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Förderung der KfW (Kredite / Zuschüsse)

Bild: KfW Logo
Förderung durch die KfW | © Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert viele Maßnahmen rund um die energetische Sanierung und den Kauf eines energieeffizienten Eigenheims. Seitdem die KfW am 01.07.2021 die BEG eingeführt hat, bietet auch sie eine erhöhte Förderung für energetische Sanierungen und energieeffiziente Neubauten an.

Für die Sanierung mit Einzelmaßnahmen bietet die KfW in der BEG EM als Alternative zur Zuschuss-Förderung des BAFA mit dem neuen Programm KfW 262 einen zinsgünstigen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von 20 bis 35 Prozent der Kreditsumme - also maximal 12.000 bis 21.000 Euro.

Gefördert werden Einzelmaßnahmen zur Dämmung der Gebäudehülle (z. B. das Dach oder die Fassade) und der Einbau neuer Fenster und Türen. Außerdem erhält man Förderung für die Installation einer Heizung die teilweise oder ganz auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet (keine Ölheizung), den Einbau einer Lüftungsanlage, sowie die Optimierung bestehender Heizungen. Zudem steht für die Umsetzung einer in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlenen Maßnahme ein iSFP-Bonus von 5 Prozent zur Verfügung, sodass der Tilgungszuschuss auf 15.000 bis 24.000 Euro steigt.

Für eine Heizung die teilweise oder ganz auf Basis ernbeuerbarer Energien arbeitet kann man darüber hinaus auch eine Öl-Austauschprämie in Höhe von 10 Prozent erhalten, wenn sie eine alte Ölheizung ersetzt. Handelt es sich um eine emissionsarme Holzheizung, kann man mit dem Innovationsbonus weitere 5 Prozent Förderung erhalten. So kann man insgesamt bis zu 55 Prozent der Kreditsumme bzw. max. 33.000 Euro Förderung erhalten. Außerdem bietet die KfW noch eine Zuschuss-Förderung bis zu 34.300 Euro für die Installation einer Brennstoffzellen-Heizung (Programm KfW 433).

Sanierung zum Effizienzhaus

Für Sanierungen nach Effizienzhaus-Standard bietet die KfW in der BEG WG für Wohngebäude mit dem Programm KfW 261 einen zinsgünstigen Kredit bis zu 150.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss bis zu 75.000 Euro. Durch die Einführung der BEG WG ist die Förderung im Vergleich zum Vorgängerprogramm KfW 151 um knapp 30.000 Euro gestiegen.

Alternativ zum Kredit gibt es mit dem Programm KfW 461 auch einen einmaligen Zuschuss bis zu 75.000 Euro - auch hier ist die Förderung gegenüber dem Programm KfW 430 um knapp 30.000 Euro gestiegen. Um die Förderung zu erhalten, müssen jedoch die Fördervoraussetzungen erfüllt werden. Welche das sind, können Sie von Ihrem Energie-Effizienz-Experten (dena zertifizierter Energieberater) erfahren.

Neubau nach Effizienzhaus-Standard

Für Neubauten nach Effizienzhaus-Standard steht im Programm KfW 261 ebenfalls ein Kredit bis 150.000 Euro zur Verfügung. Der Tilgungszuschsuss kann dann bis zu 37.500 Euro betragen. NEU: Mit dem Programm KfW 461 steht erstmals auch ein Zuschuss für Neubauten zur Verfügung. Bis zu 37.500 Euro Förderung können Sie so erhalten. Sollte die Baugenehmigung für den Neubau bereits vor dem 31.03.2021 vorgelgen haben, kann man zudem noch bis 31.12.2023 das Baukindergled KfW 424 in Anspruch nehmen.

Antrag auf Förderung stellen

Der Antrag auf Förderung muss in der BEG WG der KfW immer vor Baubeginn (als solche zählt bereits die schriftliche Auftragsvergabe) unter Mitwirkung eines Energie-Effizienz-Experten (in dena-Expertenliste geführter Energieberater) gestellt werden. In der BEG EM ist er für die Sanierung von Heizungen zwar nicht vorgeschreiben. Hier reicht die Fachunternehmerklärung aus.

Zu empfehlen ist seine Verpflichtung trotzdem, zumal man auch nur mit seiner Mitwirkung einen iSFP-Bonus beantragen kann. Außerdem muss er den iSFP natürlich auch vor Maßnahmenbeginn erstellen. Für die Förderung der Sanierung der Gebäudehülle, die Sanierung von Anlagentechnik und Fachplanung und Baubegleitung ist seine Mitwirkung ohnehin Pflicht.

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Förderungen des BAFA (Zuschüsse)

Bild: Bargeld
Förderung durch das BAFA | © stux / pixabay.com CC0

Mit der Einführung der BEG zum 01.01.2021 hat sich die Zuständigkeit des BAFA nach 2020 abermals erweitert. Durch die Zusammenlegung der Zuschuss-Förderung für Sanierungen von Bestandsbauten mit Einzelmaßnahmen in der BEG EM ist das BAFA jetzt neben der Heizungs-Förderung auch für die Förderung von energetischen Sanierungs-Maßnahmen an der Gebäudehülle verantwortlich.

Das Zuschussprogramm KfW 430 für Einzelmaßnahmen existiert daher nicht mehr. Außerdem stehen mit der Einführung der BEG EM neue Boni zur Verfügung. Für eine Heizung die teilweise oder ganz auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet erhält man vom BAFA nach BEG EM mindestens 20 bis 35 Prozent der förderfähigen Kosten von 60.000 Euro - also bis zu 21.000 Euro Förderung.

Inklusive aller Boni, kann die Förderung sogar auf 55 Prozent der Kosten anwachsen. Das entspricht einer Summe von 33.000 Euro. Für die Sanierung der Gebäudehülle als Einzelmaßnahme erhält man vom BAFA einen Zuschuss von mindestens 20 Prozent der Kosten von höchstens 60.000 Euro, maximal also 12.000 Euro. Inklusive Boni können es sogar 15.000 Euro werden. Das gilt auch für die Installation von Anlagentechnik (außer Heizung!) und die Heizungsoptimierung. Zudem stehen für Fachplanung und Baubegleitung (Energieberatung) bis zu 50 Prozent der der förderfähigen Kosten von höchstens 5.000 Euro, also maximal 2.500 Euro als Förderung vom BAFA zur Verfügung.

Und tatsächlich muss man für die Sanierungen der Gebäudehülle oder die Installation von Anlagentechnik (außer Heizung!) einen Energie-Effizienz-Experten (Energieberater der dena-Expertenliste) in die Maßnahme(n) mit einbinden um eine Förderung zu erhalten. Dabei ist der Antrag immer VOR der vertraglichen Auftragsvergabe zu stellen. Ansonsten erhält man keine Förderung. Für die Installation von Heizungen oder deren Optimierung reicht dagegen eine Fachunternehmererklärung solange kein iSFP-Bonus beantragt wird. Den Bonus erhält man für die Umsetzung von Maßnahmen die in einem individuellen Sanierungsfahrplan empfohlen wurden. Für den iSFP-Bonus muss der Energieberater (EE-Experte) die korrekte Umsetzung gemäß iSFP bestätigen. Außedem muss er den iSFP vor Maßnahmenbeginn erstellen.

Steuern sparen

Steuerersparnisse sind eigentlich kein neues Instrument der Förderung energetischer Sanierungen. Bisher fristete diese Form der Förderung jedoch ein Schattendasein, da die möglichen Förderbeträge und die Auswahl der förderfähigen Maßnahmen verglichen mit den Förderungen von KfW und BAFA eher begrenzt waren. So wurde die steuerliche Förderung überwiegend dann genutzt, wenn Sanierer oder Hausbauer es versäumt hatten, die entsprechenden Anträge rechtzeitig bei KfW oder BAFA zu stellen und dadurch keinen Anspruch mehr auf deren Förderungen hatten.

Das hat sich mit dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung zu Beginn des Jahres 2020 geändert. In diesem Programm sind die Möglichkeiten Steuern zu sparen deutlich verbessert worden. Sie sind auch für sehr teure Einzelmaßnahmen oder Kombinationen daraus geeignet. Gefördert werden können alle Gewerke, die auch beim BAFA oder der KfW förderfähig sind. Es gelten ähnliche Fördervoraussetzungen bzw. Mindeststandards wie bei der KfW. Insgesamt kann man so 20 Prozent der bei 200.000 Euro gedeckelten förderfähigen Kosten, also maximal 40.000 Euro, Steuern sparen. Die steuerliche Förderung ist nicht mit der BEG oder den aktuellen Programmen der KfW kombinierbar

Und noch einen Haken hat die steuerliche Förderung. Um sie vom Finanzamt zu erhalten, ist es sinnvoll einen Steuerberater hinzuzuziehen. Dieser ist jedoch kein Experte für energetische Sanierungen. Deshalb sollte man zusätzlich einen Energieberater mit einbinden. Denn andernfalls muss man sich darauf verlassen, dass die ausführenden Fachunternehmer die Fördervoraussetzungen erfüllen. Da es in diesem Fall keine Planung eines Energieberaters gibt, kann es durchaus passieren, dass die Förderfähigkeit nicht gegeben ist. Außerdem fehlt die abschließende unabhängige Qualitätskontrolle der durchgeführten Maßnahmen.

Regionale Förderung

Die Förderung der Bundesländer ist sehr viel spezifischer als die des Bundes. Häufig bietet sich die Möglichkeit der Kombination mit verschiedensten Programmen der KfW oder anderen bundesweit wirkenden Subventionen. Diese Förderungen machen aber oft nicht alles leichter, denn sie sind keineswegs nur an die geografischen Fakten gebunden, sondern beinhalten häufig eine Vielzahl von Sonderregelungen, Mindestanforderungen und sind zum Teil nur für speziell ausformulierte Maßnahmen verfügbar.

Wichtig ist primär, dass die wichtigsten regionalen Förderungen bei der ersten Sondierung nicht unterschlagen werden, auch wenn sie auf den ersten Blick sehr kompliziert anmuten. Je mehr Zuschüsse man für eine Sanierung kombinieren kann, desto eher amortisieren sich die gewählten Maßnahmen. Sollten Sie Frage dazu haben, nutzen Sie unser Kontakformular. Unsere Berater helfen Ihnen gerne.

Bundesland Förderinstitut
Hamburg IFB Förderung Hamburg
Mecklenburg-Vorpommern LFI Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern
Bayern LfA Förderbank; Energie-Atlas
Sachsen-Anhalt IB
Nordrhein-Westfalen NRW-Bank
Berlin/Brandenburg ILB
Berlin IBB
Bremen BAB
Hessen WI Bank
Thüringen Aufbaubank Thüringen
Baden-Württemberg L-Bank
Sachsen AufbauBank
Saarland SiKB
Rheinland-Pfalz ISB
Niedersachsen NBank
Schleswig Holstein IB.SH

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