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Förderung der KfW (Kredite / Zuschüsse)

Bild: KfW Logo
Förderung durch die KfW | © Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert viele Maßnahmen rund um die energetische Sanierung und den Kauf eines energieeffizienten Eigenheims. Die aktuelle Förderung der KfW wird allerdings am 01.07.2021 durch die BEG abgelöst. Doch auch jetzt hat sich bei der KfW durch die Einführung der BEG schon etwas geändert: Der Zuschuss KfW 430 für die Altbau-Sanierung mit Einzelmaßnahmen ist in die BEG EM Zuschuss des BAFA übergegangen.

Aktuell steht von der KfW für Einzelmaßnahmen nur der Kredit KfW 152 bis zu 50.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden Einzelmaßnahmen zur Dämmung der Gebäudehülle (z. B. das Dach oder die Fassade) und der Einbau neuer Fenster und Türen. Außerdem erhält man für einen Fernwärmeanschluss, den Einbau einer Lüftungsanlage, sowie die Optimierung bestehender Heizungen Förderung.

Im Rahmen der Effizienzhaus-Sanierung der KfW (KfW 430 / KfW 151) können neben der Gebäudehülle und Fenstern auch Solarthermie-Anlagen und Heizungen (keine Ölheizungen) gefördert werden. Hier ist ein Zuschuss bis zu 48.000 Euro möglich, die maximale Kreditsumme (KfW 151) liegt bei 120.000 Euro. Die Programme KfW 430 und KfW 151 / 152 sind untereinander nicht kombinierbar. Auch mit den Programmen des BAFA sind sie nicht kumulierbar. Sie können allerdings mit dem Baukindergeld KfW 424 kombiniert werden. Darüber hinaus vergibt die KfW Förderungen für Brennstoffzellen (KfW 433).

Außerdem fördert die KfW den Bau energieeffizienter Häuser. Hierfür steht zum einen das Programm KfW 153 zur Verfügung. Zum anderen können Familien mit Kindern auf das Baukindergeld KfW 424 zurückgreifen. Dafür muss die Baugenehmigung allerdings bis spätestens zum 31.03.2021 erteilt, bzw. der Kauf bis dahin notariell beglaubigt sein. Wurde die Baugenehmigung erst nach dem 31.03.2021 erteilt bzw. der Kauf eines Bestandsbaus erst danach notariell beglaubigt, erlischt die Förderfähigkeit und das Baukindergeld kann nicht mehr beantragt werden.

Ist die Förderfähigkeit gegeben, können Anträge noch bis zum 31.12.2023 gestellt werden. Danach endet das Programm KfW 424 Baukindergeld. Diese Programme können auch untereinenader kombiniert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den zinsgünstigen Ergänzungskredit KfW 167 zur Finanzierung einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien zu nutzen. Dieser ist mit allen Heizungsförderprogrammen kombinierbar. Der Antrag auf Förderung muss bei der KfW immer vor Beginn der Bautätigkeiten vor Ort zusammen mit einem Energie-Effizienz-Experten (in dena-Expertenliste geführter Energieberater) gestellt werden.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 5-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Förderungen des BAFA (Zuschüsse)

Bild: Bargeld
Förderung durch das BAFA | © stux / pixabay.com CC0

Mit der Einführung der BEG zum 01.01.2021 hat sich die Zuständigkeit des BAFA nach 2020 abermals erweitert. Durch die Zusammenlegung der Zuschuss-Förderung für Sanierungen von Bestandsbauten mit Einzelmaßnahmen in der BEG EM ist das BAFA jetzt neben der Heizungs-Förderung auch für die Förderung von energetischen Sanierungs-Maßnahmen an der Gebäudehülle verantwortlich.

Das Zuschussprogramm KfW 430 für Einzelmaßnahmen existiert daher nicht mehr. Außerdem stehen mit der Einführung der BEG EM neue Boni zur Verfügung. Für eine Heizung die teilweise oder ganz auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet erhält man vom BAFA nach BEG EM 20 bis 35 Prozent der förderfähigen Kosten von 60.000 Euro - also bis zu 21.000 Euro Förderung.

Inklusive aller Boni, kann die Förderung sogar auf 55 Prozent der Kosten anwachsen. Das entspricht einer Summe von 33.000 Euro. Für die Sanierung der Gebäudehülle als Einzelmaßnahme erhält man vom BAFA einen Zuschuss von mindestens 20 Prozent der Kosten von höchstens 60.000 Euro, maximal also 12.000 Euro. Inklusive Boni können es sogar 15.000 Euro werden. Das gilt auch für die Installation von Anlagentechnik (außer Heizung!) und die Heizungsoptimierung. Zudem stehen für Fachplanung und Baubegleitung (Energieberatung) bis zu 50 Prozent der der förderfähigen Kosten von höchstens 5.000 Euro, also maximal 2.500 Euro als Förderung vom BAFA zur Verfügung.

Und tatsächlich muss man für die Sanierungen der Gebäudehülle oder die Installation von Anlagentechnik (außer Heizung!) einen Energie-Effizienz-Experten (Energieberater der dena-Expertenliste) in die Maßnahme(n) mit einbinden um eine Förderung zu erhalten. Diese liegt bei Der Antrag ist immer VOR der vertraglichen Auftragsvergabe zu stellen. Ansonsten erhält man keine Förderung. Für die Installation von Heizungen oder deren Optimierung reicht dagegen eine Fachunternehmererklärung solange kein iSFP-Bonus beantragt wird. Den Bonus erhält man für die Umsetzung von Maßnahmen die in einem individuellen Sanierungsfahrplan empfohlen wurden. Für den iSFP-Bonus muss der Energieberater (EE-Experte) die korrekte Umsetzung gemäß iSFP bestätigen.

Steuern sparen

Steuerersparnisse sind eigentlich kein neues Instrument der Förderung energetischer Sanierungen. Bisher fristete diese Form der Förderung jedoch ein Schattendasein, da die möglichen Förderbeträge und die Auswahl der förderfähigen Maßnahmen verglichen mit den Förderungen von KfW und BAFA eher begrenzt waren. So wurde die steuerliche Förderung überwiegend dann genutzt, wenn Sanierer oder Hausbauer es versäumt hatten, die entsprechenden Anträge rechtzeitig bei KfW oder BAFA zu stellen und dadurch keinen Anspruch mehr auf deren Förderungen hatten.

Das hat sich mit dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung zu Beginn des Jahres 2020 geändert. In diesem Programm sind die Möglichkeiten Steuern zu sparen deutlich verbessert worden. Sie sind auch für sehr teure Einzelmaßnahmen oder Kombinationen daraus geeignet. Gefördert werden können alle Gewerke, die auch beim BAFA oder der KfW förderfähig sind. Es gelten ähnliche Fördervoraussetzungen bzw. Mindeststandards wie bei der KfW. Insgesamt kann man so 20 Prozent der bei 200.000 Euro gedeckelten förderfähigen Kosten, also maximal 40.000 Euro, Steuern sparen. Die steuerliche Förderung ist nicht mit der BEG oder den aktuellen Programmen der KfW kombinierbar

Und noch einen Haken hat die steuerliche Förderung. Um sie vom Finanzamt zu erhalten, ist es sinnvoll einen Steuerberater hinzuzuziehen. Dieser ist jedoch kein Experte für energetische Sanierungen. Deshalb sollte man zusätzlich einen Energieberater mit einbinden. Denn andernfalls muss man sich darauf verlassen, dass die ausführenden Fachunternehmer die Fördervoraussetzungen erfüllen. Da es in diesem Fall keine Planung eines Energieberaters gibt, kann es durchaus passieren, dass die Förderfähigkeit nicht gegeben ist. Außerdem fehlt die abschließende unabhängige Qualitätskontrolle der durchgeführten Maßnahmen.

Regionale Förderung

Die Förderung der Bundesländer ist sehr viel spezifischer als die des Bundes. Häufig bietet sich die Möglichkeit der Kombination mit verschiedensten Programmen der KfW oder anderen bundesweit wirkenden Subventionen. Diese Förderungen machen aber oft nicht alles leichter, denn sie sind keineswegs nur an die geografischen Fakten gebunden, sondern beinhalten häufig eine Vielzahl von Sonderregelungen, Mindestanforderungen und sind zum Teil nur für speziell ausformulierte Maßnahmen verfügbar.

Wichtig ist primär, dass die wichtigsten regionalen Förderungen bei der ersten Sondierung nicht unterschlagen werden, auch wenn sie auf den ersten Blick sehr kompliziert anmuten. Je mehr Zuschüsse man für eine Sanierung kombinieren kann, desto eher amortisieren sich die gewählten Maßnahmen. Sollten Sie Frage dazu haben, nutzen Sie unser Kontakformular. Unsere Berater helfen Ihnen gerne.

Bundesland Förderinstitut
Hamburg IFB Förderung Hamburg
Mecklenburg-Vorpommern LFI Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern
Bayern LfA Förderbank; Energie-Atlas
Sachsen-Anhalt IB
Nordrhein-Westfalen NRW-Bank
Berlin/Brandenburg ILB
Berlin IBB
Bremen BAB
Hessen WI Bank
Thüringen Aufbaubank Thüringen
Baden-Württemberg L-Bank
Sachsen AufbauBank
Saarland SiKB
Rheinland-Pfalz ISB
Niedersachsen NBank
Schleswig Holstein IB.SH

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