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Luft-Wärmepumpe gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

So funktioniert die Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe funktioniert - wie alle Wärmepumpen - nach dem Prinzip des umgekehrten Kühlschranks: Sie nutzt die Umgebungswärme und gibt sie letztlich an den Heizkreislauf ab. Dazu saugt die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Ventilator Außenluft an und entzieht dieser über einen Wärmetauscher die Wärme, die auf ein flüssiges Kältemittel übertragen wird.

Das Kältemittel verdampft und zirkuliert in einem Kreislauf zur eigentlichen Wärmepumpe. Dort wird der Dampf dann mithilfe von Strom komprimiert, wodurch er sich weiter erhitzt. Die so erzeugte Wärme wird dann über einen weiteren Wärmetauscher an den Heizkreislauf und das Trinkwasser abgegeben. Währenddessen „entspannt” sich das Kältemittel und fließt zum Ventilator / Wärmetauscher zurück. Dort beginnt der Prozess von vorn, sodass sich ein Kreislauf ergibt.

Bild: Energieheld Tipp

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist preiswert in der Anschaffung. Außerdem kann sie in jedem gut gedämmten Haus installiert werden, ohne dass dafür eine Genehmigung nötig ist. Zudem ist sie sehr effizient und sorgt so für niedrige Heizkosten.

Mit Außenluft heizen?

Es klingt unglaublich, aber dieses Prinzip funktioniert auch im Winter bzw. bei Temperaturen unter 0 Grad. Die Übertragung der minimalen Restwärme der Außenluft reicht aus, um das Kältemittel auch bei Minustemperaturen zu verdampfen. So kann es in der Wärmepumpe unter Druck verdichtet werden, was dazu führt, dass die Wärme durch den Druck enorm steigt und so zum Heizen und zum Erwärmen des Brauchwassers genutzt werden kann. Mit diesem Prinzip kann man aus 1 Kilowattstunde Strom selbst im Winter bis zu 4,5 Kilowattstunden Heizenergie generieren.

Bild: Infografik Wärmepumpen

Partner: Spezieller Wärmepumpentarif von Polarstern Energie

Schnell erklärt: Die Wärmepumpe im Überblick

In diesem Energieheld-Whiteboard geben wir einen Überblick über die wichtigsten Informationen zur Wärmepumpe. Die Angaben zu den Kosten sind stets nur ungefähre Näherungswerte und sollen lediglich als grobe Richtwerte dienen.

Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich im Januar 2020 geändert. Alle Veränderung im Überblick finden Sie hier.

Quelle: © Energieheld / youtube.com

Vorteile, Nachteile und Besonderheiten

Bild: Luft-Wasser-Wärmepumpe am Haus
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe | © Viessmann Werke

Zu den Vorteilen der Luft-Wasser-Wärmepumpe gehört, dass sie verglichen mit Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen relativ preiswert in der Anschaffung ist. Durch mögliche Förderungen sinken die Investitionskosten weiter, sodass sie nur wenig teurer als eine Gas-Brennwertheizung ist.

Zudem ist sie sehr effizient und im Vergleich zu Gasheizungen und Ölheizungen im Betrieb deutlich günstiger. Außerdem braucht man keine Genehmigungen, um die Wärmequelle zu erschließen. Eine weitere Besonderheit ist, dass sie - wie alle Wärmepumpen - in Kombination mit einer Fußbodenheizung besonders effizient arbeitet, da diese mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 35 Grad bestens auskommt. So lassen sich die Stromkosten für den Betrieb senken.

Speist man die Wärmepumpe zudem mit Strom aus einer Photovoltaik-Anlage, sinken die Betriebskosten noch weiter. Zu den Nachteilen zählt, dass die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Winter nicht so effizient ist, wie etwa Erd-Wärmepumpen oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen es sind. Dadurch hat sie höhere Heizkosten als diese. Außerdem kann sie - wie alle Wärmepumpen - nur in gut gedämmten Gebäuden wirtschaftlich arbeiten. Zudem verursachen einige Modelle einen höheren Geräuschpegel, weshalb sie in einem gewissen Abstand zum eigenen Haus sowie zum Nachbarn aufgestellt werden müssen.

Vorteile Luft-Wasser-Wärmepumpe Nachteile Luft-Wasser-Wärmepumpe
Dank Förderung in der Anschaffung fast so preiswert wie Gas-Brennwertheizung Nicht so effizient wie Sole-Wasser-Wärmepumpe oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Sehr effizient, hoher Wirkungsgrad Gebäude muss gut gedämmt sein, da die Wärmepumpe mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet
Niedrige Brennstoffkosten Geräuschentwicklung beim Betrieb
Wärmequelle leicht erschließbar und nicht genehmigungspflichtig  
Effizienz kann mit Fußbodenheizung und Photovoltaik-Anlage noch gesteigert werden  

Kosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen durchschnittlich bei ca. 15.000 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für die Wärmepumpe selbst, das Zubehör und die Installation. Dabei können die Kosten - je nach Bauart - variieren: Außen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpen sind etwas teurer als innen aufgestellte. Außerdem entstehen natürlich Betriebskosten für Wärmepumpen-Strom und die Wartung der Heizung.

Kosten für den Einbau

Die Kosten für die Montage einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen zwischen 2.000 und 4.000 Euro. Dabei ist die Höhe der Einbaukosten auch von der Bauart abhängig. Außerdem können im Altbau zusätzliche Kosten durch notwendige Umbauten entstehen. Für die sehr empfehlenswerte Installation einer Fußbodenheizung müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen.

Bauteil Kosten
Luft-Wasser-Wärmepumpe ab ca. 13.000 €
Montage ca. 2.000 - 4.000 €
Gesamtkosten 15.000 - 17.000 €

Stromverbrauch und laufende Kosten

Der Stromverbrauch einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,5 liegt bei einem 4 Personen Haushalt in einem Einfamilienhaus (Bestandsbau) mit 140 Quadratmetern und einem jährlichen Wärmebedarf von 28.000 Kilowattstunden etwa bei 1.700 Euro. Wobei der Begriff „Stromverbrauch” irreführend ist, da Strom nicht verbraucht, sondern genutzt wird. Letztlich fließt der Strom nämlich über den Minuspol wieder ab, sodass man also für dessen Nutzung zahlt.

Der Preis pro Kilowattstunde liegt bei 0,21 Euro. Dabei handelt es sich um einen gesonderten Tarif für Wärmepumpen. Bei der Berechnung wichtig zu beachten ist der hohe Wirkungsgrad der Wärmepumpe: Teilt man den jährlichen Wärmebedarf durch die JAZ (3,5) erhält man den Wert, den man mit dem Preis pro Kilowattstunde multiplizieren muss, um die Stromkosten zu erhalten. Weitere laufende Kosten von ca. 50 Euro entstehen durch die jährliche Wartung.

Bauart Wärmepumpe Stromkosten pro Jahr Wartungskosten pro Jahr Gesamtkosten pro Jahr
Luft-Wasser-Wärmepumpe ca. 1.700 € ca. 50 € ca. 1.750 €

Förderung von BAFA und KfW

Bild: Förderung für Luft-Wasser-Wärmepumpe
Förderung für Luft-Wasser-Wärmepumpe | © Alexander Raths / shutterstock.com

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt für Luft-Wasser-Wärmepumpen im Neubau wie im Altbau immer eine Förderung von mindestens 35 Prozent der Investitionskosten, sofern sie die Fördervoraussetzungen erfüllen (Mindest-JAZ Altbau: 3,5 / Neubau: 4,5). Das entspricht einer durchschnittlichen Fördersumme von ca. 5.200 Euro.

Wenn die Wärmepumpe eine alte Ölheizung ersetzt, erhält man sogar 45 Prozent als Förderung. Außerdem werden im Altbau auch noch Umfeldmaßnahmen wie die Installation einer Fußbodenheizung mitgefördert. Diese steigert die Effizienz der Wärmepumpe noch einmal deutlich und senkt so zusätzlich die Heizkosten.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Wärmepumpen nur noch anteilig im Rahmen von Komplettsanierungen oder Neubauten nach Effizienzhaus-Standard. Bei einer Sanierung können Sie zwischen dem Programm KfW 430 (Zuschuss) und dem Programm KfW 151 (Kredit mit Zuschuss) wählen. Der Zuschuss liegt - je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard - bei maximal 48.000 Euro. Der Kredit umfasst ein Darlehen von höchstens 120.000 Euro und einen Tilgungszuschuss von maximal 48.000 Euro.

Im Neubau stehen Ihnen mit dem Programm KfW 153 ein Kredit von bis zu 120.000 Euro und ein Zuschuss von maximal 30.000 Euro zur Verfügung. Dabei lässt sich das Programm KfW 153 im Gegensatz zu den Programmen KfW 430 und KfW 151 mit der Förderung des BAFA kombinieren. Das ist auch zu empfehlen, da Sie so die zur Verfügung stehende Förderung auf Bundesebene optimal ausnutzen. Auf Länderebene und auf regionaler Ebene stehen weitere Förderungen bereit. Fragen hierzu beantworten unsere Berater Ihnen gern.

Förderinstitut Förderprogramm Kosten Luft-Wasser-Wärmepumpe Förderung Kosten abzgl. Förderung
BAFA „Heizen mit Erneuerbaren Energien" ca. 15.000 € 35 % der Investitionskosten ca. 9.750 €
BAFA „Öl-Austauschprämie" 45 % der Investitionskosten ca. 8.250 €
KfW Zuschuss KfW 430 „Energieeffizient Sanieren" 40 % der Investitionskosten (anteilig an Gesamtkosten der Sanierung von maximal 120.000 €) ca. 9.000 €
KfW Kredit KfW 151 „Energieeffizient Sanieren" 40 % der der Kreditsumme von maximal 120.000 € ca. 9.000 €
KfW Kredit KfW 153 „Energieeffizient Bauen" 30 % der der Kreditsumme von maximal 120.000 € ca. 10.500 €
KfW Kredit KfW 167 „Ergänzungskredit” zinsgünstiger Kredit bis zu 50.000 € ca. 15.000 €

Hersteller und Wärmepumpen im Vergleich

Wärmepumpen sind im Neubau inzwischen Standard. Daher hat eigentlich jeder größere Heizungshersteller heutzutage auch Wärmepumpen im Programm. Dementsprechend ist es schwierig, Ihnen eine auch nur annähernd vollständige Übersicht zum aktuellen Angebot bereitzustellen. In der folgenden Tabelle haben wir trotzdem einmal bedeutende Hersteller mit einer Auswahl ihrer gängigsten Produkte und deren wichtigsten Kenndaten zusammengestellt.

Hersteller Modell Energiequelle Kühlung möglich? Nennwärme-Leistung Jahresarbeitszahl (JAZ)
AIT (alpha innotec) Alira V Line LWCV 82R1/3 Strom ja 7 - 10 kW bis 4,6
NIBE F2120 Strom ja 8 - 20 kW bis 4,9
Viessmann Vitocal 300-A Strom ja 7 - 14 kW bis 4,6
Vaillant aro THERM split Strom ja 12 kW bis 5,1
Bosch Junkers CS7400iAW 7 Strom ja 7 kW bis 4,6

Lautstärke: Wann sind Wärmepumpen zu laut?

Bild: Luft-Wasser-Wärmepumpe Außenaufstellung
Außen aufgestellte Wärmepumpe | © Palatinate Stock / shutterstock.com

Die Schallgrenze für den Tagbetrieb (50 Dezibel) halten moderne Wärmepumpen eigentlich immer ein. Um die Grenzwerte nachts (30 Dezibel) ebenfalls einzuhalten sollte die Wärmepumpe entsprechend aufgestellt werden. Der ausführende Installateur-Betrieb weiß in der Regel was zu beachten ist.

Tatsächlich ist die vielerorts erwähnte hohe Schallemission von Luft-Wasser-Wärmepumpen ein Mythos der noch aus den Anfangsjahren dieser Bauart stammt. Heutzutage treten solche Probleme meist auf, wenn die Wärmepumpe defekt ist oder fehlerhaft installiert wurde. Davon mal abgesehen sind Öl-Heizungen unter Volllast auch nicht gerade leise.

Sollte es trotzdem zu Problemen mit dem Schallschutz kommen, kann man das Problem aber auch lösen, indem man eine Split-Wärmepumpe installiert. Bei dieser steht der Geräusch verursachende Kompressor auf einem geräuschabsorbierenden Fundament im Gebäude während die Außeneinheit die Restwärme aus der Umgebungsluft zieht. Dadurch sinkt der Schallpegel erheblich, sodass die Grenzwerte eingehalten werden können.

Lieber eine andere Wärmepumpe wählen?

Wenn man der Rentabilität einer Wärmepumpe die oberste Priorität beimisst, ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Vergleich mit anderen Wärmepumpen nicht unbedingt die erste Wahl. Wer langfristig mehr Geld sparen will, der sollte über die Anschaffung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe oder einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe nachdenken.

Zwar kosten diese in der Anschaffung etwas mehr. Dafür arbeiten sie aber auch deutlich effizienter als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Dadurch amortisieren sich die zusätzlichen Investitionskosten auf die Lebensdauer betrachtet recht deutlich. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht inklusive Kosten für Anschaffung, Betrieb, Wartung und einer jährlichen Preissteigerung von 3 Prozent.

Bauart Jahr 1 Jahr 10 Jahr 20 Jahr 25 Jahr 30
Luft-Wasser-Wärmepumpe 12.800 € 45.200 € 92.900 € 122.500 € 156.900 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe 19.000 € 47.400 € 89.300 € 115.400 € 145.600 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 22.200 € 50.700 € 92.600 € 118.700 € 148.900 €

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