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Neue Heizung gesucht?

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Förderung der Heizung - warum überhaupt?

Da im Rahmen einer energetischen Heizungssanierung auch massiv der CO2-Ausstoß gesenkt wird, unterliegt diese Maßnahme einer staatlichen Förderung. Somit werden die Investitionskosten und die Hemmschwelle gesenkt und lukrative Anreize für eine Erneuerung der Heizung gesetzt. Wie auch bei der Dämmung erfolgt die Förderung zum einen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und zum anderen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Für die Erneuerung von Systemen der Heizung mit fossilen Brennstoffen, wie beispielsweise Ersatz von Konstanttemperaturkessel oder Niedertemperaturkessel durch eine Brennwertheizung, werden Fördergelder von der KfW-Bank vergeben. Für Systeme auf Basis von erneuerbaren Energien, wie Pellet- oder Hackschnitzelheizungen oder Holzvergaser oder Solarthermie-Anlagen oder Wärmepumpen, erfolgt die Förderung durch das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

In der Regel kann nur bei einer der beiden Institutionen eine Förderung beantragt werden. Doch wie fast überall bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel. Erfolgt die Maßnahme im Zuge einer Umstrukturierung zum KfW-Effizienzhaus, so können sowohl Förderungen bei der KfW als auch beim BAFA beantragt werden.

Energieheld-Whiteboard: Förderung für neue Heizung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 4 gängigsten Förderungen für die Heizungssanierung.

*ACHTUNG: Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und können sich mittlerweile geändert haben.

KfW-Förderung - Was wird gefördert?

KfW Logo
Die KfW fördert Sie | © Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die Anschaffung einer neuen Heizung, wie beispielsweise eines Gas- oder Öl-Brennwertkessels, eines Blockheizkraftwerkes oder eines Fernwärmeanschlusses, wird von der KfW gefördert. Auch der Umstieg von einer Öl- auf eine Gasheizung oder umgekehrt werden gefördert.

Die Förderung teilt sich dabei in zwei Varianten auf: Kredit und Zuschuss. Der Zuschuss wird nur für Gebäude mit bis zu zwei Wohneinheiten vergeben. Beide Varianten der Förderung im Vergleich:

Art der Förderung als Einzelmaßnahme
(Heizung / Lüftung)
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
Investitionszuschuss (Programm 430) 15 % der förderfähigen Kosten,
maximal 7.500 € Zuschuss pro Wohneinheit
bis zu 30 % der förderfähigen Kosten,
bis zu 30.000 € Zuschuss pro Wohneinheit
zinsgünstiger Kredit (Programm 151/152) 0,75 % Effektivzins
auf 10 Jahre fest,
maximal 50.000 € pro Wohneinheit
Tilgungszuschuss von 12,5 %
0,75 % Effektivzins
auf 10 Jahre fest,
maximal 27.500 € pro Wohneinheit
Tilgungszuschuss von bis zu 27,5 %

Bedingungen für die Förderung sind:

  • Die Bauanzeige oder der Bauantrag des Gebäudes müssen vor dem 01.02.2002 gestellt worden sein.
  • Der Antrag muss vor Beginn der Sanierungsmaßnahme durch einen Energieberater gestellt werden.
  • Die neue Heizung muss ein Brennwertgerät sein (nicht bei BHKWs und Fernwärmeanschlüssen).
  • Es muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.

Maßnahmenpakete: Heizung und Lüftung

In Abgrenzung zu allen anderen Einzelmaßnahmen (Dach, Dämmung, Fenster) bietet die KfW gesonderte Pakete für die Optimierung von Heizungen und Lüftungen, die eine höhere Förderung erhalten (15 Prozent statt 10 Prozent). Werden diese Pakete mit einer anderen Einzelmaßnahme kombiniert, dann wird die Förderung insgesamt auf 15 Prozent angehoben.

Des Weiteren unterliegen folgende Maßnahmen einer Förderung:

Ausbau/Einbau Gas-/Öltank einschließlich Entsorgung des alten Tanks und Wiederherstellung der Außenanlagen bei erdbedeckten Tanks | Ausbau Altheizung einschließlich Entsorgung | Austausch Heizkessel, Rohrnetz und Heizflächen (Heizkörper oder Flächenheizung) | Erstmaliger Einbau einer zentralen Heizungsanlage (inkl. Einbau von Rohrnetz und Heizflächen (Heizkörper oder Flächenheizung)) | Einbau oder Austausch von Thermostatventilen | Fußbodenheizung (inklusive Estrich, Trittschalldämmung, Bodenbelag), Wandheizung (inkl. Putzarbeiten), Heizleisten | hydraulischer Abgleich des Zentralheizungssystems | Dämmung des Rohrsystems | Umstellung des Warmwassersystems, d. h. Integration in die Heizungsanlage (inklusive notwendiger Sanitärarbeiten wie Austausch der Armaturen) | Nutzerinterface und Smart Metering-Systeme für Wärme, auch als Multi-Sparten-Systeme inklusive Strom, Gas und Wasser | Einbau von Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, notwendige Elektroarbeiten | Einbau einer hocheffizienten Umwälzpumpe und/oder einer hocheffizienten Zirkulationspumpe | Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung | Wärmeübergabestationen und Rohrnetz bei Erstanschluss an Nah- und Fernwärme sowie Erneuerung bei bestehendem Anschluss | Anschlusskosten Fernwärme | Installationskosten (inklusive einmaliger Anschlussgebühren) bei Anschluss an Versorgungsnetz (wenn Anschlussinstallation bei Antragseingang bei der KfW nicht länger als 6 Monate zurückliegt) | Lieferung und Einbau der solarthermischen Anlage (Einschränkung bei Einzelmaßnahmen) | Anschluss solarthermische Anlage an das Warmwasser- und/oder Heizsystem, inklusive Solarspeicher, Steigleitungen | Nebenarbeiten wie Austausch oder Anpassung von Fensterbänken und Fensternischen | notwendige Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten | Herstellung notwendiger Wand- und Deckendurchbrüche inkl. Dämmmaßnahmen | Erneuerung des Schornsteins oder Erstellung von Steigsträngen inklusive Verkleidung | Einrichtung oder Neubau eines Heizraums bzw. eines Bevorratungsbehälters für Biomasse | notwendige bauliche Maßnahmen am Heiz- und Kesselraum | Probebohrungen sowie die finale Erdwärmebohrung beim Einbau einer Erdwärmepumpe (nur bei Sanierung zum KfW-Effizienzhaus)

Bei der Optimierung bestehender Heizungsanlagen sind außerdem folgende Maßnahmen förderfähig:

Analyse des Ist-Zustandes (z. B. nach DIN EN 15378) | Durchführung des hydraulischen Abgleichs | Ersatz bestehender Pumpen durch Hocheffizienzpumpen | Einbau hocheffizienter Trinkwasserzirkulationspumpen | Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern in Einrohrsystemen Maßnahmen zur Volumenstromregelung | Umbau von Ein- in Zweirohrsysteme | Ersatz und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern | erstmaliger Einbau von Flächenheizsystemen und Heizleisten (System-Vorlauftemperaturen ≤ 35°C) inkl. Anpassung oder Erneuerung von Rohrleitungen | Austausch von Heizkörpern durch Niedertemperaturheizkörper (Vorlauftemperatur ≤ 60°C) | Austausch von "kritischen" Heizkörpern zur Systemtemperaturreduzierung | Einbau von zusätzlichen Wärmetauscher(n) zur Aufrüstung eines Niedertemperaturkessels zu einem Brennwertkessel einschließlich notwendiger Schornsteinanpassungen | nachträgliche Dämmung von ungedämmten Rohrleitungen | Einbau sowie Ersatz von zur Heizungsanlage zugehöriger Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Nutzerinterface | Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

BAFA-Förderung - Was wird gefördert?

Bild: Fördergelder
Förderung des BAFA | © stux / pixabay.com CC0

Soll ein Heizungs-System angeschafft werden, bei dem regenerative Energien zum Einsatz kommen oder die Umgebungsenergie genutzt wird, so werden diese Systeme vom BAFA gefördert. Anders als bei der KfW-Förderung wird die Förderung beim BAFA erst nach dem Einbau der Heizungsanlage beantragt. Um die Förderung zu erhalten, darf das Gebäude nicht nach 2009 errichtet worden sein.

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die Förderung für zentrale Holzheizungen, Solarthermie-Anlagen und Wärmepumpen gewährt wird. Nachfolgend finden Sie eine Liste der Fördersummen, die vom BAFA vergeben werden:

Anschaffung / Sanierung Förderung (mindestens)
Solarthermie  
bis 10 m² Bruttokollektorfläche (Warmwasserbereitung) 500 €
11 m² bis 40 m² Bruttokollektorfläche (Warmwasserbereitung) 140 € pro m² Bruttokollektorfläche
bis 14 m² Bruttokollektorfläche (Warmwasserbereitung + Heizungsunterstützung) 2.000 €
1 m² bis 40 m² Bruttokollektorfläche (Warmwasserbereitung + Heizungsunterstützung 140 € pro m² Bruttokollektorfläche
Biomasse  
Pelletöfen mit Wassertasche 2.000 €
Pelletkessel ohne neuen Pufferspeicher 3.000 €
Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher (mindestens 30 Liter pro kW) 2.000 €
Hackschnitzelkessel mit Pufferspeicher (mindestens 30 Liter pro kW) 3.500 €
Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher (mindestens 55 Liter pro kW) 2.000 €
Wärmepumpen
Sole-Wasser-Wärmepumpe 4.500 €
Wasser/Wasser-Wärmepumpen 4.500 €
Luft/Wasser-Wärmepumpen 1.300 €
Luft-Luft-Wärmepumpe keine direkte Förderung
Heizungsoptimierung  
Heizungs- / Warmwasserpumpen erneuern 30 % der Kosten
Hydraulischer Abgleich 30 % der Kosten

Zusätzlich dazu besteht die Möglichkeit, weitere Bonus-Förderungen zu beantragen:

Näheres zu den Bonusförderungen des BAFA können Sie hier in den entsprechenden Unterkategorien einsehen. Weitere Informationen zu den BAFA Förderarten finden Sie hier.

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE): Wird eine bestehende Heizung (Öl oder Gas) ohne Brennwerttechnik auf erneuerbare Energien (Biomasse, Wärmepumpe, Solarthermie) umgerüstet, dann erhöht sich die Grundförderung um 20 Prozent. Zusätzliche 600 Euro gibt es, wenn die Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems verbessert wird.

Innovationsförderung: Ist die förderfähige Anlage besonders effizient oder schadstoffarm, so wird die Basis-Förderung noch mal um 50 Prozent aufgestockt. Auch für eine nachträgliche Verbesserung der Anlage kann ein Zuschuss von 750 Euro beantragt werden.

Regenerativer Kombinationsbonus: Wenn in einem System eine Biomasseheizung (Pelletheizung) oder eine Wärmepumpe mit einer Solarthermie-Anlage in Betrieb genommen werden, so kann eine zusätzliche Förderung in Höhe von 500 Euro gewährt werden.

Effizienzbonus: Werden die oben angegebenen Anlagen in einem besonders effizienten Gebäude (KfW-Effizienzhaus 55) in Betrieb genommen, so kann zusätzlich ein Effizienzbonus für Wohngebäude gewährt werden. Die Förderung steigt somit auf das 1,5-fache der Basis-Förderung.

Kesseltauschbonus: Wird bei der Installation einer förderfähigen Solarthermie-Anlage zusätzlich ein veralteter Heizungs-Kessel durch einen modernen Brennwertkessel ausgetauscht, so wird zusätzlich eine Kesseltauschprämie in Höhe von 500 Euro ausgezahlt.

Wärmenetzbonus: Wird eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien zur Beheizung von mindestens zwei Gebäuden genutzt, so kann eine Zusatzförderung von 500 Euro gewährt werden.

Optimierungsmaßnahme: Hierunter fallen diverse Maßnahmen die bei der Errichtung der Anlage zur Verbesserung der Systemeffizienz führen. Diese werden mit bis zu 10 Prozent der Nettoinvestionskosten gefördert.

Bei einer nachträglichen Optimierung sind es hingegen 100 Euro bis maximal 200 Euro. Eine Liste der förderfähigen Kosten kann beim BAFA eingesehen werden.

Infografik: Förderprogramme des BAFA
BAFA-Förderung | © Energieheld

Antrag für die Förderung stellen

Die Antragsstellung ist bei KfW und BAFA genau geregelt, aber nicht sehr kompliziert. Energieberater für die KfW-Förderung finden Sie hier.

Förderung Voraussetzung Zeitraum
KfW-Förderung Kostenvoranschlag muss vorliegen, Antrag muss zusammen mit einem Energieberater gestellt werden Vor Umsetzung der Maßnahme (Als Baubeginn gilt der Beginn der Bauarbeiten vor Ort)
BAFA-Förderung Ausgefüllter Förderantrag, unterschriebene Fachunternehmererklärung, vollständige Rechnung Vor Umsetzung der Maßnahme (Als Baubeginn gilt der Vertragsabschluss mit dem ausführenden Unternehmen)