Dämmung mit Förderung

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Überblick: Förderung für Sanierungen

Bild: Steinwolle
Steinwolle ist ein effizienter Dämmstoff | © Juergen Faelchle / shutterstock.com

Wenn Sie planen die Gebäudehülle Ihres Eigenheims zu dämmen, steht Ihnen Förderung von verschiedenen Anbietern zur Verfügung. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bieten sowohl das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) attraktive Förderung für die Sanierung mit Einzelmaßnahmen.

Das BAFA vergibt im Programm BEG EM für die Sanierung mit Einzelmaßnahmen einen einmaligen Zuschuss von 20 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 Euro. Das entspricht bis zu 12.000 Euro. Sollte Ihnen das nötige Eigenkapital fehlen, können Sie von der KfW im Rahmen der BEG EM aber auch einen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von 20 Prozent der Kreditsumme - also ebenfalls bis zu 12.000 Euro erhalten (Programm KfW 262).

Förderinstitut Förderprogramm Förderung
BAFA BEG EM Zuschuss 20 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €; max. 12.000 €
KfW BEG EM Kredit (KfW 262) Kredit bis zu 60.000 € inkl. Tilgungszuschuss von 20 % der Kreditsumme; max. 12.000 €

Mehr Förderung mit einem iSFP

Noch mehr Förderung können Sie im Rahmen der BEG EM erhalten, wenn die Sanierungsmaßnahme zuvor von einem dafür Energie-Effizienz-Experten (dena-zertifizierter Energieberater) in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen wurde. Dann erhalten Sie weitere 5 Prozent der förderfähigen Kosten bzw. der Kreditsumme als Förderung. Das entspricht einem maximalen Zuschuss / Tilgungszuschuss von insgesamt 15.000 Euro.

Bild: Energieheld Tipp

Beachten Sie bei der Förderung, dass der Antrag auf Fördermittel in jedem Fall VOR Beginn der Dämmungsarbeiten gestellt werden und ein Energie-Effizienz-Experte eingebunden werden muss. Im Nachhinein oder ohne die Dokumente des Energieberaters ist keine Förderung möglich und Sie müssen die Kosten komplett selbst tragen.

BAFA-Zuschüsse für nachträgliche Dämmungen

Bild: Dämmung ist Umweltfreundlich und wird gefördert
Förderungen für Dämmungen schützen die Umwelt | © Jacob_09 / shutterstock.com

Wenn Sie Ihr Eigenheim nachträglich Dämmen lassen, erhalten Sie vom BAFA im Rahmen der BEG für Einzelmaßnahmen (BEG EM) immer einen einmaligen Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen. Allerdings müssen dafür die entsprechenden Fördervoraussetzungen erfüllt werden.

Im Klartext: Die Dämmung muss eine bestimmte Dicke haben, um die für den Erhalt einer Förderung maximal zulässigen Wärmeverluste (U-Werte in W/(m²*K)) nicht zu überschreiten. Einen kleinen Überblick zu verschiedenen Dämmungen, U-Werten, Dämmdicken und Förderung finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Sanierung Dämmung U-Wert für Förderung Nötige Dämm-Dicke Förderung
Dachdämmung 0,14 W/(m²*K) PUR / 12,5 cm Zuschuss von 20 - 25 %* der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €; max. 12.000 - 15.000 €*
Geschossdeckendämmung (begehbar) 0,14 W/(m²*K) Steinwolle / 23,5 cm
Fassadendämmung (Außenwand) 0,20 W/(m²*K) Kalziumsilikat / 26 cm
Kellerdämmung 0,25 W/(m²*K) PIR / 7,5 cm

* inklusive iSFP Bonus (+ 5%)

Dachdämmung

Um für eine Dachdämmung Förderung vom BAFA oder der KfW zu erhalten, muss diese einen U-Wert von 0,14 W/(m²*K) einhalten. Um diesen zu erreichen müssen Sie z. B. im Falle einer Dämmung mit Polyurethan (PUR) mindestens 12,5 Zentimeter dick dämmen. Im Optimalfall (inkl. iSFP-Bonus) erhalten Sie dafür bis zu 15.000 Euro Zuschuss-Förderung (inkl. iSFP-Bonus)

Dämmung der obersten Geschossdecke

Damit Sie für die Dämmung der obersten Geschossdecke eine Förderung bekommen, darf diese den vorgeschriebenen U-Wert von 0,14 W/(m²*K) nicht überschreiten. Dafür ist eine Dämmdicke von 23,5 Zentimetern nötig, wenn Sie mit Steinwolle dämmen. Dafür erhalten Sie bis zu 15.000 Euro Zuschuss-Förderung (inkl. iSFP-Bonus).

Fassadendämmung

Wenn Sie für eine Fassadendämmung Förderung erhalten wollen, muss diese einen U-Wert von 0,20 W/(m²*K) einhalten. Dazu muss die Dämmung mit Kalziumsilikat eine Stärke von 26 Zentimetern erreichen. Wenn diese Maßnahme in einem iSFP von einem dafür zertifizierten Energieberater empfohlen wurde, können Sie bis zu 15.000 Euro Zuschuss-Förderung erhalten (inkl. iSFP-Bonus).

Kellerdämmung

Wenn Sie Ihre Kellerdecke dämmen lassen, können Sie auch dafür Förderung erhalten. Dazu muss die Dämmung einen U-Wert von 0,25 W/(m²*K) einhalten. Dämmt man die Decke mit einer Einblasdämmung aus Polyisocyanurat (PIR), muss die Dämmung mindestens 7,5 Zentimeter dick sein. Wurde die Installation der Dämmung von einem dafür zertifizierten Energieberater in einem iSFP empfohlen, können Sie bis zu 15.000 Euro Förderung erhalten (inkl. iSFP-Bonus).

KfW: Kredite oder Zuschüsse für Neubau, Sanierung & Co.

Bild: XPS-Platten
Werden gefördert: XPS-Platten | © maskalin / shutterstock.com

Sollte Ihnen für die Sanierung oder einen Neubau nach Effizienzhaus-Standard das Eigenkapital fehlen, können Sie von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderung erhalten. Im Rahmen einer Komplettsanierung oder eines Neubaus nach Effizienzhaus-Standard, können Sie zwischen dem Kredit KfW 261 inklusive Tilgungszuschuss oder dem einmaligen Zuschuss KfW 461 wählen.

So können Sie für eine Komplettsanierung einen Kredit bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 75.000 Euro (KfW 261), oder einen einmaligen Zuschuss in gleicher Höhe erhalten (KfW 461). Im Neubau wartet ebenfalls wahlweise ein Kredit bis zu 150.000 Euro inkl. Tilgungszuschuss bis zu 37.500 Euro (KfW 261) oder ein Zuschuss (KfW 461) bis zu 37.500 Euro. Förderung gibt es auch für den Kauf von neu sanierten oder gebauten Effizienzhäusern.

Vorhaben Förderung nach erreichtem Effizienzhaus-Standard
Neubau (BEG WG) Programm KfW 461 (Zuschuss): Bis zu 25 % der förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €; max. 37.500 €
Programm KfW 261 (Kredit): Kredit bis zu 150.000 €, inkl. Tilgungszuschuss von 25 % der Kreditsumme; max. 37.500 €
Komplettsanierung (BEG WG) Programm KfW 461 (Zuschuss): Bis zu 50 % der förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €; max. 75.000 €
Programm KfW 261 (Kredit): Kredit bis zu 150.000 €, inkl. Tilgungszuschuss von 50 % der Kreditsumme; max. 75.000 €

Weitere Informationen

Bild: Dämmung der Dachschrägen
Dachdämmung durch Fachbetrieb | © Nagy-Bagoly Arpad / shutterstock.com

In diesem Kapitel finden Sie weitere Informationen zu weitere Themen wie etwa die notwendige Dicke der Dämmung, der Förderung von Dämmung, die in Eigenleistung eingebaut wurde oder der richtigen Beantragung der Förderung.

Hier gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten. Ansonsten stehen Sie am Ende ohne Förderung da und müssen die Kosten für die Dämmung in vollem Umfang selber tragen. Gegebenenfalls drohen sogar Bußgelder bei Verstößen gegen das GEG).

Wie dick muss die Dämmung sein?

Grundsätzlich muss die Dämmung immer mindestens so dick sein, dass mit ihr die Einhaltung der für die zu dämmenden Bauteile jeweils geltenden U-Werte eingehalten werden. Diese sind im Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) für die zu dämmenden Bauteile als Mindeststandards verbindlich festgelegt. Für den Erhalt der KfW-Förderung müssen jedoch strengere U-Werte eingehalten werden. Konkret muss z. B. eine Zwischensparrendämmung mit Kork mindestens 21,5 Zentimeter dick sein, um den U-Wert von 0,14 W/(m²*K) einzuhalten und dafür eine Förderung zu erhalten.

Führt man die gleiche Dämmung mit Schafwolle aus, muss sie sogar 23,5 Zentimeter dick sein. Zum vergleich: Zur Einhaktung der U-Werte des GEG reichen 14 cm (Kork) bzw. 15 Zentimeter (Schafwolle). Für Sie ist die Dicke aber nicht wirklich von Bedeutung, da Sie für Dämmungen, die Sie in Eigenleistung installieren, KEINE Förderung erhalten. Die Dämmung MUSS IMMER von einem Fachbetrieb ausgeführt werden und der Energieberater muss die korrekte Ausführung kontrollieren und ggf. bestätigen.

Förderung korrekt beantragen

Bild: Laptop auf Schreibtisch
Die Antragstellung erfolgt immer online vor Baubeginn | © Stock-Asso / shutterstock.com

Um für eine Dämmung der Gebäudehülle eine Förderung zu erhalten, müssen Sie die Förderung korrekt beantragen. Dazu ist es zwingend erforderlich einen Energie-Effizienz-Experten (Energieberater der dena-Expertenliste) in die Planung der Maßnahme und in die Beantragung der Förderung mit einzubinden. Seine Verpflichtung ist vorgeschrieben - ohne seine Mitwirkung erhalten Sie keine Förderung.

Außerdem muss die Förderung unbedingt VOR vor Baubeginn beantragt werden. Dabei gilt schon der Abschluss von Leistungs- oder Lieferverträgen als Baubeginn. Planungsarbeiten sind aber erlaubt und erwünscht. Beantragen Sie die Förderung nach Baubeginn, erhalten Sie KEINE Förderung. Sollten Sie Fragen dazu haben, kann Ihnen der Energieberater weiterhelfen.

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