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Neue Fenster gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Übliche Preise für den Einbau neuer Fenster

Die Kosten für den Fenstereinbau sind abhängig von der Fenster-Art, der Anzahl und dem Fachbetrieb, der den Einbau durchführt. Es können hier lediglich grobe Richtwerte angegeben werden, die aber sehr praxisnah sind. Geht man von einem Standard-Fenster aus, das als Fassadenfenster installiert wird und nimmt einen Fensterbauer-Stundenlohn von 40 Euro an, ergeben sich Einbaukosten ab 120 Euro für ein Fenster:

Fensteranzahl Arbeitszeit Einbaukosten Gesamtkosten
1 Fenster 3 Stunden Ab 120 € Ca. 620 €
2 Fenster 6 Stunden Ab 240 € Ca. 1.240 €
3 Fenster 9 Stunden Ab 360 € Ca. 1.860 €

Wenn Sie neue Fenster kaufen und einbauen lassen wollen, können Sie davon ausgehen, dass pro Standard-Fenster etwa 620 Euro fällig werden, von denen 120 Euro Einbaukosten sind. Bei bodentiefen Fenstern (Panoramafenstern) oder Dachfenstern kosten nicht nur die Fenster selbst etwas mehr, sondern auch die Kosten für den Einbau. Das liegt im höheren Aufwand begründet.

Bild: Infografik Fenster-Kosten mit Einbau
Preisvergleich: Kosten für neue Fenster mit Einbau | © Energieheld

Näheres zu Dauer, Stundenlohn und wie sich die Gesamtkosten zusammensetzen, erfahren Sie im folgenden Abschnitt. Berücksichtigen sollten Sie auch Nebenkosten wie Anfahrt und Entsorgung der alten Fenster.

Wie entstehen die Kosten für einen Fenstereinbau?

Bild: Kosten für Fenster-Montage
Zusammensetzung von Fenster-Kosten mit Einbau | © Africa Studio / shutterstock.com

Die Kosten für den Einbau neuer Fenster variieren regional und je nach Handwerksbetrieb. Im städtischen Bereich sind die Kosten für den Fenstereinbau häufig höher als bei den ländlich gelegenen Handwerkern.

Als ungefährer Richtwert für die Praxis kann ein Stundensatz von 40 bis 60 Euro angenommen werden. Die tatsächliche Summe hängt jedoch selbstverständlich davon ab, wieviel Zeit die Fenster-Montage in Anspruch nimmt.

Wie lange dauert der Fenster-Einbau?

Wie lange der Einbau neuer Fenster dauert, ist wiederum von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Einerseits vom Fenstertyp, da die Art des Fensters Einfluss auf die benötigte Arbeitszeit des Handwerkers hat. Andererseits spielt auch der Fachmann eine Rolle bei der Dauer des Fenstereinbaus, da er je nach Können und Vertrautheit mit der Arbeit mehr oder weniger Zeit benötigt. Im Durchschnitt dauert der Einbau eines Fensters ca. 2 bis 4 Stunden, wenn man von einem Standardfenster (Fassadenfenster mit den Maßen 1,23 x 1,48 Meter) ausgeht.

Auch Anfahrtskosten werden vom Handwerker berechnet, die in der Regel jedoch erst ab 50 Kilometer Entfernung hinzukommen, weitere Kosten entstehen für den Ausbau der alten Fenster. Insgesamt macht der Fenstereinbau mit allen Nebenarbeiten, Anfahrtspauschalen etc. etwa 30 Prozent der Gesamtkosten neuer Fenster aus. Es ist also sinnvoll, sich im Voraus genau über die Kosten und ihre Zusammensetzung zu informieren und detaillierte Angebote einzuholen und zu vergleichen.

Kosten Details Anteil an Gesamtkosten
Fenster Anschaffung, Preise abhängig von Fenster-Art, Material, Öffnungsmechanismus etc. Ca. 70 %
Einbau Abhängig von Aufwand je nach Fenster-Art und Einbau-Situation, Anfahrtskosten etc. Ca. 30 %

Wer seine neuen Fenster selbst einbauen möchte, kann zwar Handwerker-Kosten sparen, benötigt jedoch sehr wahrscheinlich deutlich mehr Zeit als der Profi und hat selbstverständlich keine Garantie auf die fachmännische Montage. Sind die neuen Fenster z. B. nicht gut abgedichtet, kann Feuchtigkeit ins Gebäudeinnere (Mauerwerk oder Dämmung) eindringen und es drohen teure Schimmelschäden, die von der Versicherung nicht übernommen werden.

Energieheld-Whiteboard: Neue Fenster

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten (Rahmen und Verglasung), die Kosten und die Förderungen von neuen Fenstern. Dabei beziehen wir uns auf durchschnittliche Werte. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre und durchschnittliche Näherungswerte zu verstehen.

Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich im Januar 2020 geändert. Alle Veränderung im Überblick finden Sie hier.

Quelle: © Energieheld / youtube.com

Tipps für neue Fenster mit Einbau

Sie sollten unbedingt die Angebote für Fensteraustausch/ -einbau verschiedener Fachbetriebe vergleichen, da die Fenstereinbau-Kosten regional variieren. Der Betrieb, der Ihren Fenstereinbau übernimmt, sollte mit dem RAL-Gütesiegel ausgezeichnet sein, damit die Fenster nach dem aktuellen Stand der Technik montiert werden.

Fenster-Einbau von der Steuer absetzen

Wenn die Fenstermontage durch eine Fachfirma ausgeführt wird, können die Kosten für den Einbau ggf. von der Steuer abgesetzt werden. So lassen sich insgesamt beim Fenster-Einbau Kosten sparen. Die Arbeitskosten von Handwerkern dürfen bis maximal 6.000 Euro zu 20 Prozent von der eigenen Steuerschuld abgezogen werden.

Es können also bis zu 1.200 Euro pro Jahr als Sonderausgaben (Ausgaben für die Renovierung) geltend gemacht werden. Wichtig dabei ist, dass nur Lohn- und Anfahrtskosten des Handwerkers berücksichtigt werden, nicht aber Materialkosten. Den Steuervorteil gibt es außerdem nur dann, wenn es sich um eine Maßnahme zum Erhalt oder zur Sanierung handelt - also nur im Bestandsbau, nicht im Neubau.

Achtung: Wenn Sie die Steuervorteile in Anspruch nehmen wollen, dürfen keine Fenster-Förderungen von Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Auf die Möglichkeit der Förderung gehen wir im folgenden Abschnitt weiter ein.

Förderung für Handwerker-Kosten?

Bild: Fenster-Einbau Förderung
Gibt es Förderung für den Fenster-Einbau? | © Monster Ztudio / shutterstock.com

Als Alternative zur steuerlichen Absetzung der reinen Handwerker-Kosten für den Einbau können neue Fenster auch komplett gefördert werden. Es gilt jedoch das Prinzip Entweder-Oder.

Wenn Sie Ihre Fenster tauschen lassen, wird die Gesamtsumme gefördert, nicht nur die Arbeitsleistung des Handwerkers. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG) für Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sieht eine Förderung von 20 Prozent vor. Dazu müssen die neuen Fenster unter anderem über eine bestimmte Dämmleistung verfügen, einem U-Wert von unter 0,95 (Fassadenfenster) bzw. 1,0 (Dachflächenfenster).

Wenn Sie vor der Fenstersanierung einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) von einem dafür zertifizierten Energieberater erstellen lassen, können Sie die BAFA-Förderung um weitere 5 Prozent erhöhen. So werden 25 Prozent der Kosten von maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit zurückgezahlt - also bis zu 15.000 Euro.

Alternativ zur BAFA-Förderung kann hier auch ein zinsgünstiger Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frage kommen. Der KfW-Kredit 152 ist ein Förderkredit und sieht 20 Prozent als Tilgungszuschuss vor. Wichtig: Um eine staatliche Förderung für die Fensterinstallation zu erhalten, muss eine Energie-Effizienz-Experte (zertifizierter Eenergieberater der dena-Expertenliste) in Plaung und Durchführung eingebunden werden und der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 5-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Was ist RAL?

Wer vom Handwerker neue Fenster einbauen lassen will, wird sehr sicher auf den Begriff „Fenster-Einbau nach RAL“ stoßen. RAL ist ein Gütesiegel, das mittlerweile der aktuelle Stand der Technik ist und eine hochwertige Abdichtung der Fenster garantiert.

Mit dem RAL-Qualitätsstandard werden ein langfristiger Gebrauch und ein optimaler Dämmschutz gewährleistet. Sinnvoll ist eine fachmännische RAL-Montage der Fenster auch zur Prävention vor Schimmelbildung durch Kondenswasser. Weil ein hochwertiges Fenster ohne RAL-Montage durchaus zu einem „schlechten Fenster“ werden kann, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Handwerker über eine RAL-Zertifizierung verfügt und sich an diesen Standard hält, wenn er die Fenster einbaut.

Energieheld-Vor-Ort: Fenstersanierung im großen Stil

In diesem Energieheld-VOR-ORT sind wir bei einem unserer Projekte in Hagen (bei Dortmund) dabei. Gemeinsam mit unserem Handwerkspartner LFB werden hier in einem 12-stöckigen Hochhaus alle Fenster erneuert. Dabei werden 420 Fensterelemente modernisiert.

Quelle: © Energieheld / youtube.com

Lohnen sich die Kosten für einen Fenster-Einbau vom Profi?

Bild: Sprossenfenster mit traditionellen Fensterläden
Ein sachgerechter Fenstereinbau | © AnnaER / pixabay.com CC0

Fest steht: Der Fenstereinbau sollte besser durch einen Fachmann durchgeführt werden, da falsch eingebaute Fenster zu schwerwiegenden Mängeln führen können. So kann es zum Beispiel zu undichten Fenstern kommen.

Das Ergebnis ist nicht nur ein Energieverlust, da die Heizwärme des Hauses durch die nicht fachgerecht eingebauten Fenster nach außen hin verloren geht, sondern es kann auch zu Schimmelschäden kommen, wenn Feuchtigkeit durch das undichte Fenster ins Gebäude eindringt.

Der professionelle Fenstereinbau durch den Handwerker garantiert, dass die Fenster wärme- und sicherheitsschützend eingebaut wurden und dieser Stand auch aufrechterhalten bleibt. Außerdem werden Schäden bei Selbsteinbau nicht von der Versicherung übernommen. Aus diesem Grund sollten nur sehr erfahrene Heimwerker Fenster selbst einbauen. So kann man 30 Prozent der sonst durch Fremdeinbau entstehenden Kosten einsparen.

Aber gerade wenn mehrere Fenster eingebaut werden, lohnt sich der fachgerechte Einbau durch einen Handwerker. Diese sind geübte Profis in diesem Bereich und arbeiten sicherer und auch schneller als jeder Heimwerker. Würden zum Beispiel bei einem kompletten Einfamilienhaus etwa 15 Fenster ausgetauscht oder ein Wintergarten mit vielen Fenstern errichtet, so nähme dies schon ziemlich viel Zeit in Anspruch. Die Kosten für den Einbau sollten es dem Hausbesitzer Wert sein, die neuen Fenster fachgerecht und versichert montiert zu wissen.

Bild: Dachfenster tauschen mit VELUX
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