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Darum benötigt der Rolladenkasten eine Dämmung

Bis in die späten 80er Jahre wurden Rollladenkästen aus dünnem Holz gefertigt, dass nach außen nur verputzt wurde - ohne effiziente Dämmung - und viele dieser Exemplare existieren noch heute. Wenn Sie nun den entsprechenden Raum beheizen, kann sich die Wärme in diesem Bereich fast widerstandslos verflüchtigen. Man spricht in solchen Fällen von einer Wärmebrücke.

Selbst wenn Sie nun im Rahmen einer Modernisierung neue Fenster einsetzen lassen, bleibt das Problem auch weiterhin bestehen, weil am eigentlichen Rollladenkasten nichts verändert wurde. Diese müssen also entweder nachträglich gedämmt, oder durch effizientere Modelle ersetzt werden.

Wenn Sie großen Wert auf konstante Heizkostenersparnisse legen, sollten Rollladenkästen und alte Fenster gemeinsam ersetzt werden. Hier bieten sich Kombisysteme an, die die gesamte Fläche der Fenster, wie auch den alten Rollladenkasten abdecken und dämmen. Nur auf diese Weise lassen sich Wärmebrücken bestmöglich vermeiden.

Benötigen Sie eine Dämmung für Ihren Rollladenkasten?

Einen einfachen Test können Sie mit einer Kerze ganz simpel zu Hause durchführen. Halten Sie die angezündete Kerze an den Rollladenkasten und die Gurtdurchführung. Flackert die Kerze, ist der Rollladenkasten undicht und Wärme kann ungehindert austreten. Eine Rollladenkasten-Dämmung ist hier dringend zu empfehlen.

Professioneller funktioniert das Ganze mit einer sogenannten Thermografie. Dieses Verfahren wird hauptsächlich von Energieberatern angeboten und mithilfe einer Wärmebildkamera durchgeführt. Das Ergebnis zeigt dann, an welchen Stellen Ihr Haus noch Wärmebrücken aufweist. Im Rahmen einer umfassenden Energieberatung werden Rollladenkästen ohne Dämmung in jedem Fall erkannt.

Neue Rollläden in alte Rolladenkästen einsetzen

Bild: Aufbau eines Rollladens
Eine Rollladenkastendämmung | © fotoivankebe / shutterstock.com

Wenn die alten Rollläden ihren Dienst quittieren, soll natürlich möglichst schnell und möglichst kostengünstig ein Ersatz her. Besonders bei älteren Baureihen ist die Ersatzteilversorgung aber problematisch.

Neue Rollläden lassen sich zwar auch in alte Kästen einsetzen, aber wirkliche Energieeffizienz wird hiermit nicht erreicht. Wer hier nur an die augenscheinlichen Kosten denkt, bezahlt letztendlich doppelt oder sogar dreifach.

Bei dem Einbau neuer Rollläden in die bereits vorhandenen, alten Rollladenkästen kann es häufig zu Problemen mit der Dichtheit kommen. Nachträglich installierte Bauteile werden in den seltensten Fällen optimal passen. Ein neuer Rollladenkasten kostet zwar anfangs mehr, spart aber dauerhaft Heizenergie und damit auch Geld. Tauscht man die Kästen zusammen mit den Fenstern, lassen sich auch die anfallenden Montagekosten senken.

Welche Kosten entstehen?

Eine Rollladenkasten-Dämmung hat natürlich ihren Preis. Wir haben für Sie einmal die durchschnittlichen Kosten für solch eine Maßnahme aufgelistet (behalten Sie jedoch im Hinterkopf, dass nach der Sanierung wiederum Heizkosten eingespart werden):

Sanierungsmaßnahme Wirkungsgrad Kosten pro Stück
Austausch eines Rollladens Niedrig 70 - 300 €
Rollladenkasten-Dämmung Mittelmäßig 20 - 200 €
Neuer Rollladenkasten Gut 150 - 900 €
Neues Fenster + Rollladenkasten Sehr gut 800 - 1.500 €

Rollladenkasten in einer Mietwohnung dämmen

Auch in einer Mietwohnung haben Sie selbstverständlich das Recht auf gedämmte Rollladenkästen. Sofern es sich nicht um eine Eigentumswohnung handelt, sollten etwaige Modernisierungsmaßnahmen aber mit dem Vermieter abgesprochen werden. In einigen Fällen übernimmt dieser sicherlich auch einen Teil oder sogar die gesamten Kosten, weil eine solche Sanierung auch stets den Wert der Immobilie steigert.

Förderung der Rollladenkasten-Dämmung

Die Rollladenkasten-Dämmung kann im Rahmen einer neuen Fassadendämmung oder neuer Fenster indirekt mitgefördert werden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Eine Zuschuss-Variante vom BAFA oder eine Kredit-Variante von der KfW.

Zum Einen gibt es die Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) sieht dafür eine Förderung von 20 Prozent vor, die auf 25 Prozent erhöht werden kann, wenn die Maßnahme zuvor in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) von einem dafür zertifizierten Energieberater empfohlen wurde. Wichtig ist jedoch, dass die Kosten die Bagatellgrenze von 2.000 Euro übersteigen, um förderfähig zu sein.

Zum Anderen gibt es alternativ einen zinsgünstigen Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Im KfW-Kredit 262 stehen 20 Prozent Tilgungszuschuss von maximal 60.000 Euro zur Verfügung, also bis zu 12.000 Euro. Allerdings können Sie auch den KfW-Kredit 262 mit dem ISFP-Bonus kombinieren, sodass Sie 25 Prozent Tilgungszuschuss bekommen.

Wichtig: Für den Erhalt staatlicher Förderung muss ein Energie-Effizienz-Experte (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) eingebunden werden und der Antrag auf Förderung vor Baubeginn gestellt werden. Die beiden Förderungen und Kredite in der Übersicht:

Förderung Art Betrag
BAFA BEG EM Zuschuss 20 % der förderfähigen Kosten (zwischen min. 2.000 € und max. 60.000 € - also bis zu 12.000 €)

+ 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)
KfW 262 Kredit Tilgungszuschuss von 20 % der Kreditsumme (max. 60.000 €), bis zu 12.000 € pro Wohneinheit

+ 5 % Bonus mit Individuellem Sanierungsfahrplan (bis zu 3.000 € zusätzlich)

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