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Allgemeines zur Dacheindeckung

Die meisten Menschen denken zuerst an Dachziegel und Reetdächer, wenn es um Dacheindeckung geht. Doch diese beiden Beispiele sind nur zwei von sehr vielen Varianten, die Sie nutzen können, um Ihr Dach einzudecken.

Die Wahl der richtigen Dacheindeckung ist darüber hinaus auch keine rein ästhetische. Neben stark variierenden Preisen haben die verschiedenen Dacheindeckungen auch unterschiedliche Eigenschaften, die sie in bestimmten Situationen anderen Möglichkeiten überlegen machen.

Arten und Kosten im Vergleich

Wenn Sie eine Dacheindeckung auswählen müssen, darf die Optik natürlich eine Rolle spielen. Je nach Region gibt es auch kulturelle Unterschiede, so finden sich im Süden des Landes viele mit Schiefer oder Holz gedeckte Häuser, während Norddeutschland von reetgedeckten Bauernhäusern dominiert wird.

Außerdem spielen in den meisten Fällen wohl auch die Kosten ein wichtige Rolle bei den Überlegungen, welche Dacheindeckung man wählt. Eine funktionale Dacheindeckung bekommen Sie bereits für unter 20 Euro pro Quadratmeter. Für ausgefallenere Wünsche dürfen auch gerne einmal 100 Euro für den Quadratmeter bezahlt werden.

Material Eigenschaften Preis pro m²
Ziegel

Dachziegel sind leichter als Beton, extrem witterungsbeständig, sehr lange haltbar und in verschiedensten Formen und Farben erhältlich.

25 - 50 €
Beton

Dachsteine aus Beton sind günstiger und schwerer als Ziegel, liegen fest auf dem Dach, sind leicht zu verlegen und besonders frostbeständig.

18 €
Schiefer

Schiefer hat eine sehr lange Lebensdauer, ist ein Naturstein und lässt sich dank seiner verschiedenen Farbnuancen architektonisch sehr vielseitig modellieren. Schieferplatten sind besonders sturm- und witterungsbeständig.

90 €
Kunstschiefer

Ist eine günstige Alternative zum teuren Schiefer. Kunstschiefer ist ähnlich langlebig, sturm- und witterungsbeständig wie Naturschiefer, jedoch deutlich leichter.

50 €
Reet

Reetdächer sind atmungsaktiv, regulieren die Feuchtigkeit des Hauses, sind extrem gut gedämmt und besonders witterungsbeständig. Allerdings bringen Reetdächer einen hohen Wartungsaufwand mit sich und sind besonders feuergefährdet, weshalb für dieses Material besondere Bau- und Brandschutzbestimmungen gelten.

100 €
Kupfer

Kupfer ist leicht zu verlegen, zu warten und zu erhalten. Das Material ist auch für komplizierte Anschlüsse bei der Dacheindeckung geeignet, hat eine gute Beständigkeit, einen geringen Wartungsaufwand und eine sehr lange Lebensdauer. Allerdings lässt bei Kupfer der optische Aspekt ein wenig zu wünschen übrig und Kupfer verträgt sich nicht mit allen Metallen.

90 €
Bitumen

Das Naturprodukt Bitumen dichtet das Dach vortrefflich ab, ist flexibel einsetzbar und einfach zu verarbeiten. Allerdings muss es regelmäßig gewartet werden.

22 €
Faserzementplatten

Faserzement ist eine extrem feuerfeste und langlebige Dacheindeckung. Die kleinen Platten sind leicht zu verlegen und optisch sehr ansprechend. Eine große Bandbreite an Farben und Oberflächen bietet jedem Bauherren und Planer einen großen Gestaltungsspielraum.

30 - 50 €

Für welche Materialien sollten Sie sich entscheiden?

Prinzipiell sind die genannten Materialen für fast alle Dachformen geeignet. Bei der Wahl sollten Sie sich also hauptsächlich nach persönlichen Vorlieben und Ihrem Budget richten. Bezogen auf die Funktionalität des Daches sollten Sie den Wartungsaufwand beachten. Ein Reetdach benötigt beispielsweise mehr Wartung als ein Ziegeldach. Eine günstige Alternative sind Dachplatten. Sie sind leicht, preiswert und benötigen nur geringen Wartungsaufwand. 

Was kostet eine Neueindeckung?

Bild: Dachdecker bei Eindeckung
Dachdecker im Einsatz | © Ben_Kerckx / pixabay.com CC0

Während Sie die Kosten für verschiedene Eindeckungen der oben stehenden Tabelle entnehmen können, umfasst diese zwar auch Handwerkskosten, nicht aber die Kosten für begleitende Arbeiten. In den meisten Fällen soll ein Dach nicht nur eingedeckt, sondern auch gedämmt werden.

Während Dämmung nicht ganz billig ist, hat sie doch einen merklichen Einfluss auf das Raumklima im Haus und auf die Heizrechnung am Ende des Jahres. Für eine Dachdämmung können Sie ergänzend zu den Kosten für die Eindeckung noch einmal zwischen 3.000 und 20.000 Euro rechnen, je nach Art und Effizienz der Dämmung.

Förderung für eine Neueindeckung

Für eine reine Neueindeckung erhalten Sie keine staatliche Förderung. Um förderberechtigt zu sein, muss neben der Neueindeckung auch eine energetische Sanierung (neue Dämmung) durchgeführt werden. Ist dieser Fall gegeben, stellt Ihnen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Sie erhalten entweder mit dem Programm KfW 430 einen Zuschuss über 10 Prozent der Gesamtkosten (maximal 5.000 Euro) oder mit dem Programm KfW 152 einen zinsgünstigen Kredit über maximal 50.000 Euro.

Lohnt sich eine Dachdämmung?

Ja, eine Dachdämmung lohnt sich. Gerade wenn Sie ohnehin das Dach neu eindecken müssen, sollten Sie eine Dachdämmung im gleichen Atemzug angehen. Wenn diese Maßnahme auch zunächst Kosten verursacht, rentiert sie sich über die gesenkten Heizkosten nach einigen Jahren.

Wenn Sie Ihren Dachboden nicht als Wohnraum nutzen und dies auch in Zukunft nicht planen, dann lohnt sich die Dämmung der obersten Geschossdecke. Dies ist noch einmal deutlich günstiger als eine Dachdämmung und hat für die darunterliegenden Stockwerke den gleichen Effekt.

Dachreinigung, Dachbeschichtung und Dachfarbe

Eine professionelle Dachreinigung erhalten Sie bei einem Fachbetrieb schon ab 4 Euro pro Quadratmeter. Ob sich diese Ausgabe aber lohnt, ist fraglich. Die meisten Dächer sind extrem widerstandsfähig und ein wenig Dreck schadet ihnen nicht. Wenn Sie rein optisch wünschen, dass Ihr Dach allzeit blitzeblank ist, dann empfiehlt es sich, das Dach mit einer speziellen Dachfarbe beschichten zu lassen.

Diese besteht zumeist aus Acryl und sorgt dafür, dass das Dach mit einer Schutzschicht überzogen wird. Die Preise für eine solche Dienstleistung schwanken (10 bis 60 Euro pro Quadratmeter) und leider schwankt auch die Qualität der Arbeit in diesem Gewerbe extrem. Viele Anbieter wenden die Dachbeschichtung nicht ordnungsgemäß an und sorgen somit eher für eine Verschlechterung als für eine Verbesserung der Witterungsbeständigkeit.