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Innendämmung der Fassade - Vorteile, Nachteile und Kosten

Bild: Handwerker beim Vermessen eines Montageprofils
Eine Innendämmung der Fassade | © Roman Milert / fotolia.com

Die Fassade von denkmalgeschützten Gebäuden darf in der Regel nicht verändert werden. Aus diesem Grund ist eine Außendämmung der Fassade meistens unmöglich, denn diese würde das Erscheinungsbild erheblich verändern.

Das bedeutete jedoch nicht, dass Sie bei einer schlecht gedämmten Fassade weiterhin hohe Heizkosten einkalkulieren müssen. Mit einer Innendämmung der Fassade haben Sie die Möglichkeit auch denkmalgeschützte Gebäude zu dämmen.

Inhalt


    Einleitung - Was ist eine Innendämmung?

    Unter den Begriff "Innendämmung" fallen praktisch alle Dämmungen, die im Inneren eines Gebäudes angebracht werden. Hauptsächlich sind hierbei jedoch Fassadendämmungen gemeint. Mit verschiedensten Dämmstoffen und Bauweisen kann in vielen Fällen der Energiebedarf von Immobilien erheblich gesenkt werden.

    Eine Innendämmung bietet sich vor allem dann an, wenn die Außenfassade des Gebäudes unter Denkmalschutz steht. In diesem Falle darf an der Fassade von Außen nichts verändert werden. Die Innendämmung kann hier eine geeignete Alternative darstellen.

    Bild: Energieheld-Tipps

    Sollte eine Außendämmung realisierbar sein, dann sollten Sie sich in jedem Fall für diese Variante der Fassadendämmung entscheiden. Die Außendämmung hat praktisch keine Nachteile und minimiert die Schimmelgefahr.


    Aufbau einer Innendämmung der Fassade

    Bild: Handwerker verbaut Glaswolle
    Montage einer Innendämmung | © auremar / shutterstock.com

    Der Aufbau einer Innendämmung erinnert an den Aufbau einer Außenfassade. Sie besteht aus folgenden Komponenten: Tragkonstruktion, Dämmstoff, Dampfsperre und Innenverkleidung. Es wird zwischen Verbundplatten, die aus Dämmstoff und Trockenbau-Deckplatten bestehen, Dämmplatten die beim Dachausbau genutzt werden und dem Innenputzsystem unterschieden.

    Beim sogenannten Innenputzsystem werden die Dämmplatten direkt mit dem Innenputz auf der Außenwand angeklebt. Über der Dämmung wird jeweils eine Dampfbremse (Folie) eingebracht, welche die Diffusion von Wasserdampf verhindern soll. Den Abschluss zum Innenraum bildet eine Innenverkleidung aus Gipskarton- oder OSB-Platten. Auf diesen kann dann ein Putz oder die Tapete aufgebracht werden.

    Innendämmung vom Fachbetrieb

    Vorteile und Nachteile der Innendämmung

    Eine Innendämmung hat ebenso wie eine außen angebrachte Dämmung Vor- und Nachteile. In bestimmten Situationen ist die Innendämmung aber die beste Lösung, etwa wenn Altbauten gedämmt werden sollen, deren Außenfassade denkmalgeschützt sind.

    In jedem Fall sollte die Innendämmung nur von einem Fachmann ausgeführt werden. Nur mit einer fachmännischen Montage umgehen Sie mögliche Bauschäden durch Feuchtigkeit und Schimmel:

    Vorteile Nachteile
    Innendämmung ist zu jeder Zeit des Jahres durchführbar Relativ planungsintensiv
    Die Fassade bleibt unverändert Innendämmung geschieht auf Kosten der Wohnfläche
    Günstiger als eine Außendämmung Gefahr der Schimmelpilzbildung durch Taupunktverschiebung
    Steigerung des Wohnklimas in den eigenen vier Wänden Das massive Mauerwerk kann nicht mehr als Wärmespeicher fungieren, da es sich außerhalb des gedämmten Raumes befindet
    Schnelle Erwärmung der Räume Korrosions- / Frostgefahr der in der Wand verlegten Wasser- und Heizungsrohre steigt

    Innendämmung vom Fachbetrieb

    Dämmstoffe für die Innendämmung der Fassade

    Bild: Handwerker bei der Montage einer Innendämmung
    Innendämmung aus Glaswolle | © beata79 / fotolia.com

    Als Materialien kommen mittlerweile viele Dämmstoffe zum Einsatz. Häufig eingesetzt werden Mineral- und Steinwolle, Polystyrol, Polyurethan, Aerogel, Kalziumsilikat oder auch biologische Dämmstoffe wie Zellulose oder Schurwolle. Die Dämmmstoffe werden zumeist als Dämmstoffplatten angebracht oder auch lose in Form von Einblas- oder Schüttdämmung verbaut.

    Eine Innovation sind hoch wärmedämmende Vakuumisolierpaneel-Verbundplatten (VIP). Ihre Wärmeleitfähigkeit ist bis zu siebenmal niedriger als bei heute üblichen Dämmstoffen. Sie sind jedoch um einiges kostenintensiver als andere Dämmoptionen. Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG), dem Nachfolger der EnEV 2014, darf die Außenwand bei einer Innendämmung den Wärmedurchgangskoeffizienten von U=0,28 W/(m²K) nicht überschreiten. Um eine Förderung zu bekommen, muss der Wert noch niedriger sein (siehe unten).

    Dämmstoffe Innendämmung
    Mineralwolle (Steinwolle) Aerogel
    Polystyrol Kalziumsilikat
    Polyurethan Zellulose
    Hanf Holzfaser

    Kosten für eine Innendämmung der Fassade

    Sofern keine Außendämmung möglich ist, sollten Sie bei der Innendämmung mit Kosten zwischen 40 und 150 Euro pro Quadratmeter rechnen. Einbau und spätere Verkleidungsarbeiten sind dabei schon enthalten.

    Je nachdem, welcher Dämmstoff und welches Verfahren verwendet wird, variieren die Kosten, sodass wir hier lediglich eine grobe Preisspanne angeben können. Gern helfen wir Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Dämmung für Ihr Eigenheim, nehmen Sie dazu einfach Kontakt mit uns auf.

    Dämmart der Fassade Kosten pro m²
    Innendämmung der Fassade 40 - 150 €
    Innendämmung mit Förderung

    Förderung für eine Innendämmung der Fassade

    In Deutschland gibt es verschiedene Förderungen für Maßnahmen zur energetischen Sanierung - darunter die Innendämmung. Seit 2021 sieht das Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss von 20 Prozent für eine neue Innendämmung als Einzelmaßnahme vor. Ist die neue Innendämmung zuvor im Individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP) eines Energieberaters berücksichtigt worden, erhöht sich die Förderung auf 25 Prozent.

    Als Alternative zum BAFA-Zuschuss steht ein zinsgünstiger Förderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Wahl: Der KfW-Kredit 262 mit einem Tilgungszuschuss von 20 Prozent des Darlehens, gemessen an der Höchstgrenze von 60.000 Euro also bis zu 12.000 Euro. Wie der BAFA-Zuschuss lässt sich aber auch der KfW-Kredit mit dem ISFP-Bonus kombinieren, sodass 25 Prozent Tilgungszuschuss möglich sind.

    Wichtig: Die Förderung muss zwingend vor Baubeginn beantragt werden. Sonst erhält man keine Förderung. Außerdem ist die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) Pflicht. Die beiden Optionen in der Übersicht:

    Institut Programm Art Förderung für Dämmung
    BAFA Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) Zuschuss 20 % der förderfähigen Ausgaben (zwischen min. 2.000 € und max. 60.000 € - also bis zu 12.000 €)

    + 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)
    KfW KfW 262 Kredit Tilgungszuschuss von 20 % des Kreditbetrags (max. 60.000 €), max. 12.000 € pro Wohneinheit

    + 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)