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Gasheizung mit Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Welche Förderung ist bei einer Gasheizung möglich?

Der Gedanke an eine neue Gasheizung ist fast unweigerlich mit einer kritischen Kostenabschätzung verknüpft: „Kann ich mir das überhaupt leisten? - Eigentlich tut’s die alte Anlage ja noch. Amortisiert sich die neue Gasheizung überhaupt in absehbarer Zeit?“ Solchen Zweifeln kann man ganz klar entgegnen: Je älter die bestehende Anlage ist, desto schneller rentiert sich die Neuanschaffung.

Der Austausch einer alten Heizung lohnt sich also immer. Es darf dabei auch nicht vergessen werden, dass eine besonders effiziente Gasheizung mit Brennwerttechnik zwar Anfangs teurer ist, sich aber im Nachhinein aufgrund der Einsparung bei den Brennstoffkosten sehr schnell amortisiert. Problematisch kann jedoch die Anfangsinvestition sein, denn eine neue Gasheizung kann gut 6.000 bis 10.000 Euro kosten.

Hinzu kommen noch etwa 1.500 bis 2.500 Euro für den Gasanschluss, falls dieser noch gelegt werden muss. Nicht jeder kann diese Summe aus der „Portokasse“ zahlen, aber genau an dieser Stelle kommen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ins Spiel.

Energieheld-Whiteboard: Förderung für neue Heizung

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 4 gängigsten Förderungen der KfW und des BAFA zur Modernisierung des Heizungssystems.

Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich im Januar 2020 geändert. Alle Veränderung im Überblick finden Sie hier.

Quelle: © Energieheld / youtube.com

KfW-Kredit und BAFA-Förderung

Bild: Gastherme in Badezimmer
Eine Gasheizung im Bad | © Viessman Werke

Die Förderung für Heizungen ist zum Jahresbeginn 2020 von der Bundesregierung novelliert worden. Die Modernisierung einer Gasheizung als Einzelmaßnahme wird seitdem nur noch vom BAFA und nur als Hybridheizung gefördert.

Dabei muss die Hybridheizung über eine zusätzliche Komponente auf Basis erneuerbarer Energien wie etwa eine Solarthermie-Anlage verfügen. Das BAFA fördert ausschließlich mit Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Die KfW fördert Gas-Brennwertheizungen nur noch im Rahmen von Effizienzhaus-Sanierungen. Sie bietet im Gebäudebestand neben dem Zuschuss-Programm KfW 430 alternativ auch noch das Kredit-Programm KfW 151 inklusive Tilgungszuschuss. Die Förderung erfolgt bei der KfW jedoch nur anteilig an den Gesamtkosten der Sanierung, bzw. an der Höhe der Kreditsumme. Eine direkte Förderung der Gas-Brennwertheizung wie es sie bis zur Novellierung gab, existiert bei der KfW nicht mehr. Die Förderprogramme der KfW sind weder untereinander, noch mit denen des BAFA kombinierbar.

Wichtig: Sowohl für Förderungen des BAFA als auch für Förderungen der KfW ist der Antrag auf Förderung unbedingt vor Beginn der Sanierungsmaßnahme / des Neubaus zu stellen. Bei der KfW muss zudem ein zertifizierter Energieberater in die Sanierung mit eingebunden sein, der den Antrag stellt. Beim BAFA ist dies zumindest dringend zu empfehlen, da der Energieberater die Bauarbeiten koordiniert und eine abschließende Qualitätskontrolle durchführt. Als Sanierungsbeginn gilt beim BAFA bereits der Abschluss eines Liefervertrages. Bei der KfW ist der Beginn der Sanierungsarbeiten vor Ort als Baubeginn zu betrachten.

Sollten Sie es versäumt haben den Antrag rechtzeitig zu stellen, ist keine Förderung von BAFA oder KfW mehr möglich. Das gilt selbst dann, wenn Sie alle Fördervoraussetzungen erfüllen. In einem solchen Fall können Sie nur noch den Weg der Steuererstattung gehen indem Sie die Sanierungskosten über drei Jahre von der Einkommenssteuer absetzen. So können Sie bis zu 20 Prozent der bei 200.000 Euro gedeckelten Gesamtkosten der Sanierung auf Ihre Steuer anrechnen und so maximal 40.000 Euro Steuern sparen. Die Steuererstattung ist nicht mit den anderen Förderprogrammen kombinierbar.

BAFA-Förderung für eine Gasheizung

Infografik: Schematische Darstellung einer Hybridheizung in einem Haus
Eine Hybridheizung | © Buderus

Seit Jahresbeginn 2020 ist das BAFA mit Ausnahme der Brennstoffzelle und der Fernwärme alleine für die Förderung von Heizungen als Einzelmaßnahme zuständig. Somit fördert sie auch Gas-Hybridheizungen.

Eine weitere Neuerung ist die Förderung anteilig an den Gesamtkosten bzw. der maximalen Kreditsumme. Bis 2020 wurden vom BAFA pauschale Basis-Förderbeträge vergeben, die durch Förderboni erhöht werden konnten.

Seit Beginn 2020 werden Heizung und Umfeldmaßnahmen prozentual an den förderfähigen Gesamtkosten gefördert, was die Förderung insgesamt attraktiver, höher und übersichtlicher macht. Außerdem wurde die „Öl-Austauschprämie" eingeführt damit alte Ölheizungen aus den deutschen Haushalten verschwinden: So soll der CO2-Ausstoß gesenkt werden.

Für eine Gasheizung „Renewable Ready" erhalten Sie seit Jahresbeginn 2020 eine Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Dabei handelt es sich um eine Gas-Brennwertheizung, die innerhalb einer Zweijahresfrist zu einer Hybridheizung mit einer Komponente auf Basis erneuerbarer Energien ausgebaut wird. Für eine Gas-Brennwertheizung, die sofort zur Hybridheizung ausgebaut wird, erhalten Sie sogar 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

Die höchste Förderung für eine Gas-Hybridheizung erhalten Sie aber mit 40 Prozent der förderfähigen Kosten im Rahmen der sogenannten „Öl-Austauschprämie" wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen eine Gas-Hybridheizung mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung austauschen. Die Förderungen des BAFA für Gas-Hybridheizungen sind allerdings nur für Bestandsbauten erhältlich. In Neubauten gibt es vom BAFA keine Förderung für Gasheizungen.

Sanierungsmaßnahme Sanierungsprogramm Höhe der BAFA-Förderung
Gas-Hybridheizung „Renewable Ready" (Ausbau der Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung erfolgt binnen 2 Jahren) „Heizen mit Erneuerbaren Energien" 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) „Heizen mit Erneuerbaren Energien" 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
Gas-Hybridheizung (mit Komponente zur erneuerbaren Wärmeerzeugung) „Heizen mit Erneuerbaren Energien; Öl-Austauschprämie" 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

KfW-Kredite und Zuschüsse für eine Gasheizung

Die letztendliche Höhe der KfW-Förderung hängt von der Sanierungsmaßnahme und dem zu erwartenden Effizienzhaus-Standard ab. Für eine Gas-Brennwertheizung können Sie im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung des KfW-Programms "Energieeffizient sanieren" (430) einen Investitionszuschuss von maximal 40 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten der Sanierung erhalten. Dabei sind die förderfähigen Kosten bei höchstens 120.000 Euro gedeckelt.

Das entspricht einer Förderung von 48.000 Euro pro Wohneinheit. Neben der Anschaffung der Heizung sind auch notwendige Zusatzarbeiten förderfähig. Dazu gehören z. B. die Installation einer Flächenheizung wie der Fußbodenheizung, der Wandheizung oder der Deckenheizung, ein Gasanschluss, ein hydraulischer Abgleich uvm..

Sanierung auf KfW-Effizienzhaus-Typ Höhe des KfW-Zuschusses 430
KfW-Effizienzhaus 55 40 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 48.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 70 35 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 42.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 85 30 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 36.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 100 27,5 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 33.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 115 25 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus Denkmal 25 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit

Für Eigenheim-Sanierer, denen die finanzielle Basis für eine Effizienzhaus-Sanierung fehlt, hält die KfW das Kredit-Programm KfW 151 bereit. Es bietet einen zinsgünstigen Kredit von höchstens 120.000 Euro pro Wohneinheit. Ergänzend dazu gewährt die KfW einen Tilgungszuschuss von höchstens 40 Prozent der Kreditsumme, maximal aber 48.000 Euro. Dabei ist die Höhe des Tilgungszuschusses - wie auch der Zuschuss beim Programm KfW 430 - vom erreichten Effizienzhaus-Standard abhängig.

Förderung der Gasheizung im Neubau

Die KfW bietet auch für Neubauten eine indirekte Förderung für Gasheizungen. Dabei müssen jedoch sowohl die Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie die Fördervoraussetzungen der KfW erfüllt werden. Das heißt, dass es sich um eine Gas-Brennwertheizung handeln muss und ein bestimmter Wärmebedarf pro Quadratmeter und Jahr nicht überschritten werden darf - was mit einer Gas-Brennwertheizung alleine theoretisch zwar möglich wäre, aber in der Praxis kaum realisierbar ist.

Sofern alle Vorschriften und Fördervoraussetzungen erfüllt sind, gewährt die KfW mit dem Kredit-Programm KfW 153 einen Kredit über 120.000 Euro. Zusätzlich gibt es noch einen Tilgungszuschuss von höchstens 25 Prozent der Kreditsumme, maximal also 30.000 Euro. Die Förderung der Heizung erfolgt hier jedoch - genau wie beim Programm KfW 151 - anteilig an den Gesamtkosten der Sanierung. Eine direkte Förderung von Gasheizungen durch die KfW gibt es auch im Neubau nicht.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Alternative Heizungen mit höherer Förderung

Wer sich eine Gasheizung wünscht, dem soll eine neue Anlage selbstverständlich nicht verwehrt werden, aber darüber hinaus existieren noch viele weitere Möglichkeiten, um das Eigenheim angenehm warm zu halten. In unserem Heizungsratgeber finden Sie alle Alternativen zur Gasheizung. Erneuerbare Energien erhalten zudem meist eine deutlich höhere Förderung als dies bei fossilen Brennstoffen der Fall ist.

Wer den absolut „grünen Weg“ bei der Gebäudeheizung gehen will, der sollte sich einmal mit der Hybridheizung aus Solarthermie und Pelletheizung beschäftigen. Für solch ein Projekt kann ein beachtliches Maß an Förderung in Anspruch genommen werden. Im Rahmen der „Öl-Austauschprämie" erhalten Sie hier eine Förderung von 45 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten.

Ein Beispiel: Sie tauschen Ihre mindestens 2 Jahre alte Ölheizung gegen eine Hybridheizung aus Pelletheizung und Solarthermie-Anlage aus. Die Kosten für die Entsorgung der alten Heizung und des Öltankes sowie der Einbau der Pelletheizung und der Solarthermie-Anlage inklusive aller notwendigen Bauteile und Installationsarbeiten kostet rund 25.000 Euro. Durch die Förderung des BAFA erhalten Sie 45 Prozent der Kosten, in diesem Beispiel also 11.250 Euro erstattet. Das entspricht knapp der Hälfte der Gesamtkosten.

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