Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
Ich stimme zu
ssl-certificate

Altbau sanieren?

kostenlose Angebote | regionale Betriebe | 100% unverbindlich

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Altbausanierung

Grundsätzlich versteht man unter dem Begriff „Altbausanierung“ im Großen und Ganzen alle Sanierungen, die in Bestandsbauten durchgeführt werden. Folglich werden nur vorhandene Strukturen angepasst und nicht gänzlich neu errichtet.

Viele verbinden mit einer Altbausanierung sicherlich alte Fachwerkhäuser oder bürgerliche Bauten aus der Gründerzeit. Diese sind zwar ein wichtiger, aber nicht der ausschließliche Bestandteil aller Sanierungen in Deutschland. Selbst Häuser aus den 1970er-Jahren sind schon nicht mehr das, was man als „modern“ bezeichnen würde, und auch der energetische Standard lässt hier häufig zu wünschen übrig.

Verschiedene Maßnahmen der Altbausanierung

Bild: Altbausanierung Baugerüst
Dachdecker bei einer Altbausanierung | © Hans / pixabay.com CC0

Eine Altbausanierung lässt sich in zwei Bereiche unterteilen, von denen der technische Teil, die energetische Sanierung, der wichtigste ist. Die Optik spielt bei der ganzen Angelegenheit natürlich eine wichtige Rolle, kann aber stets im Zuge energetischer Maßnahmen angepasst werden.

Investiert man nur in die Erscheinung eines Altbaus, sind hohe finanzielle Verluste vorprogrammiert. Stattdessen sollten technische Maßnahmen wie eine Dämmung mit einem ansprechenden Aussehen kombiniert werden. Die „Technik“ verschwindet dabei meist im Hintergrund und wird von der gewünschten Optik überdeckt.

Auf diese Weise haben sich die Kosten der gesamten Sanierung in der Regel nach 5 bis 10 Jahren amortisiert. Achtet man bei der Altbausanierung stattdessen nur auf die Optik, dann ist mit keinerlei Amortisation bei den Investitionskosten zu rechnen.

Altbau energetisch sanieren

Im Rahmen der energetischen Altbausanierung bieten sich verschiedene Maßnahmen an. Das Dach, die Fassade und die Fenster bieten die höchsten Einsparpotenziale, aber auch eine moderne Heizung kann wahre Wunder bei der Heizkostenabrechnung bewirken.

Energetische Sanierung Erläuterung
Dachdämmung Bei einer Dachdämmung kann der Dämmstoff an verschiedenen Punkten angebracht werden. Die effizienteste Methode ist die Aufsparrendämmung, die aber nur bei einer ohnehin notwendigen Dacheindeckung sinnvoll ist. Alternativ kann auch unter dem Dach, zwischen und unter den Sparren gedämmt werden.
Dämmung der obersten Geschossdecke Bleibt das Dachgeschoss nach einer Altbausanierung unbewohnt, dann empfiehlt sich eine günstige Dämmung der obersten Geschossdecke
Fassadendämmung Besonders bei großen Gebäuden bietet die Fassade das größte Einsparpotenzial nach einer Altbausanierung. Zweischalige Mauerwerke können mit einer besonders günstigen Einblasdämmung versehen werden. Ist dies nicht möglich, dann stellen Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) oder hinterlüftete Vorhangfassaden sinnvolle Alternativen dar.
Kellerdämmung Im Regelfall wird bei einer Altbausanierung nur die Kellerdecke von unten gedämmt, damit die Kälte des Erdreichs nicht mehr durch den Keller in das Haus wandert.
Neue Fenster Moderne Fenster besitzen eine Dreifachverglasung und sparen damit einen bemerkenswerten Teil der Heizkosten ein. Diese Art Fenster kann aber nur installiert werden, wenn die Fassade zuvor gedämmt wurde, da andernfalls Schimmelgefahr besteht.
Neue Heizung Eine neue Heizung arbeitet stets effizienter als alte Geräte, die schon 15 oder noch mehr Jahre im Einsatz sind. Steigt man bei einer Altbausanierung von Öl auf Gas oder Pellets um, dann sind noch größere Einsparungen bei den Heizkosten möglich.

Altbau kosmetisch sanieren

Für eine kosmetische Sanierung eröffnen sich schier endlose Möglichkeiten. Der Markt bietet solch eine Designvielfalt, dass der Phantasie praktisch keine Grenzen gesetzt sind. Besonders bei der Fassadenverkleidung können Sie sich designerisch austoben.

Kosmetische Sanierung Erläuterung
Fassade Die Fassade bietet wohl die größten und sichtbarsten Gestaltungsmöglichkeiten bei einer Altbausanierung. Im Zuge einer Fassadendämmung können Sie statt auf Putz auch auf eine ansprechende Fassadenverkleidung setzen.
Fenster und Türen Fenster und Türen sind in verschiedensten Ausführungen und Materialien erhältlich. Hierbei ist die Energieeffizienz nicht von der Optik abhängig. Sie können also Ihre Heizkosten auch mit Fenstern und Türen in Wunschoptik senken.
Dach Beim Dach können Sie auch zwischen verschiedensten Materialien und Farben wählen. Die Dämmung wird stets unter der Dacheindeckung angebracht, sodass die Heizkosten unabhängig vom "Dach-Design" gesenkt werden können.

Trockenbau bei einer Altbausanierung

Wer im Inneren eines Gebäudes für wenig Geld einige kosmetische Veränderungen vornehmen möchte, der sollte zu Trockenbau-Maßnahmen greifen. Neben Trockenbau-Wänden und abgehängten Decken sind besonders die sogenannten Spanndecken immer mehr im Kommen. Für den Einbau einer Spanndecke werden lediglich einige Leiste in die alte Decke geschraubt, die sich dann wiederum mit einer sehr stabilen Kunststofffolie bespannen lassen.

Kosten einer Altbausanierung

Wir haben für Sie die üblichen Kosten bei der Altbausanierung zusammengestellt. Grundsätzlich gilt, dass teurere Maßnahmen häufig auch höhere Einsparungen bei den Heizkosten ermöglichen.

Sanierung Kosten pro m² / Stück Kosten für ein Einfamilienhaus (130 m²)
Aufsparrendämmung 150 € pro m² 15.000 €
Zwischensparrendämmung 50 € pro m² 5.000 €
Geschossdeckendämmung 40 - 50 € pro m² 2.400 - 3.000 €
Fassadendämmung (Einblasen) 15 - 30 € pro m² 2.000 - 3.900 €
Fassadendämmung (WDVS) 90 - 150 € pro m² 12.000 - 19.500 €
Fassadendämmung (Isolierklinker) 210 € pro m² 36.000 €
Fassadendämmung (Vorhangfassade) 170 € pro m² 22.000 €
Kellerdeckendämmung (von unten) 15 - 25 € pro m² 1.000 - 1.500 €
Neue Fenster (Dreifachverglasung) 500 € pro Stück 4.000 - 6.000 €
Neue Brennwertheizung 6.000 - 9.000 € pro Stück 6.000 - 9.000 €

Förderung der Altbausanierung

Für fast alle energetischen Maßnahmen der Altbausanierung erhalten Sie eine Förderung oder vergünstigte Kredite. Für die meisten Bereiche ist hier die Kreditanstalt für Wiederaufbaue (KfW) zuständig. Nur wenn Sie auf erneuerbare Energien setzen, kommt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Frage.

Programm Einsatzbereich Förderung
KfW 430 Dämmung, Dacheindeckung mit Dämmung, neue Fenster Zuschuss über10der Kosten (max. 5.000 €)
KfW 430 (Heizung) Neue Brennwertheizung (Öl oder Gas) Zuschuss über 15 % der Kosten (max. 7.500 €)
KfW 151/152 Dämmung, Dacheindeckung mit Dämmung, Neue Fenster, Neue Brennwertheizung Kredit über max. 50.000 €
bei 0,75 % Zinsen
(max. 3.750 € Tilgungszuschuss)
BAFA Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen Pelletheizung, Pelletofen, Hackschnitzelheizung Zuschuss: 2.000 - 3.500 €
BAFA Heizen mit Wärmepumpen Luftwärmepumpe, Erdwärmepumpe Zuschuss: 1.300 - 4.500 €
BAFA Heizen mit Solarthermie Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung Zuschuss: 500 - 2.000 €

Die richtige Reihenfolge der einzelnen Maßnahmen beachten

Wenn Sie nun eine Altbausanierung für Ihr Eigenheim in Angriff nehmen möchten, dann muss unbedingt die richtige Reihenfolge bei den einzelnen Maßnahmen bedacht werden. Wenn nur eine energetische Sanierung notwendig ist, dann sollte mit der Dämmung begonnen werden und erst danach die Heizung getauscht werden. Verfährt man genau umgekehrt, dann ist die neue Heizung deutlich überdimensioniert und ermöglicht kaum Einsparungen bei den Energiekosten.

Falls deutliche Mängel in der Bausubstanz oder Technik vorliegen, sollte die Ausbesserung dieser in jedem Fall Priorität über energetischen Sanierungen haben. Beispielsweise enthalten immer noch viele Wände in Altbauten Asbest, welches nachgewiesenermaßen stark gesundheitsgefährdend ist und entsprechend entfernt werden sollte.

Altbausanierung nach Gebäudeart

Bild: Saniertes Fachwerkhaus
Fachwerk nach Altbausanierung | © Efraimstochter / pixabay.com CC0

Eine Altbausanierung lässt sich in verschiedenen Gebäuden durchführen. Die Eigenheiten der jeweiligen Häuser machen jedoch unterschiedliche Arten der Sanierung notwendig.

Ein Beispiel wäre der Heizungstausch in einem Mehrfamilienhaus, der nicht auf dieselbe Weise in einem Einfamilienhaus durchgeführt werden könnte, da hier meist gänzlich unterschiedliche Anlagen zum Einsatz kommen.

Auch die Dämmung der Fassade empfiehlt sich nicht für alle Immobilien. Die Altbausanierung sollte also im Vorfeld gut geplant und auf das Eigenheim abgestimmt werden. Neue Fenster und die Dämmung der obersten Geschossdecke sind aber grundsätzlich bei jeder Gebäudeart empfehlenswert.

Altbau-Einfamilienhaus sanieren

Wenn Sie Ihr Einfamilienhaus sanieren möchten, dann ist im Verhältnis zu anderen Gebäudearten grundsätzlich mit einem höheren Quadratmeterpreis für verschiedene Arbeiten zu rechnen, weil häufig Anpassungen an Fenster und andere Hindernisse gemacht werden müssen. Trotzdem lässt sich schon mit geringen Mitteln eine Menge erreichen.

Speziell die Dämmung der obersten Geschossdecke (Dachgeschoss) und der Einbau einer modernen Brennwertheizung senken die Heizkosten nach einer Altbausanierung schon enorm. Als größeres Projekt kann eine Fassadendämmung durchgeführt werden, die besonders mit dem Einblasverfahren sehr günstig ist.

Altbau-Reihenhaus sanieren

Grundsätzlich gilt hier Gleiches wie bei der Altbausanierung im Einfamilienhaus, aber mit geringeren Kosten. Speziell Reihenmittelhäuser sind nicht zwingend auf eine Fassadendämmung angewiesen, wobei die oberste Geschossdecke aber in jedem Fall ausreichend gedämmt sein sollte. Auch eine neue Heizung kann die Heizkosten in einem Reihenhaus deutlich senken.

Altbau-Mehrfamilienhaus sanieren

Ein Mehrfamilienhaus bietet aufgrund des hohen Energieverbrauchs auch große Einsparpotenziale. Neben einer Geschossdeckendämmung lohnen sich beispielsweise auch eine Fassadendämmung mit WDVS und der Einbau eines sogenannten Blockheizkraftwerkes (BHKW).

Altbau-Fachwerk sanieren

Bild: Fachwerk unsaniert
Fachwerk ohne Dämmung | © cocoparisienne / pixabay.com CC0

Fachwerk zu modernisieren ist schon eine der größeren Herausforderungen bei der Altbausanierung. Da es sich bei einem alten Fachwerkhaus um ein empfindliches Gefüge verschiedenster Bausubstanzen handelt, darf nicht einfach pauschal eine Dämmung an der Fassade angebracht werden.

Dach und oberste Geschossdecke bieten hier schon sinnvollere Ansatzpunkte für eine Dämmung. Man sollte aber grundsätzlich den höheren Energieverbrauch einer solchen Immobilie akzeptieren und bei der Altbausanierung eher auf kosteneffiziente Holzheizungen setzen, um die Heizkosten gering zu halten.

Die beste und einfachste Lösung ist meist eine Pelletheizung, die in Verbindung mit einer Solarthermie-Anlage selbst bei hohem Wärmebedarf nur sehr geringe Heizkosten verursacht. Ist genügend Platz vorhanden, kann beispielsweise auf einem alten Bauernhof auch eine Hackschnitzelheizung installiert werden.

Altbau unter Denkmalschutz sanieren

Bei einer Altbausanierung kann nur dringend empfohlen werden, sich vorab über einen möglichen Denkmalschutz zu informieren. Bewohnen Sie ein sehr altes Haus, dann ist es wahrscheinlich, dass bei der Sanierung von Fenstern und der Fassade hinsichtlich der Optik auf die Einhaltung gewisser Richtlinien geachtet werden muss. Entweder können Sie dann auf moderne Bauteile zurückgreifen, traditionelle Werkstoffe verwenden oder Sie müssen beispielsweise die Fassadenfront bei der Dämmung auslassen und nur die übrigen Wände isolieren.