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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nachtspeicherheizung?

Nachtspeicherheizungen gehören zu den Elektroheizungen und stammen aus einer Zeit, als besonders Nachtstrom (Niedertarifstrom) enorm günstig war. In den 50er- und 60er-Jahren sollten möglichst viele Stromkraftwerke auch nachts ausgelastet werden, sodass man Endkunden für diesen Zeitraum sehr günstige Tarife anbot.

Um diesem Szenario gerecht zu werden, speichern die Heizungen über Nacht Wärme und geben diese tagsüber bei Bedarf wieder ab. Dafür werden zum Beispiel auch kein Lagerraum für Brennstoff und keine aufwendige Haustechnik benötigt - eine Nachtspeicherheizung braucht im Grunde nur einen Stromanschluss und wird meist über ein Thermostat gesteuert.

Bild: Energieheld Tipp

Eine Nachtspeicherheizung ist im Jahr 2019 keine adäquate Heizung mehr - da können Hersteller versprechen was Sie möchten. Teilweise liegen die laufenden Kosten bei mehr als 5.000 Euro pro Jahr und unter solchen Umständen hat sich selbst eine Ölheizung in weniger als 5 Jahren amortisiert.

Vorteile und Nachteile einer Nachtspeicherheizung

Bild: Nachtspeicherheizung in Einbausituation
Das Heizen mit Strom ist ineffizient | © Photoseeker / shutterstock.com

Eine Nachtspeicherheizung hat wenige Vorteile und viele Nachteile. Besonders nachteilig sind die laufenden Kosten und der schlechte Gesamtwirkunksgrad.

Nach vielen Jahren Betriebsdauer funktioniert das Speichern der Wärme auch nicht mehr wirklich gut, aber Wärme wird tagsüber trotzdem benötigt - so steigen die Betriebskosten tagsüber noch weiter, weil mit Strom zum Hochtarif nachgeheizt wird.

Von Vorteil ist eigentlich nur die einfache Technik, die praktisch nie gewartet werden muss und auch keinen Schornstein inklusive Schornsteinfeger benötigt. Das war es dann jedoch auch schon mit den Vorteilen.

Vorteil Nachteil
Einfache Technik Hohe laufende Kosten
Keine Wartung notwendig Nachtstrom ist recht teuer geworden
  Schlechter Gesamtwirkungsgrad
  Keine Zentralheizung
  Warmwasser muss gesondert erwärmt werden

Wirtschaftlichkeit und laufende Kosten

Bild: Brennende Schatzkiste, Geld
Verbrennen Sie nicht Ihr Geld | © Pezibear / pixabay.com CC0

In Sachen Wirtschaftlichkeit schneidet eine Nachtspeicherheizung ganz schlecht ab. Vielen Hausbesitzern fehlt natürlich nach vielen Jahren ein echter Vergleich und sie haben sich einfach mit den hohen laufenden Kosten abgefunden.

Zieht man jedoch ein vergleichbares Szenario mit einer echten Zentralheizung heran, dann wird deutlich, wie unwirtschaftlich Elektroheizungen und Nachtspeicher im Speziellen sind. Sofern Sie Ihr Haus noch einige Jahre bewohnen, lohnt sich der Austausch also in jedem Fall.

Laufende Kosten einer Nachtspeicherheizung

Wir gehen bei unserer Berechnung von einem Wärmebedarf (inklusive Warmwasser) von etwa 28.000 Kilowattstunden und einem Strombedarf von etwa 4.500 Kilowattstunden pro Jahr aus. Das entspricht einem Altbau, der bisher wenig oder überhaupt nicht saniert wurde.

Bei solch einem Bedarf bezahlen Sie nur für den Heizstrom zwischen 20 und 23 Cent pro Kilowattstunde. Rechnen wir mit 21 Cent pro Kilowattstunde, dann bezahlen Sie für das Heizen jedes Jahr etwa 5.900 Euro. Pro Nachtspeicherheizkörper sind das im Schnitt 500 bis 700 Euro pro Jahr.

Bild: Wirtschaftlichkeit beim Austausch einer Nachtspeicherheizung
Wirtschaftlichkeit neuer Heizung im Vergleich zum Nachtspeicher | © Energieheld

Kosten & Förderung: Nachtspeicherheizung austauschen

Bild: Heizkörper, Taschenrechner, Bargeld
Heizung tauschen - Geld sparen | © geralt / pixabay.com CC0

Täuschen Sie sich nicht! Der Austausch einer Nachtspeicherheizung ist durchaus mit hohen Kosten verbunden. Günstig wird es erst später, wenn die niedrigen Heizkosten zum Tragen kommen. Insgesamt stehen Ihnen verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung.

Entscheiden Sie sich für eine richtige Zentralheizung, die auch das Warmwasser erwärmen kann, dann müssen im ganzen Haus passende Heizkörper oder eine Fußbodenheizung installiert werden. Bei einem direkten Ersatz durch neue Elektroheizungen fällt dieser Schritt zwar weg, aber die laufenden Kosten dürften nur minimal geringer sein.

Nachtspeicherheizung ersetzen Kosten mit Einbau & Heizkörper
Ölheizung (mit Tank) 19.000 - 22.000 €
Gasheizung (mit Gasanschluss) 17.000 - 20.000 €
Holzheizung 17.000 - 38.000 €
Wärmepumpe 19.000 - 35.000 €

Neue Nachtspeicherheizung einbauen

Auch heute gibt es noch Nachtspeicherheizungen zu kaufen. Rechnen Sie pro Heizkörper etwa mit 600 bis 1.000 Euro und pro Raum etwa mit 1 bis 2 Heizkörpern. Zu empfehlen ist diese Variante allerdings nicht. In diesem Szenario sparen Sie pro Jahr vielleicht ein paar hundert Euro.

Zu Infrarotheizungen wechseln

Beim Verkauf von Infrarotheizungen wird viel getrickst. Fallen Sie nicht darauf rein! Das Heizen mit Strom ist einfach sehr teuer und die versprochenen Einsparungen wirken selbst für Laien sehr unglaubwürdig. Strom kostet mindestens 3 mal so viel wie zum Beispiel Heizöl, aber einige Anbieter werben damit, dass Infrarotheizungen 50 Prozent weniger Heizkosten verursachen. Die Anschaffung für ein ganzes Haus kostet zwischen 4.000 und 7.000 Euro.

Auf eine richtige Zentralheizung umstellen

Ein Wechsel auf eine richtige Zentralheizung ist die beste Lösung für Eigenheimbesitzer. Dabei fallen zwar inklusive Heizkörper bis zu 30.000 Euro an, aber diese Investition zahlt sich schon nach ein paar Jahren aus. Selbst eine Ölheizung steht aus ökonomischer und ökologischer Sicht deutlich besser als eine Nachtspeicherheizung da.

Kosten für Heizkörper oder Fußbodenheizung

Wenn Sie von einer Elektroheizung auf eine richtige Zentralheizung umsteigen, werden im ganzen Haus neue Heizkörper benötigt, da alle modernen Heizungen Wasser als Wärmeträgermedium nutzen. Pro Heizkörper können Sie inklusive Einbau mit etwa 300 bis 500 Euro rechnen und pro Raum mit 2 bis 3 Heizkörpern. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie für die Heizkörper 7.000 bis 10.000 Euro einplanen (zusätzlich zur eigentlichen Heizung).

Wird ohnehin das ganze Haus saniert, können Sie auch über den Einbau einer Fußbodenheizung nachdenken (auch Kombinationen mit Heizkörpern sind möglich). Eine Fußbodenheizung ist energieeffizienter als normale Heizkörper und lässt sich zum Beispiel gut mit einer Wärmepumpe kombinieren. Rechnen Sie bei einer Sanierung mit 70 bis 100 Euro pro Quadratmeter (inklusive Entfernung des alten Bodens).

Förderung für Ihre neue Heizung

Wenn Sie Ihre alte Nachtspeicherheizung ersetzen, erhalten Sie vom Staat dafür Förderung. Beachten Sie unbedingt die notwendigen Fristen und die Antragstellung im Vorfeld! Für normale Ölheizungen oder Gasheizungen erhalten Sie 15 Prozent der gesamten Anschaffung von der KfW als Zuschuss. Bei erneuerbaren Energien ist eher das BAFA zuständig und hier erhalten Sie auch deutlich mehr Geld: In vielen Fällen 3.000 bis 4.000 Euro.

Nachtspeicherheizung ersetzen Institution Förderung
Ölheizung KfW 15 % Zuschuss
Gasheizung KfW 15 % Zuschuss
Holzheizung BAFA mindestens 2.000 - 3.500 € Zuschuss
Wärmepumpe BAFA mindestens 1.300 - 4.500 € Zuschuss

Nachtspeicherheizung mit Photovoltaik betreiben

Auf den ersten Blick erscheint die Kombination aus Nachtspeicherheizung und Photovoltaik-Anlage als sehr vielversprechend. Auf der einen Seite wird Strom gewonnen und auf der anderen Seite genutzt - praktisch, oder? In der Realität benötigt eine Elektroheizung aber deutlich mehr Strom, als eine normale Photovoltaik-Anlage liefern kann.

Hinzu kommt, dass der Strom besonders abends benötigt wird, weil viele Menschen tagsüber arbeiten sind. Gerade abends liefert die PV-Anlage jedoch keinen Strom und auch mit einen Stromspeicher wird das Ganze nicht wirtschaftlicher. Anders sieht das wiederum bei energieeffizienten Wärmepumpen aus. Hier ist die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik sehr zu empfehlen!

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