Gasheizung mit Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Welche Förderung ist bei einer Gasheizung möglich?

Der Gedanke an eine neue Gasheizung ist fast unweigerlich mit einer kritischen Kostenabschätzung verknüpft: „Kann ich mir das überhaupt leisten? - Eigentlich tut’s die alte Anlage ja noch.” Und: „Lohnt sich die Anschaffung angesichts der kommenden CO2-Steuer überhaupt noch? Amortisiert sich die neue Gasheizung überhaupt in absehbarer Zeit?“ Solchen Zweifeln kann man ganz klar entgegnen: Je älter die bestehende Anlage ist, desto schneller rentiert sich die Neuanschaffung.

Der Austausch einer alten Heizung lohnt sich also immer. Es darf dabei auch nicht vergessen werden, dass eine besonders effiziente Gasheizung mit Brennwerttechnik zwar Anfangs teurer ist, sich gegenüber einer bestehenden Gasheizung aber im Nachhinein aufgrund der Einsparung bei den Brennstoffkosten sehr schnell amortisiert. Problematisch kann jedoch die Anfangsinvestition sein, denn eine neue Gasheizung kann gut 6.000 bis 10.000 Euro kosten.

Im Neubau kommt noch dazu, dass eine Gas-Brennwertheizung mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien kombiniert werden muss um den Vorschriften des Gebäudeenergiegestzes (GEG) zu genügen. In den allermeisten Fällen werden deswegen Solarthermie-Anlagen zur Unterstützung der Heizung eingsetzt, obwohl auch die Installation einer Wärmepumpe oder einer Biomasseheizung möglich ist. Insgesamt kommen so schnell Kosten von 14.000 bis 20.000 Euro zusammen.

Weitere Kosten in Höhe von etwa 1.500 bis 2.500 Euro entstehen für den Gasanschluss, falls dieser noch gelegt werden muss. Nicht jeder kann diese Summe aus der „Portokasse“ zahlen, aber genau an dieser Stelle kommen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und vor allem das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ins Spiel. Sie bieten für die Anschaffung einer Gas-Hybridheizung staatliche Förderung, die die Investitionskosten deutlich senkt. In der Tabelle finden Sie eine Übersicht der Anschaffungskosten ohne Förderung.

Bauteil Kosten Altbau Kosten Neubau
Gas-Brennwertheizung ca. 6.000 - 10.000 € ca. 6.000 - 10.000 €
Solarthermie-Anlage heizungsunterstützend   - ca. 8.000 €
Gasanschluss (im Altbau nur bei Bedarf) ca. 1.500 - 2.500 € ca. 1.500 - 2.500 €
Durchschnittliche Gesamtkosten ca. 10.000 € ca. 20.000 €

KfW-Kredit und BAFA-Förderung

Bild: Gastherme in Badezimmer
Eine Gasheizung im Bad | © Viessman Werke

Die Förderung für Heizungen ist zum Jahresbeginn 2020 von der Bundesregierung novelliert worden. Die Modernisierung einer Gasheizung als Einzelmaßnahme wurde seitdem nur noch vom BAFA und nur als Hybridheizung und ausschließlich im Rahmen von Sanierungen gefördert.

Daran hat auch die erneute Überarbeitung und Zusammenfassung der Förderung in der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Anfang 2021 zunächst nichts geändert. Sie löst die alten Förderprogramme wie etwa das Marktanreizprogramm (MAP) des BAFA oder das CO2-Gebäudeprogramm der KfW in Etappen ab.

Während das BAFA die BEG EM Förderung für die Sanierungen mit Einzelmaßnahmen bereits seit 01.01.2021 anbietet, gibt es bei der KfW im Rahmen der BEG EM eine (Kredit-) Förderung für Einzelmaßnahmen erst seit dem 01.07.2021. Hier kann man im neuen Programm KfW 262 einen zinsgünstigen Kredit bis zu 60.000 Euro inkl. Tilgungszuschuss von max. 30.000 Euro erhalten, falls einem das nötige Eigenkapital zur Heizungsmodernisierung fehlt. Um eine Förderung für eine Gas-Hybridheizung zu erhalten, muss diese über eine zusätzliche Komponente auf Basis erneuerbarer Energien wie etwa eine Solarthermie-Anlage verfügen.

Das BAFA fördert ausschließlich mit Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die KfW fördert Gas-Brennwertheizungen in der BEG EM mit einem Kredit inkl. Tilgungszuschuss. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Gasheizung im Rahmen von Sanierungen zum Effizienzhaus nach BEG WG mit zu fördern. Die BEG WG bietet im Gebäudebestand mit dem Zuschuss-Programm KfW 461 oder wahlweise mit dem Kredit-Programm KfW 261 Förderung an. Das gilt auch für Neubauten nach Effizienzhaus-Standard.

Förderung des BAFA (BEG EM) Förderung der KfW
Gas-Brennwertheizung „Reneweable Ready" KfW 262 (BEG EM): Kredit + Tilgungzuschuss für Sanierung mit Einzelmaßnahmen (Dämmung Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung, Heizungen mit Komponente auf Basis erneuerbarer Energien, Fachplanung und Baubegleitung (Energieberatung))
Gas-Hybridheizung KfW 261 (BEG WG): Kredit + Tilgungszuschuss für Sanierungen und Neubauten nach Effizienzhaus-Standard; Fachplanung und Baubegleitung (Energieberatung)
Solarthermie-Anlage KfW 461 (BEG WG): Zuschuss für Sanierungen und Neubauten nach Effizienzhaus-Standard; Fachplanung und Baubegleitung (Energieberatung)
Biomasseheizung  
Wärmepumpe  
Anlagentechnik (Klima, Lüftung etc., keine Heizung)  
Heizungsoptimierung  
Fachplanung und Baubegleitung (Energieberatung)  

Die Förderung der KfW erfolgt in der BEG WG jedoch nur anteilig an den Gesamtkosten der Sanierung, bzw. an der Höhe der Kreditsumme. Durch die Einführung neuer Effizienzhaus-Klassen für besonders energieeffiziente Technologien (EE-Klasse bei 55 Prozent oder mehr Anteil erneuerbarer Wärme) oder Gebäude mit Nachhaltigkeitszertifikat (NH-Klasse) in der BEG ist die Förderung seit 01.07.2021 allerdings deutlich gestiegen. Die Programme KfW 461 und KfW 261 ersetzen die alten Förderprogramme KfW 151 und KfW 430 für Sanierungen zum Effizienzhaus, das Programm KfW 153 für energieeffiziente Neubauten sowie das Programm KfW 431 zur Förderung der Energieberatung.

Wichtig: Sowohl für Förderungen des BAFA als auch für Förderungen der KfW ist der Antrag auf Förderung unbedingt VOR Beginn der Sanierungsmaßnahme / des Neubaus zu stellen, da eine nachträgliche Förderung ausgeschlossen ist. Als Beginn zählt der Abschluss von Leistungs- oder Leiferverträgen - kurz die schriftliche Auftragsvergabe. Dabei ist die Einbindung eines zertifizierten Energieberaters (Energie-Effizienz-Experte der dena-Expertenliste) in die Sanierung dringend zu empfehlen, da der Energieberater die Bauarbeiten koordiniert und eine abschließende Qualitätskontrolle durchführt. Für Effizienzhaus-Förderungen ist seine Mitwirkung vorgeschrieben.

Bild: Energieheld Tipp

Eine beonders interessante Variante der Gas-Hybridheizung ist die Kombination einer Gas-Brennwertheizung mit einer Biomasseheizung, die die Feinstaubobergrenze nach BEG unterschreitet. Dadurch kann man zusätzliche 5 Prozent Förderung erhalten. Zusammen mit allen anderen Boni steigt die Förderung so auf maximal 50 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

BAFA-Förderung für eine Gasheizung

Infografik: Schematische Darstellung einer Hybridheizung in einem Haus
Eine Hybridheizung | © Buderus

Bis zum 30.06.2021 war das BAFA mit der BEG EM nahezu alleine für die Förderung von Heizungen mit Einzelmaßnahmen zuständig. Durch die Einführung des Kredits KfW 262 inkl. Tilgungszuschuss zur Förderung der Sanierung von Heizungen mit Einzelmaßnahmen ist das BAFA nicht mehr alleiniger Anbieter von Förderung für Gas-Hybridheizungen.

Dabei werden in der BEG EM Heizung und Umfeldmaßnahmen prozentual an den förderfähigen Gesamtkosten gefördert. Das macht die Förderung insgesamt attraktiver, höher und übersichtlicher. Insbesondere die 2020 eingeführte „Öl-Austauschprämie" hat für höhere Förderung und niedrigere CO2-Emissionen gesorgt. Durch die Einführung der BEG 2021 stehen weitere Boni für noch mehr Förderung zur Verfügung.

Für eine Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready" erhalten Sie vom BAFA in der BEG EM eine Basis-Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Das entspricht einem Betrag von max. 12.000 Euro. Dabei handelt es sich um eine Gas-Brennwertheizung, die innerhalb einer Zweijahresfrist zu einer Hybridheizung mit einer Komponente auf Basis erneuerbarer Energien ausgebaut wird. Wurde die Installation der Gas-Brennwertheizung vor Einbau in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen, kann die Förderung kann auf max. 15.000 Euro steigen. In der folgenden Tabelle finden Sie ein konkretes Beispiel.

Sanierungsmaßnahme Sanierungsprogramm Kosten inkl. Einbau Höhe der BAFA-Förderung
Gas-Hybridheizung „Renewable Ready" (Ausbau der Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung erfolgt binnen 2 Jahren) BAFA BEG EM Zuschuss ca. 14.500 € 20 % der förderfähigen Investitionskosten: ca. 2.900 €
Gas-Hybridheizung „RR”* mit iSFP-Bonus (+5 %) 25 % der förderfähigen Investitionskosten: ca. 3.625 €

* „RR”=„Renewable Ready”

Für eine Gas-Brennwertheizung, die sofort zur Hybridheizung ausgebaut wird, erhalten Sie sogar 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Eine um 10 Prozent erhöhte Förderung für eine Gas-Hybridheizung von insgesamt 40 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten Sie vom BAFA im Rahmen der sogenannten „Öl-Austauschprämie", wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen eine Gas-Hybridheizung mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung austauschen.

Diese gilt allerdings nicht für Gas-Brennwertheizungen „Renewable Ready” (RR). Ist die Installation einer Gas-Hybridheizung vor dem Einbau in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) angeraten worden, steigt die Förderung des BAFA nach BEG um weitere 5 Prozent. So können Sie insgesamt 45 Prozent der förderfähigen Kosten als Förderung erhalten. Ein konkretes Beispiel finden Sie in nachfoglender Tabelle.

Sanierungsmaßnahme Sanierungsprogramm Kosten inkl. Einbau Höhe der BAFA-Förderung
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) BEG EM Zuschuss ca. 20.000 € 30 %der förderfähigen Investitionskosten; ca. 6.000 €
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) mit iSFP-Bonus (+ 5 %) 35 % der förderfähigen Investitionskosten; ca. 7.000 €
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) mit iSFP-Bonus (+ 5 %) + Innovationsbonus Biomasse (+ 5 %) 40 % der förderfähigen Investitionskosten; ca. 8.000 €
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) mit iSFP-Bonus (+ 5% %) + Innovationsbonus Biomasse (+ 5 %) + Öl-Austauschprämie (+ 10 %) 50 % der förderfähigen Investitionskosten; ca. 10.000 €

Kombinieren Sie die Gas-Heizung mit einer besonders emissionsarmen Biomasseheizung zu einer Gas-Hybridheizung nach BEG, erhalten Sie vom BAFA weitere 5 Prozent Föderung - insgesamt also 50 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Das entspricht max. 30.000 Euro.

Die Förderungen des BAFA für Gas-Hybridheizungen sind allerdings nur für Bestandsbauten erhältlich. In Neubauten gab und gibt es vom BAFA keine Förderung für Gasheizungen. Generell wurde die BAFA-Förderung für erneuerbare Energien als Einzelmaßnahme in Neubauten zum 01.01.2021 ersatzlos eingestellt.

Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

KfW-Kredite und Zuschüsse für eine Gasheizung

Seit 01.07.2021 gilt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) auch für die Förderung der KfW. Durch die damit verbundene Einführung von zusätzlichen Boni und zusätzlichen Effizienzhaus-Klassen mit höherem Kreditrahmen bzw. höheren förderfähigen Kosten hat sich die Förderung deutlich erhöht. Dadurch kann man jetzt für Einzelmaßnahmen nach BEG EM von der KfW 20 bis 50 Prozent der maximalen Kreditsumme von 60.000 Euro als Förderung für die Installation einer Gas-Hybridheizung erhalten. Das entspricht einem Betrag zwischen 12.000 und 30.000 Euro.

Für eine Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready” erhalten Sie im Programm KfW 262 (BEG EM) mindestens 20 % der Kreditsumme von max. 60.000 Euro - also max. 12.000 Euro. Wurde die Installation einer Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready” von einem Energieberater in einem iSFP empfohlen, erhält man weitere 5 Prozent Förderung - also 25 Prozent der Kreditsumme. Das entspricht maximal 15.000 Euro. In der folgenden Tabelle finden Sie ein konkretes Beispiel für eine Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready”.

Sanierungsmaßnahme Sanierungsprogramm Kosten inkl. Einbau Höhe der KfW-Förderung
Gas-Hybridheizung „Renewable Ready" (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) Kredit KfW 262
(BEG EM)
ca. 14.500 € Tilgungszuschuss von 20 % der Kreditsumme, ca. 2.900 €
Gas-Hybridheizung „RR"* mit iSFP-Bonus (+ 5 %) Tilgungszuschuss von 25 % der Kreditsumme, ca. 3.600 €

* „RR”= „Renewable Ready”

Eine höhere Förderung erhält man, wenn man die Gas-Brennwertheizung gleich zur Gas-Hybridheizung ausbaut: Dann erhält man neben einem Kredit bis zu 60.000 Euro einen Tilgungszuschuss von 30 Prozent der Kosten. Dieser kann mit dem iSFP-Bonus, dem Innovationsbonus für emissionsarme Holzheizungen und der Öl-Austauschprämie für den Ersatz einer alten Ölheizung auf bis zu 50 Prozent der Kreditsumme - also maximal 30.000 Euro steigen. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie ein konkretes Beispiel für eine fertig ausgebaute Gas-Hybridheizung.

Sanierungsmaßnahme Sanierungsprogramm Kosten inkl. Einbau Höhe der KfW-Förderung
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) Kredit KfW 262
BEG EM
ca. 20.000 € Tilgungszuschuss von 30 % der Kreditsumme, ca. 6.000 €
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) mit iSFP-Bonus (+  5 %) Tilgungszuschuss von 35 % der Kreditsumme, ca. 7.000 €
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) mit iSFP-Bonus (+ 5 %) und Innovationsbonus (+ 5 %) Tilgungszuschuss von 40 % der Kreditsumme, ca. 8.000 €
Gas-Hybridheizung (mit Holzheizungs-Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) mit iSFP-Bonus (+ 5 %), Innovationsbonus (+ 5 %) und Öl-Austauschprämie (+ 10 %) Tilgungszuschuss von 50 % der Kreditsumme, ca. 10.000 €

Effizienzhäuser werden seit 01.07.2021 im Rahmen der BEG WG für Wohngebäude gefördert. Hier kann der Kreditrahmen bzw. der Rahmen der förderfähigen Investitionskosten durch das Erreichen der neu eingeführten Effizienzhaus-Klassen von 120.000 Euro auf 150.000 Euro steigen. Der Kreditrahmen bzw. die maximal förderfähigen Kosten dienen auch als Referenzbetrag für die prozentuale Förderung welche durch Boni weiter steigen kann. Außerdem wurde der Förderhöchstsatz von 40 auf 50 Prozent erhöht. So kann man im Rahmen von Effizienzhaus-Sanierungen inklusive aller möglicher Boni insgesamt bis zu 75.000 Euro Förderung erhalten.

Neben der neuen Kreditförderung KfW 261 gibt es mit dem Programm KfW 461 auch eine neue Zuschuss-Förderung. Hier liegt der maximale Förderbetrag ebenfalls bei insgesamt  bis zu 75.000 Euro. Die Programme KfW 261 und KfW 461 ersetzen die bisherigen KfW-Programme zur Förderung von Sanierungen nach Effizienzhaus-Standard. Die letztendliche Höhe der neuen KfW-Förderung hängt von der Sanierungsmaßnahme und dem zu erwartenden Effizienzhaus-Standard ab. Eine Übersicht finden Sie in der folgenden Tabelle.

Effizienzhaus-Klasse Kredit KfW 261 (BEG WG) Zuschuss KfW 461 (BEG WG)
Denkmal Kredit bis 120.000 € + Tilgungszuschuss von 25 % der Kreditsumme, bis zu 30.000 € Zuschuss bis zu 25 % der förderfähigen Gesamtkosten von 120.000 €, maximal 30.000 €
Denkmal EE Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 30 % der Kreditsumme, bis zu 45.000 € Zuschuss bis zu 30 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 45.000 €
Effizienzhaus 100 Kredit bis 120.000 € + Tilgungszuschuss von 27,5 % der Kreditsumme, bis zu 33.000 € Zuschuss bis zu 27,5 % der förderfähigen Gesamtkosten von 120.000 €, maximal 33.000 €
Effizienzhaus 100 EE Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 32,5 % der Kreditsumme, bis zu 48.750 € Zuschuss bis zu 32,5 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 48.750 €
Effizienzhaus 85 Kredit bis 120.000 € + Tilgungszuschuss von 30 % der Kreditsumme, bis zu 36.000 € Zuschuss bis zu 30 % der förderfähigen Gesamtkosten von 120.000 €, maximal 36.000 €
Effizienzhaus 85 EE Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 35 % der Kreditsumme, bis zu 52.500 € Zuschuss bis zu 35 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 52.500 €
Effizienzhaus 70 Kredit bis 120.000 € + Tilgungszuschuss von 35 % der Kreditsumme, bis zu 42.000 € Zuschuss bis zu 35 % der förderfähigen Gesamtkosten von 120.000 €, maximal 42.000 €
Effizienzhaus 70 EE Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 40 % der Kreditsumme, bis zu 60.000 € Zuschuss bis zu 40 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 60.000 €
Effizienzhaus 55 Kredit bis 120.000 € + Tilgungszuschuss von 40 % der Kreditsumme, bis zu 48.000 € Zuschuss bis zu 40 % der förderfähigen Gesamtkosten von 120.000 €, maximal 48.000 €
Effizienzhaus 55 EE Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 45 % der Kreditsumme, bis zu 67.500 € Zuschuss bis zu 45 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 67.500 €
Effizienzhaus 40 Kredit bis 120.000 € + Tilgungszuschuss von 45 % der Kreditsumme, bis zu 54.000 € Zuschuss bis zu 45 % der förderfähigen Gesamtkosten von 120.000 €, maximal 54.000 €
Effizienzhaus 40 EE Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 50 % der Kreditsumme, bis zu 75.000 € Zuschuss bis zu 50 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 75.000 €

Neben der Anschaffung der Heizung sind auch notwendige Zusatzarbeiten förderfähig. Dazu gehören z. B. die Installation einer Flächenheizung wie der Fußbodenheizung, der Wandheizung oder der Deckenheizung, ein Gasanschluss, ein hydraulischer Abgleich uvm.. Bei Fragen zur Förderung können Sie unser Angebotsformular nutzen und sich an unsere Berater wenden. Sie helfen Ihnen gerne.

Förderung der Gasheizung im Neubau

Die KfW bietet auch für Neubauten eine indirekte Förderung für Gasheizungen an. Die Förderung ist durch die Ablösung des Programms KfW 153 durch die BEG am 01.07.2021 und die Einführung zusätzlicher Effizienzhaus-Klassen (EE für einen Anteil erneuerbarer Wärme von mindestens 55 Prozent; NH für Gebäude mit Nachhaltigkeitszertifikat) jedoch deutlich gestiegen.

Dazu müssen jedoch sowohl die Vorschriften des Gebäudeenergiegesetzes GEG (ehemals Energieeinsparverordnung EnEV) sowie die Fördervoraussetzungen der KfW erfüllt werden. Sofern alle Vorschriften und Fördervoraussetzungen erfüllt sind, stellt die KfW seit 01.07.2021 den Kredit KfW 261 inklusive Tilgungszuschuss zur Verfügung. Neu: Wenn es an Eigenkapital fehlt, kann man im Programm KfW 461 seit 01.07.2021 alternativ auch auf einen einmaligen Zuschuss der KfW zurückgreifen.

Die Kreditförderung KfW 261 bietet in der Basisvariante auch weiterhin einen Kreditrahmen von 120.000 Euro. Zusätzlich vergibt die KfW einen Tilgungszuschuss bis zu 20 Prozent, insgesamt also 24.000 Euro pro Wohneinheit. Erreicht der Neubau eine EE-Klasse oder eine NH-Klasse steigt der Kreditrahmen auf 150.000 Euro und man erhält einen Bonus von zusätzlich 2,5 Prozent. Allerdings gibt es den Bonus nur einmal, auch wenn sowohl EE- als auch NH-Klasse erreicht werden. Für die höchste Effizienzhaus-Klasse 40 Plus erhält man so 25 Prozent der Kreditsumme, also 37.500 Euro pro Wohneinheit.

Alternativ zur Kredit-Förderung können Sie im Programm KfW 461 (BEG WG) einen Zuschuss zwischen 24.000 und 37.500 Euro pro Wohneinheit erhalten. Hier bilden die förderfähigen Investítionskosten von maximal 120.000 bzw. 150.000 Euro den Bezugsrahmen. Auch hier steigt die Förderung beim Erreichen der EE-Klassen oder NH-Klassen um 2,5 Prozent. Einen Überblick zu den Zuschüssen und Krediten der Neubauförderung der KfW seit 01.07.2021 finden sie in der unten stehenden Tabelle.

Effizienzhaus-Klasse Kredit KfW 261 (BEG WG) Zuschuss KfW 461 (BEG WG)
Effizienzhaus 55 Kredit bis 120.000 € + Tilgungszuschuss von 15 % der Kreditsumme, bis zu 18.000 € Zuschuss bis zu 15 % der förderfähigen Gesamtkosten von 120.000 €, maximal 18.000 €
Effizienzhaus 55 EE oder NH Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 17,5 % der Kreditsumme, bis zu 26.650 € Zuschuss bis zu 17,5 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 26.650 €
Effizienzhaus 40 Kredit bis 120.000 € + Tilgungszuschuss von 20 % der Kreditsumme, bis zu 24.000 € Zuschuss bis zu 20 % der förderfähigen Gesamtkosten von 120.000 €, maximal 24.000 €
Effizienzhaus 40 EE oder NH Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 22,5 % der Kreditsumme, bis zu 33.750 € Zuschuss bis zu 22,5 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 33.750 €
Effizienzhaus 40 Plus Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss von 25 % der Kreditsumme, bis zu 37.500 € Zuschuss bis zu 25 % der förderfähigen Gesamtkosten von 150.000 €, maximal 37.500 €

Die Förderung der Heizung erfolgt hier jedoch - genau wie in der BEG WG für Bestandsbauten - anteilig an den Gesamtkosten der Sanierung. Träger der BEG WG wird bis 2023 die KfW sein. Danach übernimmt das BAFA sämtliche Zuschussförderungen während die KfW für Kredite verantwortlich zeichnen wird.

Kredit-Konditionen der KfW (KfW 261/262)

Damit Sie einen besseren Überblick zu den Krediten der KfW erhalten, haben wir nachfolgend einmal die Kredit-Konditionen für Sie zusammengefasst. Sollten Sie Fragen dazu haben, nutzen Sie unser Angebotsformular und nehmen Sie Kontakt zu unseren zertifizierten Beratern auf. Sie helfen Ihnen gerne.

  • Maximale Zinsbindung 10 Jahre
  • Die bereitstellungs-provisionsfreie Zeit beträgt 12 Monate
  • Kostenfreie Sondertilgungen sind nicht möglich
  • (Stand 15.07.2021) Annuitätendarlehen, Sollzins / Effektivzins pro Jahr: 0,57 % / 0,57 % (4 - 10 Jahre); 0,72 % / 0,72 % (11 - 20 Jahre); 0,76 % / 0,76 % (21 - 30 Jahre)
  • (Stand 15.07.2021) Endfälliges Darlehen: 0,79 % / 0,79 % (4 - 10 Jahre)
  • Tilgungsfreie Anlaufzeit: Je nach Laufzeit 1 bis 2 Jahre, 1 bis 3 Jahre oder 1 bis 5 Jahre
  • Mögliche Laufzeiten: 4 bis 10 Jahre / 11 bis 20 Jahre / 21 bis 30 Jahre

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

Steuerliche Förderung

Sollten Sie es versäumt haben den Antrag rechtzeitig zu stellen, ist keine Förderung von BAFA oder KfW mehr möglich. Das gilt selbst dann, wenn Sie alle Fördervoraussetzungen erfüllen. In einem solchen Fall können Sie nur noch den Weg der Steuererstattung gehen, indem Sie die Sanierungskosten über drei Jahre von der Einkommenssteuer absetzen. So können Sie bis zu 20 Prozent der bei 200.000 Euro gedeckelten Gesamtkosten der Sanierung auf Ihre Steuer anrechnen und so maximal 40.000 Euro Steuern sparen. Die Steuererstattung ist nicht mit den anderen Förderprogrammen kombinierbar.

Alternative Heizungen mit höherer Förderung

Bild: Luft-Wasser-Wärmepumpe Außenaufstellung
Höhere Förderung: Luft-Wasser-Wärmepumpe | © klikkipetra / shutterstock.com

Wer sich eine Gasheizung wünscht, dem soll eine neue Anlage selbstverständlich nicht verwehrt werden, aber darüber hinaus existieren noch viele weitere Möglichkeiten, um das Eigenheim angenehm warm zu halten. In unserem Heizungsratgeber finden Sie alle Alternativen zur Gasheizung. Erneuerbare Energien erhalten zudem meist eine deutlich höhere Förderung als dies bei fossilen Brennstoffen der Fall ist.

Wer den absolut „grünen Weg“ bei der Gebäudeheizung gehen will, der sollte sich einmal mit der Hybridheizung aus Solarthermie und Pelletheizung (Basisförderung 35 Prozent) beschäftigen. Für solch ein Projekt kann ein beachtliches Maß an Förderung in Anspruch genommen werden. Im Rahmen der „Öl-Austauschprämie" (+ 10 Prozent) erhalten Sie hier in Kombination mit dem iSFP-Bonus ( + 5 Prozent) und dem Innovationsbonus für Biomasse (+ 5 Prozent) eine Förderung von 55 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten - maximal also bis zu 33.000 Euro.

Infografik: BAFA-Förderung für Heizungen im Gebäudesbestand
Heizungsförderung im Vergleich | © Energieheld

Ein Beispiel: Sie tauschen Ihre mindestens 2 Jahre alte Ölheizung gegen eine EE-Hybridheizung aus Pelletheizung mit Innovationsbonus, iSFP-Bonus und Öl-Austauschprämie in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage aus. Die Kosten für die Entsorgung der alten Öl-Heizung und des Öltankes sowie der Einbau der Pelletheizung und der Solarthermie-Anlage inklusive aller notwendigen Bauteile und Installationsarbeiten kostet rund 25.000 Euro. Durch die Förderung des BAFA bekommen Sie 55 Prozent der Kosten, in diesem Beispiel also 13.750 Euro als Zuschuss.

Das entspricht mehr als der Hälfte der Gesamtkosten. Dadurch ist die Kombination aus Pelletheizung und Solarthermie in der Anschaffung nur noch geringfügig teurer als eine Gas-Brennwertheizung ohne Förderung oder eine Gas-Hybridheizung mit Biomasse-Komponente inkl. aller möglicher Boni. Bezieht man die Kosten für Brennstoff jedoch mit ein und betrachtet die Kosten über die Lebensdauer einer solchen Anlage, schneidet die EE-Hybridheizung wegen der niedrigeren Verbrauchskosten deutlich besser ab und Sie sparen viel Geld.

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