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KfW 461 ersetzt KfW 430 seit Mitte 2021

Im Rahmen der im Januar 2021 eingeführten und im Juli erweiterten „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) fällt der KfW-430-Zuschuss in seiner bisherigen Art weg. An seine Stelle tritt für den Kauf, den Neubau und die Sanierung zum Effizienzhaus der KfW-461-Zuschuss. Einzelne Maßnahmen zur energetischen Sanierung wurden bereits seit Januar über die BEG-Förderung des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) bezuschusst.

Vorhaben und Zuschüsse im Vergleich

Die Höhe der KfW-Förderung fürs Effizienzhaus variiert je nachdem, ob Eigentümer ihr Haus zum Effizienzhaus sanieren lassen, es neu bauen lassen oder eines kaufen. Außerdem kommt es darauf an, welchem Effizienzhausstandard das sanierte, neugebaute oder gekaufte Haus entspricht und wie hoch die förderfähigen Kosten sind. Für Kauf und Neubau gelten dieselben Fördersätze. Nachfolgend eine Übersicht der möglichen Zuschüsse.

Vorhaben Effizienzhaus KfW-Zuschuss
Sanierung KfW-Effizienzhaus 40 45 % von max. 120.000 € (bis zu 54.000 €)
KfW-Effizienzhaus 40 (EE-Klasse*) 50 % von max. 150.000 € (bis zu 75.000 €)
KfW-Effizienzhaus 55 40 % von max. 120.000 € (bis zu 48.000 €)
KfW-Effizienzhaus 55 (EE-Klasse*) 45 % von max. 150.000 € (bis zu 67.500 €)
KfW-Effizienzhaus 70 35 % von max. 120.000 € (bis zu 42.000 €)
KfW-Effizienzhaus 70 (EE-Klasse*) 40 % von max. 150.000 € (bis zu 60.000 €)
KfW-Effizienzhaus 85 30 % von max. 120.000 € (bis zu 36.000 €)
KfW-Effizienzhaus 85 (EE-Klasse*) 35 % von max. 150.000 € (bis zu 52.500 €)
KfW-Effizienzhaus 100 27,5 % von max. 120.000 € (bis zu 33.000 €)
KfW-Effizienzhaus 100 (EE-Klasse*) 32,5 % von max. 150.000 € (bis zu 48.750 €)
KfW-Effizienzhaus Denkmal 25 % von max. 120.000 € (bis zu 30.000 €)
KfW-Effizienzhaus Denkmal (EE-Klasse*) 30 % von max. 150.000 € (bis zu 45.000 €)
Neubau oder Kauf KfW-Effizienzhaus 40 Plus 25 % von max. 150.000 € (bis zu 37.500 €)
KfW-Effizienzhaus 40 20 % von max. 120.000 € (bis zu 24.000 €)
KfW-Effizienzhaus 40 (EE-Klasse* oder Nachhaltigkeits-Klasse) 22,5 % von max. 150.000 € (bis zu 33.750 €)
KfW-Effizienzhaus 55 15 % von max. 120.000 € (bis zu 18.000 €)
KfW-Effizienzhaus 55 (EE-Klasse* oder Nachhaltigkeits-Klasse) 17,5 % von max. 150.000 € (bis zu 26.250 €)

*) Erneuerbare-Energien-Klasse

Komplettsanierung zum Effizienzhaus - bis 75.000 Euro

Wer sein bereits vorhandenes Haus zu einem Effizienzhaus saniert, kann bis zu 75.000 Euro Förderung bekommen. Der genannte Betrag gilt für ein KfW-Effizienzhaus 40 der Erneuerbaren-Energien-Klasse mit einer besonders guten Energiebilanz bei förderfähigen Kosten von 150.000 Euro. Grundsätzlich gilt: Je besser die Energieeffizienz des Gebäudes im Anschluss an die Komplettsanierung ist, desto mehr Förderung gewährt die KfW.

Die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus sind klar geregelt. Das oben genannte Effizienzhaus 40 (EE) beispielsweise darf nur 40 Prozent des Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes (KfW-Effizienzhaus 100) aufweisen. Für die EE-Klasse muss zudem mindestens 55 Prozent des im Gebäudeenergiegesetz (GEG) genannten Referenz-Wärmebedarfs durch erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die einzelnen Anforderungen an Effizienzhäuser im Detail erhalten Sie von der KfW.

Kauf von Effizienzhäusern - bis 37.500 Euro

Auch für den Kauf eines Effizienzhauses gibt es staatliche Förderung von der KfW. Wer etwa ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus kaufen möchte, bekommt 25 Prozent des Kaufpreises bis 150.000 Euro zurück - also bis zu 37.500 Euro.

Effizienzhaus im Neubau - bis 37.500 Euro

Dasselbe gilt für Bauherren, die ein Effizienzhaus neu bauen möchten. Mit dem KfW-Effizienzhaus 40 Plus sind auch hier bis zu 37.500 Euro Förderung möglich. Es gelten dieselben Fördersätze und Höchstbeträge wie beim Kauf eines Effizienzhauses.

Zuschuss oder Kredit wählen?

Grundsätzlich stellt sich die Frage: Zuschuss oder Kredit für das Effizienzhaus wählen? Die Antwort darauf ist vor allem davon abhängig, ob Sie über genügend Kapital verfügen, um Ihr derzeitiges Haus entweder zum Effizienzhaus zu sanieren, ein Effizienzhaus zu kaufen oder eines komplett neu bauen zu lassen. Falls nicht, gibt es als Alternative zur Zuschuss-Variante die Möglichkeit, Kredite in Anspruch zu nehmen oder eine Kombination zu nutzen.

Bild: Energieheld Tipp

 

  • Ausreichend Kapital: KfW-Zuschuss 461
  • Mittleres Kapital: Kombination aus Bank-Kredit und KfW-Zuschuss 461
  • Kein Kapital: KfW-Kredit 261

 

Zuschuss mit Bank-Kredit & Eigenkapital kombinieren

Die Kombination aus einem KfW-Zuschuss, einem Eigenkapital-Anteil und einem Bank-Kredit kann sinnvoll sein, wenn ein gewisses Budget zur Verfügung steht, das allerdings nicht komplett ausreicht. Der ergänzende Bank-Kredit kann unter Umständen - in Zeiten von Niedrigzinsen oder gar Minuszinsen - günstiger sein als die Inanspruchnahme eines kompletten KfW-Kredits. Prüfen kann dies für Ihren individuellen Fall ein professioneller Energieberater, der aufzeigt, welche Variante am wirtschaftlich sinnvollsten ist.

Alternative: KfW-Kredit 261 / 262

Die KfW selbst bietet als Alternative zum Zuschuss 461 einen Kredit an. Er ist dann am sinnvollsten, wenn gar kein eigenes Kapital für den Kauf, Neubau oder die Sanierung zum Effizienzhaus zur Verfügung steht. Der KfW-Kredit 261 sieht ein Darlehen von bis zu 150.000 Euro vor. Details zu Kredithöhe, Zinssatz, Tilgungszuschuss und Laufzeit erfahren Sie hier.

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Welche Maßnahmen werden gefördert?

Bild: Maßnahmen KfW 461
KfW 461: Geförderte Maßnahmen | © YP_Studio / shutterstock.com

Um eine Förderung erhalten zu können, muss das Gebäude nach Sanierung, Neubau oder Kauf bestimmte Anforderungen erfüllen. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die dazu beitragen, dass sich ein bestimmter Effizienzhausstandard erreichen lässt.

Die jeweilige Berechnung muss von einem zertifizierten Energieberater durchgeführt werden, weil hier viele Faktoren eine Rolle spielen, die in Summe den gewünschten Effizienzhausstandard ergeben. Im Folgenden haben wir trotzdem einmal die wichtigsten Maßnahmen zusammengetragen.

Maßnahme Einfluss auf Effizienzhaus-Standard Empfehlung
Heizung erneuern Hoch Wärmepumpe, Pelletheizung
Fassadendämmung erneuern Hoch Außendämmung, Kerndämmung (wenn möglich)
Dachdämmung erneuern Hoch Zwischensparrendämmung
Kellerdämmung erneuern Niedrig Innendämmung, Perimeterdämmung (im Neubau)
Fenster/Außentüren erneuern Mittel 3-fach-Verglasung
Wohnraumlüftung installieren Mittel Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung

Zusätzlich zu den Maßnahmen, die in Summe zu einem Effizienzhausstandard führen, wird nötigenfalls auch eine Baubegleitung mit 50 Prozent gefördert (max. 5.000 Euro im Einfamilienhaus/Zweifamilienhaus und Doppelhaushälfte, max. 2.000 Euro pro Eigentumswohnung).

Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP) können Hausbesitzer bei der Sanierung zum Effizienzhaus nochmal 5 Prozent Förderung extra bekommen. Voraussetzung für den ISFP-Bonus ist allerdings, dass die Sanierung in mehrere Schritte aufgeteilt wird. Wie das am besten geht, erklärt Ihnen der Energieberater.

Zuschuss 461 bei der KfW beantragen

Bild: KfW-Zuschuss 461 beantragen
Zuschuss KfW 461 beantragen | © Nicole Lienemann / shutterstock.com

Prinzipiell können Hausbesitzer selbst den Zuschuss 461 bei der KfW beantragen. Dazu steht online das KfW-Zuschussportal zur Verfügung. Der Antrag muss allerdings bereits vor dem Hauskauf, dem Baubeginn bzw. der Sanierung gestellt werden.

Damit der Antrag bewilligt wird und die Förderung ausgezahlt werden kann, ist die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (dena-gelisteter Energieberater) Pflicht. Der Fachmann stellt der KfW bestimmte Dokumente und Nachweise zur Verfügung. Er kann sich stellvertretend für den Hausbesitzer auch komplett um die Förderung kümmern und den Antrag stellen.

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