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Welche Dämmung sollte man für das Eigenheim verwenden?

Foto: Dämmmatten aus Zellulose für Ihr Eigenheim
Zellulose-Dämmung | © Stocksnapper / shutterstock.com

Wenn der Winter mal wieder bitterlich kalt und die Heizkostenabrechnung unsagbar hoch war, dann denkt der eine oder andere sicherlich über eine Dämmung für sein Eigenheim nach. Laien verlieren bei dem großen Angebot in diesem Bereich jedoch schnell den Überblick.

Welche Dämmung ist die Richtige, und muss wirklich gleich das ganze Haus gedämmt werden? Reicht vielleicht nur eine Dachdämmung oder ist das verschenkte Mühe? Hier finden Sie die passenden Antworten auf Ihre Fragen!


Navigation

1. Allgemein

2. Welche Dämmung?

3. Altbau und Neubau

4. Kritik

5. Reihenfolge bei der Sanierung

Verschiedene Dämmungen ab 15 bis 80 € pro m²

Allgemeines zur Dämmung - was muss beachtet werden?

Bild: Haus ohne Dämmung Haus ohne Dämmung | © altes_haus / pixabay.com CC0

Formuliert man es so einfach wie möglich, dann dient eine Dämmung letztendlich dazu, einen Wärmeaustausch zwischen zwei Bereichen zu verhindern oder zu verlangsamen. Im Idealfall bleibt die Wärme dabei im Haus und die Kälte draußen. Viele Baustoffe können das Eigenheim dämmen, aber nur wenige tun dies auch wirklich effizient.

Selbst eine einfache Steinwand hält die kostbare Wärme bis zu einem gewissen Grad in den eigenen vier Wänden. Sollen jedoch erhebliche Einsparungen bei den Heizkosten erzielt werden, führt kein Weg an speziellen Dämmstoffen vorbei. Es muss aber nicht immer das ganze Haus dick "verpackt" werden, um Geld zu sparen. Oft genügt schon eine einfache Dämmung der obersten Geschossdecke, welche den Brennstoffverbrauch bereits erheblich senkt.


Welche Dämmung ist die richtige für Ihr Haus?

Im Rahmen dieser Thematik stellt sich nicht nur die Frage, welche Dämmung die richtige ist, sondern auch wo diese angebracht werden soll. Aber keine Angst: Die Antwort ist nicht kompliziert. Wir haben für Sie die verschiedenen Dämmungen nach ihrer Relevanz geordnet.

Diese Reihenfolge gibt einen ersten Überblick über verschiedene Dämmmaßnahmen und ihre Priorisierung im Rahmen eines durchschnittlichen Einfamilienhauses. Abhängig von Fassadenfläche und Gebäudegröße kann der Nutzen einzelner Maßnahmen mitunter variieren. Besonders teure Verfahren wie die Aufsparrendämmung oder Wärmedämmverbundsysteme lohnen sich besonders dann, wenn das Dach, bzw. die Fassade ohnehin modernisiert werden sollen.

Gebäudeteil nach PrioritätMögliche DämmungPreis-Leistungs-VerhältnisKosten samt Montage
Dachboden Geschossdeckendämmung sehr gut 40 € pro m²
Dach   Aufsparrendämmung mittelmäßig 150 € pro m²
Zwischensparrendämmung gut 50 € pro m²
Untersparrendämmung gut 30 € pro m²
Fassade   Kerndämmung sehr gut 15 € pro m²
WDVS mittelmäßig 90 - 150 € pro m²
Vorhangfassade mittelmäßig 170 € pro m²
Kellerdecke    Einblasdämmung unten sehr gut 15 - 25 € pro m²
Verbundplatten unten mittelmäßig 50 - 70 € pro m²
von oben (neuer Fußboden) mittelmäßig 70 - 160 € pro m²
Keller (Wände und Boden)   Perimeterdämmung mittelmäßig 40 € pro m²
Erdarbeiten  - 20 - 30 € pro m³
Innendämmung mittelmäßig 80 € pro m²
Kellerbodendämmung mittelmäßig 70 - 160 € pro m²

Welche Dämmstoffe sollte man wählen?

Auch wenn synthetische Dämmstoffe meist günstiger sind, existiert praktisch für jeden Geschmack der richtige Dämmstoff. Wer es gern etwas nachhaltiger haben möchte, kann beispielsweise auf ökologische Dämmstoffe wie Hanf oder auch Seegras zurückgreifen.

Eine komplette Übersicht zu allen Dämmstoffen finden Sie hier.

Energieheld-Whiteboard zur Dachdämmung

Quelle: © energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die Arten, die Kosten* und die Förderungen einer Dachdämmung. Außerdem zeigen wir einige der gängigsten Dämmstoffe.

*ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.


Energieheld-Whiteboard zur Fassadendämmung

Quelle: © energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 3 gängigen Arten, die Kosten* und die Förderungen der Fassadendämmung.

*ACHTUNG: Wir beziehen uns hierbei auf durchschnittliche Werte für ein bereits bestehendes Ein- bzw. Mehrfamilienhaus. Alle Zahlen und Kosten sind als ungefähre Näherungswerte zu verstehen.


Welche Dämmung für verschiedene Häuser im Altbau und Neubau?

Wer wissen möchte, welche Dämmung speziell für sein Eigenheim geeignet ist, der findet in der untenstehenden Übersicht sicherlich eine passende Lösung. Theoretisch lässt sich jede Dämmung auch an jedem Gebäude anbringen. Unsere Tabelle soll aber vielmehr aufzeigen, welche Lösungen am naheliegendsten sind.

Gebäudeart - GrößeSinnvolle DämmungGesamtkosten
Einfamilienhaus - 140 m² Geschossdeckendämmung Kerndämmung / WDVS Kellerdeckendämmung 7.300 - 22.000 €
Reihenhaus - 140 m² Geschossdeckendämmung Kerndämmung / WDVS Kellerdeckendämmung 7.000 - 18.000 €
Mehrfamilienhaus - 600 m² Geschossdeckendämmung Kerndämmung / WDVS 13.000 - 55.000 €

Bei Neubauten muss ohnehin das gesamte Gebäude nach energetischen Vorgaben der Energieeinsparverodrnung (EnEV 2014) errichtet werden. Eine Kombination von sinnvollen Dämmungen ist also bei allen Bereichen gegeben. Maßnahmen wie das Ausheben des Kellers und eine Eindeckung fallen hierbei aber ohnehin an und bedeuten daher auch weniger Aufwand als beim Altbau.

Rechtliche Vorgaben - welche Dämmung ist vorgeschrieben?

Bild: Pflicht zur Dämmung Rechtliche Vorgaben für Dämmungen | © succo / pixabay.com CC0

Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) regelt alle Vorgaben für die Wärmeisolierung von Gebäuden. Eine Dämmpflicht gilt bei Altbauten nur für die eine Dämmung der obersten Geschossdecke, wenn diese nicht den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 erfüllt (entspricht etwa 5cm Dämmstoffdicke).

Alternativ kann auch das Dach gedämmt werden. Die Pflicht entfällt, wenn das Haus vom jetzigen Eigentümer vor dem 01. Februar 2002 gekauft wurde. Eine Fassade muss nur gedämmt werden, wenn neuer Putz aufgetragen oder eine neue Verkleidung angebracht wird. Für Neubauten sind die Vorgaben etwas strenger. Hier sind zwar keine einzelnen Maßnahmen, aber allgemeine Richtlinien für den letztendlichen Energieverbrauch vorgeschrieben, welche wiederum dazu führen, dass alle Gebäudeteile gedämmt werden sollten.

Verschiedene Dämmungen ab 15 bis 80 € pro m²

Kritik - Ist eine Dämmung nutzlos, gefährlich und erzeugt nur Schimmel?

Eine WDVS-Fassade ohne Putz WDVS-Dämmstoff ohne Putz | © Bork / shutterstock.com

In den Medien ist die Dämmung von Gebäuden ein vieldiskutiertes Thema. Ab und an werden Stimmen laut, welche die Wärmedämmung als großen Komplott der Regierung „enttarnen“ wollen. In sehr polemischen Artikeln heißt es dann, die „Energiewende“ diene allein dem Zweck, den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Wer sich jedoch einmal die Zeit nimmt, um sämtliche Artikel zu vergleichen, stößt dabei stets auf dieselben Kritikpunkte, die praktisch nie durch Fakten belegt werden können. Fast immer steht dabei die Fassadendämmung mit Styropor im Vordergrund. Dass viele weitere alternative Dämmstoffe zur Fassadendämmung mit klassischen Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) existieren, wird leider nur sehr selten thematisiert. Die Gebäudedämmung bekommt damit ein pauschales Image aufgezwungen, welches der Realität nicht im Entferntesten gerecht wird. Einblasdämmungen sind beispielsweise sehr schnelle und günstige Lösungen, um Fassaden zu isolieren, wenn eine Luftschicht im Mauerwerk vorhanden ist.

Eine Dämmung erhöht die Brandgefahr?

Fassadendämmungen werden von Kritikern als „brandgefährlich“ tituliert, weil unter den jährlichen Gebäudebränden ganze 0,1 Prozent auf einen Fassadenbrand zurückzuführen sind. Dieses Verhältnis fällt keineswegs zu Lasten der Fassadendämmung aus und berücksichtigt genauso wenig, dass die Brände überhaupt nicht durch die Dämmung verursacht wurden.

WDVS, welche bei Fassadendämmungen zum Einsatz kommen, werden mit den üblichen Dämmstoffen wie EPS (Styropor) und XPS (Extrudierter Polystyrol-Hartschaum) von unabhängigen Instituten als schwer entflammbar eingestuft. Bevor also die Dämmung brennt, muss im Prinzip schon das ganze Haus in Flammen stehen. Ist dieser Punkt erreicht, sollte eine brennende Fassade das geringste Problem darstellen.

Man sollte sich auch vor Augen führen, dass sogar ganze Häuser aus Holz errichtet werden, ohne dass ein Aufschrei durch die Bevölkerung geht, weil diese Bauten ein angebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Bevor also reißerischen Zeitungsartikeln Glauben geschenkt wird, bietet sich ein Blick in die offiziellen Statistiken an.

Grafik: Häufigste Brandursachen in Deutschland Häufigste Brandursachen in Deutschland  | © energieheld

Eine Dämmung ist umweltschädlich?

Bild: Umweltschutz mit Dämmungen Umwelt schützen | © photoshopper24 / pixabay.com CC0

Um Stoffe wie EPS und XPS schwer entflammbar zu machen, wird aktuell das Brandschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) verwendet. Dieser Stoff ist tatsächlich umweltschädlich, wird aber nur in geringen Mengen eingebracht und ist ab August 2015 ohnehin verboten. Stattdessen soll die ungefährlichere Alternative pFr (Polymeric Flame Retardant) zum Einsatz kommen.

Ebenfalls wird bemängelt, dass sich Dämmungen mit EPS nur schwer recyceln lassen. Diese Aussage ist richtig, spiegelt aber nicht die Realität wider. Eben weil sich die Dämmstoffe nur sehr langsam zersetzen, sind die Wärmedämmverbundsysteme mindestens 40 Jahre oder sogar noch deutlich länger haltbar. Zur Zeit sind noch fast alle Dämmungen in "Gebrauch". Die Forschung beschäftigt sich aber mit zukunftsweisenden Recycling-Methoden, um zum gegebenen Zeitpunkt gewappnet zu sein. Selbst wenn das EPS nicht recycelt wird, so kann es immer noch in einer Müllverbrennungsanlage wiederverwertet werden und so einen Teil der zur Herstellung benötigten Energie wieder zur Verfügung stellen. Durch Filtertechnik können dabei außerdem mögliche Giftstoffe abgefangen werden, sodass diese nicht in der Umwelt landen.

Eine Dämmung rentiert sich nicht?

Kritiker rechnen bei der Fassadendämmung meist nur mit einer Lebensdauer von 25 Jahren. In dieser Zeit hat sich die Investition besonders bei großen Projekten tatsächlich nur knapp amortisiert. In der Realität halten WDVS aber deutlich länger - das bestätigen ja sogar die Kritiker, wenn sie der Dämmung vorwerfen, dass sie sich nur unheimlich langsam zersetzt.

Je nach Größe der Fassade liegt die Amortisationszeit zwischen 15 und 20 Jahren. Bei der Berechnung muss stets berücksichtigt werden, dass ein großer Teil der Investitionskosten auf ohnehin notwendige Instandhaltungsarbeiten verfallen.

Eine sehr detaillierte Berechnung der Amortisationszeit von Fassadendämmungen finden Sie hier.

Art der DämmungDurchschnittliche Amortisationszeit
Geschossdeckendämmung 4 - 5 Jahre
Kellerdeckendämmung 4 - 5 Jahre
Kerndämmung 4 - 5 Jahre
WDVS 10 - 15 Jahre

Eine Dämmung fördert die Schimmelbildung, weil das Haus nicht mehr „atmet“?

Bild: Schimmel am Fenster Schimmel am Fenster | © StockThings / shutterstock.com

Häufig stehen Fassadendämmungen in der Kritik, weil Sie angeblich die Schimmelbildung fördern. Wer sich ein wenig mit bauphysikalischen Grundsätzen und den vorhandenen Statistiken beschäftigt, wird aber schnell feststellen, dass hauptsächlich ungedämmte Altbauten mit Schimmel zu kämpfen haben oder dass der benötige Luftwechsel nicht stattfindet.

Auch führt nicht die Wärmedämmung als Einzelmaßnahme zur „Luftdichtigkeit“, sondern eher moderne Fenster, welche parallel verbaut werden, um an diesen Punkten keine Energie zu verschwenden. Regelmäßiges Lüften genügt in der Regel, um Schimmel zu vermeiden. Soll das Ganze vereinfacht werden, empfiehlt sich der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, wodurch stetig frische Luft bereit gestellt wird, ohne zu viel Wärme entweichen zu lassen.

Schimmel bildet sich dort, wo kalte Wände auf hohe Luftfeuchtigkeit treffen und diese dann kondensiert. Gedämmte Wände sind aber nicht kalt! Probleme mit Schimmel treten in Verbindungen mit Dämmungen nur dort auf, wo deutlich zu wenig gelüftet wird. In der Realität haben aber besonders Altbauten im Winter mit Schimmel zu kämpfen, weil die Wände zu stark auskühlen.

VorurteilWahrheit
Eine Dämmung erhöht die Schimmelgefahr. Altbauten ohne Dämmung sind häufiger von Schimmelbefall betroffen. Bei gedämmten Gebäuden entsteht Schimmel durch ungenügende Belüftung oder eine fehlerhafte Ausführung.
Die Dämmung macht das Haus "luftdicht". Moderne Fenster und Türen "dichten" das Haus viel stärker ab. Regelmäßiges Lüften gleicht diesen Umstand aus. Steinwände "atmen" auch ohne Dämmung nicht.

Eine teure Dämmung ist für jeden Pflicht?

Eine tatsächliche "Dämmpflicht" besteht nur für die oberste Geschossdecke eines Gebäudes, falls die Geschossdecke nicht den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 erfüllt (entspricht etwa 5cm Dämmstoffdicke) und zugänglich ist. Diese Pflicht entfällt natürlich, wenn das Dach entsprechend gedämmt ist. Sie entfällt ebenfalls, wenn das Haus vor dem 01. Februar 2002 gekauft wurde.

Niemand muss beispielsweise eine denkmalgeschützte Fassade hinter einer Schicht aus Dämmplatten und Putz verstecken. Eine Pflicht zur Fassadendämmung besteht nur dort, wo verputzte Flächen zu mehr als 10 Prozent erneuert oder Verkleidungsplatten angebracht werden.

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Die richtige Reihenfolge bei der Sanierung nicht vergessen!

Wer sein gesamtes Eigenheim modernisieren möchte, der sollte die Einzelmaßnahmen gut aufeinander abstimmen oder gleich den Schritt zum KfW-Effizienzhaus wagen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, zuerst die Dämmung und Fenster zu modernisieren. Erst danach kommt die Heizung an die Reihe, um eine Überdimensionierung und somit ineffiziente Betriebsweise zu verhindern. Falls Sie die Installation einer Solarthermieanlage planen, sollte dies ebenfalls rechtzeitig berücksichtigt werden.


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Geschrieben von:
Philipp Kloth


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