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Was ist der Zuschuss 430?

Bild: Sanierung eines Gebäudes
Eine Gebäudesanierung lohnt sich | © Katarzyna Wojtasik / shutterstock.com

Beim Programm KfW 430 handelt es sich um einen Zuschuss, der von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einmalig gewährt wird. Dieser Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden und ist somit auch zinsfrei. Er ist besonders geeignet für Eigenheimbesitzer, die ihr Sanierungsvorhaben mit Eigenkapital finanzieren wollen.

Wer also plant, sein Eigenheim zu modernisieren ohne einen Kredit aufzunehmen, ist mit dem Zuschuss 430 bestens bedient. In den allermeisten Fällen bekommen Sie 20 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten von höchstens 50.000 Euro erstattet. Der Höchstbetrag ist aber bei maximal 10.000 Euro gedeckelt. Es sind jedoch auch Zuschüsse bis zu 40 Prozent der Investitionskosten von höchstens 120.000 Euro möglich, wenn es sich um eine Sanierung nach Effizienzhaus-Standard handelt. Das entspricht einem Betrag von 48.000 Euro.

Bild: Energieheld Tipp

Der KfW Zuschuss 430 ist ideal für eine aus Eigenkapital finanzierte Eigenheimsanierung geeignet. Er ist zinsfrei und muss auch nicht zurückbezahlt werden. Die Höhe des Zuschusses liegt, je nach Art der Sanierungsmaßnahme, bei 20 bis 40 Prozent der Gesamtkosten, maximal aber 48.000 Euro.

Alle Sanierungen für KfW 430

Bild: Sanierungsbedürftige Fassade und Fenster
Die Sanierung von Fassade und Fenstern wird gefördert | © pasja1000 / pixabay.com CC0

Den Zuschuss 430 erhalten Sie für eine ganze Bandbreite von energetischen Sanierungen. Zu den gängigsten Varianten zählen zum Beispiel Dämmungen und neue Fenster. Heizungen werden mit dem Programm KfW 430 seit Beginn 2020 nicht mehr als Einzelmaßnahme gefördert.

Lediglich für einen Anschluss an das Fernwärmenetz kann man noch Förderung erhalten. Für solche Einzelmaßnahmen gibt es immer 20 Prozent, maximal aber 10.000 Euro der Gesamtkosten.  Eine genauere Übersicht finden Sie in der Tabelle unten.

Bauteil Art der Sanierung Kosten Förderart Förderhöhe in Prozent Förderbetrag
Dach Aufsparrendämmung (ohne Eindeckung) 15.600 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 € 3.100 €
Zwischensparrendämmung Mineralwolle 6.500 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 € 1.300 €
Zwischensparrendämmung Einblasdämmung 4.000 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 € 800 €
Fenster (Kunststoff, 1,3 x 1,3 Meter) Dreifachverglasung neu 6.600 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 € 1.320 €
Fassade Fassadendämmung, WDVS 20.000 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal50.000 € 4.000 €
Fassadendämmung, hinterlüftete Vorhangfassade 24.500 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 € 4.900 €
Fassadendämmung, Einblasdämmung 3.900 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 € 780 €
Lüftung Lüftungsanlage (zentral) 10.000 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 € 2.000 €
Heizung Fernwärme-Anschluss 6.000 € Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 € 1.200 €

So stellen Sie den Antrag auf Förderung

Bild: Wecker, 5 vor 12, Geld
Stellen Sie Ihren Antrag rechtzeitig | © capri23auto / pixabay.com CC0

Um die Förderung zu erhalten, müssen Sie einen Antrag bei der KfW stellen. Hierbei gibt es allerdings einiges zu beachten: So ist der Antrag unbedingt vor Baubeginn über einen Energieberater zu stellen. Dabei gilt der Start der Bauarbeiten vor Ort als Baubeginn.

Wenn Sie den Antrag erst nachträglich stellen, kann dieser nicht mehr berücksichtigt werden und Sie verlieren unwiederbringlich Ihren Anspruch auf eine Förderung. Das gilt selbst dann, wenn die Maßnahme ansonsten alle Anforderungen der KfW erfüllt. Außerdem ist es wichtig, dass Sie Ihre Daten korrekt angeben, da diese nachträglich nicht mehr geändert werden können.

Über den Energieberater

Die KfW legt großen Wert darauf, dass ihre Fördergelder sinnvoll verwendet werden. Deshalb muss ein Energieberater vor Baubeginn hinzugezogen werden, sofern man eine Förderung erhalten möchte. Er berät Sie über die Auswahl der Maßnahme, ermittelt die Höhe der förderfähigen Kosten und reicht den Antrag bei der KfW ein.

So soll sichergestellt werden, dass die Sanierungsmaßnahme sinnvoll und deren Umsetzung durch einen Handwerksbetrieb qualitativ hochwertig ist. Deshalb begleitet der Energieberater die Maßnahme von der Planung bis zur Fertigstellung und überprüft auch, ob die geleistete Arbeit den zum Erhalt der Förderung nötigen Mindestanforderungen der KfW genügt.

Wann bekommen Sie das Geld?

Nachdem der Antrag vom Energieberater vor Baubeginn über das Zuschuss-Portal der KfW online eingereicht wurde, dauert es circa 5 Wochen, bis die Bearbeitung des Antrages von der KfW abgeschlossen ist. Sobald Sie die Zusage von der KfW haben, können Sie mit der Umsetzung des Bauvorhabens starten.

Nach Abschluss der Arbeiten erstellen Sie schließlich gemeinsam mit Ihrem Energieberater die sogenannte "Bestätigung nach Durchführung" (BnD). Nachdem diese online an die KfW übermittelt wurde, wird Ihnen der Zuschuss ausgezahlt.

Bild: Energieheld Tipp

Der Antrag auf Förderung muss unbedingt vor Baubeginn über einen Energieberater bei der KfW gestellt werden. Nachträglich gestellte Anträge werden nicht berücksichtigt. Als Baubeginn gelten die Sanierungsarbeiten vor Ort. Die Auszahlung erfolgt, nachdem der Energieberater die erfolgreiche Durchführung der Maßnahme bestätigt hat.

KfW 430 kombinieren

Bild: Kran liefert fertige Dachteile
Förderkombi dank Effizienzhaus-Standard | © 2211438 / pixabay.com CC0

Wem das Geld aus dem Zuschussprogramm KfW 430 nicht ausreicht, der kann zusätzliche Förderprogramme in Anspruch nehmen. Hier kommen vor allem zwei weitere Programme der KfW in Frage: Der Zuschuss KfW 431 und der Kredit KfW 167. Außerdem stehen gegebenenfalls noch regionale Förderungen zur Verfügung.

Beim Programm KfW 431 können Sie einen einmaligen Zuschuss beantragen, um Ihren Energieberater teilweise zu finanzieren. Die Höhe des Zuschusses liegt bei 50 Prozent der Kosten, maximal aber 4.000 Euro. Der Kredit 167 ist dagegen ein Ergänzungskredit in Höhe von maximal 50.000 Euro, mit dessen Hilfe Sie den Austausch Ihrer alten Heizungs-Anlage (Erstinstallation mindestens 2 Jahre vor Antragstellung) gegen eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien bzw. eine Hybridheizung finanzieren können.

Eine Kombination mit Fördermitteln des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für das selbe Förderobjekt, also eine Heizung, ist nicht möglich. Sie können aber in Ergänzung zur Heizungsförderung durch das BAFA sowohl bei einer Einzelmaßnahme als auch bei einer Sanierung zum Effizienzhaus z. B. eine Dämmung und oder neue Fenster durch die KfW fördern lassen. Mehr zum Effizienzhaus können Sie weiter unten erfahren. Außerdem gibt es noch kommunale und regionale Förderprogramme. Informationen hierzu finden Sie auf den Webseiten der Kommunen, der Bundesländer sowie der Förderbanken der Bundesländer. Außerdem können Sie sich bei Ihrer privaten Hausbank über die verschiedenen Fördermöglichkeiten informieren.

Bild: Energieheld Tipp

Der KfW-Kredit 167 unterstützt den Austausch einer mindestens 2 Jahre alten Heizung auf Basis fossiler Energieträger gegen eine auf Basis erneuerbarer Energien und lässt sich idealerweise entweder mit dem KfW-Zuschuss 430 oder dem Kredit KfW 151/152 kombinieren. Alternativ ist auch eine Kombination mit der Förderung des BAFA möglich. Der Kredit ist besonders für Hausbesitzer geeignet, denen es an Eigenkapital mangelt.

Heizungs-Sanierung kombinieren

Eine weitere Möglichkeit, die Fördersumme zu steigern, war bis Ende 2019, die Sanierung der Heizung mit anderen Sanierungsmaßnahmen zu kombinieren. Diese Möglichkeit ist mit der Novellierung der KfW-Förderung durch die Bundesregierung und dem Wegfall des sogenannten Heizungs-/Lüftungspakets der KfW seit Anfang 2020 jedoch nicht mehr vorhanden. Das sogenannte Heizungs-/Lüftungspaket der KfW gibt es also nicht mehr und es werden keine Heizungen mehr über den Zuschuss KfW 430 gefördert. Da die Förderung aber insgesamt um 10 Prozent angehoben wurde und man 20 Prozent der Investitionskoten, also maximal  10.000 Euro für eine Einzelmaßnahme erhält, entsteht Ihnen praktisch kein Nachteil dadurch.

Sanierung von einzelnen Bauteilen Höhe des KfW-Zuschusses 430
Heizungs-/Lüftungspaket (Tausch der Heizung, Einbau oder Tausch einer Lüftungslage+Dämmung oder neue Fenster) Wurde zu Beginn des Jahres 2020 eingestellt
Einzelmaßnahme 20 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 10.000 € für jede Wohneinheit*

*Bitte beachten Sie, dass Zuschussbeträge erst ab 300 € ausgezahlt werden, die Maßnahme muss also ein Mindestvolumen von 1.500 € übersteigen. Andernfalls wird keine Förderung gewährt.

Mehr Zuschüsse beim Effizienzhaus-Standard

Bild: Moderne Villa mit Pool
Erhalten höhere Zuschüsse: Effizienzhäuser | © sergigar / pixabay.com CC0

Die Zuschüsse fallen beim Programm 430 noch höher aus, wenn mit mehreren Sanierungen zusammen ein neuer Effizienzhaus-Standard erreicht wird. Dabei gilt: je weniger Energieverbrauch das Gebäude hat, desto höher fällt die Förderung aus:

Erreichen Sie im Rahmen einer Altbausanierung z. B. den Effizienzhaus-Standard 70, dann bekommen Sie 35 Prozent der Investitionskosten, bzw. maximal 42.000 Euro als Förderung. Wie hoch der Zuschuss im Rahmen einer Sanierung nach Effizienzhaus-Standard ausfällt, hängt also letztlich davon ab, welchen Effizienzhaus-Standard Sie mit Ihrer Sanierung oder Ihrem Neubau erreichen.

Die Mindestförderung für eine Sanierung liegt bei 25 Prozent bzw. maximal 30.000 Euro für denkmalgeschützte Altbauten (KfW Effizienzhaus Denkmal), die höchsten Fördersummen bekommt man mit bis zu 40 Prozent der Investitionskosten, also maximal 48.000 Euro für das KfW-Effizienzhaus 55. In der folgenden Tabelle finden Sie einen Überblick über die Förderung für Effizienzhäuser.

Sanierung auf KfW-Effizienzhaus-Standard Höhe des KfW-Zuschusses 430
KfW-Effizienzhaus 55 40 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 48.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 70 35 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 42.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 85 30 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 36.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 100 27,5 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 33.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 115 25 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus Denkmal 25 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit

Energieheld-Whiteboard: KfW-Effizienhäuser & Förderungen

In diesem YouTube-Video zum Energieheld-Whiteboard informieren wir über die KfW-Effizienzhäuser und die damit möglichen Förderungen.

Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich im Januar 2020 geändert. Alle Veränderung im Überblick finden Sie hier.

Quelle: © Energieheld / youtube.com

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