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Flachdachdämmung geplant?

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zum Flachdach

Ein Flachdach ist im Vergleich zum Steildach die deutlich simplere Konstruktion. Allerdings ist der Bau nicht überall erlaubt und ganz ohne Wartung ist ein Flachdach auf Dauer auch sehr anfällig für Undichtigkeiten. Letztendlich bietet kein Dach gravierende Nachteile - man muss einfach mit den Besonderheiten leben.

Sofern es die Traglast hergibt, kann eine Flachdachdämmung sehr unkompliziert und schnell durchgeführt werden - teilweise sogar deutlich günstiger als bei einem Steildach. Ein Architekt oder Dachdecker wird Ihnen vor Ort Auskunft darüber geben können, ob und wie eine Dämmung bei Ihrem Flachdach realisierbar ist.

Bild: Energieheld Tipp

Prinzipiell gibt es für jedes Flachdach die richtige Dämmung. Viele Experten würden grundsätzlich eine hinterlüftete Konstruktion (Kaltdach)empfehlen, aber nur, wenn diese auch wirklich gut ausgeführt ist. Ansonsten sind Sie am besten mit einem Umkehrdach bedient.

Die Flachdachdämmung - drei verschiedene Methoden

Je nach Bauart des Flachdaches bieten sich unterschiedliche Methoden der Flachdachdämmung an. Im Folgenden finden Sie alle drei Methoden übersichtlich erläutert. Im Bezug zum Thema Feuchtigkeit ist heute die größte Herausforderung eher der Umgang mit Kondenswasser. Die Abdichtung verursacht hingegen nur noch selten Probleme.

Flachdach Dämmung Vorteile Nachteile
Kaltdach Abdichtung oben, Luftschicht in der Mitte, Dämmung darunter Gute Belüftung der Konstruktion, Feuchtigkeit kann selbstständig entweichen Funktioniert nur bei guter Planung und Verarbeitung
Warmdach Abdichtung oben, darunter Dämmung Einfache Konstruktion Kann leichter undicht werden
Umkehrdach Dämmung oben, darunter Abdichtung Dämmung schützt Abdichtung, Dampfsperre und Abdichtung in einem Dämmung muss dicker dimensioniert werden
       
Dachbegrünung Mit Kaltdach, Warmdach und Umkehrdach möglich Weitere Schutzschicht, Begrünung unterstützt Dämmung Höhere Kosten, alle Schichten müssen aufeinander abgestimmt sein

1. Flachdach mit Kaltdach-Dämmung (hinterlüftet)

Bild: Modernes Flachdach
Modernes Flachdach | © Vicens / wikimedia.org CC-BY-SA

Der Name Kaltdach-Dämmung klingt zunächst verwirrend, da man es durch Dämm-Maßnahmen eigentlich nicht kalt haben möchte. Zurückzuführen ist der Begriff Kaltdach auf eine kalte Luftschicht, welche zwischen Dämmung und Dachabdichtung als Hinterlüftung verbleibt.

Besonders geeignet ist diese Dämmform für Flachdächer mit einer geringen Neigung, bei denen ausreichend Platz (30 bis 50 cm) zwischen Raumdecke und Dachabdichtung vorhanden ist. In diesem Hohlraum wird dann die Dämmung über eine Dampfsperrfolie auf der Raumdecke lückenlos eingeblasen oder, falls das Dach oben offen ist, mit Klemmfilz ausgelegt. Ist noch keine Dampfbremse vorhanden, so kann diese auch nachträglich von unten angebracht werden, was den Aufwand aber natürlich deutlich erhöht.

Auch hier ist es wieder wichtig, dass die Dampfbremse gegen die Außenwände ordentlich abgedichtet und die Dämmung ohne Wärmebrücken verlegt wird. Zu beachten ist, dass über der Dämmung noch ein Luftspalt von mindestens 10 bis 15 Zentimeter als Hinterlüftungsebene verbleibt, um eventuell anfallende Feuchtigkeit aus der Holzkonstruktion abzutransportieren. Als Dämmstoffe kommen Mineralwolle oder organische Dämmmaterialien wie Zellulose in Frage.

2. Flachdach mit Warmdach-Dämmung (unter der Abdichtung)

Bild: Warmdach Dämmung Flachdach
Hochhaus mit Flachdach | © TonyTheTiger / wikimedia.org CC-BY-SA

Für eine Flachdachdämmung mit fast waagerechtem Dach bietet sich das sogenannte Warmdach an. Der Dämmstoff wird hier über der Decke, aber unter der Abdichtung angebracht.

Dabei müssen die hohen Anforderungen an die Dichtheit des Daches berücksichtigt werden, da eindringendes Wasser nur schwer entweichen kann und somit zu Schimmelbildung oder Dämmstoffzerstörung führt. Man setzt hier meist auf druckfeste Dämmplatten, beispielsweise aus XPS oder PUR.

Über den Dämmplatten wird dann ggf. eine Schalung aus Holz in das Dämmsystem integriert, auf welcher die so wichtige Dachabdichtung aufgebracht wird. In den meisten Fällen kommen dabei Bitumenbahnen, welche miteinander verschweißt werden, zum Einsatz. Über der Dachabdichtung kann dann noch eine lose Kiesbettaufschüttung folgen. Diese ist jedoch nicht zwingend notwendig. Bei der Begehung oder Nutzung des Daches muss darauf geachtet werden, dass die Abdichtung nicht beschädigt wird.

3. Flachdach mit Umkehrdach-Dämmung (über der Abdichtung)

Die einfachste Art der Flachdachdämmung stellt das Umkehrdach dar, bei dem die Isolierung auf die bereits vorhandene Dachabdichtung aufgebracht wird. Hierbei empfehlen sich, wie schon beim Warmdach, druckfeste Dämmplatten aus XPS oder PUR. Unter der Dämmung wird eine Dampfsperre verlegt, die gleichzeitig als Abdichtung dient.

Quelle: © Büsscher & Hoffmann GmbH / youtube.com

Kosten und Förderung für Ihre Flachdachdämmung

Die Kosten für eine Flachdachdämmung belaufen sich auf ungefähr 45 bis 120 Euro pro Quadratmeter inklusive Einbau. Die letztendlichen Kosten hängen aber auch immer stark vom allgemeinen Zustand des Daches ab. Im Höchstfall sollten Sie mit etwa 250 Euro pro Quadratmeter rechnen, wenn wirklich viel erneuert werden muss.

Flachdachdämmung Kosten mit Einbau
Kaltdach 45 - 75 € pro m²
Warmdach 80 - 120 € pro m²
Umkehrdach 80 - 120 € pro m²
Umfassende Sanierung 110 - 250 € pro m²
Grafik: Flachdach Dämmung Kosten Vergleich
Kosten der Flachdachdämmung | © Energieheld

Diese Förderung steht Ihnen zu

Sollten Sie sich für eine Flachdachdämmung entschieden haben, dann haben Sie Anrecht auf eine staatliche Förderung Ihrer Sanierung. Vergeben werden die Zuschüsse und Kredite letztendlich von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Einen reinen Zuschuss erhalten Sie im Rahmen des KfW-Programmes 430.

Sollten Sie einen Kredit bevorzugen, so können Sie im Rahmen des KfW-Förderprogrammes 151/152 für eine Einzelmaßnahme einen Kredit in Höhe von 50.000 Euro bei einem Effektivzins von 0,75 Prozent erhalten (inklusive Zuschuss). Dieser wird durch einen Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent der Kreditsumme ergänzt.

Wichtig: Der Antrag muss unbedingt vor der Umsetzung zusammen mit einem Energieberater eingereicht werden! Hierfür fallen etwa 300 bis 400 Euro an.

Programm Förderung für Flachdachdämmung
KfW 430 (Zuschuss) 10 - 30 % der förderfähigen Investitionskosten | 5.000 - 30.000 €
KfW 151/152 (Kredit) Kreditsumme 50.000 - 100.000 € | Effektivzins 0,75% | Tilgungszuschuss 27,5 %

Dachbegrünung mit Dämmung kombinieren

Eine Dämmung auf dem Flachdach kann auch mit einer Begrünung kombiniert werden. Je nach Bauweise (Kaltdach, Warmdach oder Umkehrdach) müssen die einzelnen Schichten jedoch unterschiedliche Anforderungen erfüllen - die Planung mit einem Profi ist also unerlässlich.

Zu den allgemeinen Vorteilen einer Dachbegrünung zählen neben der Optik auch die zusätzliche Isolierung (Wärme und Schall) sowie der gewonnene Lebensraum für Pflanzen, Insekten und andere Tiere. Soll ohnehin gedämmt werden, dann liegt der Aufpreis für eine zusätzliche Flachdachbegrünung bei etwa 60 Prozent.

Flachdachdämmung Hinweis zur Dachbegrünung
Kaltdach Tragfähigkeit meist nicht ausreichend
Warmdach Keine besonderen Einschränkungen
Umkehrdach Dampfdiffusion beachten, Sickerschicht und Filterschicht über Dämmung anbringen

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