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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Dämmung

Bild: Mineralwolle in verschiedenen Formen
Weit verbreitet - Mineralwolle | © FMI Fachverband Mineralwollindustrie / wikimedia.org CC-BY-SA

Die Dämmung ist ein wichtiger Bestandteil der Gebäudehülle. Nach gesetzlichen Baustandards (EnEV) muss sie in Neubauten ohnehin eingebaut werden. Anders sieht die Gesetzeslage bei einem Altbau aus, der nachträglich saniert werden soll.

Hier muss lediglich das Dach gedämmt werden, falls das Gebäude nach dem 01.02.2002 erworben wurde. Je nachdem, was für eine Dämmung verbaut werden soll, können dabei gegebenenfalls erhebliche Kosten entstehen.

Allerdings gibt es verschiedene günstige Alternativen. Mindestens Tausend Euro kosten aber auch diese. Für Häuser, die bereits vor dem 01.02.2002 erworben wurden, und für die restlichen Gebäudeteile gibt es hingegen keine Vorschriften.

Es muss also die Entscheidung gefällt werden, ob eine Dämmung eingebaut werden soll und wenn ja welche. Abhängig davon welche Gebäudeteile gedämmt werden sollen und für welche Dämmung man sich entscheidet, gibt es auch hier teils erhebliche preisliche Unterschiede. Das gilt vor allem dann, wenn man sich dazu entschließt, alle Gebäudeteile zu dämmen.

Alle Dämmungen im Kosten-Vergleich

Bild: Fassadendämmung mit WDVS
Dämmung der Fassade | © KaiKemmann / wikimedia.org CC-BY-SA

Da es verschiedenste Dämmungen für die verschiedenen Gebäudeteile gibt, ist es hilfreich, sich vor Beginn einer Sanierung einen detaillierten Überblick zu verschaffen. Aus diesem Grund finden Sie in der vorliegenden Tabelle eine Darstellung der beliebtesten Dämmungen und ihrer Kosten.

Die Gesamtkosten beziehen sich dabei auf ein Musterhaus mit den folgenden Maßen: Grundfläche 80 Quadratmeter, Fassadenfläche 130 Quadratmeter, Dachfläche 100 Quadratmeter, Geschossdecke 60 Quadratmeter. Die Kosten für Ihr eigenes Haus können also je nach Bauart und Größe abweichen.

Gebäudeteil Art der Dämmung Kosten pro m² inklusive Montage Kosten insgesamt
Dach Aufsparrendämmung inklusive Neueindeckung ab 200 € ~ 20.000 €
Zwischensparrendämmung ab 50 € ~ 5.000 €
Einblasdämmung der Dachschräge (Dämmsackmethode) ab 50 € ~ 5.000 €
Einblasdämmung der Dachschräge (Hartfaserplatte) ab 40 € ~ 4.000 €
Untersparrendämmung ab 30 € ~ 3.000 €
Flachdach Kaltdachdämmung ab 45 € ~ 4.000 €
Warmdachdämmung ab 80 € ~ 6.500 €
Umkehrdachdämmung ab 80 € ~ 6.500 €
Einblasdämmung ab 20 € ~ 1.500 €
Dachboden Geschossdeckendämmung klassisch ab 15 € ~ 1.000 €
Geschossdeckendämmung per Einblasdämmung (unbegehbar) ab 15 € ~ 1.000 €
Geschossdeckendämmung per Einblasdämmung (begehbar) ab 40 € ~ 2.400 €
Fassade Kerndämmung / Einblasdämmung ab 15 € ~ 2.000 €
WDVS ab 110 € ~ 14.500 €
Hinterlüftete Vorhangfassade ab 190 € ~ 24.500 €
Isolierklinkerdämmung ab 210 € ~ 27.000 €
Innendämmung ab 40 € ~ 5.200 €
Kellerdecke Einblasdämmung ab 15 € ~ 1.000 €
Verbundplatten von unten ab 50 € ~ 3.000 €
Verbundplatten von oben ab 70 € ~ 4.200 €
Keller Perimeterdämmung (inkl. Erdarbeiten) ab 60 € ~ 9.000 €
Innendämmung ab 80 € ~ 4.800 €
Kellerbodendämmung ab 70 € ~ 4.200 €

Kosten für Dämmstoffe

ErDie Materialkosten von EPS, Mineralwolle und Zellulose sind nicht übermäßig hoch. Somit nehmen die Dämmstoffe selbst nur einen kleinen Teil der gesamten Kosten für eine Dämmung ein. Zum Vergleich: EPS oder Styropor erhält man je nach Dicke ab 5 Euro pro Quadratmeter, Mineralwolle beginnt bei 10 Euro pro Quadratmeter.

Die teureren Alternativen sind für gewöhnlich die biologisch abbaubaren Varianten wie Holzfaser (ab 40 Euro pro Quadratmeter) oder Holzwolle (ab 80 Euro pro Quadratmeter). Der Löwenanteil der Kosten entfällt auf die Arbeitsleistung der Handwerker. Entsprechend ist eine Dämmung umso teurer, je länger die Installation dauert.

Förderung für Dämmungen

Da durch eine Dämmung in erheblichem Maße Heizkosten eingespart werden können, werden deren Anschaffung und Einbau staatlich gefördert. Für die Förderung ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zuständig. Von der KfW stehen Ihnen dafür der Zuschuss 430 sowie die Kreditprogramme 152 und 151 zur Verfügung.

Der Zuschuss wird einmalig ausgezahlt und muss nicht zurückerstattet werden. Der Kredit ist zinsgünstig und zudem noch mit einem Tilgungszuschuss versehen. Für beide Förderarten gilt, dass der Antrag auf Förderung unbedingt vor Beginn der Bauarbeiten gestellt werden muss.

Preise einer Dachdämmung

Bild: Dacheindeckung mit  Reet
Dämmt und deckt gleichermaßen - Reet | © Detmold / pixabay.com CC0

Die Kosten für eine Dachdämmung variieren je nach Art der Dämmung. Bei etwa 100 Quadratmetern durchschnittlicher Dachfläche können Sie mit Investitionskosten zwischen 4.000 Euro für eine Einblasdämmung der Dachschrägen und mindestens 20.000 Euro für eine Aufsparrendämmung (inklusive der dazugehörigen Neueindeckung) rechnen.

Auch die Geschossdeckendämmung ist möglich, sofern der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt werden soll. Ab rund 1.000 Euro ist diese bereits zu haben und damit erheblich günstiger als die Dämmung des kompletten Dachstuhls.

Preise einer Fassadendämmung

Bild: Kosten Hausfassade
Kosten einer Fassadendämmung | © nattanan23 / pixabay.com CC0

Die Kosten für eine Fassadendämmung unterscheiden sich stark je nach Art der Dämmung. Am günstigsten ist hier die Einblasdämmung bzw. die Kerndämmung. Etwa 4.000 Euro müssen Sie für eine solche Dämmung einplanen.

Teurer, aber universell einsetzbar, ist die Dämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem. Hier ist mit Kosten von mindestens 14.500 Euro für ein Einfamilienhaus zu rechnen.

Deutlich teurer ist die hinterlüftete Vorhangfassade. Die Kosten für eine Vorhangfassade belaufen sich bei unserem Energieheld-Musterhaus auf mindestens 25.000 Euro. Grundsätzlich gilt: Je aufwendiger und ausgefallener die Vorhangfassade am Ende ist, desto höher sind auch die Kosten dafür. Prinzipiell ist die Preisskala nach oben offen. Dafür hat man aber auch enorme Gestaltungsmöglichkeiten.

Wer gerne eine Fassade mit Klinkeroptik haben möchte, der kann auf Isolierklinker zurückgreifen. Hierbei handelt es sich allerdings um die teuerste Variante einer Fassadendämmung. Für unser Musterhaus ist mit Kosten von mindestens 27.000 Euro zu rechnen.

Preise einer Kellerdämmung

Bild: Schlafzimmer in Keller
Macht den Keller bewohnbar - Kellerdämmung | © AddiGibson / pixabay.com CC0

Wenn Sie Ihren Keller dämmen wollen, haben Sie vier Möglichkeiten. Die gängigste Variante ist wohl die Außendämmung bzw. die Perimeterdämmung. Dabei werden, ähnlich wie bei der Fassadendämmung mit WDVS, an der Außenseite des Kellers Dämmplatten angebracht.

Da ein Keller unter der Erdoberfläche liegt, ist bei dieser Art der Dämmung die Durchführung von Erdarbeiten notwendig und damit die Entstehung weiterer Kosten. Insgesamt kann man für eine Perimeterdämmung in etwa 9.000 bis 10.000 Euro veranschlagen. Sie kann aber auch teurer sein.

Alternativ kann eine Innendämmung an der Kellerwand angebracht werden. Das ist mit rund 5.000 Euro deutlich günstiger als eine Perimeterdämmung, schränkt dafür aber den nutzbaren Innenraum ein. Außerdem besteht die Gefahr der Bildung von Wärmebrücken und damit die Gefahr von Schimmelbildung.

Eine weitere Möglichkeit den Keller zu dämmen ist die Dämmung des Kellerbodens: Dies funktioniert genauso wie die Innendämmung und schränkt entsprechend die Höhe des Raums ein. Je nachdem welches Material hier verwendet wird und ob Türen und Treppen angepasst werden müssen, können sie von Kosten in Höhe von 4.000 bis 10.000 Euro ausgehen.

Es besteht auch noch die Möglichkeit die Kellerdecke zu dämmen. Dies kann sowohl von oben als auch von unten bewerkstelligt werden. In beiden Fällen verringert sich auch hier der nutzbare Raum.

Man kann allerdings auch, wenn vorhanden, die Hohlräume der Kellerdecke dämmen. Am günstigsten ist hier die Nutzung einer Einblasdämmung. Für eine Dämmung der Kellerdecke müssen zwischen 1.000 und 10.000 Euro veranschlagt werden.

Besonders günstig: Einblasdämmung

Bild: Einblasdämmung der Fassade
Einblasdämmung der Fassade | © NordDämm / Energieheld

Wann immer möglich, ist es empfehlenswert, eine Einblasdämmung zu verwenden. Diese stellt die schnellste und günstigste Variante einer Dämmung dar.

Dabei wird der Dämmstoff einfach durch Löcher in Hohlräume der Wand, der Dachschräge, der Decke oder des Bodens eingeblasen. Vorraussetzung ist allerdings immer das Vorhandensein eines Hohlraums im zu dämmenden Gebäudeteil.

Wenn ein solcher Aufbau an der Fassade nicht vorliegt, muss auf eine Alternative zurückgegriffen werden. Im Fall einer Geschossdeckendämmung, Kellerdeckendämmung oder Dachdämmung lässt sich dieser Umstand meist beheben, indem mit einer gesonderten Verschalung ein Hohlraum geschaffen wird.

Bei der Fassade sollte man dagegen auf Alternativen zurückgreifen. Eine Zusätzliche Verschalung würde den Kostenvorteil der Einblasdämmung schlicht zunichte machen.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

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