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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Dachsanierung

Bild: Altbau Dach Sanierung
Alte Dächer | © pexels / pixabay.com CC0

Hinter dem Begriff Dachsanierung verbirgt sich ein weites Feld verschiedenster Maßnahmen. Neben der Dachdämmung und der Dacheindeckung zählen auch Asbestsanierungen, die Verlängerung des Dachüberstandes, die Verbesserung des Brandschutzes, die Erneuerung des Dachstuhls, der Regenrinnen und des Schornsteins sowie der Ausbau des Dachbodens zu Wohnraum dazu.

Wann eine Dachsanierung nötig ist, welche Maßnahmen gegebenenfalls in Frage kommen und welche Handwerker diese ausführen, können Sie in den folgenden Kapiteln lesen. Außerdem erfahren Sie, welche Kosten Sie für die einzelnen Maßnahmen erwarten, welche Fördergelder Sie bekommen können und welche rechtlichen Vorschriften Sie beachten müssen.

Wann ist eine Dachsanierung nötig?

Bild: Dachstuhl
Neuer Dachstuhl | © Capri23auto / pixabay.com CC0

Das Dach sollte man aufgrund seiner wichtigen Rolle für den Witterungsschutz des Gebäudes gut pflegen und im Auge behalten. Doch wann ist eine Dachsanierung eigentlich nötig und woran erkennt man das? Auf diese Frage wollen wir Ihnen einige Antworten geben.

Generell besteht immer dann ein Sanierungsbedarf am Dach, wenn elementare Funktionen des Daches nicht mehr gegeben sind. Das heißt, wenn z. B. das Dach undicht ist, Ziegel kaputt sind oder fehlen oder der Dachstuhl marode und instabil ist sollte das Dach unbedingt saniert werden.

Auch nach einer Fassadendämmung mit einem Wärmedämmungsverbundsystem ist  meist eine Verlängerung der Dachüberstände nötig, um die Wand vor Witterungseinflüssen wie Regen zu schützen. Defekte an der Dachentwässerung (Regenrinne) müssen aus dem gleichen Grund so schnell wie möglich behoben werden.

Auch wenn Asbest verbaut wurde, sollten sie dringend handeln und das Dach sanieren lassen. Außerdem kann es sein, dass der Gesetzgeber Sie zwingt, das Dach bzw. die oberste Geschossdsecke zu dämmen.

Tipps rund um die Dachsanierung

Bild: Energieheld Tipp
  • Das Dach schützt das gesamte Gebäude vor Witterungseinflüssen
  • Daher sollte man den Zustand des Daches regelmäßig überprüfen
  • Sorgen Sie dafür, dass auch kleine Schäden umgehend behoben werden
  • So vermeiden Sie eine Gesamtsanierung und Sie sparen Geld

Alle Maßnahmen samt Kosten

Bild: Well-Dach mit Asbest
Asbest-Wellplatten kommen häufig vor | © marcovarro / shutterstock.com

Was kostet eine Dachsanierung? Ganz grob gesagt, zwischen 150 und 450 Euro pro Quadratmeter. Für ein ganzes Dach mit rund 100 Quadratmetern Fläche enstehen somit Kosten zwischen 15.000 und 45.000 Euro.

Diese Zahlen sind alleine allerdings noch wenig aussagekräftig. Unter dem allgemeinen Begriff der Dachsanierung  lassen sich theoretisch sehr viele Maßnahmen zusammenfassen, auch wenn die meisten Menschen sicherlich als erstes an eine Erneuerung der Dacheindeckung denken.

Steigende Brennstoffpreise und alternde Bausubstanz machen aber immer häufiger auch eine Dachdämmung oder sogar eine Erneuerung des Dachstuhls notwendig. Letztlich spielt ebenfalls die Entsorgung von Asbest eine große Rolle bei Dachsanierungen, da lange Zeit auf diesen günstigen Baustoff als Dacheindeckung gesetzt wurde, der heute teuer entsorgt werden muss. Die gängigen Maßnahmen samt Kosten in der Übersicht finden Sie in der folgenden Tabelle.

Maßnahme Dachsanierung Kosten
Gesamtsanierung 150 - 450 € pro m²
Abriss des Dachstuhl ca. 5.000 €
Erneuerung des Dachstuhls ca. 6.000 - 9.000 €
Dachentwässerung 10 € pro Meter Regenrohr +
15 - 30 € pro Stunde
Asbestentsorgung 10 - 30 € pro m² (entfernen)
+ 100 - 300 € pro Tonne (entsorgen)
+ 2 € pro Woche (Miete Baugerüst)
Neue Dachfenster ab 400 €
Dachgaube einbauen oder erneuern 5.000 - 10.000 €
Dach neu eindecken 20 - 150 € pro m² (je nach Material)
+ 40 - 65 € pro Stunde
Einblasdämmung Geschossdecke 15 - 50 € pro m²
Einblasdämmung Dachschräge 40 - 65 € pro m²
Untersparrendämmung 30 - 100 € pro m²
Zwischensparrendämmung 50 - 100 € pro m²
Aufsparrendämmung 100 - 250 € pro m²
Dachausbau 5.000 - 10.000 €
Dämmung Dachboden (nicht begehbar) ca. 15 € pro m²
Dämmung Dachboden (begehbar) ca. 40 € pro m²
Flachdachsanierung 45 - 120 € pro m²

Dachstuhl ausbessern / erneuern

Der Dachstuhl hat die Funktion, die Stabilität des Daches zu gewährleisten. Die Planung und Konstruktion muss nach der Statik des gesamten Gebäudes ausgerichtet sein. Doch wann sollte ein Dachstuhl saniert werden? Dies lässt sich nicht pauschal beantworten, da ein Dachstuhl auch mehrere Jahrzehnte beständig sein kann.

Notwendig wird eine Sanierung beispielsweise, wenn sich an den Balken Schimmel bildet. Dann besteht die Gefahr, dass das Holz seine Stabilität verliert. In vielen Fällen ist der Austausch von Teilen des Dachstuhls ausreichend. So unterscheidet man zwischen der Sanierung der Dachpfetten (waagerechte Träger des Dachstuhls) und der Dachsparren (aufrechte Träger der Dachkonstruktion).

Es ist nicht immer eine Sanierung des gesamten Dachstuhls nötig. Wenn dies allerdings der Fall ist, wird die Sanierung bereits durch den Abriss von Dachstuhl, Dämmung und Eindeckung sehr kostspielig. Der Preis für den neuen Dachstuhl wird in Quadratmeter-Preisen angegeben und ist somit abhängig von der Größe.

Daher gilt: Je größer das Dach, desto teurer wird auch die Sanierung des Dachstuhls. Aber damit noch nicht genug: Die Sanierung löst weitere Anschluss-Maßnahmen aus. Nachdem der Dachstuhl erneuert wurde, muss das Dach anschließend neu gedämmt und eingedeckt werden.

Kosten einer Dachstuhlsanierung
Maßnahme Kosten
Abriss ca. 5.000 €
Erneuerung des Dachstuhls ca. 6.000 - 10.000 €
Dämmung ca. 3.500 - 15.500 €
Dacheindeckung ca. 9.500 - 14.500 €
   
Gesamtkosten ca. 24.000 - 45.000 €

Dachüberstand verlängern

Ein Dachüberstand ist das Bauteil, das über die Hauswände hervorragt. Der Überstand hat vor allem eine wichtige Funktion: Dies ist der Wetterschutz der Fassade. Nebenbei ist der Dachüberstand auch ein optisches Gestaltungsmittel am Haus. In bestimmten Fällen muss der Dachüberstand jedoch aus anderen Gründen verlängert werden.

Dazu gehört die Dachüberstandsverlängerung im Zuge der Fassadendämmung. Wenn wie bei der Dämmung mit dem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) die Hauswand verstärkt wird, muss in manchen Fällen auch der Dachüberstand verlängert werden. Dieses Verfahren ist allerdings nie eine Einzelmaßnahme, da es die Erweiterung der Dacheindeckung erfordert.

Außerdem müssen Mindestabstände zu Nachbarhäusern eingehalten werden. Was die Kosten für eine Dachüberstandsverlängerung angeht, können Sie etwa 100 bis 200 Euro pro laufenden Meter kalkulieren. Hinzu kommen die Kosten für die Arbeitsstunden eines Handwerkers.

Dachentwässerung ausbessern

Die Dachentwässerung, im Volksmund als Regenrinne bekannt, ist eine simple aber äußerst wichtige Konstruktion. Ohne Dachentwässerung laufen Sie Gefahr, dass Regenwasser unkontrolliert am Mauerwerk entlang fließt und dauerhaften Schaden an der Bausubstanz anrichtet. Da gleiches auch bei beschädigter Dachentwässerung gilt, sollten Sie immer darauf achten, dass diese gut in Schuss bleibt.

Gerade Regenrinnen aus Kunststoff neigen dazu, durch UV-Strahlung spröde und löchrig zu werden. Während eine vollständige, nagelneue Dachentwässerung einige hundert Euro kosten kann, kommen Sie bei Ausbesserungen deutlich günstiger davon. Einen Meter Regenrohr erhalten Sie ab 10 Euro und auch die Montagekosten sind überschaubar (15 bis 30 Euro pro Stunde).

Asbest entsorgen lassen

Bild: Asbest Welldach
Asbest kann sehr gefährlich sein | © Harald Weber / wikimedia.org CC-BY-SA

Grundsätzlich kann sich asbesthaltiger Baustoff in einem Gebäude (vor allem Baujahr 1960 bis 1990) an vielen Orten befinden: In Schornstein, Dacheindeckung, Dämmung, Regenrinne, Bodenbelag und mehr. Ein Gebäude mit Asbestbestandteilen muss bei der Sanierung unbedingt fachmännisch behandelt werden.

Sowohl bei der Demontage als auch der Entsorgung ist höchste Vorsicht geboten. Ohne direkten Kontakt ist Asbest generell ungefährlich, aber das Einatmen der Fasern kann Auslöser für schwere Krankheiten sein. Daher sollten Sie den Ausbau und die Entsorgung keinesfalls selbst vornehmen.

Beauftragen Sie ein darauf spezialisiertes Unternehmen. Die Kosten für die Entsorgung von Asbest am Dach setzen sich aus folgenden Faktoren zusammen: Ausgaben für Arbeitsstunden von Handwerkern, Asbestentsorgung als Sondermüll, Mietkosten und Aufstellung eines Baugerüsts. Je nachdem, wo das Asbest entfernt wurde, muss das Dach neu eingedeckt und gedämmt werden.

Für die Entfernung von Asbest sollten Sie pro Quadratmeter 10 bis 30 Euro kalkulieren. Die Entsorgung kostet zwischen 100 und 300 Euro pro Tonne je nach Region und Entsorgungsort. Zusätzliche 2 Euro pro Quadratmeter pro Woche für das Mieten eines Baugerüstes werden aufgeschlagen.

Tipps zur Asbestsanierung

Bild: Energieheld Tipp
  • Asbest kann Lungenkrebs auslösen ist deshalb sehr gefährlich!
  • Bei der Demontage und der Entsorgung ist höchste Vorsicht geboten!
  • Führen Sie Demontage und Entsorgung daher auf keinen Fall selber durch!
  • Beauftragen Sie ein Fachunternehmen mit der Asbestsanierung!

Neue Dachfenster einbauen lassen

Neue Dachfenster einsetzen zu lassen, kann ein teures Unterfangen sein. Je nachdem, welche Art des Fensters Sie wünschen und ob Sie ein bestehendes Fenster austauschen lassen oder einen neuen Durchbruch machen lassen, reichen die Kosten von etwa 400 Euro bis hin zu mehreren tausend Euro.

Am günstigsten sind normalerweise einfache Klappfenster. Deutlich teurer wird es, wenn Sie eine neue Dachgaube inklusive Fenster einbauen lassen. Dann können die Kosten schnell ausufern. Das gilt vor allem, wenn mehrere Dachgauben verbaut werden sollen.

Dachgaube erneuern oder einbauen lassen

Bild: Dachgaube
Dachgaube | © WikimediaImages / pixabay.com CC0

Eine Dachgaube ermöglicht, mehr Sonnenlicht ins Dachgeschoss zu lassen und gleichzeitig den nutzbaren Raum zu erweitern. Entsprechend beliebt sind sie im Neubau wie im Altbau.

Doch gerade in Bestandsimmobilien ist der nachträgliche Einbau einer Dachgaube eine kostspielige Unternehmung. Zwischen 5.000 und 10.000 Euro sollten Sie für die nachträgliche Aufrüstung Ihres Daches mindestens einplanen.

Dach reinigen und beschichten lassen

Um Ihr Dach besonders widerstandsfähig zu machen, können Sie es mit einer speziellen Lackschicht überziehen lassen. Auch eine professionelle Dachreinigung ist möglich und sorgt dafür, dass die Dachziegel auch nach Jahren noch wie neu aussehen. Ob sich diese Maßnahmen allerdings lohnen, ist fraglich.

Sicherlich erzielt man einen optischen Bonus, die entstehenden Kosten sind aber nicht gerade niedrig. Der durchschnittliche Dachziegel hat auch ohne schützende Schicht oder regelmäßige Reinigung eine Lebensdauer, die in Jahrzehnten gemessen wird.

Dach neu eindecken

Eine Dacheindeckung betrifft die Außenseite des Daches und gibt vielen Häusern erst ihren individuellen Charakter. Hier kommt es vielen Eigenheim-Besitzern besonders auf die Optik an. Je nach Dachform haben Sie unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten, was das Material angeht. Bei einem Flachdach ist es eine recht begrenzte Auswahl: Metall, Bitumen, Folie oder Kunststoff. Bei Spitzdächern gibt es da schon mehr Variation: Ziegel, Schiefer, Reet und Kupfer sind nur ein paar der möglichen Dacheindeckungen.

Die unterschiedlichen Materialien unterscheiden sich hinsichtlich Eigenschaften, Gewicht und Lebensdauer. Die Preise liegen ja nach Material zwischen 20 und 150 Euro pro Quadratmeter. Darunter sind Dachsteine oder Stahlblechpfannen mit etwa 20 Euro pro Quadratmeter am günstigsten. Besonders kostenintensiv ist dagegen ein Reetdach mit 100 bis 150 Euro pro Quadratmeter.

Die angegebenen Kosten beziehen sich lediglich auf das Material, hinzu kommen noch Gerüst-Miete, Aufbau, Abdecken und Entsorgung der alten Dacheindeckung und die Arbeitsstunden eines Handwerkers (etwa 40 bis 65 Euro pro Stunde). Neben der Optik hat die Dacheindeckung aber vor allem eine wichtige Funktion: Das ist der Schutz der Dachkonstruktion. Gleichzeitig muss die Dachkonstruktion so angepasst sein, dass die Last getragen wird.

Dämmung anbringen lassen

Wer langfristig den Heizenergiebedarf seines Eigenheims senken und damit Geld einsparen möchte, kann mit einer Dachdämmung als Einzelmaßnahme bereits viel bewirken. Der Wärmeverlust über das Dach liegt nämlich bei etwa 20 Prozent. Die Auswahlmöglichkeiten, wie Sie Ihr Dach dämmen können, sind groß. Die Kosten für eine Dachdämmung sind abhängig vom gewählten Dämm-Verfahren, der Demontage, Entsorgung und Zubehör wie Regenrinnen und Anschlüssen.

Eine Einblasdämmung bei der Geschossdecke liegt preislich zwischen 15 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Die Höhe der Kosten hängt dabei davon ab, ob der Dachboden begehbar sein soll, oder ob der Dachboden ungenutzt bleibt, also unbegehbar ist. Die klassische Geschossdeckendämmung mit Mineralwollmatten oder Dämmplatten aus Schaumglas kostet 15 bis 70 Euro pro Quadratmeter.

Kosten einer Geschossdecken-Dämmmung
Baumaßnahme Kosten pro m2 Gesamtkosten (Geschossdecke / 60 m2)
Geschossdeckendämmung, klassisch 15 - 70 € 900 - 4.200 €
Einblasdämmung, begehbar 40 - 60 € 2.400 - 3.600 €
Einblasdämmung, unbegehbar 15 - 25 € 900 - 1.500 €

Das gleiche Verfahren bei Dachschrägen ist mit 40 bis 65 Euro pro Quadratmeter bereits etwas teurer. Wenn sich in Ihrem Eigenheim keine Einblasdämmung eignet, dann besteht die Auswahl zwischen Untersparrendämmung, Zwischensparrendämmung oder Aufsparrendämmung.

Am günstigsten ist unter diesen Dämm-Verfahren die Untersparrendämmung mit 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Die Zwischensparrendämmung liegt bei einem Quadratmeter-Preis von 50 bis 80 Euro und die Aufsparrendämmung befindet sich durch den höheren Aufwand mit Kosten von 200 bis 250 Euro pro Quadratmeter im oberen Preissegment.

Kosten einer Dachdämmung
Baumaßnahme Kosten pro m2

Gesamtkosten (Satteldach / 100 m2)

Aufsparrendämmung inklusive Neueindeckung 200 - 250 € 20.000 - 25.000 €
Zwischensparrendämmung, klassisch 50 - 80 € 5.000 - 8.000 €
Zwischensparrendämmung; Einblasdämmung; Dämmsackmethode 50 - 65 € 5.000 - 6.500 €
Zwischensparrendämmung; Einblasdämmung; Hartfaserplattenmethode 40 - 50 € 4.000 - 5.000 €
Untersparrendämmung 30 - 60 € 3.000 - 6.000 €

Dachausbau für mehr Wohnraum

Bild: Dachboden mit Loch im Dach
Ein altes Dach | © FrankWinkler / pixabay.com CC0

In vielen Altbauten existiert der Dachboden noch klassisch als Speicher. Wenn Sie Ihr Dachgeschoss als Wohnraum nutzen möchten, dann müssen Sie einiges an Arbeit einplanen. Angefangen bei der Verkleidung des Dachstuhls bis hin zu einer Dämmung, die dafür sorgt, dass die Temperaturen unter dem Dach erträglich sind.

Auch Trittschalldämmung und weitere Fenster bieten sich an, um den Komfort im neu geschaffenen Wohnraum zu maximieren. Wenn noch nicht vorhanden, ist auch die Installation von Heizung und Elektrik ein wichtiger Arbeitsschritt. Je nachdem, von welchem Ausbaustand Sie starten und welchen Stand Sie erreichen wollen, können Sie mit etwa 5.000 bis 10.000 Euro Gesamtkosten rechnen, um Ihr Dachgeschoss in zusätzlichen Wohnraum zu verwandeln.

Förderung und Zuschüsse

Bild: Geldscheine, Euro
Frisches Geld für Ihre Sanierung | © moerschy / pixabay.com CC0

Um für eine Maßnahme Förderung zu erhalten, muss diese die Energieeffizienz des Gebäudes verbessern. Gefördert werden Dämmungen sowie kombinierte Dachsanierungen. Für die übrigen Einzelmaßnahmen wie die Erneuerung des Dachstuhls, Dacheindeckung, Verlängerung des Dachüberstands und Asbest-Abriss erhalten Sie keine Zuschüsse.

Für die Maßnahmen Wärmedämmungen des Daches sowie Dacheindeckungen in Kombination mit einer Dämmung steht Ihnen die Förderung 430 von der KfW zur Verfügung. Diese gilt auch für die Sanierung der Dachfenster. Finanzierungsmöglichkeiten bietet für diese Maßnahmen darüber hinaus der Kredit 151/152 der KfW.

Für Photovoltaik-Anlagen erhalten Sie keine direkte Förderung, Sie können allerdings den KfW-Kredit 270 in Anspruch nehmen. Die Anschaffung und Installation von solarthermischen Anlagen wird durch das BAFA gefördert. Mehr Details zur Förderung durch die KfW und das BAFA erhalten Sie hier.

Maßnahme Fördermöglichkeiten
Dachdämmung KfW-Zuschuss 430 oder KfW-Kredit 151/152
Kombinierte Dacheindeckung und Dämmung
Sanierung der Dachfenster
Photovoltaik-Anlage KfW-Kredit 270
Solarthermie-Anlage BAFA-Förderung

Energieheld-Whiteboard zur Dachdämmung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten, die Kosten* und die Förderungen einer Dachdämmung. Außerdem zeigen wir einige der gängigsten Dämmstoffe.

*ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Lohnt sich eine Dachsanierung?

Bild: Dachdecker repariert Sturmschaden
Dachdecker repariert Sturmschaden | © Vizual Studio / shutterstock

Neben den zwingend notwendigen Maßnahmen, die infolge von Beschädigungen, Materialermüdung oder aufgrund von gesetzlichen Vorschriften durchgeführt werden müssen, gibt es auch noch Maßnahmen, die sich aus finanzieller Sicht lohnen können.

So kann z. B. eine energetische Sanierung des Daches sinnvoll sein, da die Heizkosten in der Folge erheblich reduziert werden. Ein relativ günstiges Verfahren ist die Dämmung des Dachbodens. Wenn Sie den Dachboden ohnehin nicht nutzen, bietet sich die Dämmung der obersten Geschossdecke an.

Sinnvoll kann eine Dach-Dämmung auch sein, wenn Sie zusätzlichen Wohnraum unter dem Dach schaffen möchten. In diesem Fall empfiehlt sich eine Dämmung der Dachschrägen. Hier wäre die Einblasdämmung die kostengünstigste Variante. Diese Sanierungsmaßnahme ist sehr sinnvoll, da über das Dach (etwa 21 Prozent) am meisten Wärme verloren geht.

Besonders durch die Dämmung der obersten Geschossdecke können Sie mit wenig Aufwand und Ausgaben größtmögliche Einsparungen erzielen. Zu unterscheiden sind die begehbare und die nicht begehbare Variante der Dachbodendämmung. Die Kosten für die Dämmung des nicht begehbaren Dachbodens liegen bei etwa 15 Euro pro Quadratmeter. Die begehbare Variante mit einem Quadratmeterpreis von 40 Euro ist etwas kostenintensiver.

Vorteile und Nachteile

Auch wenn man für eine Gesamtsanierung des Daches zuallererst eine Menge Geld in die Hand nehmen muss, überwiegen die positiven Effekte. Außerdem bleibt man auf den Investitionskosten für die Dachsanierung nicht sitzen, da man Heizkosten einspart und zum Teil die Förderung der Maßnahmen möglich ist.

Im Folgenden haben wir eine Übersicht zu den Vorteilen und Nachteilen einer Gesamtsanierung für Sie zusammengestellt. Darüber hinaus können Sie hier  mehr Informationen zur Wirtschaftlichkeit von Dachdämmungen finden.

Vorteile Nachteile
Energetische Verbesserung/Einsparung von Heizkosten Zunächst eine teure Investition
Staatliche Förderung Je nachdem welche Dach-Dämmung man wählt kurz- bis mittelfristige Bauarbeiten am und im Haus
Dachboden bewohnbar (im Falle einer Dachdämmung) Raum wird kleiner (im Falle einer Zwischensparrendämmung in Kombination mit einer Untersparrendämmung)
Bei fachgerechter Durchführung keine Schimmelentstehung  
Kein Asbest mehr / Kein Gesundheitsrisiko auf dem Dach  

Flachdachsanierung

Ein Flachdach zeichnet sich durch eine sehr geringe Neigung aus. Seine Neigung sollte jedoch mindestens zwei bis fünf Prozent betragen. Da das Flachdach höchsten Beanspruchungen wie Witterung, Hitze und Kälte standhalten muss, sind regelmäßige Wartungen zu empfehlen. Grundsätzlich gilt: Je früher Sie kleinste Undichtigkeiten im Dach ausfindig machen, desto besser sind diese auszubessern.

Ist es bereits zu spät, dann besteht die Gefahr, dass eine Gesamtsanierung nötig ist. Das beinhaltet die Erneuerung der Dämmung und Abdichtung. Wenn Sie die Sanierung Ihres Flachdaches planen, sollten Sie dabei unbedingt die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) - auch hinsichtlich der Dämmstoffe - berücksichtigen.

Hinsichtlich der Wärmedurchlässigkeit ist ein Höchstwert von 0,20 W/m²K (U-Wert) zugelassen. Bei der Dämmung bieten sich Materialien wie Bitumen, Kunststoff oder Metalle an. Welche Dämmstoffe gesetzlich zugelassen sind, erfahren Sie hier. Grundsätzlich können Sie für die Flachdachsanierung 45 bis 120 Euro pro Quadratmeter einplanen.

Kosten einer Flachachdämmung
Baumaßnahme Kosten pro m2

Gesamtkosten (Flachdach / 80 m2)

Kaltdachdämmung 45 - 75 € 3.600 - 6.000 €
Warmdachdämmung 80 - 120 € 6.400 - 9.600 €
Umkehrdachdämmung 80 - 120 € 6.400 - 9.600 €
Einblasdämmung 20 - 60 € 1.600 - 4.800 €