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Dämmung mit Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Förderung der Dämmung

Eine Dämmung senkt die jährlichen Heizkosten und trägt deshalb im Allgemeinen zur Einsparung fossiler Brennstoffe bei. Um Deutschlands Energieeffizienz flächendeckend zu steigern, belohnt der Staat private Sanierungen mit einer Förderung.

Dabei sind selbstverständlich feste Vorgaben einzuhalten, aber prinzipiell lässt sich sagen, dass eine Fassadendämmung, eine Dachdämmung, eine Geschossdeckendämmung oder eine Kellerdämmung stets bezuschusst werden. Üblicherweise stammen diese Förderungen dann vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Überblick - Welche Förderung für eine Dämmung

Hier sehen Sie die verschiedenen Programme vom BAFA und der KfW, die eine Förderung Ihrer Dämmung ermöglichen (Stand: Januar 2021). Dabei handelt es sich um Zuschüsse und Förderkredite.

Die BAFA-Förderung von 20 Prozent kann auf 25 Prozent erhöht werden, wenn die neue Dämmung vor Beginn der Arbeiten in einem Individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP) eines vom BAFA dafür zertifizierten Energieberaters (meist ein Energie-Effizienz-Experte der dena-Expertenliste) berücksichtigt worden ist. Alternativ gibt es Förderdarlehen der KfW - sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für Gesamtsanierungen.

Programm Maßnahme Beschreibung Förderung*
BAFA BEG EM (Zuschuss) Fassadendämmung, Dachdämmung, Geschossdeckendämmung, Kellerdämmung Zuschuss für Einzelmaßnahmen in Höhe von 20 % der Kosten
ggf. + 5 % ISFP-Bonus
20 % der förderfähigen Kosten von maximal 60.000 € (= max. 12.000 €);
mit ISFP-Bonus Förderung bis 15.000 € möglich
KfW 152 (Kredit) Fassadendämmung, Dachdämmung, Geschossdeckendämmung, Kellerdämmung Zinsgünstiger Kredit für Einzelmaßnahmen max. 50.000 € Kredit mit Tilgungszuschuss von 20 % (= max. 10.000 €)
KfW 151 (Kredit) Fassadendämmung, Dachdämmung, Geschossdeckendämmung, Kellerdämmung Zinsgünstiger Kredit für eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus max. 120.000 € Kredit mit  Tilgungszuschuss
bis zu 40 % (= max. 48.000 €)
KfW 430 (Zuschuss) Fassadendämmung, Dachdämmung, Geschossdeckendämmung, Kellerdämmung Einmaliger Zuschuss zur Sanierung zum Effizienzhaus Bis zu 40 % der förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 €, max. 48.000 €

*) pro Wohneinheit

So stellen Sie den Antrag für die Förderung Ihrer Dämmung

Wenn Sie eine Förderung für Ihre Dämmung beantragen möchten, gilt es einige Bedingungen zu beachten. Bei Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle muss beispielsweise ein Energie-Effizienz-Experte (dena-zertifizierter Energieberater) in die Beantragung eingebunden werden. Dazu sollten Sie sich zuerst an einen Energieberater aus Ihrer Nähe wenden.

BAFA-Förderung: Bevor ein Zuschuss nach BAFA-BEG EM beantragt werden kann, muss ein Energieberater eine sogenannte technische Projektbeschreibung (TPB) angefertigt haben. Erst mit der daraus resultierenden TBP-Identifikationsnummer kann der Antrag gestellt werden. Dafür wiederum haben Sie die Wahl: Sie können den Antrag selbst online stellen oder auch diesen Schritt dem Energieberater überlassen.

KfW-Förderkredite: Im Vorfeld benötigen Sie den zertifizierten Energieberater (Energie-Effizienz-Experte) für eine spezielle „Bestätigung zum Antrag“, in dem der Experte bestimmte Kennzahlen rund um die geplante Sanierung festhält. Dieses Dokument wird dann an Ihren Finanzierungspartner übermittelt - z. B. Ihre Hausbank -, der den Antrag letztlich einreicht. Nach Umsetzung der Arbeiten muss der zertifizierte Energieberater eine „Bestätigung nach Durchführung“ ausstellen, damit der Tilgungszuschuss an Sie ausgezahlt werden kann.

Bild: Energieheld Tipp

Beachten Sie bei der Förderung, dass der Antrag auf Fördermittel in jedem Fall VOR Beginn der Dämmungsarbeiten gestellt werden muss. Im Nachhinein ist keine Förderung mehr möglich und Sie müssen die Kosten komplett selbst tragen.

Förderung der Dachdämmung (Steil- und Flachdach)

Bild: Dach ohne Dämmung
Dach ohne Dämmung | © Kincse_j / pixabay.com CC0

Die Dachdämmung ist eine sinnvolle Möglichkeit, um die Heizkosten in Ihrem Eigenheim spürbar zu senken. Die Aufsparrendämmung von außen ist dabei die teuerste, aber auch effektivste Variante.

Wenn Sie es günstiger mögen, kann auch stets auf die altbewährte Zwischensparrendämmung zurückgegriffen werden. Diese kann auch sehr kostengünstig per Einblasdämmung durchgeführt werden.

Die Kosten für diese Arbeiten werden gefördert: Abbrucharbeiten wie alte Dämmung, Dacheindeckung, Dachpappe, Schweißbahnen oder Asbest, Erneuerung der Dachlattung, Einbau von Unterspannbahn, Luftdichtheitsschicht und Dampfsperre, Ein- beziehungsweise Aufbringen der Wärmedämmung, Einbringen von Kerndämmung und Einblasdämmung, Aufdopplung und Verstärkung der Sparren bei Zwischensparrendämmung, Ersatz, Erneuerung und Erweiterung des Dachstuhls oder von Teilen eines Dachstuhls, Dämmung/Erneuerung/Erstellung von Dachgauben, Verkleidung der Dämmung (zum Beispiel Gipskartonplatten) sowie Maler- und Tapezierarbeiten bei ausgebautem Dachgeschoss, Maßnahmen zur Wärmebrückenreduktion, Maßnahmen zur Schalldämmung, Austausch von Dachziegeln inklusive Versiegelung, Abdichtungsarbeiten am Dach, inklusive Dachdurchgangsziegel (zum Beispiel Lüftungs- oder Antennenziegel) und Schneefanggitter, Neueindeckung des Daches oder Dachabschluss bei Flachdach mittels Dachpappe, Schweißbahn et cetera sowie einiges mehr

(Quelle: BAFA „Infoblatt zu den förderfähigen Kosten Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) – Zuschuss“)

Förderung für eine Dämmung der obersten Geschossdecke (Dachboden)

Bild: Geschossdeckendämmung
Geschossdeckendämmung | © irin k / shutterstock.com

Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist zwar im Gebäudeenergiegesetz (GEG) geregelt, wird darüber hinaus aber auch vom BAFA gefördert. Bei der Umsetzung werden entweder Dämmplatten verlegt oder Dämmflocken in bestimmte Bereiche eingeblasen.

Die Kosten für diese Arbeiten werden gefördert: Notwendige Abbrucharbeiten, Bauwerkstrockenlegung, Aufbringen der Wärmedämmung, Einbringen von Kerndämmung und Einblasdämmung, Maßnahmen zur Wärmebrückenreduktion, notwendige Folgearbeiten an angrenzenden Bauteilen, notwendige Maler- und Putzarbeiten, Estrich, Trittschalldämmung, Bodenbelag (sofern Kellerdecke „von oben“ gedämmt wird), Maßnahmen zur Schalldämmung, Wiederherstellung der Begehbarkeit des neu gedämmten Bodens, notwendige Arbeiten an den Versorgungsleitungen, zum Beispiel Verlegung von Elektroanschlüssen, Erneuerung von energetisch relevanten Türen oder wärmedämmenden Bodentreppen, zum Beispiel zum Keller oder Dachboden, sowie von wärmedämmenden Bodenklappen zum unbeheizten Dachboden.

(Quelle: BAFA „Infoblatt zu den förderfähigen Kosten Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) – Zuschuss“)

Förderung der Fassadendämmung

Bild: Fassadendämmung mit verschiedenen Dämmstoffen
WDVS mit Förderung | © pxhere.com CC0

Bei der Fassadendämmung werden entweder Dämmplatten an die Außenwand geklebt (WDVS) oder ein loser Dämmstoff in die Fassade eingeblasen. Beides minimiert die Wärmeverluste eines Gebäudes deutlich und kann deshalb auch mit einer Förderung bezuschusst werden.

Die Kosten für diese Arbeiten werden u. a. gefördert: Abbrucharbeiten (wie Abklopfen des alten Putzes, Abbruch von nicht thermisch getrennten Balkonen oder Treppenhäusern inklusive dann notwendiger Neuerrichtung), Bauwerkstrockenlegung, Erhöhung/Verlängerung des Dachüberstandes, Ein- beziehungsweise Anbringen der Wärmedämmung, Einbau neuer beziehungsweise Erneuerung der Fensterbänke, Einbau fassadenintegrierter Lüftungsgeräte, Lüftungselemente (zum Beispiel Außenwandluftdurchlässe) und Luftleitungen in und an der Fassade, Dämmung und Ertüchtigung von vorhandenen Rollladenkästen, Maler- und Putzarbeiten inklusive Stuckateurarbeiten, Fassadenverkleidung (zum Beispiel Klinker), Ersatz, Erneuerung und Erweiterung von Außenwänden, Einbau von Dämmsteinen, Erneuerung von Ausfachungen bei Fachwerkaußenwänden, Maßnahmen zum Sturm-, Hagel- und Schlagregenschutz, Maßnahmen zur Schalldämmung, Austausch von Glasbausteinen durch Mauerwerk, Erneuerung der Briefkasten- und Klingelanlage, Erneuerung Windfang, Vordachkonstruktionen, Geländer und Eingangsstufen, Verlegung der Regenrohre, Spenglerarbeiten, Wiederherstellung der Außenanlage/Rabatte, Erhalt und Neuanlage von Fassadenbegrünung.

(Quelle: BAFA „Infoblatt zu den förderfähigen Kosten Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) – Zuschuss“)

Förderung der Kellerdämmung

Bild: Kellerdämmung
Kellerdämmung mit Förderung | © Daniel Berk / madesmeisterstueck

Ein Keller kann innen wie auch außen und an der Decke sowie am Boden gedämmt werden. Bei Bestandsbauten lohnt es sich meist nur, die Kellerdecke dämmen zu lassen. Wird ein Haus neu errichtet, dann lohnt sich eine Kellerdämmung aber auch im Außenbereich.

Die Kosten für diese Arbeiten werden mitunter gefördert: Notwendige Abbrucharbeiten, Bauwerkstrockenlegung, Aufbringen der Wärmedämmung, Einbringen von Kerndämmung und Einblasdämmung, Maßnahmen zur Wärmebrückenreduktion, notwendige Folgearbeiten an angrenzenden Bauteilen, notwendige Maler- und Putzarbeiten, Estrich, Trittschalldämmung, Bodenbelag (sofern Kellerdecke „von oben“ gedämmt wird), Maßnahmen zur Schalldämmung, notwendige Arbeiten an den Versorgungsleitungen, zum Beispiel Verlegung von Elektroanschlüssen, Erneuerung von energetisch relevanten Türen oder wärmedämmenden Bodentreppen, zum Beispiel zum Keller oder Dachboden.

(Quelle: BAFA „Infoblatt zu den förderfähigen Kosten Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) – Zuschuss“)

BAFA-Förderung für Ihre Dämmung (Zuschuss)

Wie oben bereits erwähnt, bekommen Sie für eine neue Dämmung Förderung vom BAFA. Was bisher über den KfW-430-Zuschuss, und damit über ein anderes Förderinstitut lief, ist mit Beginn des Jahres 2021 ans BAFA übergegangen. Förderungen in Form von Zuschüssen für Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung gibt es seither nur noch vom BAFA.

Bisher hatte das BAFA hauptsächlich Anlagentechnik auf Basis erneuerbarer Energien gefördert. Eine BAFA-Förderung war bis dato nur möglich, wenn beispielsweise gemeinsam mit der Dachdämmung auch eine Solarthermie-Anlage installiert wurde. Diese Beschränkung ist - bezogen auf die Einzelmaßnahmen - mit Einführung des Programms „Bundesförderung für effiziente Gebäude” (BEG EM) zum 1.1.2021 weggefallen.

KfW-Förderungen für Ihre Dämmung (Kredite)

Die KfW-Bank fördert seit Beginn 2021 Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung nicht mehr mit einem Zuschuss (ehemals KfW 430). Stattdessen gibt es von diesem Institut weiterhin einen zinsgünstigen Kredit mit einem attraktiven Tilgungszuschuss.

Für Einzelmaßnahmen an der Dämmung bekommen Sie mit dem KfW-Kredit 152 einen Betrag bis zu 50.000 Euro und profitieren von einem Tilgungszuschuss von 20 Prozent des Darlehensbetrags, also bis zu 10.000 Euro. Im Falle einer Komplettsanierung, mit dem Sie einen KfW-Effizienzhaus-Standard erreichen, können Sie einen Kredit von bis zu 120.000 Euro bekommen. Der Tilgungszuschuss ist dabei abhängig vom erreichten Standard.

Förderfähig sind die Dachdämmung, Dämmung der obersten Geschossdecke, die Fassadendämmung und die Kellerdämmung. Dabei werden sowohl die Materialkosten als auch die Kosten für Handwerker gefördert. Auch bestimmte nicht vermeidbare Nebenarbeiten sind förderfähig.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 5-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

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