optik
Kern- / Einblasdämmung 50 - 70 € Sehr gut Optik der Fassade bleibt erhalten
WDVS 90 - 150 € Mittel zumeist Putz
Hinterlüftete Vorhangfassade 170 - 300 € Mittel jede beliebige

WDVS (Wärmedämmverbundsystem)

Wärmeverbundsysteme (WDVS) gelten vielen Menschen als Synonym für Gebäudedämmung. Sie bestehen aus Dämmstoffplatten, die meistens aus Poly-Schaum oder Mineralschaum gefertigt sind. Die Platten werden direkt auf der Außenseite der Fassade angebracht und später mit einer glasfaserverstärkten Schicht Mörtel verputzt. Dies ergibt am Ende eine einheitliche, wind- und wetterbeständige Außendämmung.

Kerndämmung und Einblasdämmung

Eine Kerndämmung ist eine Dämmung, die in einer zweischaligen Wand installiert wird. Während dies im Neubau leicht mit Mineralschaum oder -wolle zu bewerkstelligen ist, bietet sich bei einer Altbausanierung eine Einblasdämmung mit Zellulose an. Für diese werden Löcher in die Fassade gebohrt und der Dämmstoff in Flocken in den Hohlraum geblasen.

Auf diese Weise bildet sich wie von selbst eine kompakte Dämmschicht zwischen den Wänden. Für eine Einblasdämmung wird für gewöhnlich entweder Mineralwolle oder Zellulose verwendet. Beide Varianten dämmen sehr gut und sind genauso leicht wieder abzupumpen und weiterzuverwenden.

Hinterlüftete Vorhangfassade (Fassadenverkleidung)

Die hinterlüftete Vorhangfassade stellt die Königsdisziplin der Außendämmung dar. Eine vollständige, extra angepasste Front, bestehend aus Dämmstoff und Verkleidung, wird an der Außenwand befestigt. Diese Methode ist zwar die teuerste Variante der Außendämmung, gibt dem Bauherren dafür aber die maximale gestalterische Freiheit. Von einer einfachen Putzfassade bis hin zu Holz- und Metallverkleidungen ist der Fantasie kaum eine Grenze gesetzt.

Vorteile und Nachteile

Bild: Haus im Rohbau
Neubauten müssen gedämmt werden | © Hans / pixabay.com CC0

Die Vorteile einer Fassadendämmung liegen auf der Hand. Zunächst einmal werden Sie mit einer Fassadendämmung weniger heizen müssen und entsprechend jedes Jahr Geld sparen.

Vielleicht noch wichtiger ist aber der Umstand, dass das Raumklima in einem gedämmten Gebäude erheblich angenehmer ist. Fehlende Dämmung an den Außenwänden sorgt dafür, dass diese kalt sind. Diese Kälte macht sich grundsätzlich bemerkbar, sodass die gefühlte Raumtemperatur bisweilen erheblich niedriger ist als die tatsächliche.

Die großen Nachteile einer nachträglichen Fassadendämmung sind die Kosten sowie die schwer nachzuvollziehende und langsame Amortisation dieser Maßnahme. Wenn Sie sich eine neue Heizung anschaffen, dann sind die Einsparungen direkt abzulesen und die Amortisation erfolgt für gewöhnlich nach einigen Jahren.

Anders ist es bei einer Fassadendämmung. Im schlechtesten Fall kann es Jahrzehnte dauern, bis sich die Kosten amortisiert haben (die hinterlüftete Vorhangfassade kann, je nach Materialwahl, sehr teuer werden). Allerdings haben Dämmungen auch eine Lebensdauer von mindestens 4 bis 5 Jahrzehnten, sodass am Ende die Einsparungen deutlich überwiegen.

Welche Außendämmung wählen?

Bild: Mineralwolle in handelsüblicher Verpackung
Originalverpackte Dämmstoffe | © MonikaP / pixabay.com CC0

Sofern Ihr Altbau über ein zweischaliges Mauerwerk verfügt, spricht nichts gegen eine Einblasdämmung. Diese überzeugt nicht nur durch die deutlich niedrigsten Kosten im Vergleich, sondern auch durch die einfache und schnelle Einbringung und spätere Recyclebarkeit.

Falls Geld keine Rolle spielt und Ihnen eine individuelle Optik wichtig ist, dann empfiehlt sich ganz klar die Vorhangfassade. Sofern bereits eine solche vorhanden ist, bietet es sich an, diese einfach zu erweitern. In diesem Sonderfall ist die Vorhangfassade deutlich günstiger. Eine weitere Option sind Isolierklinker, die Fassadenverkleidung und Dämmung in sich vereinen.

WDVS sind die universell einsetzbare Kompromisslösung. Wenn die Einblasdämmung nicht möglich und eine Vorhangfassade zu teuer ist, füllen WDVS diese Lücke. Besonders glänzen sie bei großflächigen Fassaden ohne Unterbrechungen durch Fenster, Kanten oder Türen.

Auf Fassadendämmung verzichten?

Sofern die Optik erhalten bleiben soll, ist keine Außendämmung möglich. Dies ist vor allem bei alten Fachwerkhäusern und anderen denkmalgeschützten Gebäuden der Fall. In diesem Fall bleibt Ihnen, sofern Sie dämmen wollen, nur die Möglichkeit einer Innendämmung.

Diese schränkt den zur Verfügung stehenden Wohnraum aber deutlich ein und sollte deswegen gut abgewägt werden. Prinzipiell ist die Fassadendämmung aber immer zu empfehlen und mittelfristig wird Ihnen nach den strenger werdenden deutschen Bauvorschriften auch keine Wahl bleiben. Schon heute unterliegen Neubauten diesen Einschränkungen und staatliche Förderung unterstützt die energetische Sanierung von Bestandsbauten.

Lohnt sich eine Fassadendämmung?

Kurz gesagt: Ja. Aus energetischer Sicht ist jede Dämmung des Hauses sinnvoll. Die Energie, die durch schlechte Dämmung verloren geht, einzudämmen, ist nicht umsonst einer der wichtigsten Aspekte der Energiewende. Aber auch aus finanzieller Sicht lässt sich eine Fassadendämmung eigentlich immer rechtfertigen. Zwar kostet sie am Anfang eine Menge Geld, dieses sparen Sie aber im Verlauf der darauf folgenden Jahre durch die gesenkten Heizkosten wieder ein.

Dies kann je nach Art der Dämmung unterschiedlich lange und bisweilen auch sehr lange dauern, irgendwann rentiert sich aber auch die teuerste Dämmung. Und Häuser sind etwas, das man nicht nur für einige Jahre, sondern für Jahrzehnte baut. Wenn ein Haus vollständig ungedämmt ist, kann es sich allerdings durchaus lohnen, zunächst einmal effizientere Maßnahmen vorzunehmen, gerade Dach- oder Geschossdeckendämmung rentieren sich in sehr kurzer Zeit. Auch eine neue Heizung kann schnellere Ergebnisse bringen.

Wirtschaftlichkeit

Vom Nutzen her unterscheiden sich die unterschiedlichen Dämmungen nicht. Bis zu 20 Prozent der Heizkosten können allein durch die Installation einer Fassadendämmung eingespart werden. Bei rund 3.000 Euro jährlichen Heizkosten entspricht das einer Ersparnis von 600 Euro pro Jahr. Dramatisch unterschiedlich sind die Kosten für die Maßnahmen und entsprechend dauert es sehr viel länger, bis sich die teureren Dämmungen amortisieren.

Art der Dämmung Kosten für ein EFH Heizkostenersparnis Amortisation
Einblasdämmung / Kerndämmung 4.000 € 600 € ~ 7 Jahre
WDVS 20.000 € 600 € ~ 34 Jahre
Hinterlüftete Vorhangfassade 35.000 € 600 € ~ 59 Jahre

Staatliche Förderung und Zuschüsse

Bild: Laptop
Förderung online beantragen | © PhotoMIX-Company / pixabay.com CC0

Förderung für eine Fassadendämmung erhalten Sie in Deutschland von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Das gilt sowohl für einen Neubau, als auch für die Sanierung einer Bestandsimmobilie. Für letztere existiert die Wahl zwischen einem zinsgünstigen Kredit und einem Zuschuss.

Über das Programm 151/152 erhalten Sie einen Kredit entweder für eine Einzelmaßnahme (50.000 Euro Kredit, maximal 3.750 Euro Tilgungszuschuss) oder für eine Gesamtsanierung nach Effizienzhausstandard (100.000 Euro Kredit, maximal 27.500 Euro Tilgungszuschuss).

Alternativ erhalten Sie einen Zuschuss (KfW 430) von bis zu 5.000 Euro (höchstens 30 Prozent der Gesamtkosten). Der KfW-Kredit 153 stellt Ihnen bis zu 100.000 Euro für den Neubau nach Effizienzhausstandard zur Verfügung. Wichtig: Um eine Förderung erhalten zu können, müssen Sie den Antrag auf Förderung zusammen mit einem Energieberater vor Beginn der Baumßnahmen vor Ort stellen.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Haltbarkeit einer Außendämmung

Eine Außendämmung ist von der Haltbarkeit nicht anders als eine ungedämmte Fassade. Entsprechend ist nicht davon auszugehen, dass die Fassadendämmung besonders erodiert. Dass im Putz einer WDVS-Fassade witterungsbedingt Risse auftreten ist möglich.

Diese unterscheiden sich aber nicht von Schäden in ungedämmten Putz und lassen sich auf die gleiche Art und Weise beheben. Die innen liegende Einblasdämmung ist sogar noch weniger anfällig. Nur wenn das Mauerwerk selbst beschädigt wird, läuft sie Gefahr, undicht zu werden.

Fassadendämmung selber machen?

Fassaden zu dämmen ist eine nicht ganz unkomplizierte Angelegenheit. Wenn die Arbeit nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird, dann können kleinste Lücken in der Dämmung dafür sorgen, dass sich Schimmel bildet. Entsprechend sollten Sie lieber einen qualifizierten Fachbetrieb mit der Durchführung der Maßnahme beauftragen.

Auf diese Weise sparen Sie sich nicht nur Ärger, sondern schließen auch darauffolgende Mehrkosten durch Mängelbeseitigung aus. Sofern Sie darauf erpicht sind, selbst eine Dämmung anzubringen, empfiehlt sich die Installation einer Zwischensparrendämmung im Dachgeschoss. Diese anzubringen ist verhältnismäßig einfach und weniger anfällig für Fehler.

Mythen und Vorurteile

Liest man in Internetforen, stößt man nach kürzester Zeit auf Nutzer, die nach Leibeskräften eine oder mehrere der folgenden Behauptungen verteidigen:

  • Wenn ein Haus gedämmt ist, kann es nicht mehr atmen und die Wände schimmeln
  • Spechte schlagen Löcher in die Dämmung
  • Dämmung ist schlecht für die Umwelt
  • Dämmung kann nicht recycelt werden
  • Dämmung sorgt für Algenbewuchs an der Fassade

All diese Behauptungen stellen entweder eine Verallgemeinerung sehr spezieller Einzelfälle dar oder sind schlichtweg falsch.

  • Wände atmen nicht. Dies ist ein weit verbreiteter Mythos. Moderne Wände sind mehr oder minder luftundurchlässig, egal ob gedämmt oder nicht. Zwar ist Schimmel in den Wänden ein weit verbreitetes Problem, liegt aber entweder in schlechter handwerklicher Arbeit begründet, oder ist auf ein unzureichendes Lüftungsverhalten der Bewohner zurückzuführen.
  • Ja, Spechte schlagen Löcher in Dinge. Da eine Häuserfassade aber weder Nahrung enthält, noch ein typischer Ort für eine Specht-Behausung ist, wird eine Fassade wohl kaum Spechte anziehen. Einzelne Vorfälle dieser Art sind am ehesten auf die Abholzung der bisherigen Specht-Bäume zurückzuführen.
  • Nein, Dämmung ist nicht schlecht für die Umwelt. Da ein Haus auf eine jahrzehntelange Nutzung ausgelegt ist, wird jede Dämmung im Laufe dieser Zeit mehr Energie einsparen, als für ihre Herstellung und Entsorgung benötigt wird.
  • Wer behauptet, dass Dämmstoffe nicht recycelt werden könnten, setzt höchstwahrscheinlich Dämmung und Styropor gleich. Dieses muss nach aktuellem Gesetz mit brandhemmenden Stoffen behandelt werden, welche ein Recycling erschweren. Andere Arten der Dämmung (z. B. Mineralwolle, Zellulose) lassen sich problemlos recyceln.
  • Zwischen einer Dämmung und einem Algenbewuchs lässt sich nur schwer eine Kausalität herstellen. Ein Algenbewuchs an der Fassade ist in den meisten Fällen auf eine feuchte Umgebung (z. B. durch ein schlecht installiertes Regenrohr) zurückzuführen und wird nicht durch die Dämmung beeinflusst.