Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
Ich stimme zu

Schachtdämmung geplant?

kostenlose Angebote | regionale Betriebe | 100% unverbindlich

Inhaltsverzeichnis

Darum sollte man einen Installationsschacht dämmen

Bild: Brandruine
Schachtbrände sind verheerend | © WikiImages / pixabay.com CC0

Ein Gebäude kann aus den verschiedensten Gründen mit Installationsschächten aller Art durchzogen sein. Sei es nun ein Luftschacht, ein Wartungsschacht oder ein Rohrschacht - alle Varianten stellen einen potenziellen „Fremdkörper“ in der übrigen Baustruktur dar.

Die dadurch entstehenden Probleme können vielseitiger Natur sein. Zunächst bildet solch ein Schacht stets eine Wärmebrücke, welche die Energieeffizienz verringern und sogar Schimmelbildung begünstigen kann. Auch unliebsame Geräusche der Heizung werden häufig über lange Strecken transportiert - sehr unschön. Am wichtigsten ist bei diesen Versorgungsschächten aber der Brandschutz!

Sollte sich im Gebäude tatsächlich ein Brand entwickeln, so kann ein verzweigter Schacht die Ausbreitung und Übertragung des Feuers erheblich begünstigen. Auch gesundheitsschädlicher Rauch kann sich auf diese Weise leicht in der gesamten Immobilie ausbreiten. Eine Einblasdämmung für Versorgungsschächte eliminiert diese Gefahr fast gänzlich.

Lassen sich alle Arten von Schächten dämmen?

Prinzipiell kann jede Art von Schacht gedämmt, bzw. isoliert werden. Für die Einblasdämmung müssen allerdings einige Randbedingungen gegeben sein. Im Folgenden sehen Sie eine Auflistung der verschiedenen Schacht-Arten samt passender Dämmung.

Schacht-Typ Dämmart
Rohrschacht Einblasdämmung
Kabelschacht Einblasdämmung
Wartungsschacht Dämmmatten
Luftschacht Dämmmatten

Dämmung / Isolierung für einen Rohrschacht

Dieser Schacht beherbergt in den allermeisten Fällen Rohrleitungen der Heizung. Ist das Eindringen von Wasser ausgeschlossen, kann hier problemlos eine Einblasdämmung durchgeführt werden. Hier dient die Dämmung auch als Schallisolierung.

Dämmung / Isolierung für einen Kabelschacht

Kabelschächte beinhalten meist Strom- oder Datenleitungen aller Art. Hier ist die Wahrscheinlichkeit allgemein höher, dass kein Wasser in den Schacht eindringen kann. Eine Einblasdämmung ist also fast immer möglich.

Dämmung / Isolierung für einen Wartungsschacht

Wartungsschächte ermöglichen den Zugang zu abgelegenen Gebäudeabschnitten. Würde man sie mit Dämmstoff verfüllen, so wären praktisch Nutzlos. Ist genügend Platz vorhanden, lassen sich aber die Innenwände mit Dämmmatten verkleiden.

Dämmung / Isolierung für einen Luftschacht

Luftschächte versorgen große Gebäude mit ausreichend Frischluft und besonders fensterlose Räume profitieren hiervon ungemein. Solch ein Schacht kann also nicht mit einer Dämmung verfüllt werden. Um Wärmeverluste trotzdem gering zu halten, lassen sich Luftschächte meist von außen mit Dämmmatten verkleiden.

Preise für eine Brandschutz-Schacht-Dämmung

Um einen Versorgungschacht oder einen Installationsschacht für den Brandfall sicherer zu gestalten, werden bei herkömmlichen Verfahren zusätzliche Ebenen in den Schacht eingebracht, um die Ausbreitung von Rauch und Feuer zu unterbinden oder immerhin nennenswert zu verlangsamen. Zunächst wird dafür eine Deckenplatte aus feuerfestem Material zugeschnitten und an alle Rohre im Schacht angepasst.

Diese Arbeit erfordert höchste Genauigkeit und nimmt folglich viel Zeit in Anspruch. Anschließend werden mehrere Schichten dämmender Trockenschüttung aufgebracht, die nach Fertigstellung einige Zeit aushärten müssen. Diese Arbeit muss auf jeder Etage durchgeführt werden und ist damit eine sehr zeitintensive Lösung für den Brandschutz.

Als günstige und schnelle Alternative kann der gesamte Schacht auch einfach mit Dämmstoffen wie Mineralwolle oder Perlit ausgeblasen werden. Beide Stoffe passen sich selbstständig den Konturen des Schachtes an und machen diese Maßnahme damit weitaus weniger arbeits- und kostenintensiv.

Fallbeispiel - Einblasdämmung Gesamtkosten
2 Schächte / 5 Stockwerke 4.375 - 5.000 €
10 Schächte / 8 Stockwerke 35.000 - 40.000 €

Brandschutz für Installationsschächte und Versorgungsschächte - wer ist zuständig?

Bild: Feuermelder
Brandschutz ist keine Nebensache | © Bru-nO / pixabay.com CC0

Es ist kein Geheimnis, dass Installationsschächte und Versorgungsschächte ein erhebliches Risiko für den Brandschutz darstellen. Aus diesem Grund existieren auch strenge Richtlinien, deren Einhaltung spätestens bei der Bauabnahme überprüft werden müssen.

Gesetzlich regelt die DIN-Norm 4102 die technischen Brandschutz-Aspekte eines Installationsschachtes. Wird der Schacht als unsicher eingestuft, besteht die Gefahr, dass im Brandfall ein sogenannter Kamineffekt auftritt und sich die Flammen rasend schnell über den Schacht im Gebäude verteilen.

Ein organisatorisches Problem tritt auf, wenn das Gefahrenpotenzial eines solchen Schachtes erst bei der Bauabnahme erkannt wird und der entsprechende Brandschutz nicht schon bei der Planung berücksichtigt wurde. Es stellen sich dann zwei Fragen: Wie kann das Problem gelöst werden und wer ist dafür zuständig? Fest steht definitiv, dass dieses Problem im gegebenen Fall behoben werden muss und damit zusätzliche Kosten verursacht.

Wer ist im Normalfall für die Schachtdämmung zuständig?

Oft ist es der Heizungsbauer, der als letzte Instanz am Versorgungsschacht, bzw. Installationsschacht arbeitet. Ihm fällt daher meist auch die unliebsame Aufgabe zu, den Schacht gegen mögliche Brände abzusichern. Obwohl er in der Regel nicht speziell dafür ausgebildet ist, bringt er dennoch die einzelnen Ebenen im Schacht an.

Entscheidet man sich für eine Schacht-Einblasdämmung, wird diese Maßnahme von Experten durchgeführt, die genau für diese Arbeit ausgebildet sind. Beim Brandschutz sollte man keine Kompromisse eingehen.