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Heizung mit Förderung

kostenlose Angebote | regionale Betriebe | 100% unverbindlich

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Förderung für Heizungen

Meistens rentiert sich der Kauf einer effizienteren neuen Heizung selbst dann schon, wenn die bestehende Anlage erst 15 Jahre alt ist. Doch die hohen Anschaffungskosten schrecken Eigenheimbesitzer häufig ab. Um den Anreiz für die Anschaffung einer neuen Heizung zu erhöhen, gibt es deshalb Förderung vom Staat.

Eine Förderung für eine Heizung erhalten Sie in der Regel dann, wenn diese auch oder ausschließlich erneuerbare Energien nutzt oder neben Wärme auch noch Strom erzeugt. Letztlich sind nur klassische Elektroheizungen wie die Nachtspeicherheizung, Kohleheizungen und Ölheizungen jeder Art von jeglicher Förderung ausgeschlossen.

Bild: Energieheld Tipp

Die Förderung für neue Heizungen kann auf den ersten Blick ein erschreckend komplexes Thema sein. Wer keine Zuschüsse verpassen möchte, der sollte sich unbedingt an einen Energieberater wenden oder den Energieheld-Service nutzen. Primär ist wichtig, dass Sie die Förderung immer VOR der schriftlichen Auftragsvergabe für den Einbau der neuen Heizung beantragen.

Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

Alle Heizungen samt Förderung im Vergleich

Hier haben wir für Sie alle gängigen Heizungen samt Förderung und den dazugehörigen Förder-Instituten und ihren Programmen aufgelistet. Dabei haben wir uns auf die direkte Förderung von Einzelmaßnahmen im Altbau beschränkt. Effizienzhaus-Sanierungen wurden genau wie die Neubauförderung nicht berücksichtigt.

Seit Beginn des Jahres 2020 ist vor allem das BAFA mit dem Programm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ für die Förderung von Heizungen zuständig. Die KfW hat sich aus der Förderung der Heizung als Einzelmaßnahme weitgehend zurückgezogen. Die KfW fördert im Altbau nur noch die Brennstoffzelle (KfW 433) und den Anschluss an ein Fernwärmenetz KfW 430 / 152).

Heizung Institution Förderung
Öl-Brennwertheizung - -
Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready“ (späterer Ausbau zur Hybridheizung mit EE*-Heizung) BAFA „Heizen mit erneuerbaren Energien“ 20 % der förderfähigen Kosten
Gas-Hybridheizung (mit EE*-Heizung) BAFA „Heizen mit erneuerbaren Energien“ 30 % der förderfähigen Kosten
Gas-Hybridheizung (z. B. mit einer Holzheizung) BAFA „Öl-Austauschprämie“ 40 % der förderfähigen Kosten
Holzheizungen, Wärmepumpen, EE*-Hybridheizung BAFA „Öl-Austauschprämie“ 45 % der förderfähigen Kosten
Pelletheizung BAFA „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ 35 % der förderfähigen Kosten
Hackschnitzelheizung BAFA „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ 35 % der förderfähigen Kosten
Scheitholzvergaser BAFA „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ 35 % der förderfähigen Kosten
Wärmepumpe (Luft-Wasser) BAFA „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ 35 % der förderfähigen Kosten
Wärmepumpe (Sole-Wasser) BAFA „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ 35 % der förderfähigen Kosten
Wärmepumpe (Wasser-Wasser) BAFA „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ 35 % der förderfähigen Kosten
Solarthermie BAFA „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ 30 % der förderfähigen Kosten
Elektroheizungen - -
BHKW (kein Öl!) BAFA „Mini KWK Zuschuss“ maximal 3.500 € + KWK Zuschlag in Höhe von 0,08 €/kWh ins Stromnetz eingespeistem Strom vom BAFA
Brennstoffzelle (kein Öl!) BAFA „Mini KWK Zuschuss“ / KfW 433 Zuschuss KfW 433 5.700 € + 450 € je 100 Wattel, maximal aber 28.200 €, oder wahlweise einen Zuschuss von mindestens 1.900 €, maximal aber 3.500 € + KWK Zuschlag in Höhe von 0,08 €/kWh ins Stromnetz eingespeistem Strom vom BAFA
Fernwärme KfW 430 Zuschuss von 20 % der förderfähigen Kosten, maximal 10.000 €
KfW 152 Kredit von höchstens 50.000 € + Tilgungszuschuss bis 20 % der Kreditsumme, maximal 10.000 €

* Erneuerbare Energien

Antrag für die Heizungs-Förderung stellen

Egal ob Sie sich für eine Förderung des BAFA oder der KfW entscheiden, der Antrag muss heutzutage immer vorab eingereicht werden. Sie sollten deshalb die genauen Regelungen kennen, damit Sie keine Förderung verpassen. Im Nachhinein ist keine Bewilligung mehr möglich. Die Antragsstellung ist bei KfW und BAFA genau geregelt, aber nicht sehr kompliziert. Den benötigten Energieberater finden Sie hier.

Förderung Voraussetzung Antrag stellen
KfW-Förderung Kostenvoranschlag muss vorliegen, Antrag muss zusammen mit einem Energieberater gestellt werden Vor Umsetzung der Maßnahme (Als Baubeginn gilt der Start der Bauarbeiten vor Ort)
BAFA-Förderung Ausgefüllter Förderantrag, unterschriebene Fachunternehmererklärung, Kostenvoranschlag Vor Umsetzung der Maßnahme (Als Baubeginn gilt der Vertragsabschluss mit dem ausführenden Unternehmen)

Antrag nach Umsetzung / Einbau stellen

Sollten Sie es verpasst haben, den Antrag rechtzeitig einzureichen, dann gibt es keinen offiziellen Weg, um für die neue Heizung im Nachhinein noch Zuschüsse vom BAFA oder der KfW zu erhalten. In einem solchen Fall können Sie die neue Heizung nur noch durch eine Steuererstattung fördern lassen und so Steuern sparen. Allerdings müssen auch hier Fördervoraussetzungen wie bei der KfW oder dem BAFA erfüllt werden.

Energieberater und Zusatz-Kosten

Für alle KfW-Förderungen benötigen Sie einen Energieberater, der den Antrag stellt und die sachgemäße Durchführung der Arbeiten überwacht. Dieser notwendige Service kostet Sie meist um die 150 Euro - von der restlichen Förderung bleibt also noch genug übrig. Außerdem können Sie sich die Kosten für den Energieberater teilweise fördern lassen - sowohl die KfW als auch das BAFA bieten hier Programme an.

Sollten Sie den Energieberater für eine Förderung der KfW (KfW 430, KfW 151/152, KfW 153) in Anspruch nehmen, können Sie mit dem Programm KfW 431 einen einmaligen Zuschuss von 50 Prozent der Kosten, maximal aber 4.000 Euro als Förderung erhalten. Das BAFA fördert Energieberatung grundsätzlich mit 80 Prozent der Kosten, maximal aber 1.300 Euro (EFH / ZFH bzw. 1.700 Euro (MFH)**. Eine Kombination beider Programme ist nicht möglich.

** EFH = Einfamilienhaus; ZFH = Zweifamilienhaus; MFH = Mehrfamilienhaus

KfW-Förderung für Ihre neue Heizung

KfW Logo
Die KfW fördert Sie | © Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Seit Jahresbeginn 2020 fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Heizungen als Einzelmaßnahme nur noch in Ausnahmefällen: Hierzu gehört die Brennstoffzelle, die mit dem Programm KfW 433 gefördert wird. Dabei erhält man einen Zuschuss von mindestens 6.150 Euro.

Außerdem fördert die KfW mit den Sanierungs-Programmen KfW 430 und KfW 152 den Anschluss ans Fernwärmenetz. Hier ist ein Zuschuss von 20 Prozent der förderfähigen Kosten bzw. der Kreditsumme - maximal also 10.000 Euro - möglich. Im Rahmen des Programms KfW 152 erhält man zudem einen Kredit von 50.000 Euro.

Ansonsten gibt es von der KfW für Heizungen keine direkte Förderung mehr. Eine indirekte Förderung findet jedoch über die Effizienzhaus-Sanierung der Programme Zuschuss KfW 430 und Kredit KfW 151 statt. Allerdings wird die Heizung hier nur anteilig an den Gesamtkosten der Sanierung gefördert. So stellt das Programm KfW 151 einen zinsgünstigen Kredit von höchstens 120.000 Euro sowie einen Tilgungszuschuss von 40 Prozent, also maximal 48.000 Euro zur Verfügung.

Das Programm KfW 430 gewährt dagegen einen einmaligen Zuschuss von 40 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 Euro. Das entspricht einem Zuschuss von maximal 48.000 Euro. Dabei sind die Förderprogramme von KfW und BAFA im Altbau - anders als im Neubau - für die Heizung nicht kombinierbar. Weitere Informationen über die Förderung im Neubau können Sie hier finden.

Art der Förderung Einzelmaßnahme
(Nur Fernwärme)
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
Zuschuss
KfW 430
(ohne Kredit)
20 % der förderfähigen Kosten,
maximal 10.000 € Zuschuss pro Wohneinheit
bis zu 40 % der förderfähigen Kosten,
bis zu 48.000 € Zuschuss pro Wohneinheit
Kredit
KfW 151/152
(inkl. Zuschuss)
Kredit von höchstens 50.000 €
+ Tilgungszuschuss von 20 %, maximal 10.000 € pro Wohneinheit
Kredit von höchstens 120.000 € + Tilgungszuschuss von 40 %, maximal 48.000 € pro Wohneinheit

Bedingungen für die Förderung sind:

  • Die Bauanzeige oder der Bauantrag müssen vor dem 01.02.2002 gestellt worden sein.
  • Der Antrag muss vor Beginn der Sanierung durch einen Energieberater gestellt werden.
  • Die neue Heizung darf kein Öl als Brennstoff nutzen.
  • Die neue Heizung darf keine klassische Elektroheizung sein.
  • Die technischen Fördervoraussetzungen müssen erfüllt werden.
  • Es muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.

Maßnahmepakete: Heizung und Lüftung

In der Vergangenheit konnte man für Heizungs- und Lüftungsanlagen einen erhöhten Fördersatz erhalten. Zudem bestand die Möglichkeit, über die Kombination verschiedener Maßnahmen mit einer neuen Heizung oder Lüftung eine höhere Förderung zu bekommen. Ein Beispiel: Hat man zusätzlich zur Anschaffung einer neuen Heizung auch noch die Geschossdecke gedämmt, so hat man für die Dämmung den gleichen erhöhten Fördersatz wie für die Heizung erhalten.

Dieses sogenannte Heizungs- und Lüftungspaket gibt es seit Jahresbeginn 2020 nicht mehr. Da die Förderung für Einzelmaßnahmen aber insgesamt auf 20 Prozent erhöht wurde, haben Sie dadurch keine Nachteile. Im Gegenteil: Sie erhalten jetzt für jede förderfähige Maßnahme die erhöhte Förderung und die liegt sogar noch 5 Prozentpunkte über der des Heizungs- und Lüftungspakets. Heizungen selber werden vom BAFA und der KfW mit mindestens 20 Prozent gefördert, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Auch hier erhalten Sie also mehr Förderung.

Förderung für notwendige Zusatzarbeiten (Umfeldmaßnahmen)

Beim Einbau einer neuen Heizung wird nicht immer einfach nur ein neuer Kessel eingebaut. Steigen Sie zum Beispiel von einer Elektroheizung auf eine Gasheizung um, dann müssen auch alle Wände aufgestemmt werden, um dort neue Leitungen zu verlegen und Heizkörper zu installieren. Hinterher werden diese Öffnungen dann wieder verschlossen, neu tapeziert und gestrichen.

Außerdem muss natürlich auch ein Gas-Anschluss gelegt werden. Für diese und noch eine ganze Palette weiterer Maßnahmen gilt die KfW-Förderung ebenfalls. Die neue Heizung kostet vielleicht nur 8.000 Euro, aber mit allen Zusatzarbeiten kommt man schon auf 12.000 Euro, sodass die Förderung auch auf die Gesamtkosten von 12.000 Euro bezogen ist.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

BAFA-Förderung für eine neue Heizung

Bild: BAFA Förderung
Förderung des BAFA | © stux / pixabay.com CC0

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt ausschließlich einmalige Zuschüsse als Förderung. Dabei erfolgt die Förderung im Gegensatz zu früher nicht mehr durch Festbeträge, sondern prozentual an den förderfähigen Gesamtkosten.

Dadurch ist die Förderung im Vergleich zu den Festbeträgen früherer Tage deutlich gestiegen. Gefördert werden nur Heizungen, die teilweise oder ausschließlich erneuerbare Energien als Brennstoff nutzen oder neben Wärme auch Strom erzeugen.

BAFA Förderung im Altbau

Im Altbau können Sie durch das Förderprogramm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ für eine Gas-Brennwertheizung, die später mit einer Komponente auf Basis erneuerbarer Energien zur Hybridheizung ausgebaut wird, 20 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet bekommen. Modernisieren Sie Ihre alte Heizung gleich zu einer fertig ausgebauten Gas-Hybridheizung, erhalten Sie 30 Prozent der Investitionskosten als Förderung.

Für die Anschaffung einer Solarthermie-Anlage erhalten Sie ebenfalls eine Förderung in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Nutzen Sie ausschließlich erneuerbare Energien zum Heizen (z. B. Wärmepumpe, Holzheizung, Hybridheizung aus beidem), sind sogar 35 Prozent der Kosten als Förderung möglich. Außerdem kann man durch das BAFA Programm „Mini KWK Zuschuss“ eine Förderung von maximal 3.500 Euro für eine Brennstoffzelle oder ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erhalten.

Ölheizung ersetzen - Prämie kassieren

Die höchste Förderung für die Neuanschaffung einer Heizung erhalten Sie im Rahmen der „Öl-Austauschprämie“ für den Austausch einer alten Ölheizung. Wenn Sie eine mindestens 2 Jahre alte Ölheizung durch eine Gas-Hybridheizung mit einer Komponente auf Basis erneuerbarer Energien ersetzen, erhalten Sie 40 Prozent der förderfähigen Kosten statt der üblichen 30 Prozent. Tauschen Sie die Ölheizung gegen eine Heizung, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzt, sind es sogar 45 Prozent - also knapp die Hälfte der Investitionskosten.

Kombination mit anderen Förderprogrammen

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die Förderung für zentrale Holzheizungen, Solarthermie-Anlagen, Brennstoffzellen und Wärmepumpen, Hybridheizungen mit einer Komponente auf Basis erneuerbarer Energien sowie Brennstoffzellen und BHKW gewährt wird. Gegebenenfalls müssen Sie allerdings abgewägen, ob Sie die Förderung der KfW oder des BAFA in Anspruch nehmen wollen, um den maximal möglichen Förderbetrag für Ihre Heizung zu bekommen.

Eine Kombination der Programme KfW 430, KfW 151 und der Förderprogramme des BAFA für dieselbe Maßnahme ist nicht möglich. Im Neubau können Sie hingegen Förderungen von KfW und BAFA kombinieren. Außerdem ist generell eine Kombination der BAFA-Förderung mit regionalen Fördermitteln möglich, solange es nicht zu einer Überförderung kommt. D. h., dass die Förderung die Investitionskosten nicht übersteigen darf.

Bedingungen für die BAFA-Förderung (Förder-Voraussetzungen)

Um eine Förderung des BAFA in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie bestimmte Fördervoraussetzungen erfüllen. So muss die bestehende Heizung bei einer Sanierung zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 2 Jahre in Betrieb sein. Außerdem muss der Antrag VOR dem Baubeginn, also im Falle der BAFA Förderung vor der schriftlichen Auftragsvergabe, gestellt werden. Wird er erst danach gestellt, ist keine Förderung mehr möglich. Wird die Förderung bewilligt, muss der Förderbetrag binnen 12 Monaten abgerufen und nachweislich für das Vorhaben genutzt werden.

Neben diesen allgemeinen Förder-Bedingungen müssen die zu fördernden Anlagen - je nachdem, ob es sich um einen Neubau oder eine Altbausanierung handelt - die jeweiligen technischen Mindestanforderungen erfüllen. Da das BAFA unterschiedliche Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien fördert und die Bedingungen je nach Heizungstyp sowie Altbausanierung und Neubau variieren, können wir hier keine weiteren allgemeingültigen Hinweise geben. Detailliertere Informationen zu den Förderbedingunen der jeweiligen Heizungstypen in Alt- und Neubau finden Sie direkt auf der Website des BAFA unter dem Stichpunkt „Heizen mit Erneuerbaren Energien“.

Weitere Bonus-Förderungen beim BAFA

Neben der Anschaffung energieeffizienter und umweltfreundlicher Heizungs-Anlagen fördert das BAFA weitere Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung einer Heizung stehen - man spricht hier auch von förderfähigen Investitionskosten. Dazu zählen neben den Kosten für Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme der Anlage selbst auch die sogenannten Umfeldmaßnahmen.

Unter Umfeldmaßnahmen werden gemeinhin zwingend notwendige Arbeiten verstanden, die in direktem Zusammenhang mit der Vorbereitung oder Umsetzung einer förderfähigen Maßnahme erfolgen. Allerdings wird dabei zwischen der Förderung für den Altbau und den Neubau unterschieden: Eine grobe Übersicht finden Sie in der Tabelle unten:

Gebäudeart Förderfähige Anlagen-Kosten Förderfähige Nebenkosten (Umfeldmaßnahmen)
Bestandsbau Anschaffungskosten Heizung Ersteinrichtung, Sanierung oder Umgestaltung eines Technikraumes inklusive aller Arbeiten
Montage und Installation Brennstoff-Aufbewahrung: Flüssiggastanks, Brennholzbunker, Silos inkl. Installation und aller erforderlicher Facharbeiten, die mit der Installation zusammenhängen
Inbetriebnahme Sanierung der Abgassysteme und Schornsteine (Brennwerttechnik): Anschaffung und Installation
Erschließungskosten für Wärmequelle (z. B. Erdsondenbohrung, Erdarbeiten für Erdwärmekörbe etc.) Wärmeverteilung und Wärmeübergabe: Anschaffung und Installation energieeffizienter Umwälzpumpen, Flächenheizungen inkl. Estrichlegung, Bodenbelägen, Wandverkleidungen und Putzarbeiten; inkl. hydraulischem Abgleich, Umstellung von Einrohrsystem auf Zweirohrsystem
Wärmetauscher Warmwasserbereitung: Kosten für die Effizienzsteigerung bestehender Anlagen, Umstellung von dezentraler auf zentrale Warmwasserbereitung inkl. Installation
Anbindung der Wärmequelle an Wärmepumpenanlage Demontagearbeiten: Demontage und Entsorgung alter Heizkörper, Heizkessel inkl. aller Sonderabfälle sowie Demontage und Entsorgung alter Öltanks inkl. Wiederherstellung der Außenanlage
Brennstoffförderung für Biomasseanlagen Kosten für Beratungs- und Planungsleistung in Zusammenhang mit der förderfähigen Maßnahme
Wärmespeicher  
Mess- Steuer- und Regelungstechnik zur Optimierung des Heizungsbetriebes  
Neubau Anschaffungskosten der Heizung Brennstoff-Aufbewahrung: Silo inkl. Montage
Montage und Installation Kosten für Beratungs- und Planungsleistung in Zusammenhang mit der förderfähigen Maßnahme
Inbetriebnahme  
Erschließungskosten der Wärmequelle (inkl. Probebohrungen, Aushubarbeiten für Erdwärmekörbe, Brunnenbohrung etc. etc.)  
Brennstoffförderung für Biomasse-Heizungen  
Installation von Brennwerttechnik oder Partikelabscheider für Biomasse-Heizungen  
Mess- Steuer- und Regelungstechnik zur Optimierung des Heizungsbetriebes  
Wärmespeicher (Anschaffung und Installation)  

Förderfähige Kosten in der Altbau-Sanierung

Im Gebäudebestand werden neben der Anschaffung der neuen Heizung selber alle Kosten gefördert, die bis zum Anschluss der Heizung an das Wärmeverteilsystem entstehen. Darüber hinaus fördert das BAFA energetische Optimierungen der Wärmeverteilung. Dazu gehören z. B. die Dämmung der Rohrleitungen, der Ersatz alter Heizkörper durch eine Flächenheizung oder Niedertemperaturheizkörper, die Modernisierung der Warmwasserbereitung sowie alle für die neue Heizung notwendigen Sanierungen und Umbauten von Heizungsräumen und Schornsteinen bzw. Abgasanlagen.

Förderfähige Kosten im Neubau

Im Neubau gestaltet sich die Förderung der Umfeldmaßnahmen deutlich übersichtlicher. Letztlich sind alle Arbeiten bis zum Anschluss an das Wärmeverteilsystem in den Kosten inbegriffen. Dazu gehören auch Brunnenbohrungen oder Erdwärmebohrungen für Wärmepumpen oder die Installation von Brennwerttechnik oder Partikelabscheider für Holzheizungen. Alles Weitere, wie etwa das Wärmeverteilsystem (Fußbodenheizungen oder Niedertemperatur-Heizkörper) oder Brennstofflager (Pelletlager, Hackschnitzelbunker) werden im Neubau NICHT mit gefördert.

Heizungsoptimierung

Beim BAFA gibt es neben der Förderung von Heizungen noch eine Förderung zur Heizungsoptimierung. Diese soll Hausbesitzer dazu motivieren, ihre Heizungen so zu optimieren, dass das energetische Potenzial der Anlage möglichst voll ausgeschöpft und die Energieeffieizenz der Heizung maximal gesteigert werden. So soll der CO2-Ausstoß minimiert werden. Die Förderung gilt selbstverständlich nur für Bestandsbauten. Auch bei der Heizungsoptimierung werden ausschließlich einmalige Zuschüsse vergeben.

Dabei erhält man vom BAFA 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten, maximal aber 25.000 Euro pro Standort. Damit hat sich die Förderung für derlei Maßnahmen gegenüber früher teilweise verdreifacht. Das Anreizprogramm Energeieeffizienz (APEE) und zahlreiche andere Zusatzförderungen existieren dagegen nicht mehr - sie sind durch die deutlich erhöhte Heizungs-Förderung des BAFA ersetzt worden. Lediglich die Bonus-Förderung zur Heizungsoptimierung von BHKW existiert noch: Sie beträgt 25 Prozent der Basisförderung. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Maßnahmen zur Heizungsoptimierung.

Förderfähige Investitionen zur Heizungsoptimierung BAFA-Förderung
Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Umwälzpumpen und Wasser-Zirkulationspumpen 30 % der Nettoinvestitionskosten, maximal 25.000 Euro pro Standort
Hydraulischer Abgleich bestehender Heizungssysteme
Anschaffung und Installation von voreinstellbaren Thermostatventilen
Anschaffung und Installation von Einzelraumtemperaturreglern
Anschaffung und Installation von Strangventilen
Anschaffung und Installation von Technik zur Volumenstromregelung
Anschaffung und Installation separater Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
Anschaffung und Installation eines Pufferspeichers
Professionelle Einstellung der Heizkurve
Installation von Brennwerttechnik für BHKW (Wärmeeffizienz-Bonus) 25 % der Basisförderung, maximal 875 €

Steuererklärung - Sanierungskosten von der Steuer absetzen

Die Möglichkeit Kosten für die Sanierung des Eigenheims von der Steuer abzusetzen ist nicht neu. Allerdings ist die Möglichkeit so Steuern zu sparen deutlich ausgeweitet worden. Das gilt sowohl für das Portfolio der förderfähigen Sanierungs-Maßnahmen als auch für die Höhe der Steuererstattung. Grundsätzlich sind alle Maßnamhmen, die von KfW und BAFA gefördert werden, auch im Rahmen der steuerlichen Abschreibung förderfähig.

Dabei können Sie 20 Prozent der Investitionskosten von höchstens 200.000 Euro, also maximal 40.000 Euro über drei Jahre beim zuständigen Finanzamt geltend machen. Allerdings müssen die zu fördernden Maßnahmen auch die gleichen Fördervoraussetzungen wie bei der KfW und dem BAFA erfüllen. Deshalb ist die Einbindung eines Energieberaters in Planung und Durchführung dringend zu empfehlen.

Der Energieberater kann schon im Vorfeld erkennen, wo Sanierungsbedarf besteht, die richtigen Maßnahmen auswählen und ggf. beantragen, die gewerkeübergreifende Durchführung koordinieren und abschließend eine Qualitätskontrolle durchführen. Eine Kombination mit Förderungen von KfW oder BAFA ist ausgeschlossen. Zudem ist eine Steuererstattung nur für mindestens 10 Jahre alte Bestandsbauten möglich.

Regionale Förderungen

Bild: Regionale Förderung für Heizungen
Vergessen Sie nicht die regionalen Förderungen | © flyupmike / pixabay.com CC0

Einige Gemeinden, Landkreise und Bundesländer bieten weitere Förderungen an, die zudem häufig mit den Programmen von KfW und BAFA kombiniert werden können.

Eine ganzheitliche Übersicht würde hier natürlich den Rahmen sprengen. Am besten fragen Sie einfach Ihren Energieberater oder machen sich im örtlichen Rathaus schlau - da wird man Sie an die entsprechenden Stellen verweisen. Bekannte Beispiele für regionale Förderungen finden Sie hier:

Region Heizungs-Förderung
Hamburg IFB
Hannover proKlima
Nordrhein-Westfalen progres.nrw
Bayern 10.000-Häuser-Programm

Förderung für Heizungen im Neubau

Bei Neubauten gestaltet sich die Förderung für Heizungen etwas anders, weil hier im Normalfall der Kredit KfW 153 genutzt wird, der für das ganze Gebäude gilt - die Heizung ist dabei also inklusive. Anders als im Altbau können Sie Programme von KfW und BAFA allerdings ganz leicht kombinieren - was auch zu empfehlen ist, da Sie so die maximale Förderung für Ihre Heizung bzw. Ihren Neubau erhalten.

Konkret steht Ihnen von der KfW für den Neubau eines Effizienzhauses ein Kredit von 120.000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich dazu vergibt die KfW noch einen Tilgungszuschuss von höchstens 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Das entspricht einer Förderung von maximal 30.000 Euro. Dieser Zuschuss hilft Ihnen bei der Tilgung des Kredits. Das BAFA fördert im Neubau grundsätzlich nur Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien sowie BHKW und Brennstoffzellen.

So erhält man für Solarthermie-Anlagen 30 Prozent der föderfähigen Kosten und für Wärmepumpen, Holzheizungen und Hybridheizungen aus beidem 35 Prozent der förderfähigen Kosten als Förderung. Für die Anschaffung und Installation eines BHKW oder einer Brennstoffzelle erhalten Sie im Rahmen des Programms maximal 3.500 Euro zuzüglich des KWK Zuschlags in Höhe von 0,08 Euro pro Kilowattstunde.

Dafür müssen die Heizungen allerdings die jeweiligen Fördervoraussetzungen erfüllen. Außerdem kann man sich im Zuge der Anschaffung einer Biomasseheizung die Errichtung einer Abgas-Anlage mit Brennwerttechnik oder eines Partikelabscheiders zusätzlich mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten vom BAFA fördern lassen. Insgesamt hat sich die Förderung des BAFA durch die Umstellung von Festbeträgen auf prozentuale Förderung also erhöht.

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