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Stromspeicher gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Bild: Energieheld Tipp

ACHTUNG: Das Programm 275 wurde von der KfW eingestellt und ist ab 2019 nicht mehr verfügbar!

Der KfW-Kredit

Durch den günstigen Kredit der KfW-Bank können Stromspeicher ab Mai 2013 gefördert werden. Damit soll die Markt- und Technologieentwicklung von Stromspeichern angeregt und eine bessere Integration von Photovoltaik-Anlagen in das öffentliche Stromnetz erzielt werden.

Grafik: Stromspeicher Förderung
Stromspeicher - Beispiel Förderung | © BSW-Solar

Insgesamt gliedert sich die Förderung in zwei Teile:

  • den zinsgünstigen Kredit 275 der KfW-Bankengruppe und
  • den Tilgungszuschuss aus den Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

Die staatliche Förderung durch einen günstigen KfW-Kredit eines Stromspeichers ist sowohl für den Bau neuer Photovoltaik-Anlagen in direkter Kombination mit einem Stromspeicher, als auch zur Speichernachrüstung einer bestehenden Photovoltaik-Anlage (Erstbetrieb der PV-Anlage nach dem 31.12.2012) möglich.

Die staatliche Förderung für den Tilgungszuschuss beträgt hierbei bis zu 600 Euro bzw. 660 Euro pro Kilowattpeak (kWp) Photovoltaik-Anlagen-Leistung für eine Speichernachrüstung. Maximal werden jedoch 30 Prozent der Anschaffungskosten, bezogen auf den Stromspeicher, gefördert.

Achtung: Der Kredit der KfW-Bank kann sowohl für den Stromspeicher alleine, als auch für die Photovoltaik-Anlage in Kombination mit dem Stromspeicher beantragt werden. Die staatliche Förderung durch den Tilgungszuschuss bezieht jedoch nur auf den Stromspeicher. Die staatliche Förderung muss zudem vor Anschaffung des Stromspeichers beantragt werden.

Voraussetzung der Förderung für den KfW-Kredit

Allerdings müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein, um den günstigen KfW-Kredit zu erhalten. Diese betreffen zum einem das Anlagensystem selbst, welches gefördert werden soll und zum anderen werden Voraussetzungen an den Antragsteller gestellt. Welche das sind, erfahren Sie nun hier in der Zusammenfassung. Details sind nachzulesen auf dem Merkblatt „Erneuerbare Energien“ des KfW-Programms 275 "Erneuerbare Energien - Speicher“. Gefördert werden:

  • Neueinrichtung einer Photovoltaik-Anlage in Verbindung mit einem stationären Stromspeicher.
  • Stromspeicher, welche nachträglich zu einer bereits bestehenden Photovoltaik-Anlage installiert werden. Die Photovoltaik-Anlage muss dabei nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommen worden sein und zwischen der Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage und der Inbetriebnahme des Stromspeichers müssen mindestens 6 Monate liegen.

Als Stromspeicher dürfen hierbei stationäre Batteriemanagementsysteme verwendet werden. Von der Förderung ausgeschlossen sind Eigenbauanlagen, Prototypen und gebrauchte Anlagen.

Anforderungen an die Anlage

Folgende Voraussetzungen werden an die Photovoltaik-Anlage bzw. den Stromspeicher gestellt.

  • Leistung der Photovoltaik-Anlage darf 30 kWp nicht übersteigen.
  • Nur jeweils ein Stromspeicher-System kann pro Photovoltaik-Anlage gefördert werden.
  • Der Stromspeicher befindet sich in Deutschland und wird mindestens 5 Jahre betrieben.
  • Die Netzeinspeisung ist nach Abzug von Eigenverbrauch und Ladung des Stromspeichers auf max. 60 Prozent begrenzt.

Zur Einordnung: Im privaten Bereich sind für Ein- und Zweifamilienhäuser Photovoltaik-Anlagen mit bis zu zehn kWp üblich. Diese sind meistens ausreichend, um den Bedarf an Strom zu decken. Weiterhin können Sie auch ihren durchschnittlichen Energiebedarf ihres Einfamilienhauses senken. Wir helfen gerne weiter.

Anforderungen an den Antragsteller

Als Antragsteller kommen Privatpersonen, Freiberufler und Landwirte (nur nach Artikel 23 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung) in Betracht. Auch gemeinnützige Antragsteller, die mindestens einen Teil des mit der Photovoltaik-Anlage erzeugten Strom einspeisen, können gefördert werden. Dazu kommen gewerbliche Unternehmen, die sich mehrheitlich im Privatbesitz befinden und Unternehmen, an denen Kommunen, Kirchen oder karitative Organisationen beteiligt sind.

Kredithöhe

Es können 100 Prozent der Netto-Investitionskosten des Stromspeichers bzw. der Investitionskosten für die Neuinstallation der Photovoltaik-Anlage in Verbindung mit dem Stromspeicher gefördert werden. Die Zinssätze richten sich nach der Laufzeit des Kredites, der Anzahl der tilgungsfreien Jahre und der Jahre für die Zinsbindung. Energieheld bietet weitere Informationen zu den Zinssätzen des KfW-Kredits (Programm 275).

Höhe der staatlichen Förderung für den Zuschuss des BMU

Die Gesamthöhe der staatlichen Förderung für einen Stromspeicher ist zunächst abhängig von der Leistung der zugehörigen Photovoltaik-Anlage. So können Sie bei der Neueinrichtung einer Photovoltaik-Anlage in Verbindung mit einem stationären Stromspeicher eine Förderung von bis zu 600 Euro pro Kilowattpeak (kWp) Photovoltaik-Anlagen-Leistung erhalten.

Bei der Nachrüstung eines Stromspeichers zu einer bestehenden Photovoltaik-Anlage nach sechs Monaten sind sogar bis zu 660 Euro pro Kilowattpeak möglich. Maximal jedoch werden 30 Prozent der Anschaffungskosten des Stromspeichers durch den Staat über den Tilgungszuschuss gefördert.

Die folgende Tabelle zeigt den maximalen Tilgungszuschuss für die verschiedenen Kombinationen. Auch bei einer Neuinstallation muss jedoch beachtet werden, dass diese erst nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommen wurde.

  Nachrüstung Stromspeicher Maximale Förderung pro kWp
Inbetriebnahme PV-Anlage mit Stromspeicher - 600 €
Inbetriebnahme PV-Anlage Innerhalb von sechs Monaten 600 €
Inbetriebnahme PV-Anlage  Nach sechs Monaten 660

Beispielrechnungen der staatlichen Förderung

Im Folgenden werden verschiedene Rechenbeispiele für die Höhe des Tilgungszuschusses gezeigt. Dabei wird stets angenommen, dass die Photovoltaik-Anlage und der Stromspeicher nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommen wurden.

Rechenbeispiel 1:

Inbetriebnahme einer 5 kWp Photovoltaik-Anlage mit Lithium-Ionen Stromspeicher

Gesamtkosten der Anlage (PV-Anlage + Stromspeicher): 19.000 Euro

Davon Kosten des Stromspeichers: 11.000 Euro

  • Staatliche Förderung: 3.000 Euro (ergibt volle 600 Euro pro Kilowattpeak)
  • Anteil staatlicher Förderung: 3.000 Euro / 19.500 Euro = 15,38 %

Rechenbeispiel 2:

Inbetriebnahme einer 5 kWp Photovoltaik-Anlage mit Blei-Säure Stromspeicher innerhalb von sechs Monaten

Gesamtkosten der Anlage (PV-Anlage + Stromspeicher): 16.000 Euro

Davon Kosten des Stromspeichers: 8.000 Euro

  • Staatliche Förderung: 2.400 Euro (ergibt so 480 Euro pro Kilowattpeak)
  • Anteil staatlicher Förderung: 2.400 Euro / 16.000 Euro = 15 %

Rechenbeispiel 3:

Inbetriebnahme einer 5 Kilowattpeak Photovoltaik-Anlage und Nachrüstung eines Lithium-Ionen Stromspeicher nach über 6 Monaten.

Gesamtkosten der Anlage (PV-Anlage + Stromspeicher): 19.000 Euro

Kosten des Stromspeichers: 11.000 Euro

  • Staatliche Förderung: 3.300 Euro (ergibt 660 Euro pro Kilowattpeak)
  • Anteil staatlicher Förderung: 3.300 Euro / 19.000 Euro = 17,37 %

Rechenbeispiel 4:

Inbetriebnahme einer 3 Kilowattpeak Photovoltaik-Anlage und Nachrüstung eines Lithium-Ionen Stromspeicher nach 6 Monaten.

Gesamtkosten der Anlage (PV-Anlage + Stromspeicher): 17.000 Euro

Kosten des Stromspeichers davon: 11.000 Euro

  • Staatliche Förderung: 1.980 Euro (ergibt 660 Euro pro Kilowattpeak)
  • Anteil staatlicher Förderung: 1.980 Euro / 17.000 Euro = 11,65 %

Fazit

Durch die Beispiele wird deutlich, dass es für die Höhe des Tilgungszuschusses mehrere begrenzende Faktoren gibt. Zum einen die Leistung der Photovoltaik-Anlage und zum anderen die Kosten des Stromspeichers. Und selbstverständlich auch die maximale Förderung pro Kilowattpeak (kWp). Um den Tilgungszuschuss voll auszunutzen und den prozentualen Eigenanteil an den Kosten zu minimieren, ist eine ausgeklügelte Kombination aus Photovoltaik-Anlage und Stromspeicher sinnvoll.

Selbstverständlich sollte jedoch in erster Linie der eigene Bedarf an Photovoltaik-Leistung und Stromspeicher im Vordergrund stehen. Um den optimalen Mix zu finden, stehen Ihnen jedoch viele verschiedene Hersteller und Produkte für Stromspeicher zur Verfügung, welche sich in Ihren Kennzahlen stark unterscheiden können.

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