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Elektroinstallation in Deutschland

Bild: Elektroinstallateur vor Sicherungskasten
Nagelneue Elektroinstallation | © jarmoluk / pixabay.com CC0

Bei Elektroinstallationen handelt es sich in der Regel um elektrische Anlagen im Niederspannungsbereich. Durchgeführt werden Elektroinstallationen in Deutschland von Elektroinstallationsfachbetrieben, bzw. Elektroinstallateuren, neudeutsch auch Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik.

Die Ausbildung hierfür dauert 3,5 Jahre und findet dual, also betrieblich und überbetrieblich, also schulisch statt. Nach Abschluss der Ausbildung gelten Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik als Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungs-Vorschriften und sind berechtigt Elektroinstallationen durchzuführen.

Wichtige Vorschriften

Bild: Schaltplan für Elektrik
Schaltplan für Elektrik | © annca / pixabay.com CC0

Grundsätzlich besteht in diesem Gewerk Meisterpflicht, denn die Elektrik ist sicherheitsrelevant und Fehler bei der Installation können im schlimmsten Fall sogar tödliche Folgen haben. Deshalb müssen sowohl Installation als auch Abnahme von einem zertifizierten Meister-Fachbetrieb vorgenommen werden.

Im Klartext heißt das, dass Sie theoretisch nicht einmal eine Steckdose selber austauschen dürfen. Dennoch gibt es Arbeiten, die von handwerklich versierten Heimwerkern durchgeführt werden können. Dabei gilt es allerdings, neben den gesetzlichen Sicherheitsvorschriften (DIN-18015 und RAL-RG 678 sowie VDE DIN 100) und den 5 Sicherheitsregeln, einiges zu beachten. Für Schäden, die durch unsachgemäße Arbeiten entstehen, welche Sie ohne Aufsicht und Wissen bzw. ohne die Abnahme eines Meisterbetriebes durchgeführt haben, sind Sie persönlich haftbar und es erlischt jeglicher Versicherungsschutz.

Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie einen Fachbetrieb finden, der Ihnen eine selbst verlegte Elektroinstallation gesetzeskonform abnimmt und damit die Verantwortung für Ihre Installation übernimmt. Wenn Sie also Teilarbeiten der Elektroinstallation selber durchführen wollen um Kosten zu sparen, sollten Sie im Vorfeld mit Ihrem Fachbetrieb klären, welche Arbeiten das sind. So können Sie etwa 30 bis 50 Prozent der Installationskosten sparen. Zu diesen Tätigkeiten gehören die Planung, das Stemmen der Schlitze für die Leitungen, das Bohren und Einsetzen von Dosen, das Verlegen von Kabeln und Rohren sowie das Einziehen von Leitungen, wohlgemerkt alles unter fachlicher Aufsicht bzw. mit anschließender Prüfung durch eine Fachkraft.

Übliche Maßnahmen und deren Kosten

Die Elektroinstallation umfasst gewöhnlich die Montage sämtlicher Schalter, Leitungen, Verteiler, Steckdosen, den Anschluss aller fest an die Haus-Elektrik angeschlossenen Elektrogeräte und Maschinen sowie die Sicherheitseinrichtungen der Haus-Elektrik.

Dazu zählt auch der Sicherungskasten. Aber auch der Anschluss einer Photovoltaik-Anlage an die Haus-Elektrik fällt in das Aufgabengebiet des Elektroinstallateurs. Mehr Details zur Elektroinstallation und deren Kosten erfahren Sie in diesem Kapitel.

Stromanschluss

Bild: Sicherungskasten
Moderner Sicherungskasten | © jarmoluk / pixabay.com CC0

Beim Stromanschluss handelt es sich um die Anbindung eines Neubaus an das örtliche Leitungsnetz. Diese Tätigkeit wird nicht vom Elektrofachbetrieb sondern vom örtlichen Stromversorger bzw. Leitungsnetzbetreiber durchgeführt und kostet circa 1.100 bis 2.500 Euro.

In den Kosten enthalten sind bis zu 30 Meter Leitung vom örtlichen Leitungsnetz bis zur Immobilie, die Installation des Stromzählers, das Material und die Arbeitszeit. Dazu kommt noch ein Anschluss für Baustrom. Dieser wird meist für ein halbes Jahr gelegt und schlägt mit weiteren circa 300 bis 800 Euro zu Buche.

Die Elektroinstallation, die nach dem Stromzähler kommt, liegt dann in der Verantwortung des vom Bauherren beauftragten Elektroinstallationsbetriebes. Der erste Schritt der Elektroinstallation ist der Einbau eines Sicherungskastens. An diesen werden dann die verschiedenen Stromkreise für sämtliche Räume angeschlossen. Die Kosten für die Installation eines Sicherungskastens liegen bei ca. 700 Euro für Lohnkosten und weiteren circa 250 bis 300 Euro Materialkosten. Insgesamt kommen hier also Kosten von mindestens 1.000 Euro zusammen.

Maßnahme Kosten
Stromanschluss 1.100 - 2.500 €
Baustrom 300 - 800 €
Sicherungskasten 1.000 - 1.600 €

Steckdosen und Beleuchtung

Bild: Steckdosen in Metalllook
Lieber zu viele als zu wenige - Steckdosen | © Hans / pixabay.com CC0

Bevor man anfängt Stromkreise zu installieren, sollte man sich über die spätere Nutzung der Räumlichkeiten und die Einrichtung Gedanken machen. Denn davon hängt ab, wie viele Steckdosen und Lichtschalter man braucht und wohin die Leitungen für den Anschluss der Beleuchtung verlegt werden müssen.

Nach der Planung kann dann mit der Installation der Stromkreise, Steckdosen und Schalter begonnen werden. Grundsätzlich gilt bei der Planung, lieber mehr Schalter und Steckdosen einzuplanen als zu wenige. Denn die Leitungen, an die die Schalter und Steckdosen angeschlossen werden, werden unter Putz verlegt, sodass eine nachträgliche Verlegung nicht möglich ist.

Deshalb sollte man hinsichtlich der Beleuchtung (innen und außen) genau planen, wo man Ausschalter, Wechselschalter, Serienschalter, Dimmer, Kreuzschalter, Taster, Bewegungsmelder, Zeitschalter und Dämmerungsschalter braucht. Das gilt natürlich auch für Steckdosen. Ein weiterer Aspekt der Planung für Steckdosen und Beleuchtung ist die Auswahl der Steckdosen und der Schalter selbst. Es gibt Schalter und Steckdosen in den verschiedensten Ausführungen und Designs. Von antik über klassisch bis modern ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Am weitesten verbreitet sind Steckdosen und Schalter aus Plastik. Es gibt aber durchaus auch edlere Materialien wie Holz, Metall oder Glas. Daher sollte man im Vorfeld überlegen, welches Design und welche Materialien einem zusagen und darauf achten, dass die Farben einheitlich sind. Die Material-Kosten für ein 140 Quadratmeter großes Haus liegen durchschnittlich bei 4.500 bis 6.000 Euro. Nach oben ist die Skala, je nachdem, für welche Designs und Materialien man sich entscheidet, offen.

Material Kosten
Steckdosen, Kabel und Beleuchtungsanschlüsse 4.500 - 6.000 €

Elektrik modernisieren

Bild: Alter Sicherungskasten
So eine Elektrik sollten Sie unbedingt modernisieren | © Tama66 / pixabay.com CC0

Nicht nur in Neubauten ist die Elektrik ein Thema. Auch in Altbauten besteht häufig Sanierungsbedarf, da die veraltete Elektrik eine Gefahr für die Bewohner der Immobilie darstellt. In diesem Zusammenhang wird zwar immer wieder auf den Bestandsschutz verwiesen der besagt, dass einst normgerecht installierte Elektroinstallationen nicht erneuert werden müssen.

Das gilt aber nicht, wenn eine Gefahr für Leib und Leben sowie Sachgüter besteht. Hier erlischt der Bestandsschutz und mit ihm auch jeglicher Versicherungsschutz! Bei der Modernisierung der Elektrik von Altbauten sollte schon im Rahmen der Planung unbedingt ein Fachmann hinzugezogen werden. Nur er kann einen Status Quo der vorhanden Elektrik ermitteln und geeignete Modernisierungsmaßnahmen planen und durchführen. Hierfür sollten die vorhandenen Elektrogeräte erfasst und in die Planung miteinbezogen werden.

Eine der wichtigsten Modernisierungsmaßnahmen, ist die Nachrüstung eines Fehlerschutzschalters, auch FI genannt. Er fehlt in den meisten Altbauten und ist besonders für die Sicherheit in Feuchträumen von großer Bedeutung. Alte Sicherungskästen mit Keramik-Sicherungen sollten allerdings genauso wie Leitungen, die älter als 40 Jahre sind zügig komplett ausgetauscht werden: Hier droht Brandgefahr. Außerdem sind alte Stromkreisläufe schnell überlastet und alte Leitungen zudem nicht mit modernen Sicherungskästen kompatibel. Eine Teilmodernisierung kommt deshalb auch meist gar nicht infrage.

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Quelle: © BEWAG / youtube.com

Die Kosten für eine Modernisierung lassen sich hier schlecht beziffern, da sie von den notwendigen Modernisierungsmaßnahmen abhängig sind. Im schlechtesten Fall muss das gesamte Leitungsnetz samt Sicherungskasten neu verlegt werden. Das bedeutet, dass Wände zur Installation von Leitungen, Schaltern und Steckdosen aufgestemmt, wieder verschlossen und anschließend neu tapeziert und gestrichen werden müssen. In einem solchen Fall unterscheiden sich die Kosten einer Modernisierung kaum von denen einer Neuverlegung im Neubau. Die Modernisierung kostet dann ungefähr 10.500 bis 13.500 Euro.

Maßnahme Kosten inkl. Montage
Elektrik erneuern 10.500 - 13.500 €

Photovoltaik-Anlage anschließen

Bild: Montage einer PV-Anlage
Montage einer PV-Anlage | © MariaGodfrida / pixabay.com CC0

Photovoltaik-Anlagen sind in Deutschland in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Wer für sein Eigenheim die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage plant, der sollte in jedem Fall bei der Installation auf einen kompetenten Fachbetrieb zurückgreifen, um Montagefehler zu vermeiden und die Herstellergarantie nicht zu gefährden.

Zudem können beim Verlegen der nötigen Leitungen durch das Dach und die Dämmung Schäden auftreten, deren Reparatur-Kosten die Einsparungen bei weitem übersteigen. Und zu guter Letzt können Fehler bei der Planung die Kosten in die Höhe treiben. Obwohl es aus den genannten Gründen nicht zu empfehlen ist, eine Photovoltaik-Anlage selber zu installieren, ist dies jedoch erlaubt. Allerdings MUSS der Netzanschluss der Anlage durch einen Elektriker vorgenommen werden.

Er montiert auch den Einspeisezähler, über den der ins Leitungsnetz eingespeiste Strom abgerechnet wird. Die Kosten für die Installation der Photovoltaik-Anlage sind natürlich auch von der Größe der zu installierenden Anlage abhängig. Sie liegen bei einer Schrägdachmontage bei circa 150 bis 180 Euro pro Kilowatt-Peak (kWp) installierter Leistung. Bei einem Flachdach sind die Kosten höher und liegen bei ungefähr 250 Euro pro kWp. Für 5 kWp ist also mit Installations-Kosten in Höhe von 600 bis 900 Euro bei Schrägdächern und mit circa 1.250 Euro bei Flachdächern zu rechnen.

Maßnahme Dachtyp Montage-Kosten
Photovoltaik-Anlage installieren (5 kWp) Schrägdach 900 €
Flachdach 1.250 €

Einbau-Kosten für Elektro-Arbeiten

Die Kosten für Elektroarbeiten variieren von Betrieb zu Betrieb und Region zu Region. Im Durchschnitt liegen die Kosten für einen Elektriker bei ca. 50 Euro pro Stunde. Es können aber auch schnell bis zu 100 Euro pro Stunde fällig werden, wenn mehr als der Standard geleistet wird.

Für unser 140 Quadratmeter großes Musterhaus wären das Kosten von 6.000 bis 7.500 Euro für die Arbeitsleistung. Dazu kommen die Anfahrtskosten, die meist mit 30 bis 50 Euro zu Buche schlagen. Teilweise sind diese Kosten aber auch schon im Stundenpreis der Fachbetriebe enthalten.

Elektroinstallateur finden

Wie oben schon ausgeführt, empfiehlt es sich bei Arbeiten an der Elektrik dringend, einen Elektroinstallations-Fachbetrieb zu beauftragen. Mindestens die Abnahme muss ohnehin vom Fachmann gemacht werden, um den Versicherungsschutz der Haftpflicht nicht zu verlieren. Aber auch ansonsten ist es sinnvoll, einen Elektroinstallateur mit hinzuzuziehen.

Stellt sich die Frage nach dem geeigneten Elektroinstallateur. Letztlich ist das nicht nur eine Frage der Kompetenz, sondern auch eine des Vertrauens und man hat die Qual der Wahl. Wir von Energieheld schaffen Abhilfe. Mit unserem kostenlosen und unverbindlichen Service vermitteln wir Ihnen einen kompetenten Fachbetrieb aus Ihrer Region. Nutzen Sie dazu unser Angebotsformular. Unsere Berater warten auf Sie und freuen sich darauf, Ihnen zu helfen.

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