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Kosten - Übersicht verschiedener Dämmsysteme

Bild: Kosten Übersicht Dämmung
Kosten-Übersicht | © Schlierner / fotolia.com

Die Energetische Sanierung ist heute in aller Munde. Die Dämmung ist ein extrem wichtiger Teil der Energiewende im privaten Bereich. Während moderne Neubauten extrem effizient gebaut werden, existieren immer noch tausende ungedämmter Altbauten in Deutschland.

Wenn auch Sie in einem dieser baulich veralteten Gebäude leben, können Sie Teil dieser Entwicklung werden. Wir erklären Ihnen, welche Dämmungen im Einzelnen existieren, was diese kosten und wie Sie von einer Dämmung profitieren können.

Inhalt


    Allgemeines zur Dämmung

    Bild: Äußere Dämmung, Aufbau
    Dämmung ist eine Investition | © 2211438 / pixabay.com CC0

    Die Dämmung ist ein wichtiger Bestandteil der Gebäudehülle. In Neubauten ist sie durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG), dem Nachfolger der Energieeinsparverordnung (EnEV), gesetzlich vorgeschrieben, weshalb Neubauten extrem gut gedämmt sind. Für Altbauten gelten dagegen unterschiedliche Vorschriften.

    Hier muss nur gedämmt werden, wenn das Gebäude nach dem 01.02.2002 erworben wurde. Da eine Dämmung jedoch mindestens 40 Jahre lang hält und sich die Dämmung in der Regel schon nach wenigen Jahren amortisiert, ist der Einbau einer Dämmung in einen Altbau grundsätzlich zu empfehlen.

    Denn es handelt sich trotz der Investitionskosten um eine wirksame und sinnvolle Stellschraube zum Sparen von Energie und damit auch von Geld. Wie teuer die Anschaffung einer Dämmung zunächst ist, hängt davon ab, welche Gebäudeteile gedämmt werden sollen und für welche Art der Dämmung und welche Dämmmaterialien es sich handelt.

    Bild: Energieheld-Tipps

    Auch wenn Sie erst einmal einiges investieren müssen, lohnt sich eine Dämmung aus energetischer und finanzieller Sicht. Wie schnell sich die Dämmung amortisiert, hängt unter anderem vom verwendeten Dämmstoff ab, sie wird sich aber in jedem Fall amortisieren.


    Alle Dämmungen im Kosten-Vergleich

    Bild: Euroscheine
    Informieren Sie sich und sparen Sie Geld | © byrev / pixabay.com CC0

    Da es verschiedenste Dämmungen für die verschiedenen Gebäudeteile gibt, ist es hilfreich, sich vor Beginn einer Sanierung einen detaillierten Überblick zu verschaffen. Aus diesem Grund finden Sie in der vorliegenden Tabelle eine Darstellung der beliebtesten Dämmungen und ihrer Kosten.

    Die Gesamtkosten beziehen sich dabei auf ein Musterhaus mit den folgenden Maßen: Grundfläche 80 Quadratmeter, Wohnfläche 140 Quadratmeter, Fassadenfläche 130 Quadratmeter, Dachfläche 100 Quadratmeter, Geschossdecke 60 Quadratmeter. Die Kosten für Ihr eigenes Haus können also je nach Bauart und Größe abweichen.

    Gebäudeteil Art der Dämmung Kosten pro m² inklusive Montage Kosten insgesamt
    Dach Aufsparrendämmung inklusive Neueindeckung ab 250 € ~ 25.000 €
    Zwischensparrendämmung ab 50 € ~ 5.000 €
    Einblasdämmung der Dachschräge (Dämmsackmethode) ab 60 € ~ 6.000 €
    Einblasdämmung der Dachschräge (Hartfaserplatte) ab 50 € ~ 5.000 €
    Untersparrendämmung ab 35 € ~ 3.500 €
    Flachdach Kaltdachdämmung ab 55 € ~ 5.500 €
    Warmdachdämmung ab 80 € ~ 6.500 €
    Umkehrdachdämmung ab 100 € ~ 8.100 €
    Einblasdämmung ab 30 € ~ 2.250 €
    Dachboden Geschossdeckendämmung klassisch ab 20 € ~ 1.300 €
    Geschossdeckendämmung per Einblasdämmung (unbegehbar) ab 20 € ~ 1.300 €
    Geschossdeckendämmung per Einblasdämmung (begehbar) ab 50 € ~ 3.000 €
    Fassade Kerndämmung / Einblasdämmung ab 30 € ~ 4.000 €
    WDVS ab 100 € ~ 13.000 €
    Hinterlüftete Vorhangfassade ab 250 € ~ 32.500 €
    Isolierklinkerdämmung ab 230 € ~ 29.600 €
    Innendämmung ab 50 € ~ 6.500 €
    Kellerdecke Einblasdämmung ab 20 € ~ 1.300 €
    Verbundplatten von unten ab 60 € ~ 3.600 €
    Verbundplatten von oben ab 90 € ~ 5.400 €
    Keller Perimeterdämmung (inkl. Erdarbeiten) ab 60 € ~ 9.000 €
    Innendämmung ab 100 € ~ 6.000 €
    Kellerbodendämmung ab 90 € ~ 5.400 €

    Kosten für Dämmstoffe

    Die Materialkosten von EPS, Mineralwolle und Zellulose sind nicht übermäßig hoch. Somit nehmen die Dämmstoffe selbst nur einen kleinen Teil der gesamten Kosten für eine Dämmung ein. Zum Vergleich: EPS oder Styropor erhält man je nach Dicke ab 12 Euro pro Quadratmeter, Mineralwolle beginnt in etwa bei 20 Euro pro Quadratmeter.

    Die teureren Alternativen sind für gewöhnlich die biologisch abbaubaren Varianten wie Holzfaser (ab 50 Euro pro Quadratmeter) oder Holzwolle (ab 100 Euro pro Quadratmeter). Der Löwenanteil der Kosten entfällt auf die Arbeitsleistung der Handwerker. Entsprechend ist eine Dämmung umso teurer, je länger die Installation dauert.

    Förderung für Dämmungen

    Da durch eine Dämmung in erheblichem Maße Heizkosten eingespart werden können, werden deren Anschaffung und Einbau staatlich gefördert. Für die Förderung ist sowohl das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch das Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zuständig. 

    Für eine Einzelmaßnahme zahlt das BAFA einen Zuschuss von 15 Prozent der Investition bis 60.000 Euro, also 9.000 Euro. Eine Förderung von 20 Prozent bzw. bis zu 12.000 Euro ist möglich, wenn die Maßnahme vor Baubeginn in einem Individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP) empfohlen worden ist. 

    Von der KfW steht Ihnen das Kreditprogramm 261 zur Verfügung. Dieses können Sie nutzen, sollten Sie im Rahmen der Dämmung ihr Wohnobjekt zu einem Effizienzhaus sanieren lassen. Der KfW-Kredit ist zinsgünstig, beläuft sich auf bis zu 150.000 Euro und beinhaltet einen Fördersatz von bis zu 45 Prozent, also maximal 67.500 Euro.

    Dämmung vom regionalen Fachbetrieb

    Preise einer Dachdämmung

    Bild: Dacheindeckung mit  Reet
    Dämmt und deckt gleichermaßen - Reet | © Detmold / pixabay.com CC0

    Die Kosten für eine Dachdämmung variieren je nach Art der Dämmung. Bei etwa 100 Quadratmetern durchschnittlicher Dachfläche können Sie mit Investitionskosten zwischen 4.000 Euro für eine Einblasdämmung der Dachschrägen und mindestens 25.000 Euro für eine Aufsparrendämmung rechnen. Die Aufsparrendämmung ist um einiges teurer, da hierfür das Dach neu eingedeckt werden muss, diese Art der Dämmung ist aber auch besonders effizient, platzsparend und sauber.

    Auch die Geschossdeckendämmung ist möglich, sofern der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt werden soll. Ab rund 1.200 Euro ist diese bereits zu haben und damit erheblich günstiger als die Dämmung des kompletten Dachstuhls.


    Preise einer Fassadendämmung

    Bild: Kosten Hausfassade
    Kosten einer Fassadendämmung | © nattanan23 / pixabay.com CC0

    Die Kosten für eine Fassadendämmung unterscheiden sich stark je nach Art der Dämmung. Am günstigsten ist hier die Einblasdämmung bzw. die Kerndämmung. Etwa 4.000 Euro müssen Sie für eine solche Dämmung einplanen.

    Teurer, aber universell einsetzbar, ist die Dämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem. Hier ist mit Kosten von mindestens 13.000 Euro für ein Einfamilienhaus zu rechnen. Im Durchschnitt sind es jedoch eher ca. 17.000 Euro (130 Euro / m²).

    Deutlich teurer ist die hinterlüftete Vorhangfassade. Die Kosten für eine Vorhangfassade belaufen sich bei unserem Energieheld-Musterhaus auf mindestens 32.200 Euro. Grundsätzlich gilt: Je aufwendiger und ausgefallener die Vorhangfassade am Ende ist, desto höher sind auch die Kosten dafür. Prinzipiell ist die Preisskala nach oben offen. Dafür hat man aber auch enorme Gestaltungsmöglichkeiten.

    Wer gerne eine Fassade mit Klinkeroptik haben möchte, der kann auf Isolierklinker zurückgreifen. Hierbei handelt es sich allerdings um eine der teuersten Varianten einer Fassadendämmung. Für unser Musterhaus ist für eine neue Klinkerfassade mit Kosten von mindestens 29.600 Euro zu rechnen.

    Dämmung vom regionalen Fachbetrieb

    Preise einer Kellerdämmung

    Bild: Schlafzimmer in Keller
    Macht den Keller bewohnbar - Kellerdämmung | © AddiGibson / pixabay.com CC0

    Wenn Sie Ihren Keller dämmen wollen, haben Sie vier Möglichkeiten. Die gängigste Variante ist wohl die Außendämmung bzw. die Perimeterdämmung. Dabei werden, ähnlich wie bei der Fassadendämmung mit WDVS, an der Außenseite des Kellers Dämmplatten angebracht.

    Da ein Keller unter der Erdoberfläche liegt, ist bei dieser Art der Dämmung die Durchführung von Erdarbeiten notwendig und damit die Entstehung weiterer Kosten. Insgesamt kann man für eine Perimeterdämmung in etwa 9.000 bis 10.000 Euro veranschlagen. Sie kann aber auch teurer sein. Alternativ kann eine Innendämmung an der Kellerwand angebracht werden.

    Eine Innendämmung ist mit rund 6.000 Euro deutlich günstiger als eine Perimeterdämmung, schränkt dafür aber den nutzbaren Innenraum ein. Außerdem besteht die Gefahr der Bildung von Wärmebrücken und damit die Gefahr von Schimmelbildung. Eine weitere Möglichkeit den Keller zu dämmen ist die Dämmung des Kellerbodens: Dies funktioniert genauso wie die Innendämmung und schränkt entsprechend die Höhe des Raums ein.

    Je nachdem, welches Material hier verwendet wird und ob Türen und Treppen angepasst werden müssen, kann eine Dämmung des Kellerbodens 5.400 bis 12.500 Euro kosten. Es besteht auch noch die Möglichkeit die Kellerdecke zu dämmen. Dies kann sowohl von oben als auch von unten bewerkstelligt werden. In beiden Fällen verringert sich auch hier der nutzbare Raum. Man kann allerdings auch, wenn vorhanden, die Hohlräume der Kellerdecke dämmen. Am günstigsten ist hier die Nutzung einer Einblasdämmung. Für eine Dämmung der Kellerdecke müssen zwischen 1.300 und 12.500 Euro veranschlagt werden.


    Besonders günstig: Einblasdämmung

    Bild: Einblasdämmung der Fassade
    Einblasdämmung der Fassade | © NordDämm / Energieheld

    Wann immer möglich, ist es empfehlenswert, eine Einblasdämmung zu verwenden. Diese stellt die schnellste und günstigste Variante einer Dämmung dar.

    Dabei wird der Dämmstoff einfach durch Löcher in Hohlräume der Wand, der Dachschräge, der Decke oder des Bodens eingeblasen. Vorraussetzung ist allerdings immer das Vorhandensein eines Hohlraums im zu dämmenden Gebäudeteil. Wenn ein solcher Aufbau an der Fassade nicht vorliegt, muss auf eine Alternative zurückgegriffen werden.

    Im Fall einer Geschossdeckendämmung, Kellerdeckendämmung oder Dachdämmung lässt sich dieser Umstand meist beheben, indem mit einer gesonderten Verschalung ein Hohlraum geschaffen wird. Bei der Fassade sollte man dagegen auf Alternativen zurückgreifen. Eine Zusätzliche Verschalung würde den Kostenvorteil der Einblasdämmung schlicht zunichte machen.

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