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Inhaltsverzeichnis

Dampfbremse - Sinn und Zweck der dünnen Folie

Die Dampfbremse ist eine dünne Folie oder Pappe, die dazu dient, Feuchtigkeit aus der Dämmung herauszuhalten. Sie wird von innen an die Wand bzw. das Dach montiert. Da die Feuchtigkeit nicht zu hundert Prozent aus der Dämmung herausgehalten werden kann, funktioniert sie wie eine Membran, sodass eingedrungene Feuchtigkeit nach außen hindurchdiffundieren kann. 

Es ist sehr wichtig, das die Dampfbremse von einem Fachmann sauber verklebt wird. Ist die Dampfsbremse nicht sauber verklebt, diffundiert die Feuchtigkeit nicht gleichmäßig und es bilden sich feuchte Stellen. Diese können dann die Dämmung negativ beeinträchtigen oder gänzlich wirkungslos machen. Außerdem kann sich an solchen feuchten Stellen Schimmel bilden, der die Dämmung zerstört.

Dampfbremse vs. Dampfsperre

Oftmals wird die Dampfbremse auch als Dampfsperre bezeichnet, was eigentlich falsch ist, da sie niemals vollständig dampfdicht ist. Hintergrund dieses Missverständnisses ist, dass man früher die vollständige Abdichtung der Dämmung gegen Feuchtigkeit als Ziel hatte. Die Dampfsperre sollte genau diesem Ziel dienen.

Heutzutage wird jedoch nicht mehr die vollständige Abdichtung angestrebt. Hintergrund dieses Umdenkens ist die Tatsache, dass es eben keine Dampfsperre gibt, die eine hundertprozentige Abdichtung gewährleisten würde.

Das bedeutet, dass ohnehin Feuchtigkeit in die Dämmung eindringt und diese abgeleitet werden muss. Daher arbeitet man stattdessen mit Hinterlüftung, damit die Feuchtigkeit abgeleitet werden kann. Das Funktionsprinzip der Dampfbremse ist die logische Konsequenz aus diesen Erkenntnissen.

Wann benötigt man eine Dampfbremse?

Bild: Kondenswasser am Fenster
Feuchtigkeit kann Schimmel verursachen | © Maximilian Hron / www.wikipedia.org CC BY-SA

Grundsätzlich kommen Dampfbremsen dann zum Einsatz, wenn man das Eindringen von warmfeuchter Raumluft in die Dämmung verhindern möchte. Das ist vor allem bei Dächern der Fall. Theoretisch kommen Dampfbremsen auch bei Innendämmungen von Wänden zum Einsatz. Praktisch wird hier jedoch meist mit feuchtigkeitsregulierenden Dämmstoffen wie Calciumsilikat oder Holzfaser gearbeitet, sodass das Verbauen einer Dampfbremse überflüssig ist. 

Daher werden Dampfbremsen gewöhnlich für Dachdämmungen genutzt. Dabei wird die Dampfbremse von innen meist unter die Zwischensparrendämmung geklebt. Eine weitere Untersparrendämmung ist ebenfalls möglich. Diese wird dann nur mit Rigips- oder OSB-Platten verkleidet, um eine Installationsebene, zum Beispiel für Kabel, Steckdosen etc., zu schaffen.

Die Dampfbremse muss zwingend sehr dicht sein. Sie darf keine Beschädigung aufweisen. Jeder noch so kleine Riss führt dazu, dass Feuchtigkeit in den Dämmstoff gelangt und macht somit fast die gesamte Dampfbremse wirkungslos. Erfahren Sie mehr über die Notwendigkeit einer Dampfbremse in dieser Studie des Fraunhofer-Institutes für Bauphysik.

Einbau einer Dampfbremse

Die Dampfsperrfolie wird stets raumseitig, also an der Innenseite zur Dämmung, angebracht. Sie muss zwingend dicht sein und darf keinerlei Beschädigungen aufweisen. Daher nutzt der Fachmann hierfür spezielle Klebebänder oder Kleber und verklebt die Folien-Bahnen luftdicht und überlappend, sodass die Dampfbremse absolut dicht ist.

Das gilt vor allem auch für Anschlüsse wie Lichtschalter und Steckdosen sowie für Fenster und Türen. Diese Arbeiten sollten auf keinen Fall von Laien in Eigenregie durchgeführt werden. Zu groß ist hier das Risiko, dass unsauber gearbeitet wird. Das hätte zur Folge, dass die Dämmung nur eingeschränkt funktioniert oder gar unwirksam ist.

Schlimmstenfalls würde das einerseits wegen des höheren Wärmebedarfes und andererseits wegen der nötigen Reparaturen zu enormen Mehrkosten führen, die jegliche Amortisation der Dämmung unmöglich machen. Dazu kommt, dass nur ein Fachmann einen Blower-Door-Test durchführen kann, um die Dichtheit der Dampfbremse zu testen und zu gewährleisten. Außerdem muss ein Fachmann für eventuelle Fehler haften.

Alternativen zur Dampfbremse

Bild: Dampfbremse
Diese Folie schützt die Dämmung vor Feuchtigkeit | © Baumeister2012 / www.wikipedia.org CC BY-SA

Alternativ zu einer Dampfbremsfolie können bei einem Innenausbau auch OSB-Platten verwendet werden. Allerdings muss auch hier geschaut werden, dass diese Platten möglichst luftdicht (Nut & Feder-Systeme) aneinander montiert werden, da ansonsten Feuchtigkeit durch die Luftspalte gelangen kann.

Auch PUR-Dämmplatten mit Nut & Feder für den Innenausbau können genutzt werden und können dank Alukaschierung die Funktion der Dampfbremse übernehmen. Sie verfügen darüber hinaus über einen sehr guten U-Wert.