Neues Dach mit Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines über Förderungen in Deutschland

In Deutschland gibt es zwei wesentliche Institutionen, die Förderungen für Sanierungen vergeben. Das sind das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Daneben existieren noch viele regionale Förderungen wie zum Beispiel proKlima in Hannover.

Das BAFA kümmert sich seit Anfang 2021 um Zuschüsse für Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, also beispielsweise eine neue Dachdämmung. Außerdem werden weiterhin neue Heizungen vom BAFA gefördert. Das neue Förderprogramm heißt „Bundesförderung für effiziente Gebäude” (BEG).

Die KfW hingegen bietet zinsgünstige Förderkredite an, die Sie in Anspruch nehmen können, wenn Sie gerade nicht über das nötige Kapital für die Dachsanierung verfügen. Je nachdem ob es sich um eine Einzelmaßnahme oder eine Komplettsanierung mit Ziel KfW-Effizienzhausstandard handelt, gibt es dafür die Kredite KfW 261 und 262. Außerdem bietet sie mit dem Programm KfW 461 einmaligen Zuschuss zur Effizienzhaus-Sanierung als Alternative zum Kredit KfW 261. Einen Zuschuss für Einzelmaßnahmen gibt es dagegen von der KfW nicht mehr.

Bild: Energieheld Tipp

Bei allen Förderungen in Deutschland gilt: Machen Sie sich rechtzeitig schlau! Besonders bei BAFA und KfW müssen alle Anträge immer vorab eingereicht werden - im Nachhinein gibt es keine Förderung mehr. Wenn Sie eine Anfrage bei Energieheld stellen, dann beraten wir Sie auch stets zur passenden Förderung.

Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

Dach: Alle Förderungen und Kosten

Bild: Reet-Dach-Sanierung
Eine Reet-Dach-Sanierung | © evy08 / pixabay.com CC0

Eine Sanierung am Dach muss immer eine Dämmung enthalten, um förderfähig zu sein - egal ob Steildach oder Flachdach. Diese Vorgabe gilt für Neubauten und Altbauten gleichermaßen, obgleich die Förderung für Neubauten ohnehin über einen einheitlichen Kredit abgedeckt wird, der alle Gewerke beinhaltet.

Bei der Dachsanierung im Altbau wird aber nicht nur die Dämmung selbst, sondern auch jegliche andere Maßnahme gefördert, die im Zusammenhang mit der Dämmung anfällt. Dazu können auch Arbeiten an der Elektrik oder Innenausbau gehören. Im Durchschnitt erhalten Sie 2.500 bis 5.000 Euro vom BAFA zurück. Sofern die Dachsanierung vor Beginn der Bauarbeiten in einem Individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP) vom Energieberater war, erhöht sich der Basis-Fördersatz von 20 auf 25 Prozent. Der ISFP-Bonus gilt auch in Zusammenhang mit dem KfW-Kredit 262 für Einzelmaßnahmen.

Die Förderinstitute fordern für die allermeisten Dachdämmungen einen U-Wert von 0,14 W/(m²·K). Als Laie hilft Ihnen dieser Wert jedoch wenig weiter, da die Dicke jeder Dämmung im Zusammenhang mit dem Dachaufbau aufs Neue von einem Experten berechnet werden muss. Ihr Energieberater wird Ihnen erläutern, wie dick ihre Dämmung sein muss, um diesen Standard zu erreichen und somit förderfähig zu sein.

Sanierung am Dach Kosten mit Einbau Programm Förderung
Dachdämmung 60 - 250 € pro m² BAFA BEG EM bis zu 25 % der Kosten (mit ISFP-Bonus), max. 15.000 €
KfW 262 Kredit + Zuschuss max. 60.000 €,
max. 15.000 € Tilgungszuschuss (mit ISFP-Bonus)
Dachausbau (inkl. Dämmung) 300 - 500 € pro m² BAFA BEG EM bis zu 25 % der Kosten (mit ISFP-Bonus), max. 15.000 €
KfW 262 Kredit + Zuschuss max. 60.000 €,
max. 15.000 € Tilgungszuschuss (mit ISFP-Bonus)
Umfassende Dachsanierung 200 - 300 € pro m² BAFA BEG EM bis zu 25 % der Kosten (mit ISFP-Bonus), max. 15.000 €
KfW 262 Kredit + Zuschuss max. 60.000 €,
max. 15.000 € Tilgungszuschuss (mit ISFP-Bonus)
Dacheindeckung 80 - 130 € pro m² Keine Förderung ohne Dämmung
Flachdachdämmung 45 - 120 € pro m² BAFA BEG EM bis zu 25 % der Kosten (mit ISFP-Bonus), max. 15.000 €
KfW 262 Kredit + Zuschuss max. 60.000 €,
max. 15.000 € Tilgungszuschuss (mit ISFP-Bonus)
Flachdachbegrünung (inkl. Dämmung) 25 - 100 € pro m² BAFA BEG EM bis zu 25 % der Kosten (mit ISFP-Bonus), max. 15.000 €
KfW 262 - Kredit + Zuschuss max. 60.000 €,
max. 15.000 € Tilgungszuschuss (mit ISFP-Bonus)
Flachdachabdichtung 20 - 45 € pro m² Keine Förderung ohne Dämmung
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Antrag auf Dach-Förderung stellen

Bild: Antrag auf Förderung für ein Dach
So stellen Sie den Antrag auf Dach-Förderung | © rawpixel / pixabay.com CC0

Wie anfangs bereits erwähnt wurde, müssen alle Förderungen unbedingt vor einer Dachsanierung beantragt werden. Hinterher bekommen Sie kein Geld mehr! Zudem wird für Förderungen sowohl bei BAFA als auch KfW ein Energieberater benötigt.

Der einfachste Weg für den Antrag ist daher der direkte Gang zum Energieberater (Energie-Effizenz-Experte). Er verschafft sich einen Überblick und stellt die benötigten Dokumente aus, die Sie zum Erhalt der Förderung berechtigen. Ohne diese Dokumente können Sie keine staatliche Förderung beantragen bzw. bekommen.

Energieberater für Förderungen von BAFA und KfW

Bei Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle muss für die BAFA-Förderung nach BEG eine sogenannte technische Projektbeschreibung (TPB) vom Energie-Effizienz-Experten, also einem Energieberater der dena-Expertenliste, ausgestellt worden sein. Erst mit der TBP-ID-Nummer, die anschließend vom BAFA vergeben wird, kann der Förderantrag per Online-Formular gestellt werden. Das wiederum können Sie selbst erledigen, einfacher ist es jedoch, auch diesen Schritt direkt dem Energieberater zu überlassen.

Zur Beantragung der KfW-Förderkredite benötigen Sie den Energieberater vor Beginn der Maßnahme und danach. Zuerst erstellt der Experte eine „Bestätigung zum Antrag” und übermittelt diese an Ihren Finanzierungspartner, z. B. die Hausbank, der dann den Antrag stellt. Damit Sie im Anschluss den Tilgungszuschuss auch erhalten, muss der Energieberater nach Abschluss aller Arbeiten die korrekte Durchführung bestätigen.

Für jeden Förder-Antrag fallen mit Energieberater Kosten um die 300 bis 400 Euro an, aber angesichts der hohen Zuschüsse dürfte diese Summe verschmerzbar sein. Zumal die Möglichkeit besteht, die Dienstleistung des Energieberaters sowohl beim BAFA als auch bei der KfW mitfördern zu lassen. Die zusätzlichen Kosten sind auf jeden Fall berechtigt, da auch Energieberater keine Arbeitszeit zu verschenken haben. Mit Energieheld finden Sie ganz leicht und kostenlos einen passenden Energieberater aus Ihrer Nähe.

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Zusatz-Förderungen und regionale Programme

Neben den bereits genannten Förderungen für Ihr Dach gibt es noch viele regionale und Zusatz-Programme, die wir hier leider nicht alle im Einzelnen aufzählen können. Regionale Förderungen gibt es auf Länderebene und teilweise bieten einzelne Städte auch extra Förderungen für die Erhaltung von bestehendem Wohnraum oder Denkmälern an.

Um keine Förderung ungenutzt zu lassen, sollten Sie sich an einen regionalen Energieberater wenden. Bei beiden Anlaufstellen kann man Ihnen ganz sicher weiterhelfen. Im Internet finden sich auch viele, aber leider nicht alle Informationen.

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