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Terrasse geplant?

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Inhaltsverzeichnis

Die Terrasse - eine Definition

Bild: Terrasse im mediterranen Stil
Terrasse und Wintergarten unterscheiden sich | © Saramukitza / pixabay.com CC0

Viele Menschen sprechen bei einer Terrasse von einer Fläche am Boden. Im Bauwesen wird eine Terrasse als eine befestigte Fläche für den Aufenthalt im Freien erfasst. Aus juristischer Sicht handelt es sich um eine befestigte, ebenerdige Fläche, die an einen Wohnraum angrenzt.

Tatsächlich grenzt sich die Terrasse von Wintergarten oder Veranda hinsichtlich der Konstruktionsweise, des Materials und der Möglichkeiten zur Abdeckung ab. Darüber hinaus entscheiden Aufbau, Material und Abdeckung aber auch maßgeblich, für welche Zwecke Sie Ihre Terrasse nutzen können und für welche nicht.

Unterschiede: Veranda, Terrasse und Wintergarten

Eine Terrasse unterscheidet sich besonders durch ihre Bauweise von einer Veranda. Während eine Terrasse im Boden angelegt ist, steht eine Veranda auf Ständern und ist gewöhnlich überdacht und potenziell offen. Bei einer Terrasse dagegen ist die Überdachung optional und die Öffnung mindestens einer Seite festgelegt. Auch hinsichtlich des Materials unterscheiden sich Terrasse und Veranda. Für den Bau einer Veranda wird hauptsächlich Holz verwendet.

Dagegen kann eine Terrasse aus verschiedenen Materialien bestehen. Ein Wintergarten wiederum wird als geschlossener Anbau an ein Gebäude und somit als ein selbstständiges Bauwerk definiert, der meist aus Glas und Rahmenmaterial wie Holz, Stahl oder Aluminium besteht und immer überdacht ist. Die Terrasse dagegen muss nicht zwingend überdacht sein, hat aber immer mindestens eine Öffnung, während der Wintergarten Öffnungsmöglichkeiten haben kann, aber nicht muss.

Terrasse Veranda Wintergarten
Im Boden angelegt Auf Ständern Selbstständiges Bauwerk
Optionale Überdachung Feste Überdachung Feste Überdachung
Vielfältige Formen Häufig längliche Form Selbstständiges Bauwerk
Mindestens zu einer Seite offen Zu drei Seiten offen Manuelle Öffnung
Verschiedene Materialien Häufig aus Holz Häufig lichtdurchlässige Baustoffe
Offen Offen Geschlossener Anbau

Aufbau und Materialien

Bild: Terrassenbelag aus Stein
Terrasse aus Stein | © PIRO4D / pixabay.com CC0

Eine Terrasse besteht aus mehreren Schichten, die die Terrassse so stabiliseren, dass sie später nicht absinkt. Dazu muss zunächst der Boden verdichtet werden, bevor eine Schicht aus Schotter, das Ausgleichsbett und das Unkrautvlies folgen, ehe der Terrassenbelag aufgebracht wird.

Dabei hängt der genaue Aufbau einer Terrasse stark von der tatsächlichen Gestaltung ab. So ist beispielsweise für Terrassen aus Stein das Setzen von Randsteinen notwendig, die dem Belag mehr Halt verleihen. Für Holzterrassen hingegen ist dieser Schritt nicht zwangsläufig notwendig. Mehr zu den Vorteilen und Nachteilen der verschiedenen Materialien können Sie in den nachfolgenden Abschnitten lesen.

Terrassenplatten

Wenn Sie sich für den Einsatz von Terrassenplatten entschieden haben, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Varianten. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch Aussehen, Anschaffungkosten und Montageaufwand bzw. Montagekosten. Zu den einfacheren Ausführungen gehören Terrassenplatten aus Beton. Diese überzeugen durch ihre regelmäßige Form, die leichte Verlegbarkeit sowie ihren vergleichsweise günstigen Preis.

Platten aus Naturstein und Feinsteinzeug haben eine schönere Optik, sind aber auch teurer. Das gilt vor allem für Natursteinplatten in Polygonform. Sie erfordern beim Verlegen aufgrund ihrer Form einen höheren Aufwand, was sich beim Montagepreis bemerkbar macht. Allerdings verbinden sich unregelmäßige Natursteinplatten auch mit dem Untergrund auf natürliche Weise und verleihen der Konstruktion damit zusätzlichen Halt.

Belag Eigenschaften Zeitaufwand
Betonsteinplatte Langlebig Niedrig
Preisgünstig
Frostbeständig
Feinsteinzeug Rutschsicher Niedrig
Frostbeständig
UV-beständig
Natursteinplatte Langlebig Mittel
Hochwertige Optik
Pflegeleicht
Polygonalplatte Individuelle Gestaltung Hoch
Natürliche Optik

Terrassendielen

Wenn Sie keine Platten für Ihre Terrasse verwenden möchten, können Sie auch über den Einsatz von Dielen nachdenken. Diese sind aus Holz oder Holz-Polymer-Werkstoff (WPC) erhältlich. Die Entscheidung für einen der Stoffe hängt mitunter davon ab, welchen Belastungen durch Witterung Ihre Terrasse später ausgesetzt ist.

Da WPC unverwüstlicher ist als reine Holzdielen, hält er starken Belastungen besser stand und ist zudem pflegeleichter. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der gängigen Arten von Holz, die für die Herstellung von Terrassendielen verwendet werden. Jede Sorte bietet spezifische Eigenschaften in Bezug auf die Verwitterung und den Härtegrad. Darüber hinaus können Sie die Oberfläche der Holzdielen in die Planung der Terrassengestaltung mit einbeziehen.

Belag Eigenschaften Härtegrad
Douglasie Witterungsbeständig Mittel bis hart
Barfuß-freundliche Oberfläche
Kiefer Leicht zu verarbeiten Mittel
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Muss vorbehandelt werden
Lärche Unbehandelte Verwendung Mittel
Leicht zu verarbeiten
Bangkirai Schwierig zu verarbeiten Hart
Vorbohren für Edelstahlschrauben nötig
Beständig gegen Schimmel und Pilze
WPC Einfach zu verlegen Hart
Pflegeleicht
Bambus Nachhaltig Hart
Sehr stabil
Beständig gegen Schimmel und Pilze
Esche Leicht zu verarbeiten Weich
Extrem widerstandsfähig
Kempas Langlebiges Holz Mittel
Leicht zu verarbeiten
Direkter Erdkontakt möglich

Planung und Baugenehmigung

Bild: Bauplanung Terrasse
Planung und Terrassengestaltung | © annca / pixabay.com CC0

Bevor die neue Terrasse Gestalt annehmen kann, sollten Sie sich vorab darüber klar werden, wie und für was Sie diese benutzen möchten. Grundsätzlich sollten Sie die Größe, die Bauweise der Unterkonstruktion, die Ausrichtung, die baulichen Zusätze, wie eine Überdachung, sowie das Material entsprechend der späteren Nutzung wählen.

So ist es z. B. nicht sinnvoll, eine Terrasse aus Holz zu konstruieren, wenn später regelmäßig darauf gegrillt werden soll. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Terrasse den Bauvorschriften genügt. Denn ab einer bestimmten Größe der Terrasse kann es sein, dass Sie eine Baugenehmigung benötigen. Auch eine Terrassenüberdachung ist meist genehmigungspflichtig, da sie baurechtlich als Gebäudeerweiterung bzw. Umbau betrachtet wird. Da dies je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist, sollten Sie sich vorab beim zuständigen Bauamt informieren.

Terrasse gestalten (Ideen)

Neben dem verwendeten Material und dessen Form kann das Bild der Terrasse durch weitere Stilelemente wie Pflanzen und Möbel gestaltet werden. Weitere Gestaltungsmöglichkeiten sind besipielsweise die Einrichtung einer Terrassenbar oder die Installation von Sichtschutz zu einer oder mehreren Seiten. Wer Wert auf eine einheitliche Optik legt, der kann auch den Stil des Hauses auf die Terrasse übertragen. So harmonieren z. B. Holzdielen gut mit Klinkerfassaden.

Für eine Terrasse beispielsweise im mediterranen Stil eignet sich eine Kombination aus Polygonalplatten, hellen Terrassenmöbeln und Lavendel- und Weinpflanzen. Mit einer runden Terrassenform, Holzdielen, Blattgewächsen und Wasserinstallationen lässt sich eine asiatische Gestaltung inszenieren. Aber auch mit einer Feuerstelle, einem Teich oder Whirlpool verleihen Sie Ihrer Terrasse das besondere Extra.

Stil Form Material Bepflanzung Möbel
Mediterran Rechteckig, ggfs. mit Ausläufern Polygonalplatten Lavendel, Wein Holzmöbel
Asiatisch Rund Holzdielen Blattgewächse Rattan, Bambus
Skandinavisch Rechteckig Betonstein Gräser Naturholz

Baugenehmigung beantragen

Bild: Akten in Regal
Leider manchmal nötig - der Bauantrag | © roma 1880 / pixabay.com CC0

Ob Sie eine Baugenehmigung für Ihre Terrasse benötigen, sollten Sie vor Baubeginn klären. Die genauen Vorgaben und Vorschriften variieren je nach Bundesland und können bei Ihrem zuständigen Bauamt in Erfahrung gebracht werden. In den meisten Fällen ist keine Baugenehmigung nötig.

Übersteigt die Höhe der Terrasse jedoch einen Meter, ist sie unterkellert oder überdacht, kann eine Baugenehmigung erforderlich sein. Dabei muss der Antrag für die Baugenehmigung unbedingt vor Baubeginn gestellt werden. Andernfalls drohen Zwangsmaßnahmen vom Bußgeld bis zur Anordnung des Rückbaus.

Experten für Terrassenbau finden

Terrasse ist nicht gleich Terrasse: Je nach Wunsch benötigen Sie für Ihr Vorhaben Handwerker mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Denn Betriebe, die sich beispielsweise auf die Verarbeitung von Holz spezialisiert haben, verfügen über spezifisches Wissen der Holzverarbeitung, während Experten, die mit Stein arbeiten, mehr Erfahrung im Umgang mit diesem Material haben.

Das Engagieren eines Experten für den Terrassenbau hat vor allem den Vorteil, sich nicht selbst um Bau und Materialbeschaffung kümmern zu müssen. So können Sie Ihre Wünsche in Bezug auf die Gestaltung äußern und überlassen die Konzeption dem Handwerker. Außerdem muss er ggf. Mängel auf eigene Kosten beseitigen. Wenn Sie keinen Handwerker Ihres Vertrauens haben, können wir Ihnen weiterhelfen. Unsere Berater beraten Sie kostenlos und unverbindlich und vermitteln Ihnen einen geprüften Handwerker aus Ihrer Region.

Terrasse selber bauen

Zwar scheint der Bau einer Terrasse auf den ersten Blick simpel, doch sollten sich an diesem Projekt nur sehr erfahrene Handwerker versuchen. Denn wählen Sie beispielsweise einen unzureichenden Unterbau, droht der Terrassenbelag wegzurutschen. Auch der richtige Abstand zur Hauswand sollte gewährleistet sein, um die Entstehung von Schimmel oder Pilzen zu vermeiden. Zudem werden evtl. spezielle Werkzeuge (z. B. Rüttelplatte) benötigt, deren Beschaffung die Einsparungen durch das Eigenengagement teilweise wieder „auffrisst".

Hilfreich sind beim Terrassenbau in Eigenregie auch fertige Bausätze, da in diesen sämtliche Materialien enthalten sind. Ein Verlegeplan hilft, den Überblick über Materialmenge und Aufbau zu behalten. Nachdem der Untergrund vorbereitet und verdichtet wurde, kann der sogenannte Unterbau platziert werden. Dieser variiert je nach Konstruktion, sodass für eine Terrasse aus Steinplatten beispielsweise nicht zwingend ein Unterbau notwendig ist. Für Terrassen aus Holzdielen ist jedoch der Einsatz eines sogenannten Terrassenlagers obligatorisch.

Kosten für eine neue Terrasse

Bild: Terrasse mit Katze
Die Kosten für eine Terrasse berechnen | © PactoVisual / pixabay.com CC0

Wie viel Sie für Ihre neue Terrasse investieren müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben dem verwendeten Material und der Größe kann die Bauweise ausschlaggebend sein. Im Durchschnitt können Sie zwischen 60 und 100 Euro reine Materialkosten pro Quadratmeter für eine Terrasse mit 15 Quadratmetern Fläche rechnen.

Wenn Sie den Bau nicht selbst durchführen, kommen zu den Kosten für das Material noch die Kosten für den Handwerker hinzu. Doch selbst bei der eigenständigen Installation einer Terrasse können zusätzliche Kosten z. B. in Form von geliehenem Werkzeug, wie etwa einer Rüttelplatte oder eines Fliesenschneiders, entstehen. Die folgende Übersicht soll Ihnen als Beispiel für mögliche Kosten einer 15 Quadratmeter großen Terrasse inklusive Einbau durch einen Handwerker dienen.

Art Materialkosten pro m² Einbau pro m² Gesamt
Steinterrasse (15 m²) 66 € 70 € 2.040 €
Holzterrasse (15 m²) 100 € 80 € 2.700 €

Überdachungen für Terrassen

Bild: Terrasse und Terrassenüberdachung
Es gibt feste und flexible Überdachungen | © krakowgardendesign / pixabay.com CC0

Eine Terrassenüberdachung schützt sowohl das verbaute Material als auch die Nutzer vor Witterungseinflüssen. Darüber hinaus kann sie als Sichtschutz zum Nachbargebäude dienen.

Gewöhnlich wird die Terrassenüberdachung auf einem Gerüst angebracht. Dieses besteht meist aus Materialien wie etwa Aluminium, Holz, Stahl oder Ähnlichem.

Für die Überdachung selbst kommen ebenfalls zahlreiche Materialien infrage, die meistens transparent sind. Dabei hat jedes Material seine spezifischen Vorzüge und verleiht der Überdachung jeweils eine unterschiedliche Optik. Alternativ können Sie auch eine Markise oder ein Sonnensegel benutzen, falls Ihnen die Genehmigung verwehrt bleibt.

Passende Terrassentüren

Bild: Terrassentür nach draußen
Terrassentür nach draußen | © StockSnap / pixabay.com CC0

Die Terrassentür bildet das Verbindungsstück zwischen dem Inneren des Hauses und der Terrasse selbst. Im Idealfall ist die Tür einbruchsicher und gut gedämmt. Es gibt drei Varianten von Terrassentüren: Schiebetüren, Drehkipptüren und Flügeltüren.

Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Verglasung, des Rahmen-Materials, des Öffnungsmechanismus und des Preises. Mit Schiebetüren lassen sich durch ihre Schiebefunktion große Glasflächen realisieren und es gibt sie auch mit Kippfunktion. Sie sind allerdings auch am teuersten.

Flügeltüren dagegen ermöglichen ebenfalls große Glasflächen, sind aber vergleichsweise billiger. Drehkipptüren sind am preiswertesten. Die Kosten für eine Terrassentür können auf rund 1.500 bis 2.500 Euro inklusive Einbau geschätzt werden. Tatsächlich variieren die Kosten mit der Größe, der Verglasung, der Bauart und dem Material der Tür sowie mit Features wie Einbruchschutz, Schallschutz oder Sonnenschutz. Dabei gelten Türen aus Aluminium als sehr teuer, während Modelle aus Kunststoff preiswert sind. Unser Beispiel basiert auf Türen mit Doppelverglasung und Kunststoffrahmen mit Einbruchschutz.

Bauart Größe Kosten Material Kosten Einbau Kosten gesamt
Schiebetür 120 x 180 cm 1.500 € 200 - 400 € 1.700 - 1.900 €
Doppelflügel-Tür 200 x 200 cm 1.800 € 300 - 600 € 2.100 - 2.400 €
Drehkipptür 100 X 200 cm 1.300 € 200 - 250 € 1.500 - 1.550 €

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