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Holzwolle - Dämmung mit guter Schallschutzwirkung

Bild: Holzwolle-Platte
Auch Sauerkrautplatte genannt: Holzwolle | © Energieheld

Holzwolle ist ein Produkt, bei dem aus feinen Holzfasern ein Vlies gebildet wird. Dieses wird durch Bindemittel wie Magnesit zu festen Dämmplatten gebunden.

Des Weiteren steht Holzwolle in loser Form zur Einblasdämmung zur Verfügung. Durch das Einbringen von diversen Zusätzen gelingt es, dass Holzwolle schwer entflammbar wird. Holzwolle hat viele Vorteile, aber auch Nachteile. Erfahren Sie hier mehr über die Dämmung mit Holzwolle.

Inhalt


    Herstellung und Geschichte

    Unter Holzwolle wird im Allgemeinen ein mechanisch produzierter Werkstoff verstanden, der aus Laub- oder Nadelhölzern besteht. Das Material hat die Form von feinen Fäden, die elastisch und nahezu staubfrei sind. Von Spänen unterscheidet sich der Dämmstoff Holzwolle durch seine Splitterfreiheit.

    Zu Beginn der Herstellung von Dämmstoffen aus Holzwolle werden sogenannte Rundlinge aus Holz, ein Abfallprodukt des Sägewerks, mit speziellen Maschinen bearbeitet. Dadurch entstehen einzelne Fasern aus Holz, denen ein Bindemittel wie Zement oder Magnesit zugefügt wird. Anschließend wird das Material zu Dämmplatten geformt. Erhältlich ist Holzwolle jedoch auch als lose Dämmung.

    Schon seit dem Mittelalter wird Holzwolle als Werkstoff für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet, beispielsweise als Füllstoff für Matratzen oder als Zuschlag für Lehm. Heutzutage kommt die hölzerne Wolle auch als Dämmstoff, meist in Kombination mit anderen Dämmmaterialien, zum Einsatz.

    Energieheld-Hinweis

    Während Dämmungen aus Holzwolle im ökologischen Bereich überzeugen, ist die Dämmwirkung eher gering. Dagegen zählt zu den Vorteilen des natürlichen Dämmstoffs seine Resistenz gegenüber Ungeziefer, Verrottung und Pilzbefall. Weitere positive Aspekte sind die gute Schallschutzwirkung, die energiearme Produktion sowie das unbedenkliche Recycling.


    Besonderheiten und Einsatzbereiche für Holzwolle

    Bild: Herz aus Holz in Holzwolle
    Holzwolle ist vielfältig einsetzbar | © congerdesign / pixabay.com CC0

    Besonders in dicht besiedelten Gebieten ist die Schallschutzeigenschaft eines Dämmstoffs nicht zu vernachlässigen. Mit einem geräuschsenkenden Dämmstoff wie Holzwolle bringen Sie mehr Ruhe in Ihre eigenen vier Wände.

    Darüber hinaus verhindert der Einsatz von Holzwolle, dass sich Ihre Immobilie unter starker Sonneneinstrahlung aufheizt. Das Material verfügt nämlich über eine gute Wärmespeicherkapazität.

    Ob im Keller, der Fassade, im Inneren oder als Außendämmung: Holzwolle ist als Dämmstoff vielseitig einsetzbar. Falls Sie ein Haus mit Holzfachwerk besitzen, können Sie problemlos auf Holzwolle als Dämmung zurückgreifen. Weiterhin findet der Stoff auch Verwendung als Zwischensparrendämmung sowie als Untersparrendämmung.

    Verfügt Ihre Immobilie über ein zweischaliges Mauerwerk, so können Sie Holzwolle in loser Form als Einblasdämmung nutzen. Darüber hinaus eignet sich das Material als Einblasung ebenfalls zum Befüllen von kleineren Hohlräumen.

    Dämmstoff Besonderheit Einsatzbereich
    Holzwolle Guter Schallschutz Decken und Wände
    Guter Wärmespeicher Wände und Dach
    Geeignet für Holzfachwerk Wände

    Sinnvolle Alternativen zu Holzwolle als Dämmstoff

    Eine gute Alternative zu Holzwolle stellt die Dämmung mit Jute dar. Der Stoff verfügt mit 0,036 Watt pro Meter und Kelvin über eine gute Wärmekapazität und ist generell preiswerter als Holzwolle. Auch mit der Einstufung in die Brandschutklasse B2 liegt Jute mit Holzwolle gleichauf. Geeignet ist Jute für die Innendämmung sowie zur Auffüllung von Hohlräumen.

    Wenn Sie weder Jute noch Holzwolle verwenden möchten, sollten Sie über den Einsatz von Schafwolle nachdenken. Schafwolle verfügt über eine gute Wärmekapazität von 0,036 Watt pro Meter und Kelvin. Auch mit der Brandschutzklasse B2 stellt sie eine echte Alternative zu Holzwolle dar. Eingesetzt wird Schafwolle vornehmlich für die Zwischensparrendämmungsowie Trittschalldämmung.

    Neue Dämmung vom Fachmann

    Vorteile und Nachteile von Holzwolle

    Bild: Holzwolle im Detail
    Holzwolle hat einen guten Brandschutz | © gwendoline63 / pixabay.com CC0

    Wenn Sie auf der Suche nach einem Dämmstoff sind, der reistent gegenüber Ungeziefer, Verrotung und Pilzbefall ist, sollten Sie definitiv über den Einsatz von Holzwolle nachdenken.

    Neben einer guten Wärmespeicherkapazität bildet das Brandverhalten von Holzwolle einen Vorteil, denn der Stoff wird in die Brandschutzklasse B1 eingeordnet und gilt damit als schwer entflammbar.

    Im Vergleich zu anderen Naturdämmstoffen auf Holzbasis ist diese Eigenschaft als Vorteil von Holzwolle zu werten. Darüber hinaus absorbiert sie Feuchtigkeit und beugt so der Bildung von Tauwasser vor. Allerdings weist Holzwolle eine relativ geringe Dämmwirkung auf. So beträgt die Wärmeleitfähigkeit circa 0,09 Watt pro Meter und Kelvin, was für eine Dämmung ein verhältnismäßig schlechter Wert ist.

    Um den Anforderungen der Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) - vor November 2020 der Energieeinsparverordnung (EnEV) - bezüglich des Wärmedurchgangskoeffizienten gerecht zu werden, muss ein U-Wert von 0,24 W/(m²K) erreicht werden. Wird nur Holzwolle als Dämmstoff verwendet, müsste die Stärke der Dämmschicht circa 36 Zentimeter betragen. Hinzu kommt, dass Holzwolle vergleichweise teuer ist. Daher wird in der Praxis häufig eine Kombination von verschiedenen Dämmstoffen realisiert, um die Dicke der Dämmstoffschicht zu minimieren.

    Dämmstoff Vorteile Nachteile
    Holzwolle Resistent gegen Ungeziefer, Verrotung und Pilzbefall Schlechte Wärmeleitfähigkeit
    Schwer entflammbar Starke Dämmdicke notwendig
    Absorbiert Feuchtigkeit Hoher Preis

    Übliche Preise für Holzwolle (Material / Einbau)

    Im Vergleich zu anderen Dämmstoffen handelt es sich bei Holzwolle um teures Material. Pro Quadratmeter müssen Sie für Material und Einbau mit 70 bis 90 Euro rechnen. Dabei entfällt der größte Anteil auf die Arbeitskraft der Handwerker.

    Aufgrund der geringen Dämmwirkung müssen Sie für die Einhaltung eines vom GEG vorgegebenen U-Werts von 0,24 W/(m²K) eher mit höheren Preisen rechnen, da mehr Material benötigt wird. Falls Sie dennoch auf die Verwendung von Holzwolle in Ihren eigenen vier Wänden Wert legen, sollten Sie eine mehrschalige Holzwolle-Dämmung in Betracht ziehen. Auch dies schlägt sich auf den Preis nieder.

    Beispiel: Dämmung der Kellerdecke (60 m²) mit Holzwolle

    Das folgende Beispiel soll Ihnen als Hilfe dienen, die möglichen Kosten einer Dämmung mit Holzwolle besser einschätzen zu können. Dabei berechnen wir den Preis für eine Dämmung im Keller aus reiner Holzwolle mit 60 Quadratmetern.

    Dämmstoff Dämmung Materialkosten Einbaukosten Kosten für 60 m²
    Holzwolle Dämmplatten 23,04 € pro m² 50 € pro m² 4.382,40 €

    Die wichtigsten Eigenschaften von Holzwolle als Dämmstoff

    Bild: Holzquerschnitt
    Holzwolle ist offenporig | © PublicDomainPictures / pixabay.com CC0

    Holzwolle verfügt über viele positive Eigenschaften. Eine der wichtigsten Charakteristiken ist die offenporige Struktur. Diese erlaubt es dem Material, Feuchtigkeit zu absorbieren. In diesem Zuge trägt Holzwolle zu einem ausgeglichenen Raumklima bei.

    Gleichzeitig ist Holzwolle resistent gegenüber einem möglichen Befall durch Pilzsporen oder Schimmel. Zurückzuführen ist dies auf die Eigenschaften zur Feuchtigkeitsregulierung. Die Widerstandsfähigkeit des Materials sorgt ebenfalls dafür, dass Unzegiefer der Dämmung nichts anhaben kann. Weiterhin ist der Stoff aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit verrottungsresistent. So ist Holzwolle ein langlebiger Dämmstoff, der zudem in der Zeit des Einsatzes formstabil ist.

    Dämmstoff Eigenschaften Wirkung in der Praxis
    Holzwolle Offenporig Absorbiert Feuchtigkeit
    Widerstandsfähig Resistent gegenüber Pilzbefall, Ungeziefer und Verrottung
    Langlebig Nachhaltiger Einsatz
    Formstabil Kein Schrumpfen oder Verrutschen

    Umweltfreundlichkeit

    Als Dämmstoff ist Holzwolle sehr umweltfreundlich. Zum einen wird Holzwolle aus einem nachwachsenden Rohstoff gewonnen. Zum anderen ist für die Herstellung des Materials vergleichweise wenig Primärenergie notwendig, was sich positiv auf die Umwelt-Bilanz auswirkt. Auch die Belastung durch Schadstoffe im Zuge der Produktion ist minimal.

    Kälteschutz und Hitzeschutz

    Mit einer Wärmespeicherkapazität von 2.100 Joule pro Kilogramm und Kelvin ist der Hitzeschutz von Holzwolle als gut zu bewerten. Sowohl Wärme als auch Kälte dringen kaum und langsam ins Gebäude ein.

    Brennbarkeit und Feuchtigkeitsregulierung (Schimmelgefahr)

    Holzwolle gilt als schwer entflammbar und ist somit der Brandschutzkategorie B1 zuzuordnen. Im Vergleich zu anderen Naturdämmstoffen ist diese Eigenschaft von Holzwolle somit positiv zu bewerten. Zusätzlich zeichnet sich das Material durch eine gute Feuchtigkeitsregulierung aus. Die Gefahr von Schimmel oder dem Befall von Pilzen ist somit sehr gering.

    Ist Holzwolle gesundheitsschädlich?

    Da eine Dämmung aus Holzwolle zum Großteil aus dem natürlichen Rohstoff Holz besteht, sind keine negativen Einflüsse auf die Gesundheit zu erwarten. Bei dem Ein- und Ausbau dieser Dämmung sollte gegebenenfalls auf die Verwendung einer Feinstaubmaske geachtet werden. Durch die Beimischung diverser Stoffe kann zwar ein vergleichsweise guter Brandschutz gewährleistet werden, diese Stoffe sollten während des Ein- und Ausbauens jedoch nicht ungefiltert eingeatmet werden.

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    Entsorgung von Holzwolle

    Da es sich bei Holzwolle um einen Naturdämmstoff handelt, kann die Entsorgung in der Regel problemlos stattfinden, denn in den meisten Fällen ist das Dämmmaterial biologisch abbaubar. Allerdings muss darauf geachtet werden, ob es sich bei dem vorliegenden Dämmstoff um einen Verbund aus Minerawolle oder Polystyrol handelt. Ist dies der Fall, muss die Entsorgung über eine Verbrennungsanlage stattfinden. Hierfür sollten Sie, je nach Region, mit grob 40 Euro pro Tonne rechnen.