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Neue Heizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines und Funktionsweise

Wärmepumpen werden in Neubauten immer beliebter. Das liegt vor allem daran, dass selbst die modernsten Brennwertheizungen in Neubauten schon jetzt nicht mehr die gesetzlichen Vorgaben erfüllen können und deshalb quasi nicht mehr als einzige Heizung installiert werden können. Wärmepumpen dagegen arbeiten emissionsfrei und mit einem sehr hohen Wirkungsgrad von 300 (Luft-Luft-WP) bis 500 Prozent (Sole-Wasser-WP / Wasser-Wasser-WP), sodass in gut gedämmten Gebäuden gewöhnlich keine weitere Heizung benötigt wird.

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe funktioniert wie alle anderen Wärmepumpen auch: Sie entzieht ihrer Umgebung die vorhandene Wärme und macht diese zur Abdeckung des Wärme- und Warmwasserbedarf eines Haushaltes nutzbar. Im Falle der Sole-Wasser-Wärmepumpe wird die Wärme im Erdreich gewonnen, weshalb in diesem Zusammenhang auch gerne von Erdwärmepumpen gesprochen wird. Denn je tiefer man ins Erdreich vordringt, desto höher ist die dort vorhandene Temperatur, die sich die Wärmepumpe zunutze macht.

In der Praxis gibt es drei Formen der Sole-Wasser-Wärmepumpe: Erdwärmekörbe, Erdwärmekollektoren und Erdwärmesonden. In allen drei Varianten wird durch einen geschlossenen Kreislauf von Röhren eine Trägerflüssigkeit ins Erdreich geleitet. Diese wird durch die Erdwärme, auch Geothermie genannt, erwärmt und infolgedessen gasförmig. Durch die weitere Verdichtung des Gases steigert sich die Wärme unter Druck weiter, bis sie schließlich über einen Wärmetauscher die nötige Wärme zur Erhitzung von Trinkwasser und Heizkreislauf abgibt.

Dennoch gibt es Unterschiede bei den verschiedenen Varianten der Sole-Wasser-Wärmepumpen: Während die Erdwärmekollektoren gewöhnlich nicht tiefer als 140 Zentimeter verlegt werden, viel Fläche benötigen und nicht überbaut werden dürfen, können Erdwärmekörbe tiefer und platzsparender verlegt werden. Erdwärmesonden werden dagegen in Tiefen bis hundert Meter verlegt und benötigen eine behördliche Genehmigung. Das macht sich auch bei den Kosten bemerkbar. Allerdings sind sie auch besonders effizient und werden deshalb besser gefördert.

Schnell erklärt: Die Wärmepumpe im Überblick

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard geben wir einen Überblick über die wichtigsten Informationen zur Wärmepumpe.

*ACHTUNG: Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und können sich mittlerweile geändert haben. Auch können die Angaben zu den Kosten stets nur ungefähre Näherungswerte sein und sollen lediglich als grobe Richtungswerte dienen.

Kosten

Bild: Sole-Wasser-Wärmepumpe Kompaktgerät
Sole-Wasser-Wärmepumpe als Kompaktgerät | © Viessmann Werke

Die Kosten einer Sole-Wasser-Wärmepumpe variieren je nachdem, für welche Art der Erdwärmepumpe man sich entscheidet. Am teuersten sind Sole-Wasser-Wärmepumpen mit einer Erdsonde. Alleine die Bohrung schlägt mit 6.000 bis 12.000 Euro zu Buche. Erdwärmekörbe bzw. Erdwärmekollektoren sind dagegen nur halb so teuer, also etwa 3.000 bis 6.000 Euro. Die Wärmepumpe selber kostet weitere 9.000 bis 15.000 Euro.

Effizientere Geräte können auch bis zu 22.000 Euro kosten. Die Installation und weiteres Zubehör kosten noch einmal 3.000 bis 5.500 Euro. Insgesamt muss man also Kosten von 15.000 bis 30.000 Euro für die Anschaffung einer Erdwärmepumpe einkalkulieren. Damit liegen die Kosten deutlich höher als bei den meisten anderen Heizungen. Dazu kommt der jährliche Strombedarf für den Betrieb. Dieser ist mit 400 Euro allerdings recht niedrig, sodass sich die Mehrinvestition bei der Anschaffung innerhalb weniger Jahre amortisiert.

Wer zusätzlich Geld sparen oder sogar Gewinn machen will, der kann eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installieren. Mit dem so gewonnenen Strom lässt sich der Jahresbedarf an Energie weitegehend abdecken und eventuelle Überschüsse lassen sich gegen eine Vergütung ins örtliche Stromnetz einspeisen. Die Kosten für die Wartung der Wärmepmupe liegen bei 50 bis 100 Euro pro Jahr.

Förderung

Für die Förderung einer neuen Heizung gibt es auf Bundesebene zwei zuständige Institutionen: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Für die direkte Förderung von Heizungen auf Basis regenerativer Energieträger ist das BAFA mit dem Programm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" zuständig. Für die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist im Rahmen dieses Programmes eine Förderung von mindestens 4.000 Euro vorgesehen (4.500 Euro für Sole-Wasser-WP mit Erdsonde).

Die KfW hingegen sieht keine direkte Förderung von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien vor. Allerdings hat man die Möglichkeit, eine neue Wärmepumpe über das Programm 153 (Bau oder Ersterwerb eines Effizienzhauses) oder über das Programm 167 (Ergänzungskredit) zu fördern.

Die maximale Kreditsumme für das Programm 153 liegt bei 100.000 Euro. Der Kreditbetrag für den Ergänzungskredit 167 beträgt bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Eine willkommene Finanzspritze für alle, denen die finanzielle Grundlage zur Anschaffung einer Wärmepumpe fehlt.

Alle anderen Programme der KfW sind nicht mit dem BAFA-Förderprogramm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" kombinierbar. Sollten Sie hierzu Fragen haben, nutzen Sie unser Angebotsformular und lassen Sie sich von unseren Beratern kostenlos und unverbindlich beraten. Wir helfen Ihnen gerne.