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PV Kosten - Preise für Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik auf einem Dach
Selber Strom mit Photovoltaik erstellen | © Ralf Gosch / shutterstock.com

Eine Photovoltaik-Anlage kann Ihr Eigenheim komplett mit Strom versorgen. Je nach Größe, Leistungsbedarf und Technik der Anlage variieren auch die Kosten der Photovoltaik.

Für ein Einfamilienhaus muss mit Kosten für eine Photovoltaik-Anlage von 5.000 bis etwa 15.000 Euro gerechnet werden. Neben den einmaligen Anschaffungskosten sind jedoch auch jährliche Kosten für den Betrieb zu beachten.

Wirtschaftlich betreiben lässt sich eine Photovoltaik-Anlage bereits bei einer Leistungsstärke von gerade einmal 2,5 kWp.


Navigation

1. Übersicht und Vergleich

2. Zusammensetzung der Kosten

3. Laufende Kosten

4. Amortisation

5. Rechenbeispiel

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Übersicht: Anschaffungskosten für eine Photovoltaik-Anlage

Die Anschaffungskosten hängen von der Dimension, Qualität und Ausstattung der Photovoltaik-Anlage ab. Weiter unten finden Sie eine Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus. Wir beraten Sie aber auch gern telefonisch und nennen Ihnen einen ersten Kostenrahmen.

Die Kosten für eine PV-Solaranlage setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, wobei 85 Prozent der Kosten auf Solarmodule, Wechselrichter, Montagesystem, Solarleitungen und weitere kleine Bauteile entfallen. Sprich, nur etwa 15 Prozent entfallen auf die Montagekosten. Die 85 Prozent werden für die Materialkosten fällig.

Die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage für ein Einfamilienhaus belaufen sich insgesamt auf ca. 5.000 Euro bis 15.000 Euro. Durch die aktuell immer weiter sinkenden Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Strom, lohnt sich der Eigenverbrauch immer mehr. Um diesen in einem Einfamilienhaus zu decken, reicht eine PV-Anlage mit einer Leistung von etwa 3 bis 5 kWp.

Sinnvoll sind und werden in diesem Zusammenhang immer mehr auch Speichermöglichkeiten des PV-Stroms. Über Solar-Stromspeicher können Sie hier mehr erfahren.

PV-Kosten EinfamilienhausPV-Kosten Einfamilienhaus mit Stromspeicher
ca. 8.000 € (komplett, inklusive Montage) ca. 14.000 € (komplett, inklusive Montage)

Kosten für eine Photovoltaik Anlage - mit der Größe sinken die Kosten

Wie hoch die Investitionskosten für Ihre Photovoltaik ausfallen, richtet sich hauptsächlich nach der Anlagengröße bzw. der zu nutzenden Fläche der Photovoltaik-Anlage. Um ein Kilowatt Peak Leistung zu erreichen, wird eine Fläche von ca. 6 qm benötigt. Für ein Einfamilienhaus beträgt die durchschnittliche Leistungsgröße daher etwa 5 kWp. Demnach wird eine Fläche von mindestens 30 Quadratmetern benötigt.  Geeignete Fachbetriebe können Sie hier beauftragen.

Photovoltaik-Anlagengröße in kWpKosten pro kWp in Euro (inkl. Montage)
1 - 10 (für Ein - Mehrfamilienhaus)  ab 1.500 €
10 - 40 (für Mehrfamilienhaus) ab 1.460 €
40 - 500 (für Großanlagen) ab 1.350 €
Größer als 500 ab 1.290 €

Hinweis: Generell verbraucht eine Person etwa 1.100 kWh Strom jährlich.

Wenn Sie also Photovoltaik mit einer Leistung von 5 kWp für Ihr Einfamilienhaus planen, dann müssen Sie mindestens mit Kosten in Höhe von 5 * 1.500 = 7.500 Euro rechnen.

Photovoltaik in großen Dimensionen

Als lohnend betrachten Firmen, Landwirte, etc. häufig Photovoltaik Dachflächen ab 200 Quadratmetern. Das entspricht ca. 34 kWp. Wie Sie an der Kostenentwicklung pro kWp sehen, werden die Anlagen günstiger je mehr sie davon nutzen. Die Gesamtkosten je Quadratmeter belaufen sich zwischen 1.290 Euro für große PV-Anlagen und  eben 1.500 Euro, für kleine PV-Anlagen.

Für Privathaushalte ist eine Leistung von 4 kWp - 6 kWp ausreichend. Die Gesamtkosten würden dann zwischen 6.000 Euro und 9.000 Euro liegen bei einer genutzten Dachfläche von 20 m² bis 60 m².

Zu beachten ist, dass eine PV-Anlage für den privaten Haushalt bereits ab 2,5 kWp wirtschaftlich sein kann.

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Photovoltaik: Kosten setzen sich wie folgt zusammen

Hier finden Sie die einzelnen Bestandteile einer Photovoltaikanlage und ihre Kosten.

Kosten für PV-Module

Foto: Ein PV-Modul  Photovoltaik - Modul | © neijia / shutterstock.com

Der größte Anteil an den Materialkosten machen die PV-Solarmodule aus. Zusammengesetzt ergeben die einzelnen Solarmodule den sogenannten Solargenerator. Hier wird durch Sonneneinstrahlung der Strom erzeugt. Bei Modulen wird zwischen Dünnschichtmodulen, monokristallinen und polykristallinen Modulen unterschieden.

Jede dieser drei Modularten unterscheidet sich im Herstellungsprozess und weist somit besondere Eigenheiten auf. So entstehen Preis- und Leistungsunterschiede für die Photovoltaikmodule, zu denen Sie bei uns gern mehr lesen können. Insgesamt bewegen sich die Preise zwischen 1,00 Euro und 1,45 Euro pro Watt Peak. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 5 kWp installierter Leistung entstehen so Kosten von 5.000 Euro bis 7.250 Euro nur für die Solarmodule.

Kosten für den Wechselrichter

Die Solarmodule erzeugen durch die Sonneneinstrahlung Gleichstrom. Das öffentliche Stromnetz sowie Haushaltsgeräte werden jedoch mit Wechselstrom betrieben. Der Wechselrichter ist daher nötig, um den produzierten Strom in für das öffentliche Netz nutzbaren Wechselstrom umzuwandeln. Die Kosten für Wechselrichter liegen zwischen 400 Euro und 2.000 Euro und machen etwa 10% der Gesamtkosten einer Photovoltaik-Anlage aus. Erfahren Sie hier mehr zu Preisen und Funktion von Wechselrichtern.

Kosten für die Montage

Die Montagekosten liegen in der Regel bei 120 Euro bis 180 Euro pro kWp installierter Leistung. Flachdachmontagen sind teurer, ihr Preis liegt bei etwa 250 Euro je kWp. Die Montage der Photovoltaik sollte dabei möglichst vom Fachmann erfolgen. So werden die Module sturmsicher befestigt und Anschlüsse und Elektrizität richtig verkabelt. Für ein Einfamilienhaus mit 5 kWp installierter Leistung entstehen etwa Kosten für die Montage der Solaranlage von etwa 600 Euro bis 900 Euro. 

Als Faustregel gilt: ca. 15 Prozent der Gesamtkosten entstehen durch die Montagekosten.

Kosten für einen Stromspeicher - optional

Viele Eigenheimbesitzer entschließen sich mittlerweile, zusätzlich zur Photovoltaik Anlage einen Stromspeicher zu installieren. So können sie vermeiden, dass die sinkende Einspeisevergütung ihren Gewinn auffrisst. Der Eigenverbrauch an Strom kann gesteigert werden und die Stromrechnung sinkt, da sie weniger teuren Strom für z.B. 0,28 Euro/kWh aus dem Stromnetz einkaufen müssen.

Seit Mai 2013 existiert eine Förderung der KfW für Stromspeicher. Mit dieser können die Anschaffungskosten für einen Stromspeicher bei einer 5 kWp Solaranlage um bis zu 3.000 Euro gesenkt werden. Die Kosten für einen Stromspeicher belaufen sich aktuell noch auf 6.000 Euro bis 15.000 Euro. Die Förderung kann diese Investition jedoch jetzt schon attraktiv machen.

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Laufende Kosten der Photovoltaik - die Betriebskosten

Neben den Anschaffungskosten für Photovoltaik entstehen auch während des Betriebes Kosten. Diese setzen sich aus Wartung, Versicherung und Zählermiete zusammen. Man geht dabei jährlich von etwa Zwei Prozent der Anschaffungskosten aus.

Kosten für Wartung (ca. 100 €/a)

Die Hauptkosten im Betrieb entstehen vor allem durch die Wartung der Photovoltaikanlage. Zur Wartung gehört Fein-Monitoring, Sichtkontrolle und Reinigung. Kontrolliert wird bei der Wartung die Verschmutzung, eventuelle Beschädigungen und das Kontrollieren der ausreichenden Befestigung der PV-Anlage. Die Wartung fällt etwa jährlich an. Die Kosten liegen pauschal bei bis zu 100 Euro oder je nach installiertem Kilowatt Leistung bei etwa 10 bis 20 Euro.

Kosten für Versicherung (ca. 180 €/a)

Eine Versicherung der Photovoltaikanlage ist empfehlenswert. Neben der Betreiber-Haftpflicht ist eine Allgefahren-Versicherung sinnvoll, um unnötige Folgekosten bei z.B. Hagelstürmen vorzubeugen. Die Kosten liegen bei etwa 180 Euro pro Jahr.

Kosten für Zählermiete (ca. 40 €/a)

Um die Einspeisevergütung zu messen, ist ein Zähler vom Stromnetzbetreiber Pflicht. Dieser prüft, wie viel Strom in das öffentliche Netz gespeist wird. Hier fällt eine Mietpauschale von 40 Euro im Jahr an.


Wirtschaftlichkeit: Amortisation einer Photovoltaik-Anlage

Als Amortisation versteht man den Vorgang, dass man Geld, welches man für eine Anschaffung ausgegeben hat, durch Gewinne zurückbekommt. In diesem Fall hat man Geld in die Anschaffung und Betreibung einer Photovoltaik-Anlage investiert. Durch die gesunkene Einspeisevergütung lohnt sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage zur Zeit nur bedingt. Lässt sich jedoch der Eigenverbrauch erhöhen, sinkt wiederrum die Amortisationszeit. Die Installation eines Stromspeichers ist aktuell aufgrund der hohen Kosten noch nicht zu empfehlen.

Grafik: Die Amortisation einer Photovoltaik-Anlage Anortisation einer PV-Anlage | © Energieheld GmbH

Gesamtkosten einer Photovoltaikanlage - Rechenbeispiel

Foto: Montage einer Photovoltaik Anlage Die Montage einer Photovoltaik-Anlage |
© Elisseeva / shutterstock.com

Angenommen Sie besitzen ein Einfamilienhaus mit einem Bedarf von 5 kWp. Das heißt, Sie benötigen, wie oben dargestellt, eine Fläche von 30 m².

Für die Anlage alleine wären mindestens 1.000 Euro pro KWp fällig, das heißt in Summe, 5.000 Euro bei einem gängigen Solarmodul wie z.B. einem Dünnschicht Modul.

Für einen Wechselrichter sind ungefähr weitere Kosten in Höhe von 500 Euro einzurechnen.

So ergäbe sich ein Betrag von 5.500 Euro.

  • die Anlage muss montiert werden, dafür sollte ein Kostenrahmen von 2.000 Euro eingerechnet werden.

Sie sind jetzt bei mindestens 7.500 Euro.

  • um die Einspeisevergütung abrechnen zu können, benötigen Sie einen Zähler, der mit Kosten von 40 Euro im Jahr zu Buche schlägt. Des Weiteren fallen regelmäßig Wartungskosten von 100 Euro an und die jährlich zu begleichende Versicherung mit 180 Euro im Jahr.

Ihre Photovoltaik Anschaffungskosten belaufen sich damit auf mindestens 7.500 Euro für das günstigste Modul und die jährlichen Betriebskosten liegen bei ca. 280 Euro.


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Geschrieben von:
Sebastian Zahn


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