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Inhaltsverzeichnis

Was versteht man unter einer BAFA-Förderung?

Eine energetische Sanierung kann mitunter kostenintensiv sein, da ist jede finanzielle Unterstützung willkommen. Der Bund verspricht eben diese Unterstützung mit der Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Man möchte damit Investitionsanreize schaffen, um den Energiebedarf deutscher Gebäude zu reduzieren und somit auch die gesteckten Klimaschutzziele erreichen zu können.

Energieheld-Whiteboard: Förderung für neue Heizung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 4 gängigsten Förderungen für die Heizungssanierung.

*ACHTUNG: Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und können sich mittlerweile geändert haben.

Nur Zuschüsse - keine Kredite

„Finanzielle Unterstützung ist ja schön und gut“, werden Sie sich denken, „aber ich muss den Kredit ja auch zurückzahlen.“ Genau dies ist beim BAFA nicht der Fall: Bei allen Förderarten handelt es sich um Zuschüsse, die Sie nicht zurückzahlen müssen! Das BAFA vergibt keine Kredite zur energetischen Sanierung, diese können Sie stattdessen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten.

Die mögliche BAFA-Förderung im Überblick

Das BAFA bietet eine Vielzahl an Förderprogrammen. Dabei werden konkrete bauliche Maßnahmen gefördert, aber auch verschiedene Beratungsleistungen durch einen Energieberater. So gibt es im Rahmen des Programms „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ Förderungen für Biomasse, Solarthermie, Wärmepumpen und zur Bonusförderung. Auch zur Innovationsförderung gibt es ein Programm. Eine Übersicht über alle Fördermöglichkeiten, die direkt an bauliche Sanierungsmaßnahmen gebunden sind, erhalten Sie hier.

Infografik: Übersicht der BAFA Förderung
Häufigste BAFA-Förderung | © Energieheld

Heizen mit Erneuerbaren Energien

Im Rahmen dieses Projektes wird die Anschaffung etlicher Heizungen mit Nutzung erneuerbarer Energien gefördert. Die Förderbeträge können, abhängig von der jeweiligen Heizart, zwischen 500 Euro und 18.000 Euro liegen. Eine Übersicht über die einzelnen Förderbeträge können Sie auf der Seite des BAFA finden.

Heizungsart BAFA-Förderung (mindestens)
Pelletkessel 3.000 €
Pelletkessel (mit Pufferspeicher) 3.500 €
Pelletofen (mit Wassertasche) 2.000 €
Hackschnitzelkessel 3.500 €
Erdwärme/Wasser-Wärmepumpe (Erdsonde, Sorptionswärme, gasmotorisch) 4.500 €
Erdwärme/Wasser-Wärmepumpe(sonst) 4.500 €
Luft/Wasser-Wärmepumpe 1.300 €
Solarthermie (Heizungsunterstützung) 2.000 €
Solarthermie (Warmwasserbereitung) 500 €

Weitere Förderarten

Neben den Basisförderarten zum Heizen mit Erneuerbaren Energien gibt es zwei weitere Förderarten, die auf diesen aufbauen. Auch die Vor-Ort-Beratung, die sich nicht auf konkrete bauliche Maßnahmen bezieht, sondern eine Analyse der energetischen Gesamtsituation darstellt, wird gefördert.

Bonusförderung kann bei besonders innovativer oder effizienter Anwendung oder weiterreichenden Maßnahmen zusätzlich zur Basisförderung erteilt werden. Bei der Innovationsförderung werden besonders innovative Technologien gefördert.

Bonusförderung Innovationsförderung
Regenerativer Kombinationsbonus Innovationsförderung Solar
Effizienzbonus Trinkwassererwärmung und/oder Heizungsunterstützung
Kesseltauschbonus Prozesswärme
Wärmenetzbonus Kälteerzeugung
Bonus für besonders effiziente Solarkollektorpumpen Innovationsförderung Biomasse
  Brennwertnutzung
  Partikelabscheider

Beim bereits erwähnten Programm der „Vor-Ort-Beratung“ analysiert ein Energieberater bei einem Ortstermin Ihr Haus energetisch und erstellt Ihnen auf dieser Grundlage konkrete Handlungsempfehlungen. Diese Beratung wird mit bis zu 800 Euro bezuschusst, jedoch maximal 60 Prozent der Beratungskosten.

Kann ich BAFA und KfW Förderung kombinieren?

Die Förderung durch das BAFA kann energetische Sanierungsmaßnahmen in erheblichem Umfang vergünstigen. Jedoch könnte man durch die Förderung aus verschiedenen Quellen natürlich noch mehr finanzielle Unterstützung erhalten und die geplanten Maßnahmen damit einfacher realisieren.

Zulässige Kombinationen

Bild: KfW BAFA kombinieren
BAFA und KfW kombinieren | © stevepb / pixabay.com CC0

Im Falle der Vor-Ort-Beratung ist es nicht verboten, diese auch durch andere öffentliche Mittel fördern zu lassen. Die Grenze liegt erst bei der Überförderung. Von Überförderung spricht man, wenn man mehr Fördermittel erhält als die Maßnahme gekostet hat.

Kostet eine Maßnahme beispielsweise 3.000 Euro, die Fördersumme würde aber 4.000 Euro betragen, so ist eine Überförderung gegeben. Im Beispiel würden daher nur 3.000 Euro Fördermittel ausgezahlt.

Bei der Kombination mit KfW Fördermitteln ist die Zulässigkeit vom einzelnen Programm abhängig. Nutzen Sie eine BAFA-Förderung „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ und realisieren eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, so ist die Finanzierung durch die KfW-Programme „Energieeffizient sanieren“ (151, 430, 218) zulässig. Zudem gibt es den „Energieeffizient sanieren - Ergänzungskredit“ (167), durch den die Sanierung allein mit dem BAFA-Zuschuss und dem KfW-Kredit finanziert werden können.

Nicht zulässige Kombinationen

Planen Sie hingegen eine Heizungserneuerung als Einzelmaßnahme, müssen Sie sich im Vorfeld entscheiden, ob Sie eine BAFA-Förderung oder eine KfW-Förderung in Anspruch nehmen wollen. Die gleichzeitige Nutzung beider Förderungen ist bei den Programmen „Energieeffizient sanieren“ (152, 430, 218) untersagt (Kumulierungsverbot).

Wie stelle ich den Antrag auf Förderung beim BAFA?

Die Fördermittel werden zusammen mit einem Installateur beantragt. Bei Fragen zum Antragsprozess helfen wir Ihnen gerne weiter.

Wann muss der Antrag beim BAFA gestellt werden?

Seit dem 01.01.2018 müssen Anträge auf das Programm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" immer vor Beginn der Baumaßnahme zusammen mit dem Installateur gestellt werden. Dabei gilt der Vertragsabschluß bereits als Beginn der Baumaßnahme. Planungsarbeiten sind jedoch erlaubt. Für Aufträge, die noch 2017 vergeben wurden gilt, dass bei Inbetriebnahme in 2018 der Antrag auf Förderung bis 9 Monate nach Auftragsvergabe gestellt werden kann, also maximal bis zum 30.09.2018.

Für Anlagen, die noch 2017 in Betrieb genommen wurden gilt ohnehin, dass der Antrag auf Förderung bis 9 Monate nach Inbetriebnahme gestellt werden kann. Bei der Innovationsförderung mussten die Anträge auch bisher schon vor Maßnahmenbeginn eingereicht werden. Für das BAFA Programm "Nachträgliche Optimierung" gilt, dass der Antrag auf Förderung hierfür innerhalb von 9 Monaten nach der Durchführung der Maßnahme gestellt werden kann.

Für das Programm Heizungsoptimierung gilt, dass man sich vor Beginn der Baumaßnahme registrieren lassen muss. Danach hat man 6 Monate für die Umsetzung der Maßnahme. Für das Einreichen der Rechnungen gilt die gleiche Frist. Wichtig ist, sich die Rechnungen für die zu fördernden Maßnahmen als separate Einzelrechnungen ausstellen zu lassen, da das BAFA keine Sammelrechnungen akzeptiert. Sämtliche Anträge sind ausschließlich online zu stellen.