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Stromspeicher - Kosten, Förderung und Kombination mit Photovoltaik

Bild: Stromspeicher Photovoltaik
Strom mit Photovoltaik | © silroby80 / shutterstock.com

Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage wird immer beliebter. Um den PV-Strom auch nutzen zu können wenn die Sonne nicht scheint, braucht man allerdings einen Stromspeicher. Einen Stromspeicher mit einer Leistung von 7 Kilowattpeak kann man in guter Qualität schon für ca. 9.000 Euro erwerben.

Doch Stromspeicher ist nicht gleich Stromspeicher. Was Sie beim Kauf beachten sollten und wann sich die Anschaffung für Sie lohnt, wollen wir im folgenden Artikel klären.

Inhalt


    Stromspeicher - ja oder nein?

    Bild: Stromspeicher von Tesla
    Stromspeicher von Tesla | © Tesla Energy

    Ob sich die Anschaffung eines Stromspeichers für eine Photovoltaik-Anlage lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es nicht viele Szenarien, in denen die Anschaffung eines Stromspeichers sehr rentabel ist.

    Vollständige Autarkie erreicht man mit einem Stromspeicher meist auch nicht. Das ist aber auch gar nicht das Ziel. Das Ziel ist die wirtschaftlich sinnvolle Erhöhung des Eigenverbrauchs.

    Dadurch, dass die Einspeisevergütung immer weiter sinkt und der Strompreis immer weiter steigt, lohnt sich der Eigenverbrauch immer mehr. Besonders sinnvoll ist die Anschaffung eines Stromspeichers aktuell aber meist erst dann, wenn die Einspeisevergütung nach 20 Jahren endet. So schafft man durch den erhöhten Eigenverbrauch eine gute Auslastung für die letzten 10 bis 15 Jahre der PV-Anlage.

    Aus ökologischer Sicht ist der Stromspeicher auch heute schon eine sinnvolle Investition. Mit seiner Hilfe lässt sich der Ökostrom speichern und bei Bedarf ortsnah verbrauchen. So gibt es kaum nennenswerte Leistungsverluste im Leitungsnetz. Dadurch kann der Strom zu einem sehr hohen Anteil sehr effizient genutzt werden. Das ist besonders nachhaltig und schont die Umwelt.

    Bis zu 75 Prozent Unabhängigkeit

    Eine hundertprozentige Autarkie ist zwar möglich, aber aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll, weil unrentabel. Eine Annäherung an bis zu 75 Prozent Autarkie ist im Rahmen der Wirtschaftlichkeit aber möglich. Entscheidend ist hier immer das Verhältnis von jährlichem Strombedarf, Anlagenleistung und Speicherkapazität.

    Mit einem Stromspeicher von LG (LG Chem RESU 10 H) und einer Speicherkapazität von 10 Kilowattstunden, einer PV-Anlagenleistung von 7 Kilowatt Peak und einem jährlichen Strombedarf von 4.500 Kilowattstunden braucht man nur noch ca. 1.250 Kilowattstunden dazukaufen. Das entspricht einem Autarkiegrad von ca. 75 Prozent.

    Erklärvideo zur Photovoltaik-Anlage | Energieheld-Whiteboard

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    Quelle: © Energieheld / youtube.com

    In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Funktionsweise, die Kosten* und die Förderungen einer Photovoltaik-Anlage. *ACHTUNG: Wir beziehen uns in den Energieheld-Whiteboards stets auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

    Bild: Energieheld-Tipps

    Die Erhöhung des Strompreises und das Sinken der Einspeisevergütung machen den Stromspeicher bei einem höheren Eigenverbrauch von PV-Strom 2021 / 2022 auch aus finanzieller Sicht interessant. Völlige Autarkie oder hohe Gewinne lassen sich mit der Kombination aus Photovoltaik-Anlage und Stromspeicher aktuell aber nicht realisieren.


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    Arten von Stromspeichern

    Bild: Installation eines Stromspeichers
    Einrichtung des Stromspeichers | © IBC Solar

    Beim Photovoltaik-Speicher werden zunächst zwei Arten unterschieden: direkte und indirekte Stromspeicher. Diese unterscheiden sich stark in ihren Kennzahlen, unter anderem bezüglich des Wirkungsgrades, der Kapazität und der Anzahl der Vollzyklen.

    In Privathaushalten werden für die Langzeitspeicherung von Strom häufig indirekte Stromspeicher wie Blei-Säure-Akkus oder Lithium-Ionen-Akkus verwendet. Zu den indirekten Photovoltaik-Stromspeichern zählen elektrochemische Speicher wie Akkus und Batterien. Blei-Säure-Akkus besitzen dabei meist höhere Kapazitäten als Lithium-Ionen-Akkus oder alternative Technologien wie Redox-Flow-Speicher.

    Diese haben allerdings eine längere Lebensdauer. Übersteigt der erzeugte Strom den Stromverbrauch, werden die Akkus bzw. Batterien geladen und können den gespeicherten Strom bei Bedarf wieder abgeben. Strom lässt sich auf indirekte Weise in Großanlagen speichern. Für den Hausgebrauch sind diese Lösungen jedoch nicht gedacht. In Zukunft werden sich eher Batteriespeicher durchsetzen. Direkte Stromspeicher können die Energie in Sekundenbruchteilen wieder abgeben und eignen sich gut zur Netzstabilisierung bei Spannungsspitzen- und tälern.

    Allerdings besitzen diese Stromspeicher ein geringes Speichervolumen und werden daher häufig als Kurzspeicher eingesetzt. Zur direkten Stromspeicherung bei Kondensatoren, welche sowohl aus elektrisch leitenden als auch nicht leitenden Schichten bestehen, wird eine Spannung an die Elektroden angelegt. Damit wird ein elektrisches Feld erzeugt und der Strom ohne Umwandlung direkt gespeichert. Spulen können hingegen mit Hilfe von Gleichstrom ein magnetisches Feld erzeugen. Die so gespeicherte Photovoltaik-Energie kann anschließend abgerufen werden.

    Bauart Stromspeicher Speicherung Einsatzbereich
    Blei-Säure-Akkus Indirekt Haushalt
    Lithium-Ionen-Akkus Indirekt Haushalt
    Redox-Flow-Akkus Indirekt Haushalt
    Wasserstoffspeicher Indirekt Industrie
    Pumpspeicherkraftwerke Indirekt Industrie
    Druckluftspeicher Indirekt Industrie
    Schwungradspeicher Indirekt Industrie
    Kondensatoren Direkt Industrie
    Spulen Direkt Industrie
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    Größe und Wirtschaftlichkeit

    Bild: Beratung zur Stromspeicher Größe
    Beratung: Auf die richtige Größe kommt es an | © Rido / shutterstock.com

    Größe und Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern hängen direkt zusammen. Deshalb sollte die Dimensionierung unbedingt ein Experte übernehmen. Zwar gibt es eine Faustformel, die besagt, dass die Speicherkapazität in Kilowattstunden etwa der Leistung der installierten PV-Module in Kilowatt Peak entsprechen sollte.

    Aber es gibt viele weitere Faktoren (Strombedarf, Leistungsspitzen, Art der Heizung usw.) die unbedingt berücksichtigt werden müssen, um die ideale Größe für einen Stromspeicher zu finden. Technisch ist eine vollkommene Autarkie von externem Strombezug zwar möglich.

    Aber gleichzeitig ist sie eben auch enorm unwirtschaftlich. Auch eine Notstrom-, bzw. Ersatzstromversorgung mit Photovoltaik und Stromspeicher ist nicht ohne Weiteres möglich. Sie sollten im Vorfeld also mit einem Fachbetrieb genau planen, wie Sie Ihren Stromspeicher bestmöglich in den Alltag integrieren können. So lässt sich der Speicher am effizientesten nutzen und sie zahlen nicht unnötig viel Geld für die Anschaffung.

    Strombedarf PV Größe Stromspeicher Größe Autarkie
    4.500 kWh 4,5 kWp 4,5 kWh 50 - 60 %
    4.500 kWh 7 kWp 7 kWh 60 - 70 %
    3.000 kWh 10 kWp 20 kWh 80 - 90 %

    Amortisation meist nach 20 Jahren

    Die Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern hängt maßgeblich von den Anschaffungskosten, den Rahmenbedingungen und der Lebensdauer ab. Geht man davon aus, dass der Speicher in 30 Jahren mindestens einmal ersetzt werden muss, dann amortisieren sich die meisten Photovoltaik-Anlagen mit Speicher nach etwa 20 Jahren. Je länger die PV-Anlage danach noch durchhält, desto wirtschaftlicher ist der Stromspeicher am Ende, weil nach 20 Jahren die Einspeisevergütung wegfällt.

    Grafik: PV mit und ohne Stromspeicher im Vergleich
    Stromspeicher: Lohnt nach Wegfall der Einspeisevergütung | © Energieheld

    Unter aktuellen Bedingungen nehmen sich Solaranlagen mit und ohne Stromspeicher bei der Wirtschaftlichkeit nicht viel. Beide Varianten sind auf 20 Jahre aber definitiv günstiger als überhaupt keine Photovoltaik-Anlage zu haben. Für ein System mit Stromspeicher fallen die Kosten jedoch mindestens doppelt so hoch aus (bei fast identischer Amortisationsdauer).

    Grafik: PV mit und ohne Stromspeicher im Vergleich (20 Jahre)
    PV mit oder ohne Stromspeicher amortisiert sich nach 20 Jahren | © Energieheld

    Im Gegenzug helfen Sie allerdings dabei, die Stromversorgung in Deutschland zu dezentralisieren, was der Umwelt enorm zugute kommt. Die stetig sinkende Einspeisevergütung macht Speichersysteme zudem monatlich attraktiver und sollten sich die Strompreise in den nächsten Jahren viel drastischer erhöhen als Experten bisher angenommen haben, dann sparen Sie natürlich noch mehr. Sicher vorhersagen kann das aber niemand.

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    Hersteller von Stromspeichern

    Bild: Stromspeicher von Solarwatt
    Stromspeicher und Servicetechniker von Solarwatt | © Solarwatt

    Für Ein- oder Mehrfamilienhäuser werden häufig Lithium-Ionen-Akkus bzw. Blei-Säure-Batterien als Stromspeicher verwendet. Blei-Batterien besitzen im Wesentlichen eine höhere Speicherkapazität als Lithium-Ionen-Akkus und sind bei gleicher Speicherkapazität häufig günstiger.

    Lithium-Ionen-Akkus können dafür mit einem höheren Wirkungsgrad punkten. Wobei Lithium-Ionen-Akkus noch in Lithium-Kobalt und Lithium-Eisenphosphat-Akkus unterschieden werden. Letztere zeichnen sich durch viele Ladezyklen und stabile Ladeströme und Entladeströme aus.

    Außerdem können sie in einem breiteren Temperaturbereich betrieben werden. Zudem sind sie sicherer und ökologisch verträglicher, da sie keine Schwermetalle nutzen. Dafür ist ihre Energiedichte etwas niedriger. Sollten Sie Fragen hierzu haben, können Ihnen unsere Berater gerne weiterhelfen. Einige Hersteller bieten sowohl Modelle mit Blei- als auch mit Lithium-Ionen-Technologie an. In der folgenden Tabelle finden Sie eine kleine Auswahl an Herstellern für Stromspeicher. Die Preise sind nur Näherungswerte die im Einzelfall abweichen können:

    Hersteller Stromspeicher-Typ Modell Speicherkapazität Preis*
    Hoppecke Blei VR-L OPzS 600 (6 X) ca. 4 kW ca. 4.200 €
    Sonnenschein@home Blei YHS H24V 08 C2T 2BO ca. 8 kW ca. 5.300 €
    Akasol Lithium-Ionen neeo Rack ca. 5,5 kW ca. 12.600 €
    BYD Lithium-Eisenphosphat B-Box Premium LVS 4.0 ca. 4 kW ca. 4.100 €
    E3/DC Lithium-Ionen S 10 Hauskraftwerk Mini AI 6,5 ca. 6 kW ca. 9.700 €
    Hoppecke Lithium-Ionen sun.power pack premium ca. 6 kW ca. 8.500 €
    IBC Solar Lithium Ionen eco Powerbase ca. 7,5 kW n / a**
    LG Electronics Lithium Ionen Chem RESU 10H Prime ca. 9,6 kW ca. 7.200 €
    Nedap Energy Systems Lithium Ionen Nedap PowerRouter PR50SB-BSi/S48 und Batterie LG Resu 6.4 ca. 6,4 kW ca. 9.500 €
    PylonTech Lithium-Eisenphosphat LiFePo4 ca. 9,6 kW ca. 6.400 €
    RCT Lithium Ionen Power Battery ca. 7,6 kW ca. 7.400 €
    SENEC Lithium-Ionen Home V3 hybrid ca. 5 kW n / a**
    Solarwatt Lithium Ionen Battery flex AC-1 1.3 ca. 9,5 kW ca. 10.500 €
    Sonnen GmbH Lithium Ionen sonnenBatterie 10 ca. 10 kW n / a**
    Tesla Lithium-Ionen Power Wall ca. 14 kW ca. 11.300 €
    Varta Lithium Ionen Element 6 ca. 6 kW ca. 8.600 €

    * inkl. Einbau mit geringem Aufwand; ** Keine Herstellerpreise verfügbar

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    KfW: Staatliche Förderung für Stromspeicher

    Für die Anschaffung eines Stromspeichers vergab die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem Programm 275 zinsgünstige Kredite inklusive Tilgungszuschuss bis Ende 2018. Danach wurde das Programm eingestellt.

    Kredit Förderung
    KfW 275 100 % der Anschaffungskosten
    1,10 % Zinsen
    10 % Tilgungszuschuss


    Seit 01.07.2021 gibt es die Möglichkeit, Stromspeicher zumindest indirekt im Rahmen von Sanierungen oder Neubauten nach Effizienzhaus-Standard mit fördern zu lassen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für Sanierungen den Kredit KfW 261 mit einem Kreditvolumen bis zu 150.000 Euro und einem Tilgungszuschuss bis zu 67.500 Euro. Das Zuschussprogramm KfW 461 wurde hingegen zum 28.07.2022 eingestellt.

    Programm Projekt Förderung
    KfW 261
    (Kredit + Tilgungszuschuss)
    Sanierung zum Effizienzhaus Tilgungszuschuss bis zu 45 % der Kreditsumme von höchstens 150.000 €, max. 67.500 €
    KfW 461 (Zuschuss) Wurde mit der BEG Novelle vom 28.07.2022 eingestellt
    KfW 261
    (Kredit + Tilgungszuschuss)
    Neubau eines Effizienzhauses Fördersatz bis zu 20% der Kreditsumme von höchstens 150.000 €, max. 30.000 €
    KfW 461 (Zuschuss) Die Zuschuss-Förderung KfW 461 für Neubauten wurde wegen Budgetmangels am 24.01.2022 eingestellt und kann nicht mehr beantragt werden.

    Im Neubau können Sie nur noch den Kredit KfW 261 nutzen. Der Zuschuss KfW 461 wurde Ende Januar 2022 wegen Budgetmangels eingestellt. Im Programm KfW 261 können Sie einen Kredit bis zu 150.000 Euro inkl. Tilgungszuschuss mit Zinsvergünstigung bis zu 30.000 Euro erhalten. Voraussetzung ist allerdings, dass die PV-Anlage keine Einspeisevergütung nach EEG erhält.

    Außerdem muss das Gebäude den Effizienzhaus-Standard EH 40 Nachhaltigkeits-Klasse mit Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) erreichen. In der Tabelle oben finden Sie nochmal einen Überblick zur Förderung der KfW. Sollten Sie hierzu Fragen haben, nutzen Sie unser Angebotsformular. Unsere zertifizierten Berater helfen Ihnen gerne.