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Inhaltsverzeichnis

Die Flachdachdämmung - drei verschiedene Methoden

Je nach Bauart des Flachdaches ergeben sich unterschiedliche Methoden der Flachdachdämmung. Hier finden Sie alle drei Methoden übersichtlich erläutert. Bei Fragen können Sie gerne unverbindlich und kostenlos Kontakt zu uns aufnehmen.

1. Flachdach mit Kaltdach-Dämmung

Bild: Modernes Flachdach
Modernes Flachdach | © Vicens / wikimedia.org CC-BY-SA

Der Name dieser Dämmvariante für eine Flachdachdämmung klingt zunächst verwirrend, da man es durch Dämm-Maßnahmen eigentlich nicht kalt haben möchte. Zurückzuführen ist der Begriff "Kaltdach" auf eine kalte Luftschicht, welche zwischen Dämmschicht und Dachabdichtung als Hinterlüftung verbleibt.

Besonders geeignet ist diese Dämmform für Flachdächer mit einer geringen Neigung, bei denen ausreichend Platz (30 - 50 cm) zwischen Raumdecke und Dachabdichtung vorhanden ist.

In diesem Freiraum wird dann die Dämmung über eine Dampfsperrfolie auf der Raumdecke lückenlos eingeblasen oder falls das Dach oben offen ist mit Klemmfilz ausgelegt. Ist noch keine Dampfbremse vorhanden, so kann diese auch nachträglich von unten angebracht werden, was den Aufwand aber natürlich deutlich erhöht. Auch hier ist es wieder wichtig, dass die Dampfbremse gegen die Außenwände ordentlich abgedichtet und die Dämmung ohne Wärmebrücken verlegt wird.

Zu beachten ist, dass über der Dämmung noch ein Luftspalt von mindestens 10-15 cm als Hinterlüftungsebene verbleibt, um eventuell anfallende Feuchtigkeit aus der Holzkonstruktion abzutransportieren. Als Dämmstoffe kommen Mineral- oder Steinwolle, sowie organische Dämmmaterialien wie Zellulose in Frage. Diese Art der Dämmung ist für Flachdächer mit Holzkonstruktion gedacht, bei Betondecken bieten sich eher die beiden folgenden Varianten an.

2. Flachdach mit Warmdach-Dämmung

Bild: Warmdach Dämmung Flachdach
Hochhaus mit Flachdach | © TonyTheTiger / wikimedia.org CC-BY-SA

Für eine Flachdachdämmung mit fast waagerechtem Dach bietet sich das sogenannte Warmdach an. Anders als bei einem Kaltdach verbleibt keine Luftschicht zwischen der Raumdecke und der Außenseite des Daches. Der Dämmstoff wird zwischen diesen beiden Schichten luftdicht eingeschlossen.

Dabei müssen die hohen Anforderungen an die Dichtheit des Daches berücksichtigt werden, da eindringendes Wasser nur schwer entweichen kann und somit zu Schimmelbildung oder Dämmstoffzerstörung führt. Die erste Schicht (von Innen) eines Warmdaches bildet die Dampfsperrfolie, auf der die druckfesten Dämmplatten, beispielsweise aus XPS oder PUR, aufgebracht werden.

Über den Dämmplatten wird dann ggf. eine Schalung aus Holz in das Dämmsystem integriert, auf welcher die so wichtige Dachabdichtung aufgebracht wird. In den meisten Fällen kommen dabei Bitumenbahnen, welche miteinander verschweißt werden, zum Einsatz. Über der Dachabdichtung kann dann noch eine lose Kiesbettaufschüttung folgen. Diese ist jedoch nicht zwingend notwendig. Bei der Begehung oder Nutzung des Daches muss darauf geachtet werden, dass die Abdichtung nicht beschädigt wird.

3. Flachdach mit Umkehrdach-Dämmung

Die einfachste Art der Flachdachdämmung stellt das Umkehrdach dar, bei dem die Isolierung auf die bereits vorhandene Dachabdichtung aufgebracht wird. Hierbei empfehlen sich, wie schon bei dem Warmdach, druckfeste Dämmplatten aus XPS oder PUR. Vor dem Aufbringen der Druckplatten sollte der Untergrund gründlich gereinigt werden, um die Zerstörung der alten Abdichtung durch spitze Gegenstände zu vermeiden.

Auf den Dämmplatten wird dann die neue Abdichtungsschicht aufgebracht. Diese kann wieder aus verschweißten Bitumenbahnen bestehen. Wie schon bei einem Warmdach kann dann eine lose Kiesschüttung über der neuen Dichtschicht abgelegt werden. Dabei empfiehlt es sich, noch ein Schutzvlies zwischen Dichtschicht und Kiesschüttung einzubringen, um sicherzustellen, dass die neue Abdichtschicht nicht beschädigt wird. Eine kostengünstige Alternative bietet die Einblasdämmung des Flachdachs.

Kosten der Flachdachdämmung und Preise für Neubauten

Die Kosten und Preise für eine Flachdachdämmung belaufen sich auf ungefähr 45 bis 120 Euro pro Quadratmeter. In der folgenden Grafik können Sie sich einen Überblick verschaffen.

Grafik: Flachdach Dämmung Kosten Vergleich
Kosten der Flachdachdämmung | © Energieheld

Förderung für Ihre Flachdachdämmung

Sollten Sie sich richtigerweise für eine Flachdachdämmung entschieden haben, dann erhalten Sie Anrecht auf eine staatliche Förderung Ihrer Sanierung. Vergeben werden Zuschüsse und Kredite letztendlich von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Einen Zuschuss erhalten Sie im Rahmen des KfW Programmes 430. Hier steht Ihnen ein Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, also 5.000 Euro zu.

Sollten Sie das Flachdach im Rahmen einer Effizienzhaussanierung dämmen lassen, stehen Ihnen sogar 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten als Zuschuss zur Verfügung. Das entspricht 30.000 Euro. Sollten Sie einen Kredit bevorzugen, so können Sie im Rahmen des KfW Förderprogrammes 151/152 für eine Einzelmaßnahme einen Kredit in Höhe von 50.000 Euro bei einem Effektivzins von 0,75 Prozent erhalten.

Dieser wird ergänzt durch einen Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent der Kreditsumme, also 3.750 Euro. Im Rahmen einer Effizienzhaussanierung können Sie sogar einen Kredit über 100.000 Euro erhalten. Auch der Tilgungszuschuss wird bei der Effizeinzhaussanierung erhöht. Er beträgt 27,5 Prozent der Kreditsumme, also 27.500 Euro.

Förderprogramm Förderbetrag
KfW 430 (Zuschuss) 10 - 30 % der förderfähigen Investitionskosten | 5.000 - 30.000 €
KfW 151/152 (Kredit) Kreditsumme 50.000 - 100.000 € | Effektivzins 0,75% | Tilgungszuschuss 27,5 %

Unser Energieheld-Tipp zur Dämmung des Flachdaches

Bild: Saniertes Flachdach
Begrüntes Flachdach | © Claus Ableiter / wikimedia.org CC-BY-SA

Bei der Dämmung eines Flachdaches bietet sich meist eine Einblasdämmung an. Diese ist vor allem aus der Kerndämmung bekannt, liefert jedoch auch bei der Flachdachdämmung sehr gute Resultate.

Bei allen Dämmarten für die Flachdachdämmung ist darauf zu achten, dass die Randung des Daches und die Wandanschlüsse gegebenenfalls vergrößert und abgedichtet werden müssen.

Manche Arten der Flachdachdämmung, wie das Umkehrdach, klingen vom Prinzip her einfach, jedoch können auch hier eine Vielzahl von Fehlern gemacht werden. Achten Sie also auf Qualität.