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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Kerndämmung

Bild: Plattenbau in Neubrandenburg
Wohnblock mit Kerndämmung | © WikimediaImages / pixabay.com CC0

Kerndämmung bedeutet im Kern nichts weiter als dass eine Dämmung nicht auf einer Fläche (Wand, Dachstuhl, Geschossdecke) angebracht wird, sondern innerhalb einer zweischaligen Konstruktion installiert wird.

Während WDVS auf der Innen- oder Außenseite einer Wand angebracht wird und dadurch verschiedene Einschränkungen mit sich bringt (gestalterische Einschränkung außen, leichte Beschädigung innen), gibt eine Kerndämmung dem Bewohner innen wie außen die maximale gestalterische Freiheit.

Kerndämmung im Neubau

Im Neubau werden für gewöhnlich Matten aus Mineralwolle oder pflanzlichen Fasern als Kerndämmung verwendet. Der große Vorteil gegenüber harten Materialien wie WDVS ist, dass die Matten sich perfekt aneinander anpassen und kleinere Fehler im Zuschnitt verzeihen. 

Die Matten werden beim Bau des Hauses einfach auf der Innenschale der Mauer aufgebracht, bevor die Außenschale (Klinker oder andere) zur Versiegelung der Dämmung hochgezogen wird. Alternativ gibt es auch noch die Möglichkeit Dämmstoffe einzublasen, nachdem die Außenschale hochgezogen wurde.

Einsatzbereiche, Vorteile und Nachteile

Während Ihnen im Neubau natürlich alle Alternativen zur Dämmung offen stehen, bietet die Nutzung einer Kerndämmung neben der gestalterischen Freiheit vor allem einen Kostenvorteil. Auch mit einer hinterlüfteten Vorhangfassade sind Sie gestalterisch frei, diese kostet aber deutlich mehr als eine Kerndämmung. Mit der Nutzung der ebenfalls teureren WDVS-Dämmung sind Sie mehr oder minder auf eine verputzte Außenwand festgelegt.

Mögliche Dämmstoffe

Die gängigsten Dämmstoffe, die bei einer Kerndämmung genutzt werden, sind synthetische Materialien wie EPS / Styropor, Mineralwolle oder aber biologisch abbaubare Materialien wie Holzfaser oder Stroh. All diese Dämmstoffe werden für die Kerndämmung zu Matten gepresst und mit einer Dampfbremse versehen.

(Kern-) Einblasdämmung im Altbau

Bild: EPS Kerndämmung
Kerndämmung mit EPS | © Jan Janzen / NordDämm

Im Altbau ist die Kerndämmung mit Matten nicht möglich, weswegen alternativ auf eine Einblasdämmung zurückgegriffen werden kann. Hierfür werden Löcher in die Innen- oder Außenschale der Mauer gebohrt und das lose Füllmaterial durch diese in den Hohlraum geblasen.

Auch Dachstühle, Geschossdecken und Keller lassen sich auf diese Art und Weise im Altbau dämmen. Eventuell ist in diesen Fällen die zusätzliche Installation eines Dämmsacks oder die Konstruktion einer hölzernen Verschalung notwendig, um den Dämmstoff aufzunehmen.

Einsatzbereiche, Vorteile und Nachteile

Während eine Einblasdämmung nicht ganz so effektiv ist wie eine nachträgliche Dämmung mit WDVS, kostet sie nur einen Bruchteil des Preises. Der entscheidende Punkt bei der Sanierung eines Altbaus mit Einblasdämmung ist das Vorhandensein eines zweischaligen Mauerwerks.

Während in Norddeutschland die meisten Altbauten auf diese Art errichtet wurden, sieht dies im Süden des Landes anders aus. Ohne zweischaliges Mauerwerk ist zumindest die Fassadendämmung mit einer Einblasdämmung nicht möglich. Im Dachstuhl oder bei Geschossdecken gibt es die Möglichkeit, eine extra Verschalung zu bauen.

Ablauf einer Einblasdämmung

Quelle: © Energieheld / NordDämm (Jan Janzen) / youtube.com

Mögliche Dämmstoffe

Die Dämmstoffe bei einer Einblasdämmung sind letztlich dieselben wie bei einer Kerndämmung im Neubau. Der Unterschied ist, dass die Dämmstoffe in diesem Fall nicht zu Matten gepresst, sondern lose verarbeitet werden.

EPS / Styropor wird in einzelnen Kügelchen geliefert, Mineralwolle und Pflanzenfasern in einfachen Flocken. Im Mauerwerk setzen sich diese Stoffe ab und bilden selbstständig eine dämmende Schicht.

Übliche Kosten für eine Kerndämmung

Die nachträgliche Dämmung Ihrer Fassade kostet etwa 4.000 Euro bei einem Einfamilienhaus. Die Dämmung von Dachstuhl oder Geschossdecke liegen in ähnlichen Preiskategorien. Zwischen 2.000 und 3.000 Euro müssen Sie hierfür einplanen.

Maßnahme Kosten pro m² Kosten Gesamt
Fassade 15 - 30 € 2.000 - 4.000 €
Dachstuhl 50 € 5.000 €
Geschossdecke (begehbar) 40 - 60 € 2.400 - 3.600 €
Geschossdecke (nicht begehbar) 15 - 25 € 900 - 1.500 €
Keller 15 - 30 € 900 - 1.800 €
Flachdach 15 - 30 € 1.200 - 2.400 €

Im Neubau lassen sich diese Kosten nicht so genau abschätzen, da Sie am ehesten für das Gesamtpaket bezahlen werden und die einzelnen Kostenpunkte des Baus nicht genau trennbar sind. Die reinen Materialkosten liegen aber in einem ähnlichen Bereich wie bei der Einblasdämmung.

Energieheld-Whiteboard zur Fassadendämmung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 3 gängigen Arten, die Kosten* und die Förderungen der Fassadendämmung.

*ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.

Förderung und Zuschüsse

Bild: Goldenes Sparschwein
Geld sparen mit Förderung | © QuinceMedia / pixabay.com CC0

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt sowohl für energetische Sanierungen als auch für Neubauten nach Effizienzhausstandard umfangreiche Förderung zur Verfügung. Die wichtigsten Programme für Hausbesitzer sind die Kredite 151 / 152 sowie der Zuschuss 430.

Über einen Kredit erhalten Sie für eine Altbausanierung nach Effizienzhausstandard bis zu 100.000 Euro zu günstigen Konditionen. Für eine Einzelmaßnahme können Sie immerhin noch bis zu 50.000 Euro beantragen. Alternativ unterstützt die KfW Sie mit dem Zuschuss 430 mit bis zu 30.000 Euro bei einer Gesamtsanierung.

Mit bis zu 5.000 Euro können Einzelmaßnahmen bezuschusst werden. Für Bauherren interessant ist der Kredit 153. Über diesen können Sie bis zu 100.000 Euro für Ihren Neubau erhalten, sofern Sie nach einem der Effizienzhausstandards bauen.

Nachträglicher Einbau von Fenstern und Türen

Bei einer bestehenden Kerndämmung sind nachträgliche Mauerdurchbrüche und somit Türen und Fenster problemlos zu realisieren. Die genutzten Matten können mit wenig Aufwand zugeschnitten werden und Fehler können einfach ausgeglichen werden. Bei einer Einblasdämmung existiert das Problem des losen Dämmmaterials. Um ein Herausrieseln bei späteren Bauarbeiten zu verhindern, kann es aber auch im Nachhinein verdichtet werden.