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Pelletheizung mit Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Förderung einer Pelletheizung durch das BAFA

Stand Januar 2020: Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) des Bundes vergibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verschiedene Förderungen in Form von Investitionszuschüssen zum Einbau von Biomasseanlagen, also einer Pelletheizung, Hackschnitzelheizung oder eines Holzvergasers.

Das Programm wurde Anfang 2020 in wesentlichen Punkten novelliert. So wurde sowohl die Struktur der Förderung als auch deren Höhe überarbeitet. Zukünftig gibt es statt Pauschalbeträgen eine an den Investitionskosten ausgerichtete, prozentuale Förderung der Maßanhmen. Außerdem ist die Höhe der Förderung gestiegen.

In erster Linie ist das Marktanreizprogramm auf die energetische Modernisierung von Altbauten ausgerichtet. Zusammen mit einem KfW-Kredit (s. u.) kann damit die Modernisierung alter Heizungen sehr attraktiv werden. Das gilt in besonderem Maße für die neu eingeführte Öl-Austauschprämie, wenn Sie eine alte Ölheizung gegen eine förderfähige Holzheizung / Pelletheizung tauschen. Doch auch für den Einbau einer Pelletheizung in Neubauten vergibt das BAFA einen Zuschuss.

Antragsberechtigt ist grundsätzlich jeder, der in eine Pelletheizung investiert (Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, freiberuflich Tätige, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände, Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen und Genossenschaften). Um von den BAFA-Zuschüssen profitieren zu können, müssen jedoch bestimmte Förderbedingungen erfüllt werden:

Fördervoraussetzungen für BAFA-Förderung

Damit das BAFA die Förderung für eine Pelletheizung gewährt, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: Die Pelletheizung muss eine Nennwärmeleistung von mindestens 5 kW haben. Außerdem muss der Kesselwirkungsgrad mindestens 89 Prozent betragen und es muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Zudem müssen bestimmte Emissionswerte eingehalten werden: So darf der Kohlenmonoxid-Ausstoss unter Volllast 200 Milligramm pro Kubikmeter nicht überschreiten.

Die Feinstaubemission darf maximal 20 Milligramm pro Kubikmeter betragen. Für Neubauten gilt zudem, dass die Heizung über Brennwerttechnik und oder einen Partikelabscheider verfügen muss. Letztere Geräte sind nur förderfähig , wenn ihre Funktion und Wirksamkeit von einer fachlich anerkannten Einrichtung und entsprechend der geltenden Normen geprüft wurden. Eine Liste mit den förderungsfähigen Pelletheizungen wird von dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zur Verfügung gestellt.

BAFA-Förderung: Heizen mit Erneuerbaren Energien

Sofern die oben genannten grundlegenden Voraussetzungen für die BAFA-Förderung erfüllt werden, kann im Rahmen des Programmes „Heizen mit Erneuerbaren Energien” ein Zuschuss von 35 Prozent der Investitionskosten beantragt werden. Diese novellierte und erhöhte Förderung gilt seit Januar 2020:

Modernisierungs-Maßnahme Förderung
Pelletöfen mit Wassertasche (mindestens 5 kW; feuerungstechnischer Wirkungsgrad mindestens 90 %) 35 % der förderfähigen Investitionskosten
Pelletkessel (mindestens 5 kW, Kesselwirkungsgrad mindestens 89 %)

BAFA-Förderung: Öl-Austauschprämie

Die Bundesregierung strebt mit ihrer Novellierung der Heizungsförderung vor allem eine Senkung der CO2-Emissionen an. Da alte Ölheizungen als besonders umweltschädlich gelten, hat sie einen zusätzlichen Anreiz geschaffen, diese zu entsorgen.

Die Rede ist von der Öl-Austauschprämie. Wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen eine Pelletheizung austauschen, erhalten Sie statt der üblichen 35 Prozent eine erhöhte Förderung von 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Förderung ist also 10 Prozent höher als normalerweise.

Förderobjekt Übliche Förderung Öl-Austauschprämie Gesamt-Förderung
Pelletheizung 35 % der förderfähigen Kosten 10 % der förderfähigen Kosten 45 % der förderfähigen Kosten

Hybridheizung aus Pelletheizung und Solarthermie-Anlage

Falls gleichzeitig mit der Pelletheizung eine Solarthermie-Anlage installiert wird, können Sie für Letztere statt der dafür normalerweise vorgesehenen 30 Prozent, die für Holzheizungen üblichen 35 Prozent der förderfähigen Investitionskosten erhalten. Sie bekommen für Ihre Solarthermie-Anlage dann also 5 Prozent mehr Förderung.

Ersetzen Sie mit dieser Kombination aus Pelletheizung und Solarthermie-Anlage eine Ölheizung, erhalten Sie insgesamt sogar 45 Prozent Förderung für beide Heizungskomponenten. Sie bekommen für Ihre Solarthermie-Anlage dann also 15 Prozent mehr Förderung als üblich. Über die genannten Förderungen hinaus, können Sie beim BAFA auch für kleinere Maßnahmen zur Optimierung bestehender Pelletheizungen weitere Fördermittel beantragen.

Zusätzliche BAFA-Förderung

Neben der in der Regel teuren Anschffung einer Pelletheizung gibt es auch zahlreiche kleinere förderfähige Maßnahmen zur Optimerung einer bestehenden Anlage. Für diese kleineren Förderpakete erhalten Sie zwar weniger Förderung. Dafür sind die Investitionskosten aber auch niedriger. Zu diesen Maßnahmen gehören z. B. die Nachrüstung von Brennwerttechnik oder der Austausch alter Umwälzpumpen gegen hocheffiziente neue Pumpen.

Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

BAFA-Förderung: Brennwerttechnik nachrüsten

Wenn Sie bereits eine Pelletheizung haben, diese aber über keine Brennwerttechnik verfügt, ist es aus technischer Sicht kein Problem diese nachrüsten zu lassen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Sie sparen zukünftig deutlich bei den Heizkosten und die Umwelt wird geschont. Weiterer Vorteil: Die Nachrüstung wird vom BAFA mit 35 Prozent der Investitionskosten gefördert.

Sollten Sie den Wunsch haben, die Umwelt darüber hinaus zu entlasten, können Sie zusätzlich einen Partikelabscheider installieren lassen. Dieser reduziert die Feinstaubemissionen Ihrer Anlage deutlich. Seine Nachrüstung wird vom BAFA ebenfalls gefördert. Auch hier erhalten Sie 35 Prozent der Investitionskosten als Förderung. Eine Liste mit Kesseln und Bauteilen, die von dieser Förderung profitieren, können Sie auf der Website des BAFA finden.

Heizungsoptimierung

Neben der Nachrüstung von Brennwerttechnik und Partikelfilter gibt es noch weitere Möglichkeiten des Upgradings bestehender Pelletheizungen. So können Sie deren Effizienz steigern, indem Sie die alte Umwälz- bzw. Warmwasserzirkluationspumpe der Heizung jeweils durch eine hocheffiziente Pumpe ersetzen. Hier sind merkliche Einsparungen bei den Heizkosten zu erwarten, sodass sich der Austausch nach wenigen Jahren amortisiert.

Außerdem besteht die Möglichkeit die Heizkosten der bestehenden Pelletheizung durch die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs zu senken und die Leistungsfähigkeit der Anlage zu optimieren. Auch hier ist mit einer Amortisation der Maßnahme binnen weniger Jahre zu rechnen. Für beide Maßnahmen können Sie jeweils 30 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 25.000 Euro je Maßnahme als Förderung erhalten.

Gebäudeeffizienzbonus

Der Gebäudeeffizienzbonus war die wohl lohnendste Bonusförderung des BAFA, die nur für besonders energieeffiziente Gebäude erreichbar war. Dazu musste allerdings der Effizienzhau-Standard (EHS) 55 erreicht werden. In einem solchen Fall, konnten Sie nochmals eine Förderung in Höhe von 50 Prozent Ihrer Basis- oder Innovations-Förderung erhalten.

Der Gebäudeeffizienzbonus ist jedoch genau wie die Unterteilung in Basis- und Innvoationsförderung im Rahmen der Novellierung der Förderung durch die Bundesregierung abgeschafft worden. Allerdings wurde die Förderung insgesamt erhöht, sodass Ihnen dadurch kein Nachteil entsteht.

Antragstellung: Was ist zu beachten?

Der wichtigste Punkt der Antragstellung zuerst: Um eine BAFA-Förderung zu erhalten, muss der Antrag unbedingt vor Baubeginn online über das elektronische Antragsformular gestellt werden. Dabei gelten bereits die vertragliche Auftragsvergabe oder der Abschluss von Lieferverträgen als solcher. Stellen Sie den Antrag nicht fristgerecht, erlischt Ihr Anspruch auf Förderung unwiederbringlich selbst dann, wenn ansonsten alle Anforderungen erfüllt sind. Neben dem Antrag müssen Sie noch den Kostenvoranschlag des ausführenden Unternehmens hochladen.

Der Kostenvoranschlag gilt als Berechnungsgrundlage für die Förderung und kann später nicht mehr „nach oben” korrigiert werden. Nachdem das BAFA den Antrag bewilligt hat, können Sie mit den Bauarbeiten beginnen. Sie haben dann 12 Monate Zeit, die Maßnahme umzusetzen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom „Bewilligungszeitraum". Nach dessen Ablauf haben sie 6 Monate Zeit, die Umsetzung der Maßnahme nachzuweisen. Nach der Prüfung des Verwendungsnachweises erfolgt die Auszahlung.

Förder-Kredite der KfW

Zusätzlich zu den Zuschüssen des BAFA vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Kredite für den Kauf von Pelletheizungen. Das von der KfW 'Förderkredit' genannte Programm KfW 167 ermöglicht Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit der förderfähigen Kosten. Die Voraussetzungen der KfW für eine Förderung entsprechen denen des BAFA (s.o.).

Die Kreditlaufzeit beträgt in der Regel 10 Jahre bei 1 bis 2 tilgungsfreien Anlaufjahren (Mindestlaufzeit 4 Jahre). Derzeit (2020) wird ein Förderkredit mit einem Zinssatz von 0,78 % bei 10 Jahren Zinsbindung vergeben. Wird der KfW-Kredit mit den BAFA-Zuschüssen kombiniert, kann dies die Finanzierung der gesamten Pelletheizung ermöglichen!

Darüber hinaus ist es auch möglich die BAFA-Förderung mit dem Förderprogramm KfW 153 (Neubau oder Ersterwerb einer neuen Immobilie) zu kombinieren. Im Rahmen dieses Programmes steht Ihnen neben einem Kredit von höchstens 120.000 Euro ein Tilgungszuschuss von 20 Prozent der Kreditsumme zur Verfügung, wenn Sie den Effizienzhaus-Standard 40 Plus erreichen. Das entspricht einer Förderung von 30.000 Euro. Die Kombination mit der Förderung des BAFA ist zu empfehlen, da Sie so die maximale Förderung für Ihren Neubau bzw. die Pelletheizung erhalten. Eine Kombination

Weitere Förderprogramme

Bild: Flagge der EU
Heizungsförderung durch die EU | © Capri23auto / pixabay.com CC0

Neben den Förderprogrammen des Bundes (BAFA und KfW) haben einige Bundesländer und Kommunen bzw. die Europäische Union ebenfalls eigene Förderinstrumente zur Finanzierung von Pelletheizungen. Dabei ist jedoch darauf zu achten:

- Ob die jeweilige Förderung sich auch mit anderen Förderprogrammen kombinieren lässt,

- Ob Sie zum Kreis der Antragsberechtigten gehören.

Weitere Information zu diesen regionalen und europäischen Förderprogrammen finden Sie unter:

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