Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
Ich stimme zu
ssl-certificate

Dachdecker Angebote

kostenlose Angebote | regionale Betriebe | 100% unverbindlich

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Das Flachdach wird bei deutschen Wohngebäuden immer beliebter und das ist kein Wunder. Es bietet die größtmögliche Ausnutzung des darunterliegenden Wohnraums und ideale Voraussetzungen für die Installation der häufiger werdenden Solaranlagen. Dabei ist die Eindeckung und Abdichtung beim Flachdach nicht von geringerer Bedeutung als bei jedem anderen Dach. Nun sollte man hier allerdings mit den Begrifflichkeiten aufpassen!

Einige Leute verwenden Eindeckung und Abdichtung synonym, während wieder andere eine klare Grenze zwischen Materialien ziehen, die wirklich selbst abdichten oder nur eine andere Abdichtung abdecken. Dann kann es wiederum sein, dass erstmalige Arbeiten als Abdeckung gesehen werden, während Reparaturen dann als Abdichtung gelten - also alles gar nicht so einfach! Wir haben für Sie Möglichkeiten aus beiden Bereichen zusammengestellt, um wirklich alle Varianten abzudecken.

Eindeckung / Abdeckung beim Flachdach

Bild: Bitumen Dachpappe
Bitumen in der Nahaufnahme | © marimea32 / pixabay.com CC0

Da Dachstühle oftmals neben ihrem Eigengewicht nur ein geringes zusätzliches Gewicht tragen können, ist eine leichte Eindeckung empfehlenswert. Bei den unterschiedlichen Materialien wie Metall, Folie, Kunststoff oder Bitumen (Dachpappe) gibt es viele Möglichkeiten.

Die am häufigsten genutzten Dachbeläge sind Dachpappe (Bitumen) und Kunststoff-Folien. Beide Varianten sind kostengünstig, einfach zu verarbeiten und sorgen für Wetterfestigkeit in allen Lagen.

Bitumen ist dabei die flexiblere, gleichzeitig aber auch weniger beständige Lösung. Es lässt sich in Dachabdichtungsbahnen oder flüssig auftragen. Unter den Materialien zur Dacheindeckung gilt Bitumen als die einfachste Variante. Obwohl es leicht zu verarbeiten ist, sollte die Dacheindeckung nur von einem Experten durchgeführt werden. Wenn es flüssig aufgetragen wird, kann Bitumen auf jedem Dach in den kleinsten Winkeln eingesetzt werden. Dafür verlangt es eine regelmäßige Wartung und Ausbesserung kleiner Schäden, denn die Dacheindeckung aus Bitumen wird im Vergleich zu anderen Stoffen schneller porös.

Folien sind sehr viel widerstandsfähiger als Dachpappe und bieten die leichteste Möglichkeit ein Flachdach abzudichten. Gerade bei wenig tragkräftigen Dachstühlen glänzt dieser Vorteil. Der Nachteil von Kunststoff-Folien ist die Tatsache, dass die Schweißnähte zwischen den einzelnen Bahnen immer wieder für undichte Stellen sorgen, ein Problem, das bei Bitumen nicht auftritt. Die Eindeckung mit Kunststoff ist zumeist die Grundlage für bepflanzte Dächer, da der Kunststoff im Gegensatz zur Dachpappe nicht von den Wurzeln der Pflanzen durchstoßen werden kann.

Kunststoffbeläge sind nicht nur witterungsbeständig, sondern dichten auch hervorragend ab, wenn sie professionell verlegt werden. Sie zeichnen sich zudem durch ihr geringes Eigengewicht und ihre Robustheit aus. Die Dacheindeckung aus Kunststoff wird entweder in Dachbahnen oder in flüssiger Form verlegt. Nachteilig bei Dachbahnen aus Kunststoff ist, dass sie direkt in der Dachoberfläche montiert werden müssen und die Nähte zwischen den einzelnen Bahnen bei unsachgemäßer Montage häufig anfällig für Undichtigkeiten sein können.

Etwas seltener finden sich Flachdächer, die mit Schiefer- oder Metallplatten eingedeckt sind. Diese Varianten sind langlebiger, erzeugen dafür aber höhere Kosten. “Klassische” Dacheindeckungen wie Tonschindeln und Reet kommen beim Flachdach aufgrund der baulichen Eigenschaften normalerweise nicht zum Einsatz. Tonziegel sind bei einem gewissen Neigungswinkel des Daches allerdings möglich.

Die beste Eindeckung?

Die objektiv beste Lösung gibt es, wie so oft, auch bei der Flachdacheindeckung nicht. Welche Eindeckung für Sie die beste ist, hängt stark davon ab, wie Sie Ihr Flachdach nutzen wollen. Wenn der Dachstuhl es aushält und Sie das Dach als zusätzliche Nutzfläche wollen, dann bietet sich sicherlich eine optisch angenehme Eindeckung aus Kies oder Begrünung an. Gehen Sie die Sache stattdessen etwas pragmatischer an und wollen einfach eine möglichst lange Zeit ohne Sanierung überstehen, eventuell das Dach sogar noch mit einer Solaranlage ausstatten?

Dann empfiehlt sich eine Eindeckung mit Metall. Besonders praktisch ist die Flachdach-Eindeckung aus Aluminium. Sie zeichnet sich positiv durch ihren Schutz vor Witterungseinflüssen und ihre Langlebigkeit aus. Besonders hebt sich Aluminium durch einen niedrigen Wartungsaufwand hervor. Bei der Verwendung von Metallblechen für das Flachdach ist auf eine ausreichende Schalldämmung zu achten, besonders, wenn sich darunter Wohn- oder Schlafräume befinden.

Die Flachdachabdichtung

Es gibt Dachbeläge, die Abdeckung und Abdichtung in sich vereinen. Hier sind insbesondere Bitumen-Schweißbahnen zu nennen, die überlappend auf dem Dach aufgebracht und vorzugsweise heiß verklebt werden. Ist dies nicht möglich, da der Untergrund hitzeempfindlich ist, ist alternativ das Kaltklebeverfahren möglich. Eine andere Möglichkeit ist die Abdichtung mit Kunststoff. Kunststoff-Bahnen bestehen aus unterschiedlichen Materialien, wobei PVC- und EPDM-Bahnen am häufigsten gewählt werden.

Ein Vorteil der Kunststoff-Flachdachabdichtung besteht in ihrer Hitze-, Kälte- und UV-Beständigkeit. Außerdem weist sie eine effiziente Verarbeitung auf, da die Bahnen, anders als Bitumenbahnen, nur einlagig verlegt werden. Aufgrund ihrer Bitumen-Unverträglichkeit lassen sich allerdings nur wenige Kunststoff-Dichtungsbahnen bei Sanierungen problemlos auf undicht gewordenen Bitumenbahnen verlegen. Um hier Abhilfe zu schaffen, wird eine Trennschicht verlegt, bevor die Kunststoff-Bahnen per Heißluft miteinander verschweißt werden.

Dichtungsbahnen aus EPDM (einem folienförmigen Baustoff aus Kautschuk) zählen zu den beliebtesten Kunststoff-Dichtungsbahnen für das Flachdach. Da die EPDM-Dichtungsbahnen im Vergleich zu den Bitumenbahnen nur recht wenig wiegen, werden sie häufig bei Leichtbauhallen in der Industrie eingesetzt. Die enorme Dehnbarkeit der EPDM-Dichtungsbahnen, sowie ihre dauerhafte Elastizität, zählen zu ihren größten Vorteilen.

Außerdem sind sie geschützt vor Durchwurzelung bei einer Flachdachbegrünung. Alternativ ist eine flüssige Abdichtung möglich. Flüssige Dachabdichtungen werden in der Regel zusammen mit einem speziellen Vlies, das zur Armierung dient, auf das Flachdach verlegt. Mithilfe einer bestimmten Rolle oder mit einem Spritzsystem wird die flüssige Flachdachabdichtung in mindestens zwei Arbeitsgängen dann nahtlos auf dem Dach aufgetragen.

Die Vorteile einer flüssigen Flachdachabdichtung bestehen in ihrer hohen Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit. Außerdem ist sie sehr hitze- und kältebeständig. Wenn Sie ein begrüntes Flachdach oder Kiesbelag haben möchten, müssen Sie das Dach zusätzlich abdichten, um es wetterfest zu machen. Gerade durch die Bauart des Flachdachs ist dies unabdinglich.

Anders als bei einem Steildach kann das Regenwasser beim Flachdach nicht so schnell abfließen und dringt bei unzureichender Abdichtung in den Innenraum ein.Aus diesem Grund ist es auch sehr wichtig, dass die Flachdachabdichtung in regelmäßigen Abständen auf Abnutzungserscheinungen und Fehler untersucht wird. Durch die flüssige Verarbeitung von Bitumen und Kunststoffen können Löcher aber problemlos saniert werden.

Kosten für eine Flachdachabdichtung

Die Kosten für die verschiedenen Möglichkeiten einer Flachdachabdichtung variieren je nach verwendetem Material. Eine EPDM-Folie für das Flachdach kostet zwischen 9 und 24 Euro je Quadratmeter. Die Preise für PVC-Kunststoffbahnen liegen zwischen 6 und 12 Euro. Bitumenbahnen zur Dachabdichtung aus Kunststoff kosten zwischen 2 und 9 Euro pro Quadratmeter (m²). Die Materialkosten für eine Flachdachabdichtung mit Flüssigkunststoff liegen bei 30 Euro pro Quadratmeter.

Material Kosten pro m² Gesamtkosten für 80 m²
EPDM-Folie 9 - 24 € 720 - 1.920 €
PVC-Kunststoffbahnen 6 - 12 € 480 - 960 €
Bitumenbahnen 2 - 9 € 160 - 720 €
Flüssigkunststoff 30 € 2.400 €

Eindeckung samt Dämmung

Bild: Wartung Dämmung Flachdach
Vermooste Dacheindeckung | © 7854 / pixabay.com CC0

Wie jedes andere Gebäude sollten Sie auch ein Haus mit Flachdach dämmen. Hierfür haben Sie grundlegend drei Möglichkeiten. Welche davon Sie nutzen sollten, hängt vorrangig von der Bauweise des Flachdachs beziehungsweise des Dachstuhls ab.

Bei einem Flachdach mit geringer Neigung in Leichtbauweise bietet sich die sogenannte Kaltdachdämmung an. Diese zeichnet sich durch das Vorhandensein einer Kaltluftschicht zwischen Dämmschicht und Dachabdichtung aus.

Die Warmdachdämmung hat diese Luftschicht nicht und ist demnach kompakter ausgelegt. Diese Bauweise wird vor allem bei Dächern ohne Neigung angewendet und bietet sich an, wenn Sie das Dach begehen wollen. Die letzte Variante ist die Umkehrdachdämmung. Diese ist die Variante der Wahl, wenn das Flachdach im Nachhinein gedämmt wird.

Hierbei wird die Dämmschicht oberhalb der existenten Abdichtung angebracht. Alternativ können Sie bei einer Sanierung auch eine Einblasdämmung vornehmen lassen. Dies ist meist die günstigere Wahl, erfordert aber einen Hohlraum, in den der Dämmstoff eingeblasen werden kann.