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Wie funktioniert eine Nachtspeicherheizung?

Nach der im Mai 2013 verlesenen Regierungsklärung sind Nachtspeicherheizungen ein wichtiger Baustein bei der Umstellung zu erneuerbaren Energien. Das heißt, aus Heizungen oder Öfen, die früher mit Strom aus Atom-und Kohlekraftwerken gefüttert wurden, werden, mit Umstellung auf erneuerbare Energien, nun auch "Ökostromspeicher".

Die Nachtspeicherheizung ist eine elektrische betriebene Speicherheizung, die auch unter den Namen Nachtstromspeicherheizung, Nachtspeicherofen und Niedertarifspeicherheizung firmiert. Sie nutzt den Nachtstrom, der sich durch einen günstig angebotenen Strom zu Schwachlastzeiten auszeichnet.

Um den Strom zu nutzen werden zwei Stromzähler benötigt. Diese haben zwei Zählwerke. Ein Zählwerk für den Hochtarif (Tagstrom) und den zweiten für den Niedertarif (Nachtstrom). In das Zählwerk wird von einem Energieversorgungsunternehmen eine Tarifumschaltung eingebaut, die ferngesteuert auf die verschiedenen Tarife umschaltet.

Aus Strom wird Wärme

Der Strom wird in der Heizung zu Wärme umgewandelt und gespeichert. Die Wärme wird in einem Speicherkern aus Magnesit gespeichert. Der Speicherkern kann in der Nachtspeicherheizung Temperaturen von über 500 Grad Celsius erreichen. Der Kern ist gut isoliert, um ein Ausdringen der Wärme zu verhindern. Ein extra angebrachter Thermosensor schützt das Gerät vor einer Überladung und mindert dadurch die Brandgefahr.

Die gespeicherte Wärme wird im Laufe des Tages an den Raum abgegeben. Das erfolgt über einen Lüfter. Der Lüfter der Nachtspeicherheizung saugt kalte Raumluft an und führt sie am Wärmespeicher der Heizung entlang. Dadurch wird die Raumluft erwärmt. Durch einen Thermostat lässt sich die Raumtemperatur entsprechend regeln. Nachtspeicherheizungen werden häufig in kleineren Gebäuden verwendet. Diese sollten keine dauerhafte Heizung benötigen. Ein gutes Beispiel ist das Wochenendhäuschen im Schrebergarten.

Bauarten der Nachtspeicherheizung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Nachspeicherheizungen zu konstruieren. Einige sollen hier kurz vorgestellt werden.

  • Statisch: Wärmeabgabe erfolgt über Strahlung
  • Dynamisch: Wärmeabgabe erfolgt nach Bedarf über einen Ventilator
  • Kombination statisch + dynamisch: weit verbreitete Bauart, Strahlungswärme und bei Bedarf per Ventilator
  • Konvektion: Ober- und Unterseite weisen verschließbare Öffnungen auf. Kühlere Luft erwärmt sich in den Zwischenräumen

Kosten einer Nachtspeicherheizung

Die Anschaffungskosten für eine einzelne Nachtspeicherheizung mit einer Standardleistung von 3 kW belaufen sich zwischen 500 Euro und 800 Euro. Ein zusätzlicher Stromzähler (wie oben beschrieben) kostet weitere 250 Euro. Die Kosten sind je nach Leistungsfähigkeit der Elektroheizung zu unterscheiden. Das heißt, je größer der zu beheizende Raum, desto hoher auch die Kosten für die leistungsstärkere Nachtspeicherheizung.

Vorteile und Nachteile von Nachtspeicherheizungen

Die Entscheidung für oder gegen eine Nachtspeicherheizung ist immer von mehreren Aspekten abhängig. In der folgenden Tabelle haben wir die Vorteile und Nachteile von Nachtspeicherheizungen kompakt zusammengefasst.

Vorteile der Nachtspeicherheizung Nachteile der Nachtspeicherheizung
Geringe Investitionskosten - weder zentrale Heizungseinheit, noch Verteilungssystem notwendig Verwendung von teurem Strom (Öl, Gas, & Pellets sind wesentlich günstiger)
Schneller und unkomplizierter Einbau Geringer Gesamtnutzungsgrad der Heizung
Geeignet für temporär beheizte Gebäude Hohes Allergiepotenzial
 Wartungsarm, i.d.R. störungsfrei Deutlich höhere Betriebskosten
  An kalten Wintertagen muss häufig mit teurerem Tagestrom zugeheizt werden

Grundsätzliche Probleme der Nachtspeicherheizung

Es gibt eine Reihe von problematischen Punkten bei der Nachtspeicherheizung. Diese wollen wir natürlich nicht verschweigen. Problem dieses Konzepts ist, dass viele Energiekonzerne wie z. B. RWE längst keinen günstigen Nachtstrom mehr anbieten. Ihre Optimierungstechniken sind so weit entwickelt, dass für konstante Auslastung auch nachts gesorgt werden kann. Kurz gesagt: Billigen Nachtstrom gibt es nicht mehr. 

Und: Der aus fossilen Energieträgern erzeugte Strom verursacht dreimal so viele CO2-Emissionen wie eine herkömmliche Zentralheizung. Darüberhinaus sorgen die Ventilatoren einer Nachtspeicherheizung dafür, dass in den zu beheizenden Räumen ständig Staub- und Schmutzpartikel zirkulieren. Weitere Infos zu der Nachtspeicherheizung, vor allem zu seiner Technik, finden Sie hier.

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