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Kondenswasser am Fenster - Stoßlüften hilft

Foto: Kondenswasser am Fenster
Kondenswasser am Fenster | © SnowWhiteimages / shutterstock.com

Vor allem im Winter bildet sich häufig Kondenswasser an den Fenstern. Besonders morgens kondensiert die Luftfeuchtigkeit hier an den kalten Fenstern.

Dies kann nicht nur an kalten Tagen passieren, sondern auch nach dem Duschen oder beim Kochen.

In geringen Mengen ist dieses Kondenswasser kein Problem. Wenn der Zustand jedoch dauerhaft oder regelmäßig auftritt, so führt dies zu Schimmelbildung. Zudem sind Schäden an den Bauteilen des Fensters und an der umliegenden Fassade sehr wahrscheinlich.


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1. Ursachen

2. Beseitigung

3. Schimmel

4. Fenster-Qualität

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Was sind die Ursachen von Kondenswasser-Bildung am Fenster?

Das Kondenswasser am Fenster ist nichts anderes als Feuchtigkeit in Form von Dampf, die in der Raumluft vorhanden ist. Warme Luft kann dabei mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Kühlt die warme Raumluft am Fenster ab, so kondensiert das Wasser und schlägt sich als sichtbares Wasser am Fenster nieder. Vor allem in den kalten Jahreszeiten, wenn der Temperaturunterschied innen und außen sehr hoch ist, zeigt sich dies schnell. Beispielsweise tritt Kondenswasser auch auf bei Wintergärten, die nicht fachmännisch konstruiert sind, da dort der Temperaturunterschied an einer großen Glasfläche zum tragen kommt.

Kondenswasser kann dabei vermehrt an alten oder mangelhaften Fenstern auftreten. Aber auch fehlerhaftes Verhalten der Bewohner, wie etwa beim Lüften der Räume, kann zur Bildung von Kondenswasser führen. Solange Sie darauf achten, dass sich das Kondenswasser nicht zu lange an einer Stelle sammelt und somit Schimmel ensteht, ist dies kein Grund zur Panik.  Worauf Sie dennoch achten können, um Kondenswasser zu vermeiden, erfahren Sie im Folgenden.

Sonderfall: Kondenswasser durch Wäscheständer

Im Winter gibt es zwei gute Gründe, weshalb Sie ihre nasse Wäsche besser nicht in den Räumen zum Trocknen aufhängen sollten: Hohe Luftfeuchtigkeit schlägt sich als Kondenswasser an den kältesten Stellen nieder. Es besteht die Gefahr der Schimmelbildung wie bereits erläutert.

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit benötigen Sie außerdem mehr Energie, um die Räume zu beheizen. Denn die gesamte Feuchtigkeit in der Luft muss mit erwärmt werden. Das benötigt zusätzliche Heizenergie. Ihre Heizung muss also mehr heizen, um die Räume warm zu bekommen, und somit steigen die Heizkosten unnötig.

Alternative zum Wäscheständer

Bild: Wäsche beim Trocknen Wäsche draußen trocknen | © 28403 / pixabay.com CC0

Wenn es möglich ist, nutzen Sie zum Aufhängen der Wäsche Ihren Garten, Balkon oder Dachboden. Ein Wäschetrockner ist im Winter zudem eine gute Möglichkeit, die Wäsche zu trocknen. Die benötigte Energie (Strom) für den Wäschetrockner wird durch die geringere Heizenergie wieder eingespart, und es entsteht kein unkontrolliertes Kondenswasser. Falls dies bei Ihnen nicht möglich ist, sollten Sie den Raum auf jeden Fall ausreichend lüften!

Besonders bei Neubauten oder bei gut gedämmten Fassaden und neuen Fenstern kann es zur Bildung von Kondenswasser kommen, da diese besonders luftdicht ausgeführt werden. Hier muss besonders darauf geachtet werden, dass ausreichend gelüftet wird oder dass der Luftaustausch durch eine Lüftungsanlage reguliert wird. Bei Altbauten sorgen hingegen Ritzen und Fugen automatisch für eine ausreichende Luftzirkulation. Hierüber geht allerdings auch viel Wärme verloren.

Verstehen: Wo und wie bildet sich das Kondenswasser am Fenster?

Das Fenster hat drei Schwachstellen, an denen sich schnell Kondenswasser bilden kann, da sie der Kälte von draußen stark ausgesetzt sind:

Umso kälter es wird, desto weniger Wasserdampf kann die Luft aufnehmen. Desto höher ist entsprechend die Gefahr, dass sich Kondenswasser am Fenster bildet.

Wenn die Temperaturen stark sinken, kann die Luft weniger Wasser speichern und ist schnell übersättigt. Sobald die Luft dann gegen das Fenster stößt, gibt sie die Feuchtigkeit an das Fenster ab, da dies meist der kälteste Ort ist. Dies ist auch der Grund, warum vor allem im Winter vermehrt Kondenswasser am Fenster auftaucht. Draußen ist es sehr kalt, und die Luftfeuchtigkeit des Raumes schlägt sich an den kalten Fenstern nieder.

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Was können Sie gegen Kondenswasser tun?

Foto: Stoßlüften der Fenster Stoßlüften gegen das Kondesnwasser | © thingamajiggs / fotolia.com

Stoßlüften hilft gegen nasse Fenster. Um das Kondenswasser zu beseitigen, gibt es eine gute Methode: Stoßlüften ist hier das Stichwort. Statt Ihre Fenster für mehrere Stunden auf Kipp zu stellen, sollten Sie in Ihren Räumen mehrmals am Tag mindestens ein Fenster für 10 - 15 Minuten zum Lüften ganz öffnen.

Noch besser ist das sogenannte Querlüften, also das Öffnen von Fenstern auf den gegenüberliegenden Seiten der Wohnung oder des Hauses - am besten direkt morgens nach dem Aufstehen.

Das gleiche gilt nach dem Duschen: Öffnen Sie das Fenster, wenn Sie fertig sind 10 - 15 Minuten komplett. Während des Lüftens sollten Sie Ihre Heizung auf Null drehen, da der Heizkörper sonst zum Fenster herauslüftet. Durch Stoßlüften tauschen Sie die Luft wesentlich schneller komplett aus, die Wärme bleibt jedoch größtenteils in dem Raum bestehen, da die Wände nicht auskühlen. Fenster längere Zeit auf Kipp zu lassen, tauscht kaum Luft aus.

Hinzu kommt, dass die Wände auskühlen. Genau dies sollte jedoch möglichst vermieden werden. In den kälteren Monaten, auch schon im Herbst, sollten Fenster daher nicht auf Kipp gestellt werden!

Wie genau Sie Ihr Eigenheim richtig Lüften, erfahren Sie hier.

Bei sehr viel Wasser zum Handtuch greifen

Zudem können Sie bei sehr starker Wasseransammlung am Fenster auch mit Hilfe eines Tuches das Wasser entfernen. Bei sehr viel Wasser kann das "Weg-Lüften" sonst nämlich zu lange dauern. Niemand möchte bei niedrigen Außentemperaturen die Fenster mehrere Stunden lang weit offen haben. Das ist unbequem und auch ineffizient. Wenn man länger als eine halbe Stunde Stoßlüftet, kühlen auch die Wände und Möbel in dem Raum stark aus. Man benötigt dann wieder viel Heizenergie, um den Raum auf die alte Temperatur zu bringen.

Die Lösung: einfach mit dem Handtuch am Fenster entlang wischen und das Wasser so entfernen. Am besten bieten sich hier besonders saugfähige Tücher an, die keine Streifenbildung zulassen. Spezielle Fenster- und Spiegeltücher hat der Handel in diversen Formen und Farben vorrätig. Zusätzliches Stoßlüften sollten Sie allerdings dennoch nicht vergessen.


Gefahr der Schimmelbildung durch Kondenswasser

Stoßlüften beugt Schimmelbildung vor Schimmelbildung durch Nässe | © LarsTuchel / shutterstock.com

Bildet sich an den Fenstern häufig Kondenswasser, ohne dass dieses "weggelüftet" wird, besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Beachten Sie dies vor allem im Badezimmer, da hier durch das Duschen und Baden regelmäßig viel Feuchtigkeit entsteht. Nach jedem Mal sollten Sie Stoßlüften!

Aber nicht nur an den Fenstern, sondern auch in Ecken kann das Kondenswasser zu Problemen führen, da hier die Temperaturen besonders niedrig sind und es im schlimmsten Fall auch zu Kondenswasser kommen kann. Bleibt diese Feuchtigkeit über längere Zeit in der Ecke erhalten, kann es auch hier zu Schimmel kommen.

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Die Qualität der Fenster ist entscheidend

Hier soll nicht der Eindruck entstehen, dass es sinnvoll wäre, möglichste undichte Fenster zu besitzen, um kein Kondenswasser am Fenster zu bekommen. Das kann nicht die Lösung sein. Wenn es an den Fenstern kontinuierlich zieht, hat das zwei wesentlich Nachteile. Zum einen ist es natürlich unbehaglich.

Das Raumklima wirkt klamm und kalt. Dann können Sie so viel heizen, wie sie möchten - der Raum wird sich nur langsam aufwärmen und schnell wieder abkühlen. Sie heizen die Energie sprichwörtlich zum Fenster hinaus. Dichte Fenster können die Heizkosten um fünf bis zehn Prozent verringern, und es zieht nicht mehr.

Übersicht der Kosten für moderne Fenster

Genauere Infos über Energiesparfenster finden Sie hier. Sollen weitere Anforderungen von dem Fenster erfüllt werden, wie Schall-, Sonnen- oder Einbruchschutz, so ist mit einem weiteren Anstieg der Kosten zu rechnen.

Fenstermaterial (Rahmen)Kosten / Preise (pro Fenster inkl. Einbau)
Kunststofffenster ca. 500 €
Holzfenster ca. 560 €
Holz-Aluminium-Fenster ca. 680 €
Aluminiumfenster ca. 780 €

Dichtungen für Fenster

Besonders in Mietwohnungen, wo sie keinen direkten Einfluss auf die Qualität der vorhandenen Fenster haben, können Dichtungen für Fenster und Türen viel bewirken. Hierbei wird ein klebendes Dichtungsband an die Rahmen des Fensters angebracht. An den Stellen, an denen der Flügel des Fensters an den Rahmen trifft, sitzt es dann fester, und es kommt zu weniger Zugluft. Somit schließen die Fenster besser, und es kommt zu weniger Luftzirkulation zwischen draußen und drinnen. Dies kann viel zur Behaglichkeit in den Räumen beitragen und spart vor allem Heizenergie ein.

Dichtungsbänder gibt es in Baumärkten und Onlineshops. Messen Sie vorher aus, wie viele Meter der Gummidichtung Sie benötigen werden. Einfach die Seitenlänge eines Fensters abmessen, und Sie wissen, wie viele Meter Sie für die Abdichtung eines Fensters benötigen. Multiplizieren Sie dies dann einfach mit der Anzahl an Fenstern, die Sie abdichten möchten. Bei stark unterschiedlichen Fenstergrößen sollten Sie natürlich erneut abmessen.

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