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Inhaltsverzeichnis

Über moderne Elektroheizungen

Eine moderne Elektroheizung nutzt herkömmlichen Strom aus der Steckdose, um daraus Raumwärme zu erzeugen. Weil ein Elektroheizkörper kein aufwendiges Netz aus Wasserleitungen benötigt, sondern lediglich einen Stromkabel-Anschluss in der Wand, sind die Anschaffungs- und Einbaukosten für fest installierte, elektrisch betriebene Heizungen günstig.

Auch eine nachträgliche Erweiterung des Heizungs-Systems ist in der Regel weniger aufwendig und damit günstiger im Vergleich zu anderen konventionellen Heizungen. Dasselbe gilt für einen möglichen Rückbau. Letztendlich kommt es jedoch immer auch ein wenig auf die Art der Elektroheizung an, für die Sie sich entscheiden.

Bauarten im Vergleich

Den meisten Menschen wird ein Heizlüfter als Form einer elektisch betriebenen Heizung bekannt sein, der gleichzeitig auch in Sachen Kaufpreis die günstigste Elektroheizung darstellt. Durch den Strom wird eine Heizspirale erwärmt und die Warmluft über einen Ventilator im Raum verteilt. Es gibt jedoch weitere Varianten - darunter Radiatoren, die mit erhitztem Öl arbeiten, oder Infrarotheizungen, die Gegenstände im Raum mit Infrarotstrahlen erwärmen. Nachfolgend ein kompakter Überblick über die verschiedenen Bauarten.

Elektroheizung Kurzbeschreibung / Funktionsweise
Heizlüfter Kompaktes Gerät, das mit Strom eine Heizspirale erhitzt, Wärmeverteilung durch Gebläse
Konvektor Kalte Luft am Boden wird erwärmt, steigt auf und sinkt wieder, wenn sie abkühlt, dadurch permanente, harmonische Wärmeverteilung
Radiator Geschlossenes System, meist mit Öl, das von einem Heizstab erwärmt wird, anschließend passive Wärmeverteilung
Infrarotheizung Infrarotstrahlen erwärmen nicht den Raum selbst, sondern die Objekte darin, Wärmeverteilung geht von diesen Objekten aus

Über die hier angegebenen Direktheizungen hinaus gibt es verschiedene mit Strom betriebene Speicherheizungen und elektrische Heizungen für die Warmwasserbereitung. Insbesondere wenn nicht nur einzelne Räume zeitweise beheizt werden, ist das Erwärmen von Wasser ein Faktor, der beim Kauf einer Elektroheizung berücksichtigt werden muss.

Kosten: Elektroheizung kaufen

Bild: Elektroheizung an der Wand
Elektroheizung in Wandmontage | © Branislav Cerven / shutterstock.com

Die Frage „Was kostet eine Elektroheizung“ lässt sich, wie bereits erwähnt, nicht pauschal beantworten, denn die Kosten sind vor allem abhängig von ihrer Art und Dimensionierung. Der Grund dafür ist einfach.

Während im Ferienhaus oder Partykeller einzelne Elektroheizkörper zum Preis von wenigen hundert Euro genügen, müssen Sie bei kompletten Wohnungen auch Warmwasser-Elektroboiler kaufen und installieren - etwa fürs Bad, die Küche und ggf. das Gäste-WC. Eine Elektro-Zentralheizung für ein ganzes Haus kostet bereits mehrere tausend Euro.

Elektroheizung Anwendungsbereich (Beispiel) Preis
Einzelner Heizkörper Gästezimmer, Gäste-WC, Ferienwohnung Ab 100 €
4 Heizkörper + Warmwasserboiler Wohnung mit vier Räumen Ab 2.600 €
8 Heizkörper + Warmwasserboiler Einfamilienhaus mit acht Räumen Ab 5.000 €
Elektro-Zentralheizungskessel Einfamilienhaus mit acht Räumen (bisherige Heizkörper werden weiter genutzt) Ab 1.500 €

Einzelne Elektroheizungen - ab 100 €

Einen einzelnen Elektroheizkörper mit 200 Watt Leistung bekommen Sie bereits ab 100 Euro. Damit erreichen Sie eine Heizleistung von etwa 288 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Es gibt auch Elektroheizkörper mit 1.500 Watt Leistung für rund 800 Euro. Eine solche Elektroheizung hat eine Heizleistung von etwa 2.160 kWh pro Jahr.

Elektroheizung in einer Mietwohnung - ab 2.600 €

Ausgehend von vier beheizten Räumen und der Anschaffung eines Elektroboilers werden insgesamt mindestens 2.600 Euro für die Anschaffung eines elektrischen Heizsystems fällig, wenn damit der Wärmebedarf gedeckt werden soll - z. B. 4 x 600 Euro für Heizkörper (je 600 Watt Leistung) und 200 Euro für einen Warmwasserboiler.

Elektroheizung im ganzen Haus - ab 5.000 €

Ähnlich wie in der Mietwohnung können auch ganze Häuser mit elektrischen Heizkörpern ausgestattet werden. Nimmt man zur Deckung des Wärmebedarfs 8 Heizkörper mit je 600 Watt Leistung und einem Preis von je 600 Euro an, liegt man bei 4.800 Euro. Dazu benötigt man mindestens einen Warmwasserboiler bzw. Durchlauferhitzer für 200 Euro, sodass sich die Anschaffung einer Elektroheizung für ein Haus auf rund 5.000 Euro summiert.

Elektro-Zentralheizung - ab 1.500 €

In kompletten Häusern ist es auch möglich, eine Elektroheizung als Zentralheizung zu betreiben. Das System besteht dann aus den üblichen Heizkörpern, die über Rohrleitungen mit Warmwasser versorgt werden. Mit dem Unterschied: Bei der elektrischen Zentralheizung steht ein Elektrokessel im Keller, der das Heizungswasser durch Strom erhitzt. Elektroheizkessel mit Durchlauferhitzer sind schon für rund 1.500 Euro erhältlich (12-kW-Elektroheizkessel mit 12-kW-Durchlauferhitzer).

Können die bereits vorhandenen Leitungen und Heizkörper weiterhin genutzt werden, entstehen keine weiteren Materialkosten. Andernfalls müssen die Kosten für vier Heizkörper und Verrohrung addiert werden. Die Alternative Elektro-Zentralheizung ist jedoch wirtschaftlich allenfalls in selten genutzten großen Ferienhäusern sinnvoll, wenn die alte Zentralheizung ersetzt werden muss und möglichst wenig Geld für einen neuen Heizkessel aufgewendet werden soll.

Stromverbrauch und laufende Kosten

Bild: Heizkörper Elektroheizung
Elektroheizkörper benötigen Strom | © Yevhen Prozhyrko / shutterstock.com

Die Betriebskosten einer Elektroheizung setzen sich vor allem aus den Stromkosten zusammen, die beim Heizen anfallen. Für die Wartung hingegen entstehen praktisch keine Kosten.

Weil elektrische Heizungen völlig abgasfrei arbeiten, ist beispielsweise auch keine Schornsteinreinigung nötig. Der tatsächliche Stromverbrauch ist abhängig vom individuellen Nutzerverhalten und auch von der Gebäudedämmung. Nachfolgend ein anschauliches Beispiel.

Stromverbrauch berechnen

Eine Heizung wird nicht das ganze Jahr über gleichmäßig eingesetzt, weshalb es wichtig ist, einen durchschnittlichen Jahresenergieverbrauch als Berechnungsgrundlage zu haben. Die Praxis zeigt, dass dieser für Räume mit einer durchschnittlichen Deckenhöhe und standardmäßiger Dämmung etwa zwischen 50 und 200 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Heizfläche im Jahr liegt. Bei einer Raumgröße von 20 Quadratmetern ergeben sich somit in etwa folgende Kosten für den Stromverbrauch:

Neubau, sehr gut gedämmt: 20 * 50 kWh = 1.000 kWh * 30,29 Cent pro kWh = 300,00 Euro

Altbau, schlecht gedämmt: 20 * 200 kWh = 4.000 kWh * 30,29 Cent pro kWh = 1.200,00 Euro

Möchten Sie den Stromverbrauch abhängig von der Leistung der Elektroheizung auf das Jahr hochrechnen, können Sie dies ganz einfach tun. Dazu nutzen Sie folgenden Rechenweg, hier beispielhaft mit einer Leistung von 100 Watt:

100 W * 1.440 Stunden / 1.000 = 144 kWh * 30,29 Cent pro kWh = 43,60 Euro pro Jahr

Alle Elektroheizungen nutzen vergleichsweise teuren Strom zur Wärmeerzeugung. Deshalb fallen die Kosten für den Betrieb einer Elektroheizung deutlich höher aus als dies beispielsweise bei einer Pelletheizung oder Gasheizung der Fall wäre. Viele Stromanbieter bieten aber ab einem bestimmten Verbrauch günstigere Konditionen an. Insbesondere bei hohem Energieaufwand lohnt es sich Anbieter regelmäßig zu vergleichen.

Vergleich der laufenden Kosten mit herkömmlichen Heizungssystemen

Heizungsart Energieart Heizkosten pro kWh
Pelletheizung Holzpellets 5,63 Cent
Gasheizung Erdgas 6,17 Cent
Ölheizung Heizöl 6,43 Cent
Elektroheizung Strom 30,29 Cent
Elektroheizung Strom (Großabnehmer) 22,00 Cent

Sind Infrarotheizungen sparsamer?

Als Form einer modernen Elektroheizung liegt derzeit die Infrarotheizung im Trend. Sie erzeugt keine direkte Wärme, sondern sendet Infrarotstrahlen aus, die erst dann zu Wärme werden, wenn sie einen Gegenstand im Raum treffen. Außerdem können Infrarotheizungen sehr gut ins Wohndesign eingebunden werden - etwa als Spiegel oder als Wandbild.

Die Infratot-Technologie, auch als Strahlungswärme bezeichnet, kommt mit etwas weniger Energie aus. Wo beispielsweise ein 600-Watt-Elektroheizkörper benötigt werden würde, reicht alternativ auch eine 500-Watt-Infrarotheizung aus. Damit sind Infrarotheizungen im Schnitt gut 15 Prozent sparsamer als herkömmliche Elektroheizungen. Trotzdem sind sie insgesamt inklusive Wartung usw. dennoch 100 Prozent teurer im Unterhalt als Öl-, oder Gasheizungen.

Quelle: © Galileo / youtube.com

Elektro-Fußbodenheizung und Fußleistenheizung

Im Vergleich zu einfachen Elektro-Heizkörpern sind auch die Varianten Elektro-Fußbodenheizung und Fußleistenheizung etwas „sparsamer“. Elektrische Fußbodenheizungen haben Leistungen ab 100 Watt pro Quadratmeter. Die Anschaffungs-Kosten pro Quadratmeter liegen meist bei knapp 100 Euro und können damit in Summe relativ hoch sein. Dasselbe gilt für eine Fußleistenheizung, die rund 90 Euro pro Meter kostet.

Praktisch keine Kosten für Wartung

Alle Arten von Elektroheizungen haben eins gemein: Es entstehen praktisch keine Kosten für die Wartung. Den Großteil der Kosten machen Anschaffung, ggf. Einbau/Montage und die laufenden Kosten für Strom aus. Weil Elektroheizungen ohne Abgase betrieben werden können, entfällt die Gebühr für den Schornsteinfeger. Die Elektrik ist in der Regel sehr wenig störungsanfällig und hat eine lange Lebensdauer von mindestens 20 bis 25 Jahren.

Entsorgungs-Kosten für Elektroheizungen

Haben die alten elektrischen Heizkörper ausgedient und müssen entsorgt werden, können Kosten anfallen. Insbesondere ältere Nachtspeicherheizungen aus den 60er- und 70er-Jahren können Asbest enthalten. Nachtspeicherheizungen aus den 80er-Jahren wiederum können mit giftigen PCB-Stoffe (Polychlorierte Biphenyle) belastet sein.

Solche Elektroheizungen müssen bei den kommunalen Sammelstellen abgegeben werden. Die Gebühren dafür sind unterschiedlich hoch. Lassen Sie die alte Nachtspeicherheizung entsorgen und beauftragen einen Handwerker dafür, können die Kosten pro Gerät zwischen 150 und 250 Euro betragen, wenn sie als Sondermüll entsorgt werden müssen.

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