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Inhaltsverzeichnis

Bestandteile der Eisheizung

Man kann an dieser Stelle natürlich verschiedene Argumentationsweisen anbringen, aber im Prinzip ist die Wärmepumpe der wichtigste Bestandteil der Eisheizung. Daneben werden ein entsprechend großes Wasserreservoir und eine Möglichkeit zur Enteisung benötigt. Bezüglich des letzten Punktes bedient man sich meist einer Solarthermie-Anlage, um dem Eis wieder Wärme zuzuführen.

Aufbau der Eisheizung

Der Wasserspeicher wird in einem speziellen Behälter unterirdisch angelegt und anschließend mit der Wärmepumpe und der Solarthermie-Anlage verbunden. Die strombetriebene Wärmepumpe agiert im Zusammenhang mit der Eisheizung gewissermaßen als „Kühlschrank“, da dem Wasser Wärme entzogen wird, welche anschließend zum Heizen genutzt werden kann. Ein echter Kühlschrank erzeugt die Wärme hingegen als Nebenprodukt.

Wie funktioniert die Eisheizung?

Physikalisch betrachtet nutzt die Eisheizung nicht einfach die Wärme des Wasserreservoirs, sondern profitiert besonders von der sogenannten Kristallisationswärme. Diese wird freigesetzt, wenn Wasser zunächst erschütterungsfrei abgekühlt wird und dabei nicht gefriert. Wird es dann nachträglich in Bewegung versetzt, erzeugt die plötzliche Kristallisierung der Wassermoleküle Wärmeenergie, die mithilfe der Wärmepumpe an das Gebäude weitergegeben wird.

Dem Wasser kann aber selbstverständlich nicht unendlich viel Wärme entzogen werden, denn nach der Kristallisierung ist das Eis auf neue Wärme (zum Beispiel aus der Solarthermie-Anlage) angewiesen. In diesem Zusammenhang darf auch nicht vergessen werden, dass es sich bei der Eisheizung eigentlich viel mehr um einen Eisspeicher handelt.

Letztendlich ist es die Wärmepumpe, die die Heizleistung erbringt und diese wird mit Strom betrieben. Die entnommene Wärme muss stets wieder aufs Neue zugeführt werden, da das Eis per se keine Heizung darstellt.

Warum ist das Heizen mit Wasser sinnvoll?

Bild: Eiskristalle
Kristallisierte Wassermoleküle | © Pezibear / pixabay.com CC0

Auch wenn die mit Strom betriebene Wärmepumpe die Heizleistung erbringt, unnütz ist die Eisheizung dadurch aber trotzdem nicht. Ganz im Gegenteil, denn Wasser eignet sich hervorragend als Wärmespeicher und wird schon lange erfolgreich für Pufferspeicher eingesetzt. In den Sommermonaten kann die Rückführung der Wärme übrigens auch unterbunden werden, um das Eis für die Gebäudekühlung zu verwenden.

Kosten einer Eisheizung

Die Preise für eine Eisheizung (inklusive Installation) beginnen bei etwa 20.000 Euro, können aber deutlich ansteigen, wenn beispielsweise ein schlecht gedämmter Altbau beheizt werden soll. Hier kann es passieren, dass mehrere Wasserspeicher benötigt werden, die den Preis schnell in die Höhe treiben. Umfangreiche Erdarbeiten sind ebenfalls notwendig, um die Anlage im Grundstück unterzubringen. Größere Anlagen beginnen daher preislich durchaus erst bei 120.000 Euro.

Eisheizung Kosten
Eisheizung inklusive Installation 20.000 - 120.000 €

Lohnt sich eine Eisheizung?

Auf die Frage, ob sich eine Eisheizung tatsächlich lohnt, gibt es nur die berühmte Antwort: „Es kommt darauf an“. Der Aufwand ist bei der Installation einer solchen Anlage schon recht hoch und bei Bestandsbauten häufig gar nicht möglich. Im Allgemeinen ist diese Technologie zwar vielversprechend, aber noch zu unausgereift, um sie deutschlandweit anwenden zu können.

Greifen Sie im Zweifelsfall lieber auf normale Wärmepumpen oder die klassischen Heizungsarten wie Gas-, Öl- und Holzheizung zurück - es gibt viele Möglicheiten. Wenn Sie nicht wissen, welche neue Heizung Sie kaufen sollten, nutzen Sie unser Angebotsformular. Unsere Berater helfen Ihnen gerne und beraten Sie. Dieser Service ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

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