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Dämmung mit Glaswolle

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Inhaltsverzeichnis

Herstellung und Geschichte

Ursprünglich wurde Glaswolle zur Herstellung von Textilien entwickelt. Dafür erhitzte angeblich Jules de Brunfaut im Jahr 1849 Glasstäbe, zog aus ihnen Fasern und wickelte sie über eine Rolle. Beim späteren Abziehen von derselben zogen sich die Fasern spiralförmig zusammen. Im Laufe der Jahre wurden viele unterschiedliche Verfahren zur Herstellung von Glaswolle entwickelt. Sie unterscheiden sich je nach Hersteller.

Glaswolle ist in Form von gepressten Matten und Platten unterschiedlicher Stärke erhältlich. Der Dämmstoff besteht über die Hälfte aus Altglas, Quarzsand, Soda und Kalk. Ein gängiges Verfahren zur Herstellung von Glaswolle sieht die Erhitzung des Rohstoffe bei 1.600 Grad Celsius vor, sodass eine Schmelze entsteht. Anschließend werden aus dieser durch Schleudern oder Ziehen Fasern erzeugt. Nach der Zugabe von Bindemitteln werden die Fasern zu Matten oder Platten verarbeitet.

Bild: Energieheld Tipp

Der mineralische Dämmstoff Glaswolle besteht zu einem großen Teil aus Altglas und bringt viele Vorteile mit sich. Beispielsweise besitzt die Dämmung eine niedrige Wärmeleitfähigkeit und gute Schallschutzeigenschaften. Allerdings kann Glaswolle nicht in Bereichen eingesetzt werden, die mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Andernfalls kann der Dämmstoff seine Effektivität verlieren.

Besonderheiten und Einsatzbereiche für Glaswolle

Bild: Schuhe auf Holzfußboden
Glaswolle als Trittschalldämmung | © MabelAmber / pixabay.com CC0

Liegt Ihr Haus an einer viel befahrenen Straße oder in einer lauten Nachbarschaft, wird Ihnen Glaswolle als Dämmstoff gute Dienste leisten. Das Material verfügt nämlich über gute Eigenschaften in Sachen Schallschutz und findet häufig als Trittschalldämmung in Decken Verwendung.

Weiterhin überzeugt Glaswolle durch gute Wärmedämmeigenschaften. So ist die Wärmeleitfähigkeit des Stoffs vergleichsweise niedrig und beträgt durchschnittlich 0,038 Watt pro Meter und Kelvin. Aus diesem Grund können Sie Glaswolle verwenden, wenn Sie beispielsweise die Dämmung Ihres Dachs planen. Das Material ist sowohl als Zwischensparrendämmung als auch als Aufsparrendämmung geeignet.

Neben den bereits genanten Bereichen wird Glaswolle auch vermehrt als Innendämmung verwendet. Der Dämmstoff verfügt über gute Brandschutzeigenschaften und gilt als nicht brennbar, weshalb er beliebt ist für die Dämmung von Hochhäusern und öffentlichen Gebäuden. Planen Sie also Maßnahmen, die einen hohen Brandschutz erfordern, können Sie auf Glaswolle zurückgreifen.

Dämmstoff Besonderheit Einsatzbereich
Glaswolle Guter Schallschutz Decken und Wände
Gute Dämmeigenschaften Dach und Wände
Hoher Brandschutz Dach und Wände

Sinnvolle Alternativen zu Glaswolle als Dämmstoff

Wenn Sie sich gegen den Einsatz von Glaswolle als Dämmung entscheiden, können Sie sich über andere Dämmstoffe informieren. Die Entscheidung für eine Alternative sollte dabei vom konkreten Einsatzbereich des Materials abhängig gemacht werden.

Anstatt Glaswolle kann als synthetische Alternative XPS verwendet werden. XPS hat mit 0,038 Watt pro Meter und Kelvin vergleichbare Dämmeigenschaften und verfügt über einen guten Hitzeschutz. Weiterhin ist XPS preisgünstig, wird allerdings nur in die Brandschutzklasse B2 eingestuft.

Hanf stellt auch eine gute Alternative dar und ist ein umweltfreundlicher Naturdämmstoff. Mit 0,039 Watt pro Meter und Kelvin besitzt er ähnlich gute Dämmeigenschaften wie Glaswolle. Darüber hinaus wird Hanf auch zum Schallschutz eingesetzt. Aber auch dieser Dämmstoff verfügt über eine geringere Brandschutzklasse als Glaswolle.

Vorteile und Nachteile von Glaswolle

Bild: Wegweiser blanko
Glaswolle hat viele Vorteile | © geralt / pixabay.com CC0

Die Wärmeleitfähigkeit von Glaswolle beträgt lediglich 0,032 bis 0,040 Watt pro Meter und Kelvin. Im Vergleich zu anderen Dämmstoffen ist dieser Wert niedrig und gilt damit als gut, da nur wenig Wärme durch den Stoff fließt.

Um den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) gerecht zu werden, muss bei einer Fassadendämmung ein U-Wert von 0,24 W/(m²K) erreicht werden. Um diesen Vorgaben zu entsprechen, muss eine reine Dämmung aus Glaswolle lediglich 14 Zentimeter dick sein. Ein weiterer Vorteil von Glaswolle ist deren Resistenz gegenüber Schimmel. Auch Ungeziefer bietet der Dämmstoff keinen Lebensraum.

Hinzu kommen die Vorteile eines hohen Brandschutzes sowie der schalldämmenden Eigenschaften. Doch hat Glaswolle als Dämmstoff auch Nachteile. Als nachteilig einzustufen ist die Tatsache, dass die Dämmmatten nur dort eingesetzt werden können, wo keine Feuchtigkeit eindringt und keine starken Druckbelastungen entstehen. Ein weiterer Nachteil ist der hohe Energieaufwand, welcher bei der Glaswolle-Produktion entsteht.

Dämmstoff Vorteile Nachteile
Glaswolle Niedrige Wärmeleitfähigkeit Empfindlich bei Nässe
Geringe Dämmdicke notwendig Hoher Energieaufwand bei Produktion
Resistent gegen Schimmel Nicht druckbelastbar
Resistent gegen Ungeziefer -
Hoher Brandschutz -

Übliche Preise für Glaswolle (Material / Einbau)

Die Preise von Glaswolle sind sehr niedrig und belaufen sich auf nur circa 10 bis 20 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen dann noch die Kosten für den Einbau der Dämmung. Der endgültige Betrag hängt vor allem davon ab, welche Bauteile Sie dämmen möchten und welche Dämmdicke Sie anstreben.

Beispiel: Dachdämmung (100 m²) mit Glaswolle

Das folgende Beispiel stellt für Sie exemplarisch die Kosten für eine Dämmung des Dachs mit Glaswolle dar. Dabei gehen wir von einer Fläche von 100 Quadratmetern und einer Zwischensparrendämmung aus. Weiterhin werden weitere Bauteile, die Einfluss auf die Dämmdicke und damit auf den Preis nehmen können, vernachlässigt.

Dämmstoff Dämmung Materialkosten Einbaukosten Kosten für 100 m²
Glaswolle Zwischensparren 19 € pro m² 20 - 40 € pro m² 3.900 - 5.900 €

Die wichtigsten Eigenschaften von Glaswolle als Dämmstoff

Bild: Schlafende Katze
Glaswolle punktet in Sachen Hitzeschutz | © StockSnap / pixabay.com CC0

Zu den wichtigsten Eigenschaften von Glaswolle als Dämmung zählt die Rohdichte des Materials, das der Dämmung gute Qualitäten in Sachen Schallschutz verleiht. Darüber hinaus handelt es sich bei Glaswolle um einen langlebigen Stoff, der gegenüber Schimmel und Ungeziefer resistent ist. Dies verdankt die Glaswolle ihrer mineralischen Basis.

Weiterhin verfügt Glaswolle über gute Wärmedämmeigenschaften. Im Vergleich zu Steinwolle liegt die Wärmespeicherkapazität von Glaswolle höher. Möchten Sie also auf einen erhöhten Hitzeschutz setzen, ist Glaswolle die bessere Wahl in Bezug auf Dämmungen aus Mineralwolle. Mit der Brandschutzklasse A1 ausgezeichnet, gilt Glaswolle als nicht brennbar. Diese Eigenschaft ist ebenfalls auf das Grundmaterial der Dämmung zurückzuführen.

Dämmstoff Eigenschaft Wirkung in der Praxis
Glaswolle Spezifische Rohdichte Schallschutz
Langlebiger Stoff Resistent gegen Schimmel und Ungeziefer
Guter Hitzeschutz Langsames Aufheizen im Sommer
Zusammensetzung des Materials Hoher Brandschutz

Umweltfreundlichkeit

Ebenso wie bei Steinwolle ist eine abschließende Bewertung der Öko-Bilanz von Glaswolle schwer möglich. Bei der Herstellung des Dämmstoffs wird sehr viel Primärenergie benötigt und CO2 ausgestoßen. Allerdings besteht Glaswolle zu einem Teil aus recyceltem Altglas, wodurch der Dämmstoff in Sachen Umweltfreundlichkeit wieder ein wenig punkten kann.

Kälteschutz und Hitzeschutz

Im Gegensatz zu Steinwolle verfügt Glaswolle über einen durchschnittlich guten Hitzeschutz. Mit einer Wärmespeicherkapazität von 840 bis 1.100 Joule pro Kilogramm und Kelvin sorgt Glaswolle dafür, dass Wärme und Kälte von außen verhältnismäßig langsam in Ihr Haus eindringen. Allerdings empfiehlt sich an dieser Stelle die Kombination mit einem weiteren Dämmstoff, um einen optimalen Wert zu erhalten.

Brennbarkeit und Feuchtigkeitsregulierung (Schimmelgefahr)

Glaswolle verfügt nicht über die Fähigkeit, die Feuchtigkeit der Raumluft zu regulieren. Aber der Dämmstoff ist wasserabweisend und verhindert dadurch die Bildung von Schimmel. Mit der Einordnung in die Brandschutzklasse A1 gilt Glaswolle als nicht brennbar und verfügt deshalb über gute Brandschutzeigenschaften.

Entsorgung von Glaswolle

Glaswolle ist nicht brennbar. Dies ist für den Brandschutz eines Hauses zwar gut, wirkt sich aber auch auf die Entsorgung aus. Denn Glaswolle kann nicht zur Müllverbrennungsanlage gebracht werden und muss auf einer Deponie gelagert werden. Doch sind nicht alle Deponien in Deutschland dafür zugelassen, sodass die Preise von Region zu Region variieren können. Rechnen Sie mit circa 180 Euro pro Tonne verpresster Glaswolle.

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