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Beratung zur Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

Bild: Ein Paar wartet auf eine Förderung
Rund um die Förderungen hat sich viel geändert | © stockfour / shutterstock.com

Die Novellierung der Förderung durch die Bundesregierung besteht im Wesentlichen aus zwei Hauptkomponenten. Einerseits ist die Förderung inhaltlich stark überarbeitet worden - insgesamt sind die Fördersummen sowohl bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als auch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) deutlich gestiegen. Andererseits sind einige Förderungen auch ersatzlos gestrichen worden. Gleichzeitig wurde die Förderung neu strukturiert.

So wurden wichtige Aufgaben der KfW an das BAFA übertragen: Die Förderung von Heizungen fällt in Zukunft hauptsächlich in die Zuständigkeit des BAFA. Die KfW konzentriert sich dagegen hauptsächlich auf die Dämmung der Gebäudehülle. Außerdem wurde mit der steuerlichen Absetzbarkeit von Sanierungskosten alternativ zur Förderung durch die Förderinstitute ein weiteres Förderinstrument geschaffen. In der folgenden Tabelle finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

Aspekt Förderung neu ab 2020
Ölheizung wird nicht mehr gefördert
KfW

fördert in erster Linie Dämmungen und Fenster / Türen, keine Förderung von Heizungen als Einzelmaßnahme, Förderung der Heizung nur noch im Rahmen von Effizienzhaus-Sanierung oder der Neubauförderung - Ausnahme: Brennstoffzelle (KfW 433); außerdem Energieberatung (KfW 431)

BAFA fördert Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien, Gas-Hybridheizungen, den Austausch von alten Ölheizungen gegen eine der oben genannten Heizungen, Heizungsoptimierung und Energieberater
Finanzamt steuerliche Förderung aller bei KfW und BAFA möglichen energetischen Sanierungen, es gelten ähnliche Fördervoraussetzungen wie bei der KfW

Alle Sanierungen mit Förderung ab 2020

Bild: Geld, Modellhaus, Baupläne
Die Förderung steigt ab 2020 | © Tim Reckmann / Flickr.com CC-BY 2.0

Die Förderung für energetische Sanierungen und energieeffiziente Neubauten ist im Zuge der Verabschiedung des Klimapakets durch die Bundesregierung insgesamt deutlich gestiegen. Für Einzelmaßnahmen kann man bei der KfW über das Programm KfW 430 einen Zuschuss von maximal 10.000 Euro erhalten, für eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus sogar bis zu 48.000 Euro.

Alternativ stehen auch Kredite bis zu 50.000 Euro (KfW 152, Einzelmaßnahme), bzw. bis zu 120.000 Euro (KfW 151, Effizienzhaus-Sanierung) bereit. Dazu gibt es einen Tilgungszuschuss von 10.000 Euro (KfW 152) bzw. 48.000 Euro (KfW 151). Für energieeffiziente Neubauten (KfW 153) gibt es ebenfalls einen Kredit bis 120.000 Euro. Der Tilgungszuschuss liegt hier bei maximal 30.000 Euro.

Das BAFA fördert Gas-Hybridheizungen mit einer zusätzlichen Komponente auf Basis erneuerbarer Energien oder Heizungen, die ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energien arbeiten. Dabei reichen die Förderungen von 20 bis 35 Prozent. Außerdem gibt es eine Austauschprämie von 40 bis 45 Prozent der förderfähigen Kosten, wenn eine alte Ölheizung gegen eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien ausgetauscht wird. Alternativ zu BAFA oder KfW gibt es auch die Möglichkeit, die Sanierung steuerlich zu fördern.

Zuschuss / Kredit ab 2020 Sanierung / Maßnahme
KfW 152 Kredit: Kreditsumme von höchstens 50.000 €, dazu Tilgungszuschuss von max. 10.000 € pro WE* Dacheindeckung mit Dämmung
Fassadendämmung
neue Fenster und Türen
KfW 430 Zuschuss (Einzelmaßnahme): 20 % der förderfähigen Kosten, max. 10.000 € pro WE*
KfW 151 Kredit: Kreditsumme von höchstens 120.000 €, dazu Tilgungszuschuss bis zu 40 % der höchstmöglichen Kreditsumme, max. 48.000 € pro WE* Dacheindeckung mit Dämmung
Fassadendämmung
neue Fenster und Türen
Heizungen (außer Öl)
Solarthermie
KfW 430 (Effizienzhaus-Sanierung): Bis zu 40 % der förderfähigen Kosten, max. 48.000 € pro WE*
KfW 153: Kreditsumme von höchstens 120.000 €, dazu Tilgungszuschuss bis zu 25 % der höchstmöglichen Kreditsumme, max. 30.000 € pro WE* Dacheindeckung mit Dämmung
Fassadendämmung
neue Fenster und Türen
Heizungen (außer Öl)
Solarthermie
KfW 167 (Ergänzungskredit): Kreditsumme von höchstens 50.000 € EE**-Heizungen + Hybridheizungen, die die Förderbedingungen des Markt-Anreiz-Programms (MAP) des BAFA erfüllen
KfW 431 Baubegleitung: 50 % der förderfähigen Kosten, max. 4.000 € (nur bei Nutzung anderer KfW Programme) Energieberatung
KfW 433 Brennstoffzelle: 5.700 € + variabler Betrag (je nach kWel der Anlage) Brennstoffzelle mit allen dazugehörigen Arbeiten und Materialien
BAFA Wärme aus erneuerbaren Energien: Gas-Brennwertheizung „renewable Ready"; 20 % der förderfähigen Kosten (nur im Gebäudebestand) Gas-Brennwertheizung mit entsprechender Regelungstechnik und Kombispeicher zum späteren Ausbau als Hybridheizung (z. B. Solarthermie), Ausbau binnen 2 Jahren
BAFA Wärme aus erneuerbaren Energien: Gas-Hybridheizung; 30 % der förderfähigen Kosten (nur im Gebäudebestand) Hybridheizung aus Gas-Brennwertheizung und EE*-Heizung (z. B. Solarthermie, Biomasse):
BAFA Wärme aus erneuerbaren Energien: Solarthermie; 30 % der förderfähigen Kosten Solarthermie-Anlage im Gebäudebestand oder im Neubau (Solaraktivhaus mindestens 50 % Deckung des Wärmebedarfs durch Solarthermie)
BAFA Wärme aus erneuerbaren Energien: Wärmepumpen und Biomasse; 35 % der förderfähigen Kosten Wärmepumpe
Biomasseanlage
BAFA Wärme aus erneuerbaren Energien: EE**-Hybridheizung; 35 % der förderfähigen Kosten Hybridheizung ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energien (z. B. Luft-Wasser-Wärmepumpe und Pelletheizung)
BAFA Wärme aus erneuerbaren Energien, Austauschprämie: Gas-Hybridheizung; 40 % der förderfähigen Kosten Austausch einer mindestens 2 Jahre alten Ölheizung gegen eine Gas-Hybridheizung (z. B. Gas-Brennwert + Wärmepumpe)
BAFA Wärme aus erneuerbaren Energien, Austauschprämie: Wärmepumpen und Biomasse; 45 % der förderfähigen Kosten Austausch einer mindestens 2 Jahre alten Ölheizung gegen eine Wärmepumpe oder Biomasseheizung
BAFA Wärme aus erneuerbaren Energien, Austauschprämie: EE**-Hybridheizung; 45 % der förderfähigen Kosten Austausch einer mindestens 2 Jahre alten Ölheizung gegen eine EE**-Hybridheizung (z. B. Wärmepumpe und Biomasseheizung)
BAFA Energieberatung: 80 % des förderfähigen Beraterhonorars, max. 1.300 bzw. 1.700 Euro  Energieberatung für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Häuser mit 3 oder mehr WE*
Finanzamt, steuerliche Förderung: 20 % der förderfähigen Summe von höchstens 200.000 €, also max. 40.000 € (nur im Gebäudebestand) alle bei KfW und BAFA förderfähigen Maßnahmen - es gelten ähnliche Fördervoraussetzungen wie bei der KfW

*Wohneinheit(en); **Erneuerbare Energien

Die wichtigsten Förder-Institutionen ab 2020

Die wichtigsten Förderinstitutionen sind ohne Frage die KfW mit den Programmen KfW 430, KfW 151/152 sowie KfW 153 und das BAFA mit dem Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien” sowie der „Austauschprämie” für Ölheizungen. Außerdem fördern beide Institute die Optimierung bestehender Heizungsanlagen. Mit dem Ausbau der steuerlichen Förderung hat die Bundesregierung allerdings eine weitere, dritte „Säule” der Energiewende geschaffen. Allerdings kann man so nur energetische Sanierungen fördern lassen - Neubauten sind von dieser Fördermöglichkeit ausgenommen.

Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

KfW - primär Dämmungen

Zu den wohl größten Neuerungen bei der KfW gehört die Erhöhung der Fördersätze. Aber auch die förderbaren Gewerke haben sich geändert: Ölheizungen werden gar nicht mehr gefördert. Gas-Brennwertheizungen und andere Heizungen werden nur noch im Rahmen von Effizienzhaus-Sanierungen oder von Neubauten nach Effizienzhaus-Standard gefördert.

Eine Ausnahme stellt das Programm KfW 433 zur Förderung der Brennstoffzelle dar. Außerdem kann man mit dem „Ergänzungskredit” KfW 167 eine Finanzierungslücke schließen, falls einem das Eigenkapital zur Anschaffung einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien fehlt. Hauptsächlich fördert die KfW jedoch die energetische Sanierung der Gebäudehülle und energieeffiziente Neubauten. Der Fokus liegt also auf Dämmungen, Energiespar-Fenstern und gut gedämmten Außentüren.

BAFA - nur Heizungen

Bild: Öl-Brennwertheizung
Wird nicht mehr gefördert: die Öl-Brennwertheizung | © gcpics / shutterstock.com

Das BAFA fördert seit Beginn 2020 nahezu sämtliche förderfähigen Heizungen. Dazu gehören Gas-Brennwertheizungen nach „renewable Ready”-Standard (20 Prozent der förderfähigen Kosten; vorbereitet zum späteren Ausbau als Hybridheizung aus Gas-Brennwert und z. B. Solarthermie oder Biomasse) und Gas-Hybridheizungen (30 Prozent der förderfähigen Kosten).

Außerdem werden Solarthermie-Anlagen (ebenfalls 30 Prozent) sowie Wärmepumpen und Biomasse-Heizungen und Hybridheizungen auf Basis erneuerbarer Energien (35 Prozent) gefördert. Zudem fördert das BAFA im Rahmen der „Austauschprämie" den Austausch alter Ölheizungen gegen Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien (40 bis 45 Prozent) in Bestandsbauten. Blockheizkraftwerke (BHKW) und Brennstoffzellen werden ebenfalls gefördert.

Finanzamt - Steuern sparen

Eine Förderung von Sanierungsmaßnahmen über die Anrechnung auf die Einkommensteuer ist nicht neu. Die Förderhöhe ist jedoch wesentlich auf maximal 40.000 Euro über drei Jahre Abschreibung gestiegen. Dabei unterliegen die förderfähigen Maßnahmen ähnlichen Fördervoraussetzungen wie die der KfW.

Deshalb ist es empfehlenswert, schon im Vorfeld der Sanierung einen Energieberater einzubinden und eine übergewerkliche Bauplanung durchzuführen. Er führt auch eine abschließende Qualitätskontrolle durch. Für die Abschreibung beim Finanzamt ist ein Steuerberater zu empfehlen.

Änderungen im Neubau ab 2020

Analog zur KfW Förderung energetischer Sanierungen ist auch das Programm KfW 153 zur Förderung des Neubaus oder Ersterwerbes energieeffizienter Wohngebäude überarbeitet worden. Wichtigste Änderungen sind der erhöhte Kreditrahmen von höchstens 120.000 Euro und die Erhöhung des Tilgungszuschusses auf 25 Prozent des Kreditrahmens, also maximal 30.000 Euro. Außerdem wurde auch hier die Förderung von Ölheizungen eingestellt.

So kommen Sie zu Ihrer Förderung

Bild: Ein Paar beantragt eine Förderung
Antrag stellen und bei der Sanierung sparen | © Andrey_Popov / shutterstock.com

Um einen Zuschuss der KfW zu erhalten, muss vor Baubeginn ein Energieberater mit Planung und Durchführung der Sanierung beauftragt werden. Viel mehr brauchen Sie nicht machen, da der Energieberater den Antrag stellt und sich auch um die restlichen Formalitäten kümmert. Nachdem der Energieberater den erfolgreichen Abschluss der Sanierungsarbeiten bei der KfW bestätigt hat, erhalten Sie dann die Förderung auf Ihr Konto überwiesen.

Für einen KfW-Kredit müssen Sie zusätzlich einen Finanzierungspartner finden (Kreditinstitut Ihrer Wahl, z. B. Ihre Hausbank), der dann den Antrag für Sie stellt und den Kreditvertrag mit Ihnen abschließt. Um alles weitere kümmert sich der Energieberater. Nach Abschluß der Arbeiten überweist die KfW den Tilgungszuschuss an Ihren Finanzierungspartner, der den Betrag mit Ihrem Kredit verrechnet.

Beim BAFA müssen Sie den Antrag über ein elektronisches Antragsformular (online) noch vor Baubeginn zusammen mit dem ausführenden Fachunternehmer stellen. Er kümmert sich dann um alle weiteren Formalitäten. Im Falle einer Komplettsanierung oder eines Neubaus empfiehlt es sich allerdings einen Energieberater zu verpflichten, der in der Lage ist entsprechend übergewerklich zu planen.

Grafik: RENEWA Fördermittelservice
RENEWA bietet Ihnen eine professionelle Fördermittelberatung | © RENEWA GmbH

Auch 2020 keine nachträgliche Förderung

Obwohl bereits erwähnt, wollen wir hier noch einmal darauf hinweisen, dass sowohl für Förderungen des BAFA als auch für die der KfW der Antrag immer VOR Baubeginn gestellt werden muss. Für das BAFA gilt, dass bereits der Abschluss eines Liefervertrages als Baubeginn zählt. Bei der KfW gilt dagegen der Start der Bauarbeiten vor Ort als solcher.

Sollten Sie den Antrag zu spät stellen, erlischt Ihr Anspruch auf Förderung unwiderruflich. Eine nachträgliche Förderung gibt es bei KfW und BAFA selbst dann nicht, wenn die durchgeführten Maßnahmen sämtliche Fördervoraussetzungen erfüllen. In diesem Fall können Sie noch versuchen, für die Sanierungskosten eine Steuererstattung zu erhalten.

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Bild: Installation eines Dreh-Kipp-Fensters

Welche Förderung gibt es für neue Fenster?

Bild: Förderung einer Dämmung

Welche Förderung gibt es für eine neue Dämmung?

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