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Inhaltsverzeichnis

Was ist Schimmel eigentlich?

Schimmelpilze kommen in der Natur überall vor und gelangen auch in Wohnungen. In Europa existiert eine Vielzahl von Schimmelpilzen, die sich durch die charakteristische Fadenbildung auszeichnen. Schimmelsporen können auch Trockenheit lange Zeit überleben, zum Wachsen benötigen sie allerdings ein feuchtwarmes Klima. Optimale Bedingungen für das Wachstum sind eine relative Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent und Temperaturen um 20 Grad Celsius.

Schimmelpilze bilden dabei mikroskopisch kleine Fäden und Sporen, die über die Luft in die Lunge übertragen werden können. Schimmel findet Nährstoffe in nahezu allen Materialien im Haushalt: Holz, Tapeten, Teppiche und Kunststoffe zählen dazu. In der Wohnung macht sich Schimmelbefall meist über braun-schwarze Flecken und einen modrigen Geruch bemerkbar.

Welche Risiken birgt Schimmel?

Schimmelbefall in der Wohnung birgt Gesundheitsrisiken. Er steht in Verdacht, Allergien auszulösen, insbesondere Heuschnupfen und Asthma. Der deutsche Allergie- und Asthmabund gibt an, dass etwa 6 Prozent der Deutschen an Schimmelpilzallergien leiden. Ausgelöst werden Allergien durch die in den Schimmelsporen enthaltenen Eiweiße.

Früher wurde besonders Schwarzschimmel kritisch betrachtet, heute bewertet man alle Schimmelarten in Hinblick auf Ihr Gesundheitsrisiko als gleich schädlich. Wenn Menschen mit geschwächtem Immunsystem über längere Zeit Schimmelsporen ausgesetzt sind, erhöht sich die Gefahr von Atemwegserkrankungen.

So beugen Sie Schimmelbildung vor

Bild: Fensterscheibe mit Kondenswasser
Kondenswasser verursacht Schimmel | DerNaut / pixabay.com CC0

Um zu wissen, wie Sie Schimmel am besten vorbeugen, sollten Sie zunächst wissen, wie er entsteht. Schimmel benötigt zum Wachstum Feuchtigkeit. Diese schlägt sich in schlecht gedämmten Häusern besonders im Winter häufig an kalten Zimmerecken oder hinter Möbeln an der Wand nieder.

Besonders im Badezimmer und in der Küche kommt es häufig zu Schimmelbildung, weil durch Baden, Duschen und Kochen viel Wasserdampf entsteht.

Insgesamt produziert ein Vierpersonenhaushalt pro Tag bis zu 15 Liter Wasserdampf. Eine hohe Luftfeuchtigkeit bewirken auch Aquarien und das Trocknen der Wäsche in der Wohnung. Um Schimmel effektiv vorzubeugen, können Sie viele Maßnahmen treffen. Langfristig beugt eine Wärmedämmung der Entstehung von Schimmel vor. Außerdem hilft regelmäßiges Lüften, die optimale Heiztemperatur und die korrekte Aufstellung der Möbel.

Wärmedämmung beugt Schimmel effektiv vor

Feuchtigkeit setzt sich immer an den kältesten Stellen im Raum ab. In einem schlecht gedämmten Haus beträgt der Temperaturunterschied zwischen Raummitte und Außenwand 2 Grad Celsius. Dieser Unterschied reicht aus, damit sich Feuchtigkeit ins Mauerwerk setzt. Deswegen sollten Sie in einem schlecht gedämmten Haus umso mehr auf regelmäßiges Stoßlüften achten. Langfristig sollten Sie über eine Wärmedämmung nachdenken, die Ihre Heizkosten senkt, die Behaglichkeit erhöht und die Umwelt schont.

Möbel richtig aufstellen und richtig heizen

Wenn Möbel zu dicht an der Wand stehen, kann die Luft dort nicht mehr ausreichend zirkulieren, und Schimmel entsteht. Möbel sollten deswegen einige Zentimeter von der Wand entfernt aufgestellt werden. Wenn das nicht eingehalten werden kann, sollten Sie, ebenso wie in einem schlecht gedämmten Haus, noch mehr auf regelmäßiges Lüften achten. Dabei hilft zum Beispiel auch ein Luftfeuchtigkeitsmesser (Hygrometer).

Diese Geräte sind meist schon für 30 Euro erhältlich und zeigen die relative Luftfeuchtigkeit an. Ab 60 Prozent sollte gelüftet werden. Auch geringe Raumtemperaturen begünstigen die Entstehung von Schimmel. Das liegt daran, dass warme Luft generell mehr Luftfeuchtigkeit halten kann als kalte. Ein Wohnzimmer sollte deswegen auf etwa 19 bis 20 Grad Celsius beheizt werden. Im Schlafzimmer reichen 16 Grad Celsius aus.

Richtig lüften

Bild: Fenster auf Kipp
Auf Kipp lüften ist nicht effektiv | © quadshock / shutterstock.com

In einem normalen Haushalt entsteht schnell Feuchtigkeit vor allem durch das tägliche Duschen, Waschen und Kochen. Danach sollte immer kurz durchgelüftet werden. Die Feuchtigkeit in der Raumluft erhöht sich mitunter auch, ohne dass wir es merken. Generell sollten Sie täglich ein bis zwei Mal für 10 Minuten stoßlüften.

Besonders effektiv lüften Sie, indem Sie die gegenüberliegende Fenster und Türen gleichzeitig öffnen. Durch den Durchzug reichen dann meist schon zwei bis fünf Minuten aus, um die Luft komplett auszutauschen. Eine schlechte Gewohnheit ist das Lüften auf Kippstellung: Damit heizen Sie nicht nur „zum Fenster hinaus“, sondern das Lüften mit Fenstern auf Kippstellung bringt zu dem nur sehr wenig frische Luft in den Raum.

Schimmel entfernen

Schimmel macht sich meist durch sichtbare bräunliche Flecken bemerkbar. Wenn der Schimmel bereits aufgeblüht ist, sollte zunächst die Ursache herausgefunden und beseitigt werden. Sonst kommt der Schimmel immer wieder. Ein Energieberater findet die Ursache heraus und kann Ihnen zu Sanierungsmaßnahmen raten.

Qualifizierte Energieberater finden Sie auch bei uns. Anschließend wird der Schimmel gründlich entfernt. Bei größerer Kontamination sollten Sie fachmännische Hilfe dazu holen. An kleinen Flächen können Sie Schimmel selbst entfernen.

  1. Fenster öffnen: Beim Entfernen von Schimmel können vermehrt Sporen in die Luft geraten, und außerdem arbeiten Sie mit Alkohol, sodass Brandgefahr besteht.
  2. Schutzmaßnahmen: Schutzbrille, Gummihandschuhe und Staubmaske sind Pflicht.
  3. Betroffene Fläche mit 70 - 80 prozentigem Alkohol desinfizieren.
  4. Betroffene Materialien, beispielsweise die Tapete, großzügig entfernen.
  5. Untergrund mit 70 - 80 prozentigem Alkohol reinigen.
  6. Achtung: Keinen Essig verwenden, da er von kalkhaltigen Wänden aufgesogen wird und dem Schimmel als Nährstoff dienen kann.
  7. Achtung: Schimmelentferner auf Chlorbasis sollten nie mit anderen Reinigungsmitteln gemischt werden.