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Dachgaube geplant?

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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Dachgaube?

Erkennungsmerkmal einer Dachgaube ist die senkrechte Fensterfläche, die entsprechend der Dachneigung schräg im Dach verbaut wird. So wird ein optimaler Lichteinfall und ein möglichst großer Raumgewinn erzielt. Eine Dachgaube kann sowohl bei ausgebauten als auch bei nicht ausgebauten Dachgeschossen eingesetzt werden. Sie lässt sich in jede Art der Dachstuhlkonstruktion einbinden und befestigen.

Durch ihren strukturellen Aufbau ist die Dachgaube auch nach außen hin deutlich sichtbar. Somit ist die Dachgaube ideal geeignet auch das äußere Erscheinungsbild Ihres Objektes gestalterisch ansprechend zu individualisieren und dessen Wertigkeit zu erhöhen. Quasi für jede Dachform lässt sich eine passende Dachgaube finden. Die Möglichkeiten in Form und Gestaltung sind sehr vielfältig.

Die Dachgaube kann hierbei sowohl ein handwerkliches Unikat als auch eine industriell gefertigte Ausführung sein. Unabhängig davon ist eine gute Planung notwendig, da die Dachgaube starken Einfluss auf die Statik und die Dämmung des Gebäudes hat.

Vorteile Nachteile
Zusätzlicher Wohnraum Baugenehmigung notwendig, ausgestellt durch zuständiges Bauamt
Natürliche Belichtung, Nutzung von Tageslichteinfall Statische Prüfung notwendig, Nachweis eines wird Fachmannes benötigt
Optisches Element, individuelle Gestaltung möglich Fachgerechte Dämmung notwendig, Gefahr der Bildung von Wärmebrücken
Wertsteigerung Ihrer Immobilie Brandschutzverordnung muss beachtet werden
Verbesserte Durchlüftungsmöglichkeiten Gegebenenfalls ist Absprache mit Nachbarn nötig

Dachgaube mit oder ohne Baugenehmigung?

Bild: Dachgaube Ferienhaus
Dachgaube bei einem Ferienhaus | © inkflo / pixabay.com CC0

Anders als einige andere Dachfenster ist eine Dachgaube genehmigungspflichtig, denn ein Dachausbau mit Dachgaube stellt eine wesentliche Änderung am Gebäudebestand dar. Erster Schritt der Planung einer Dachgaube sollte somit ein Blick in die Bebauungsordnung der Gemeinde sein.

Das zuständige Bauamt der Gemeinde gibt Auskunft ob der Einbau der Dachgaube prinzipiell genehmigt werden kann. Außerdem ist ein statischer Nachweis seitens eines Fachmanns erforderlich. Ferner muss auch der Faktor Brandschutz beachtet werden. Gegebenenfalls sind Absprachen und Einverständnisse des Nachbarn nötig, um die Rechte von angrenzenden Hausbesitzern nicht zu beschneiden.

Kosten einer Dachgaube

Die Kosten einer Dachgaube sind so breit gefächert wie deren Ausführungsmöglichkeiten in der Praxis. Primär orientieren sich die Kosten an Größe und Maßen der Dachgaube sowie an dem in diesem Zusammenhang benötigten Material (Materialart/Materialmenge).

Darüber hinaus sind individuelle Sonderanfertigungen selbstredend kostspieliger als die auch erhältlichen industriell vorgefertigten Ausführungen. Meist bewegen sich die Kosten zwischen 1.000 Euro und 10.000 Euro. Wenn Sie also eine bestimmte Vorstellung von dem Endergebnis haben, holen Sie sich unbedingt mehrere Kostenvoranschläge ein um sich finanziell zu orientieren.

Kosten-Beispiel

Durch die folgende Auflistung verdeutlichen wir Ihnen, wie sich die Kosten bei einem Beispielprojekt für Dachgauben aufteilen. In unserem Kosten-Beispiel werden zwei Gauben verbaut. Eine kleine auf der einen Dachseite, eine große auf der anderen Dachseite:

Ausgaben Kosten
Große Gaube - Abmessung = 1,52 m x 4,19 m 6.000 €
Einbaukosten für große Gaube 3.400 €
Transportkosten für große Gauben 950 €
Gesamtpreis große Gaube 10.350 €
   
Kleine Gaube - Abmessung = 1,30 m x 1,40 m 3.200 €
Einbaukosten für kleine Gaube 2.800 €
Transportkosten für kleine Gaube 650 €
Gesamtpreis kleine Gaube 6.650 €
   
Gesamtkosten beide Gauben 17.000 €

So können Sie Kosten sparen

Wenn Sie bezüglich des Erscheinungsbildes flexibel sind und Ihnen die Funktionalität im Vordergrund steht, können Sie sich beraten lassen und auf die am einfachsten zu realisierende Option zurückgreifen um Kosten zu sparen. Generell lassen sich Kosten sparen, wenn Sie auf eine industriell vorgefertigte Dachgaube zurückgreifen.

Sinnvoll ist es außerdem, die Dachgaube an einem neuen oder im Ausbau befindlichen Dach zu planen. Ein Bauvorhaben in einem unausgebauten Dachboden ist hierbei günstiger als in einem ausgebauten Dachboden. Eine weitere sinnvolle Option wäre es auch, im Zuge der Installation der Dachgaube gleich den gesamten Dachraum zu dämmen.

So sparen Sie verglichen mit einer separaten Durchführung beider Projekte einiges an Kosten und Zeitaufwand. Nebenbei können Sie so auch die letztendlich Kosten durch Förderungen seitens der KfW und des BAFA weiter senken. In der folgenden Grafik können Sie sich einen Überblick verschaffen:

Bild: Kosten Dachgaube
Kosten für Dachgauben im Vergleich | © Energieheld

Förderung für eine Dachgaube

Wenn Sie bei der Errichtung Ihrer Dachgaube zeitgleich auch die Vorschriften der ENEV einhalten und eine Verbesserung der Dämmung erzeugen, ist es generell möglich für die Dachgaube finanzielle Förderungen zu generieren. Hierbei stehen Ihnen grundsätzlich die beiden folgenden Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung, durch welche Sie auch weiterreichende Maßnahmen abdecken könnten:

Mit dem Zuschuss-Programm KfW 430 erhalten Sie für energetische Einzelmaßnahmen 20 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 50.000 Euro. Das entspricht bis zu 10.000 Euro für jede Wohneinheit. Wird das gesamte Gebäude zum Effizienzhaus saniert, so kann die Förderung der KfW sogar bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten von maximal 120.000 Euro, also höchstens 48.000 Euro betragen.

Fehlt die nötige finanzielle Basis um die Kosten der Dachgaube inklusive Dämmung zu tragen, bietet das Programm KfW 152 für Einzelmaßnahmen einen zinsgünstigen Kredit bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Zusätzlich bietet das Programm noch einen Tilgungszuschuss von 20 Prozent der Kreditsumme, also maximal 10.000 Euro. Bei Effizienzhaus-Sanierungen liegt der Kreditrahmen sogar bei 120.000 Euro und der Tilgungschuss bei 40 Prozent. Das entpricht einer Förderung von 48.000 Euro pro Wohneinheit - zusätzlich zum Kredit. 

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Dachgaube dämmen

Bild: Dachgaube mit Holz-Eindeckung
Dachgaube im Altbau | © Onatcer / pixabay.com CC0

Mit einer guten Dämmung sparen Sie als Besitzer einer Gaube im Winter Heizkosten aufgrund geringerer Wärmeverluste. Im Sommer verhindert die Dämmung ein zu starkes Aufheizen des Dachinnenraums.

Generell sorgt die Dämmung somit neben der Energieeffizienz und Einsparung an Kosten für ein optimales Wohnklima zu jeder Jahreszeit. Eine Dachgaube kann sowohl von innen als auch von außen gedämmt werden.

Die wohl größte Herausforderung bei einer Dämmung der Dachgaube ist die Vermeidung von Wärmebrücken. Wärmebrücken sind Schnittstellen Ihres Objektes, an denen deutlich mehr Wärme aus dem Innenraum entweichen kann als an anderen Stellen. Außerdem sollte die Dachgaube so gedämmt werden, dass der Feuchtigkeitsschutz ausreichend gewährleistet wird.

Für beide Punkte ist es wichtig, dass auch gerade an den Übergängen zwischen Dach und Dachgaube sorgfältig und qualitativ hochwertig gearbeitet wird. Die Dämmung der Dachgaube ist unterm Strich besonders auf lange Sicht sinnvoll um Kosten zu sparen.

Gaubenfenster für Ihre Dachgaube

Gaubenfenster sind die zu Ihrer Dachgaube zugehörigen stehenden Dachfenster. Dachgauben besitzen im allgemeinen Giebel und Gaubendach und sind bei historischen Gebäuden und Altbauten v. a. bei Sattel- und Walmdächern gebräuchlich.

In der modernen Architektur sind sie bei Flachdächern sehr beliebt. Die Gaubenart ist maßgeblichen für die Ausführungsart des Gaubenfensters. Generell lassen sich vier weitverbreitete Formen unterscheiden:

  • Schleppgaube: Die Schleppgaube ist am beliebtesten in Deutschland. Sie wird v .a. an steilen Dächern eingebaut, da der geringe Neigungswinkel einen Einsatz von beinahe stehenden Gaubenfenstern erlaubt. Diese dienen der Luftzirkulation und der maximalen Ausnutzungen des Raumes. Gaubenwangen, eine dreieckige Abgrenzung zum Dach, sind charakteristisch für Schleppgauben.
  • Dreiecksgaube: Dreiecksgauben werden nicht durch Gaubenwangen vom Dach abgegrenzt. Dadurch entsteht ein gleitender Übergang. Sie werden oftmals in Satteldächer eingebaut und kennzeichnen sich durch ihre dreieckige Fensterform
  • Fledermausgaube: Auch bei Fledermausgauben wird auf Gaubenwangen verzichtet. Sie bilden eine optische Einheit mit dem Dach, da sie einer geschwungene Sinuskurve ähnlich, in die Dachfläche eingebunden sind. Fledermausgauben sind eine der aufwändigsten Gaubenformen in der Herstellung wie im Einbau.
  • Walmgaube: Die Walmgaube wird meist in Walmdächern eingebaut.

Generell gilt: Quadratische Fenster sind günstiger als eckige oder gewölbte Ausführungen.

Dachgaube selber bauen

Angesichts der entstehenden Kosten für eine Dachgaube überlegt der eine oder andere vielleicht, das Bauvorhaben in Eigenregie zu realisieren. Hiervon ist aber unbedingt abzuraten. Bei der Planung und Umsetzung sind Sie vielmehr auf externe Experten und Ressourcen angewiesen. So muss ein Ingenieur oder Architekt die statischen Berechnungen durchführen, die Baugenehmigung holt der beauftragte Fachbetrieb ein.

Außerdem muss die Dachgaube angeliefert und ein Kraneinsatz organisiert werden. Und schließlich wird natürlich auch ein Baugerüst benötigt, das gemietet und aufgebaut werden muss. Abgesehen von diesen vielen organisatorischen Schritten ist auch die eigentliche Installation der Dachgaube durchaus komplex.

Erfahrene Fachbetriebe vollziehen diese Arbeit jedoch äußerst routiniert und garantieren ein qualitativ hochwertiges Ergebnis. Unangenehme Mehrkosten und einen erhöhten Stresspegel können Sie sich somit sparen. Investieren Sie lieber in eine ordentliche Dämmung der Dachgaube, um somit langfristig Kosten zu sparen.

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