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Neue Hackschnitzelheizung

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Inhaltsverzeichnis

Grundlegendes zur Hackschnitzelheizung

In einer Hackschnitzelheizung werden sogenannte Hackschnitzel oder auch Hackgut verbrannt, um Wärme zu erzeugen. Die Hackschnitzel werden über ein Transportsystem aus einem Lager direkt in die Heizung geleitet - eine Hackschnitzelheizung arbeitet also ebenso wie moderne Öl- oder Gasheizungen vollautomatisch. Die Hackschnitzel selbst bestehen vorwiegend aus Holzresten, einem nachwachsenden Rohstoff. Sie sind also CO2-neutral und zugleich noch extrem günstig.

Aufbau und Funktionsweise einer Hackschnitzelheizung

Der Hauptbestandteil einer Hackschnitzelheizung ist der Heizkessel. In diesem wird der Brennstoff verbrannt, der mithilfe eines automatischen Fördersystems in den Kessel gelangt. Die erzeugte Hitze gelangt dann über Wärmetauscher in den Heizkreislauf. An dieser Stelle wird üblicherweise ein sogenannter Pufferspeicher zwischengeschaltet, um nicht genutzte Wärme für später aufheben zu können.

Dieser Speicher besteht hauptsächlich aus einem großen Wassertank (400 - 1.600 Liter) und einer dicken Dämmschicht, um die Wärmeverluste möglichst gering zu halten. Da auch die Hackschnitzelheizung, genau wie andere Holzheizungen, während der Anfeuerungszeit sehr ineffizient arbeitet, lohnen sich besonders kleine Taktungen, in denen die Anlage über längere Zeit durchheizt und die Wärme in einem entsprechend großen Pufferspeicher zwischengelagert wird.

Die bei der Verbrennung anfallende Asche wird automatisch aus dem Heizkessel entfernt und in eine separate Aschetonne geliefert. Diese Aschetonne sollte, je nach Fassungsvermögen und Verbrauch, circa einmal im Quartal geleert werden. Wie viel Asche anfällt hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem aus welchem Holz die Hackschnitzel bestehen, wie viel Feuchtigkeit noch in ihnen ist und wie gut und durchgehend der Verbrennungsprozess verläuft.

Pufferspeicher für die Hackschnitzelheizung

Bild: Innenansicht einer Hackschnitzelheizung
Das Innenleben einer Hackschnitzelheizung | © Viessmann Werke

Wie bei jeder Holzheizung sollte man einen Pufferspeicher an die Hackschnitzelheizung anschließen, damit keine Energie verloren geht. Eine Hackschnitzelheizung kann ohne Pufferspeicher nicht wirtschaftlich arbeiten.

Nur mit einem Pufferspeicher kann man die Effizienz einer Hackschnitzelheizung voll ausschöpfen und maximale Einsparungen bei den Brennstoffkosten erreichen. Ohne Pufferspeicher können Sie Ihre Hackschnitzelheizung außerdem nicht durch den Staat fördern lassen.

Ein Pufferspeicher ist im Grunde nichts anderes als ein isolierter Wassertank. Von der Hackschnitzelheizung erwärmtes Wasser wird darin gespeichert, bis die Wärme gebraucht wird. Die ideale Größe des Pufferspeichers hängt stark von den Umständen ab: Wie viel Leistung hat die Heizung und wie viel Energie benötigt man direkt zum Heizen?

Wenn man sich entscheidet, einen Pufferspeicher zu verwenden, sollte er mindestens 30 Liter Wasser pro Kilowatt (kW) Nennleistung der Hackschnitzelheizung fassen. Ein größeres Fassungsvermögen ist aber besser. Aber Vorsicht: Auch ein zu großer Pufferspeicher ist nicht gut. Mehr Wasser muss mühsam erhitzt werden und durch die größere Oberfläche geht mehr Wärme verloren, wenn auch langsam. Wie groß der Pufferspeicher Ihrer Hackschnitzelheizung letztendlich sein sollte hängt stark von Ihrem Heizverhalten ab.

Bei einigen Anbietern sind ein oder zwei Pufferspeicher bereits im Paket der Hackschnitzelheizung enthalten. Falls nicht, sollte ein Pufferspeicher nachgekauft werden. Die Kosten betragen dann ca. 1.000 bis 3.000 Euro. Es gibt auch Kombispeicher, die Warmwasser aus dem Tank direkt für den Hausgebrauch zur Verfügung stellen können. Diese kosten oft einige hundert Euro mehr. Wie hoch der Preis genau ist, hängt vor allem vom Fassungsvermögen des Speichers ab.

Hackschnitzelbunker

Hier werden die Hackschnitzel, der Brennstoff der Hackschnitzelheizung, gelagert. Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu tun: In einem Erdbunker, einem Silo, einem abgetrennten Raum oder einfach in einem Container für mehr Mobilität. Egal für was man sich entscheidet, am besten sollte der Lagerplatz in unmittelbarer Nähe der Hackschnitzelheizung sein, damit der Brennstoff gut dorthin transportiert werden kann.

Falls ein bereits vorhandener Raum genutzt werden soll oder Sie einen bauen möchten, sind trockene, gut gelüftete Plätze ideal, damit die Hackschnitzel trocknen und zugleich die Brandgefahr minimiert wird. Falls kein entsprechender Raum vorhanden ist, können Silos oder Container verwendet werden.

Die optisch ansprechendste Variante ist vermutlich das Einrichten eines unterirdischen Bunkers, der durch eine Falltür befüllt wird. So wird das Landschaftsbild nicht gestört obwohl man einen möglicherweise riesigen Lagerraum zur Verfügung hat. Der benötigte Raum für einen Jahresvorrat Hackschnitzel beträgt ca. 1,5 bis 2 Kubikmeter (m³) pro kW Heizlast. Bei 30 kW, dem Richtwert ab dem sich eine Hackschnitzelheizung richtig zu lohnen beginnt, wären das 45 bis 60 m³.

Oft ist ein derart großer Lagerplatz schwer zu realisieren, in dem Fall sollte man sich lieber mit etwas häufigeren Hackschnitzellieferungen zufriedengeben. Empfohlen wird, genug Brennstoff für etwa etwas mehr als drei Monate zu lagern. Die Kosten für den Bau oder die Anschaffung eines entsprechenden Bunkers oder Silos können etwa 1.000 bis 4.000 Euro betragen.

Förderschnecke für Hackschnitzel

Damit das Hackgut brennen kann, muss es zuerst in den Heizkessel der Hackschnitzelheizung gelangen. Bei Hackschnitzeln bietet sich dafür eine Förderschnecke oder ein ähnliches System an. Diese schiebt denn Brennstoff mechanisch über ein Gewinde bis in die Hackschnitzelheizung hinein. Die Vorteile einer Förderschnecke: Sie sind leiser und günstiger, und im Fall von Hackschnitzeln wohl auch zuverlässiger als beispielsweise ein Saugsystem.

Der große Nachteil: Damit eine gewöhnliche Förderschnecke das Hackgut aufnehmen kann, muss das Lager abschüssig sein. Das verursacht weitere Kosten. Es gibt zwar Systeme, die bei der Durchmischung oder Zuführung auf eine Förderschnecke helfen, allerdings sind damit auch wieder zusätzliche Kosten verbunden.

Außerdem sollte man bei der Anschaffung auf Qualität achten, schwache Förderschnecken sind nämlich anfällig für Fehlfunktionen - etwas das man möglichst vermeiden will. Die reinen Kosten für eine Förderschnecke belaufen sich auf etwa 1.700 Euro, abhängig von der Länge des Transportweges.

Der Brennstoff: Hackschnitzel

Hackschnitzel, der Brennstoff der Hackschnitzelheizung, besteht aus klein gehackten Holzresten unterschiedlicher Herkunft, die nicht anderweitig weiterverarbeitet werden können. Eine Nutzung als Brennstoff ist daher nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine ökologische Form der Abfallbeseitigung, da keine zusätzliche Forstwirtschaft oder Holzabbau betrieben werden muss, um diesen Brennstoff zu erzeugen.

Platzbedarf der Hackschnitzel

Hackschnitzel sind enorm günstig, da kaum Arbeit benötigt wird, um sie herzustellen. Weil sie aber nicht weiter verarbeitet oder wie z. B. Pellets gepresst werden, haben sie auch einen sehr großen Platzbedarf. Mehr als den zehnfachen Lagerraum von Öl nimmt der Brennstoff für die Hackschnitzelheizung ein. Das kann eine entsprechende Lagerung schwierig machen. Achten Sie deshalb vorher darauf, ob Sie ausreichend Platz zur Verfügung haben.

Brennwert und Trocknungszeit der Hackschnitzel

Der Brennwert der Hackschnitzel hängt hauptsächlich von zwei Dingen ab: Der Baumart und vor allem dem Wassergehalt. Jede Baumart hat etwas andere Brennwerte. Nadelhölzer haben grundsätzlich einen etwas höheren (etwa fünf Prozent), benötigen dafür aber auch beinahe 50 Prozent mehr Raum zur Lagerung und in der Hackschnitzelheizung. Das höchste Verhältnis von Energiegehalt zu Volumen haben harte Laubhölzer wie Buche, Eiche und Esche.

Infografik: Darstellung des Heizwertes von Hackschnitzeln mit unterschiedlich hohem Wassergehalt
Der Wassergehalt der Hackschnitzel beeinflusst stark, wie effektiv eine Hackschnitzelheizung läuft | © Energieheld

Der wesentlich wichtigere Faktor ist der Wassergehalt. Frisch geschlagenes Holz hat einen Wassergehalt von ca. 50 Prozent und einen Brennwert von gut zwei Kilowattstunden (kWh) pro Kilogramm, ordentlich luftgetrocknetes Holz beinahe den doppelten! 2,5 Kilogramm lufttrockenes Holz ersetzen also etwa wie ein Liter Heizöl.

Gerade weil trockenes Holz besser brennt, ist es beim Kauf auch teurer. Ist genügend Platz vorhanden, können die Hackschnitzel auch zu Hause getrocknet werden. Unter guten Bedingungen können Hackschnitzel in nur zwei Monaten von einem Wassergehalt von über 50 Prozent auf unter 20 Prozent getrocknet werden und so ihren Heizwert verdoppeln.

Vorteile und Nachteile der Hackschnitzelheizung

Eine Hackschnitzelheizung ist auch für größere Objekte problemlos geeignet. In einem solchen Fall trumpft sie auf, denn am effektivsten ist sie, wenn sie stets hohe Leistung bringt. Dann fallen nämlich die ineffizienten Phasen weg, in denen die Hackschnitzel unvollständig verbrannt werden, wodurch die optimale Brennstoffnutzung und die niedrigsten Emissionswerte erreicht werden.

Aber auch wenn das nicht der Fall ist, so sind Hackschnitzel doch einer der günstigsten Brennstoffe für Heizanlagen, und zwar einer, der häufig in großen Mengen regional verfügbar ist und sich mit einem Hacker sogar selbst einfach herstellen lässt. Die Nachteile sind vor allem der sehr hohe Preis für die Anschaffung einer Hackschnitzelheizung. Außerdem benötigen sowohl der Brennstoff als auch die Hackschnitzelheizung selbst eine Menge Platz.

Vorteile einer Hackschnitzelheizung Nachteile einer Hackschnitzelheizung
Relativ leistungsstark  Hohe Investitionskosten
Unschlagbar günstiger Brennstoff, der auch selbst hergestellt werden kann Großer Platzbedarf für die Hackschnitzelheizung und den Brennstoff
Ziemlich geringer CO2-Ausstoß Gelegentliche aber regelmäßige  Ascheentsorgung
Vollautomatischer Betrieb Etwas störanfälliger als eine Pelletheizung

Wann ist eine Hackschnitzelheizung das Richtige für mich?

Bild: Hackschnitzelheizung mit Steuerungseinheit in Keller
Hackschnitzelheizung | © Thorsten Schramm / wikimedia.org CC-BY-SA

Eine Hackschnitzelheizung zeichnet sich vor allem durch hohe Anschaffungskosten und einen sehr günstigen Brennstoff aus. Finanziell lohnend ist eine solche Heizung also nur, wenn die Leistung auch ausgenutzt wird, um die hohen Investitionskosten auszugleichen.

Ansonsten sollte man lieber auf einen kostengünstigeren Holzvergaser zurückgreifen. Ein weiterer bedeutender Faktor ist der relativ hohe Platzbedarf. Für Hausbesitzer mit eigenem Grundstück ist dies nicht unbedingt ein Problem.

Abhängig von der Wohnsituation kann es jedoch ein Ausschlusskriterium sein. Falls Sie also den entsprechenden Platz zur Verfügung haben, die bereitstehende Leistung wirklich ausnutzen können und auch vor der gelegentlichen Reinigung nicht zurückschrecken, könnte eine Hackschnitzelheizung eine extrem kostengünstige Heizmethode für Sie sein.

Kosten und Förderung einer Hackschnitzelheizung

Die Kosten einer Hackschnitzelheizung hängen von vielen Faktoren ab, wobei der Wirkungsgrad am entscheidendsten ist. Während günstige Pakete für einen Preis von ca. 6.000 Euro erworben werden können bezahlt man für eine effizientere Hackschnitzelheizung im gleichen Leistungsbereich bis zu 15.000 Euro und mehr.

Achten Sie außerdem darauf, keinen zu großen Heizkessel zu kaufen, damit Ihre Hackschnitzelheizung möglichst oft unter Volllast läuft und so das Beste aus den Hackschnitzeln herausholt. Hinzu kommen weiterhin die Montagekosten, die zwischen 2.000 und 4.000 Euro betragen können sowie eine eventuelle Modernisierung ihres Heizkreislaufs. Zusammen mit den Ausgaben für die anderen Komponenten kommen Gesamtkosten von 15.000 bis 26.000 Euro zusammen.

Bauteil der Hackschnitzelheizung Kosten
Heizkessel 10.000 - 15.000 €
Brennstofflager 1.500 - 4.000 €
Fördersystem 1.500 - 2.500 €
Pufferspeicher 1.500 - 3.500 €
Abgasanlage 1.000 - 1.500 €
Montage 1.500 - 3.000 €
Zubehör (Verrohrung etc.) 150 - 700 €
Förderung (BAFA-Basisförderung) - 3.500 €
Gesamtkosten 13.500 - 24.500 €

Laufende Kosten einer Hackschnitzelheizung

In puncto laufende Kosten trumpft die Hackschnitzelheizung auf. Hackschnitzel sind einer der günstigsten Brennstoffe die es gibt, selbst im Vergleich zu anderen Holzheizungen. Bei einem Vergleich verschiedener Brennstoffe wird klar: So viel wie bei Hackschnitzeln kann man jährlich sonst nirgends einsparen:

Brennstoff Jährliche Brennstoffkosten*
Heizöl 2.900 €
Erdgas 2.500 €
Pellets 1.900 €
Hackschnitzel [35 % Wassergehalt] 1.100 €

(*bei einem Energieverbrauch von 35.000 kWh, zum 3-Jahres-Durchschnittspreis des jeweiligen Brennstoffes; Stand April 2015)

Die laufenden Kosten für Wartung und Betrieb sind mit etwa 800 bis 900 Euro zwar deutlich höher als beispielsweise bei einer Ölheizung, aber die Ersparnisse durch die sehr niedrigen Brennstoffkosten übersteigen sie bei weitem. Das sorgt dafür, dass sich selbst eine teurere Hackschnitzelheizung nach relativ kurzer Zeit amortisiert.

Förderung der Hackschnitzelheizung

Um die Kosten für eine Hackschnitzelheizung zu verringern können sie einige Förderungen beantragen. Die lohnendste ist hierbei die BAFA-Förderung. Die Basisförderung kann beantragt werden, wenn ihre aktuelle Heizung älter als zwei Jahre ist und die Hackschnitzelheizung einige technische Voraussetzungen erfüllt:

CO-Emission Feinstaubemission Größe Pufferspeicher Höhe der Fördermittel
max. 200 mg pro m³ max. 20 mg pro m³ min. 30 l pro kWh 3.500 €

In diesem Fall würden Sie vom Bund 3.500 Euro für den Kauf ihrer Hackschnitzelheizung erhalten. Zusätzlich gibt es aber noch weitere Fördermöglichkeiten. Zusätzlich können Sie beim Kauf einer Hackschnitzelheizung noch einen günstigen KfW-Förderkredit beantragen, um die hohen Kosten zu schultern.

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